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Aktuelle Shows ( Nord )Shows A-Z ( Nord )Premieren ( Nord )Marie Antoinette


Historien-Drama

Marie Antoinette

Duell der Frauen


Historiendrama im klassischen Kunze/Levay-Stil, das vor allem in Buch und Regie entt├Ąuscht. Musikalisch dagegen hervorragend mit einer brillanten Sabrina Weckerlin an der Spitze eines hochklassigen Ensembles.

(Text: Bj├Ârn Herrmann)

Premiere:30.01.2009
Letzte bekannte Auff├╝hrung:31.05.2009


Schade, dass die Macher nicht den Mut gehabt haben, ihr Historienspektakel "Margrid Arnaud" zu nennen. Diese fiktive zweite weibliche Hauptrolle steht n├Ąmlich viel eher im Mittelpunkt des neuen Musicals von Michael Kunze und Sylvester Levay als die namensgebende K├Ânigin. Das Blumenm├Ądchen Margrid und die K├Ânigin von Frankreich geraten in den Wirren der Franz├Âsischen Revolution in eine Parallelgeschichte, die sogar die M├Âglichkeit er├Âffnet, dass Margrid eine illegitime Halbschwester der K├Ânigin sein k├Ânnte. Die ├ähnlichkeit der beiden Figuren (die sich auf der B├╝hne nur an ├Ąhnlichen Kleidern und Frisuren festmacht) dient als Klammer der Geschichte und tr├Ągt leider nur m├╝hsam. So entsteht eine Szenenfolge, die eher Bilderbogen als durchkonzipiertes Skript ist und die an vielen Stellen nur dem Auf- und wieder Abtreten der Figuren zu dienen scheint.

So statisch die Szenenwechsel daherkommen, so statisch pr├Ąsentieren sich auch die Figuren des St├╝ckes. Seltsam beziehungslos und beinahe ohne Interaktion stehen die Charaktere nebeneinander und scheinen fast Angst zu haben, sich zu nahe zu kommen. Die meisten Darsteller agieren fast durchgehend, als w├Ąren sie in ein enges Korsett von vorgegebener, ├╝bertrieben stilisierter Bewegungsregie eingezw├Ąngt und spielen mit deutlich angezogener Handbremse. Auch die Massenszenen - mit nicht mehr als 15 Revolution├Ąren personell knapp besetzt - wirken leblos und eher uniform und k├Ânnen nie revolution├Ąres Feuer transportieren. Ob der steril und wenig beweglich wirkende Gesamteindruck in der Tradition des japanischen Regietheaters steht, ist Vermutung, die Regie von Tamiya Kuriyama bleibt jedenfalls recht blutarm. Spannung kommt nur selten auf.

Spartanisch auch das B├╝hnebild von Peter J. Davidson. Stra├čenfronten mit ausgefransten unteren R├Ąndern und mit wei├č-goldener Ballsaaldekoration versehene Prospekte schweben im ersten Akt wechselweise von oben ein. Der zweite Akt verschwindet dann fast komplett auf einer schwarzen B├╝hne mit einigen Klappen und ├ľffnungen, durch die Darsteller auf- und wieder abgehen. Die Enthauptung Marie Antoinettes mit einer vor ihr im Zeitlupentempo herunterfahrenden ├╝berdimensionalen Guillotinenschneide mit anschlie├čendem Blackout hat wenig Spannung und bildhafte Kraft. Die Drehb├╝hne wird im Wesentlichen zum Herein- und wieder Herausfahren einzelner Darsteller genutzt. Nur in der gelungenen Szene, in der der Herzog von Orl├ęans und Cagliostro die Halsbandaff├Ąre einf├Ądeln und die einzelnen handelnden Figuren wie Schachfiguren darauf bewegen, wird sie szenisch intelligent genutzt. Das Lichtdesign von Manfred Voss arbeitet vor allem mit einer gro├čen, in allen Farben beleuchtbaren Operafolie f├╝r den Hintergrund und l├Ąsst die Darsteller ansonsten vor allem in den Massenszenen leider oft im Dunkeln stehen - so geht viel Ausdruck verloren.

F├╝rs Auge bleiben da vor allem die Kost├╝me. Und die sind sehenswert: Frauke Schernau l├Ąsst die h├Âfische Gesellschaft in prachtvollen Kleidern rnauftreten und schenkt K├Ânig und K├Ânigin in der Himmelfahrtstag-Szene den strahlendsten Auftritt des St├╝ckes.

Erschreckend schwach sind die Texte von Michael Kunze, die mit vielen falschen Rhythmisierungen und unreinen Reimen irritieren. Dagegen ist es Sylvester Levay gelungen, in einem eher fragmentierten, aber durchkomponierten Score einige Melodien zu kreieren, die im Ohr bleiben. Das r├╝hrende Schlaflied "Still, still" ist ebenso h├Ârenswert wie das hymnische "Blind vom Licht der hellen Kerzen" und Margrids "Nein, ich weine nicht mehr", das allerdings mehr Schlagerballade als Revolutionslied ist.

Mit diesen beiden Songs gelangen wir auch zum gr├Â├čten Pluspunkt des St├╝ckes: Eine ├╝berragende Sabrina Weckerlin als Margrid Arnaud vermag mit ihrer Gesangs- und Energieleistung viele der vorgenannten Schw├Ąchen wettzumachen. Mit ihrer Leistung allerdings steht und f├Ąllt die Show. Sie spielt mit viel Einsatz eine Margrid, die nicht nur im Kost├╝mbild der Eponine aus "Les Mis├ęrables" verwandt ist. Levays Beltballaden sind wie f├╝r ihre gro├če Stimme geschrieben und erm├Âglichen ihr Spitzent├Âne von gro├čer Intensit├Ąt und Klarheit, mit denen sie sich m├╝helos an die Spitze eines auch ansonsten gesanglich hervorragend aufgelegten Ensembles katapultiert. Roberta Valentini als Marie Antoinette hat dagegen die unauff├Ąlligeren Lieder, dennoch bleibt besonders ihr hervorragend gesungenes Duett mit Patrick Stanke als Axel Fersen im Ged├Ąchtnis. Auch die Wandlung von der Partyk├Ânigin zur unbeugsamen Angeklagten im revolution├Ąren Schauprozess gelingt ihr ausgezeichnet. Patrick Stanke scheint als Fersen unterfordert; wann immer er gesanglich gefordert wird, ist er brillant, viel mehr gibt die Rolle leider nicht her. Ethan Freemans Rolle als Magier Cagliostro funktioniert in dem schon beschriebenen, auf Stilisierung angelegten Regiekonzept noch am ehesten, er l├Âst seine Aufgabe souver├Ąn und mit mehr als einem Hauch von Luigi Lucheni. Tim Reichwein agiert als kraftloser K├Ânig Ludwig XVI. genauso rollendeckend und solide wie Thomas Christ als Herzog von Orl├ęans und Maike Switzer als Nonne Agnes. Mit gro├čer Pr├Ąsenz sticht Markus Maria D├╝llmann als Robespierre heraus, Hans Neblung bleibt vor allem als effektvoll mit seiner Kardinalsrobe wedelnder Rohan in Erinnerung.

Bernd Steixner hat nicht nur das Ensemble musikalisch sehr gut eingestellt, die Bremer Philharmoniker bringen den gewohnten Levay-Sound souver├Ąn zum Klingen.

So bleibt dann auch die musikalische Seite mit einer ├╝berragenden Sabrina Weckerlin der gro├če Pluspunkt eines Gesamtpaketes, das vor allem in Buch und Regie die gro├čen Erwartungen, die ein neues Kunze/Levay-Musical nun einmal weckt, nicht ganz erf├╝llen kann.

(Text: Bj├Ârn Herrmann)




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Lexikon: Marie Antoinette
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Besetzung

Margrid ArnaudSabrina Weckerlin
Marion Furtner,
(Katie Schauer)

Marie AntoinetteRoberta Valentini
Maricel,
(Anika Lehmann)
(Maike Switzer)

CagliostroEthan Freeman
Marc Clear,
(Thomas Christ)
(Fernand Delosch)

Axel Fersen Patrick Stanke,
(Oliver N├Âldner)
(Patrick Schenk)

Louis XVI.Tim Reichwein,
(Gerd Achilles)
(Thomas Christ)

Herzog von Orl├ęansThomas Christ,
(Marc Clear)
(Udo Eickelmann)

Agnes DuchampsMaike Switzer,
(Susanna Panzner)
(Sarah Sch├╝tz)
(Sonja Ti├Ęschky)

Juliette LapinBettina Meske,
(Lisette Groot)
(Susanna Panzner)

Dr. GuillotinDaniele Nonnis ,
(Fernand Delosch)
(Ulrich Talle)

Rose BertinSarah Sch├╝tz,
(Mona Graw)
(Susanna Panzner)

L├ęonardOliver Heim,
(Fredrik Andersson)
(Norbert Kohler)

Charles BoehmerFernand Delosch,
(Ulrich Talle)

Madame LamballeSusanna Panzner,
(Lisette Groot)
(Petra Weidenbach)

Madame de PolignacSonja Ti├Ęschky,
(Lisette Groot)
(Petra Weidenbach)

H├ębertNorbert Kohler,
(Oliver Heim)
(Stefan Reil)

Maximilien de RobespierreMarkus Maria D├╝llmann,
(Marc Liebisch)
(Patrick Schenk)

BeaumarchaisUdo Eickelmann,
(Marc Liebisch)
(Patrick Schenk)

Kardinal de RohanHans Neblung,
(Daniele Nonnis)
(Ulrich Talle)

KammerdienerMartin Bacher
Oliver N├Âldner
TurgotGerd Achilles
Wachsoldat, W├ĄrterPatrick Schenk
Ulrich Talle
Escort-DamenMona Graw
Anika Lehmann
Patrizia Margagliotta
Marthe R├Âmer
Julia Steinga├č
Madame La MotteMona Graw
Offizier, StaatsanwaltTill Schubert
EnsembleFredrik Andersson
Marion Furtner
Lisette Groot
Marc Liebisch
Katie Schauer
SwingsMiriam Dusza
Stefan Reil
Petra Weidenbach



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


27 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


27817
(Fast) ein Geniestreich!

02.06.2009 - Also, ich finde, dass es unfair w├Ąre ├╝ber die Handlung zu meckern bzw. sich dar├╝ber zu beschweren, dass man bestimmte Sachen an der Story nicht versteht. Es w├Ąre echt nichts gro├čes gewesen, sich vor dem Besuch bei Wikipedia ├╝ber Marie Antoinette zu informieren! Ein wenig Vorwissen sollte man schon mitbringen...
Au├čer dem Schneiderladen habe ich alles verstanden...wiederum k├Ânnte das auch einfach nur die Leichtfertigkeit eines Teils der franz├Âsischen Bev├Âlkerung zur damaligen Zeit symbolisieren...?
Habe bei einigen Videos im Internet gesehen, dass ich lieber Roberta als Maricel gehabt h├Ątte... :(

Jack Merridew (erste Bewertung)


27813
Ein toller Abend....

01.06.2009 - Ich glaube man sollte sich hier nicht so aufspielen und sovil kritisieren... ein toller Abend mit einer tollen Cast und supersch├Ânen Liedern. Auch sollte man mal an das Preis/Leistungsverh├Ąltnis gegen├╝ber der Stage denken. Ich habe f├╝r 1.PK am Samstagabend 80,-- Euro bezahlt ...Das sind gut und gerne mind. 50% weniger als in einem vergleichbaren Stage-Haus. Und das bei der Cast. Schade, das es dem Bremer Musicaltheater trotz allem nicht gelungen ist, wesentlich in die schwarzen Zahlen zu kommen. Bitte trotzdem weitermachen. Ich komme gern extra dorthin von Berlin angereist, zumal auch das Theater an sich sehr sch├Ân ist.

Danke f├╝r einen sch├Ânen Abend.

Das einzig wirkliche Manko ist diese Minimalisten-12-Track-CD....bei so tollen Liedern h├Ątte noch das ein oder andere Highlight raufgepasst.

Andy

andycibis (26 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


27807
einfach unfertig

28.05.2009 - Ich hab wirklich lange gebraucht, um eine Bewertung f├╝r Marie Antoinette abgeben zu k├Ânnen, habe das St├╝ck ein paar Tage auf mich wirken lassen und komme zu folgendem Ergebnis:

Es wirkt einfach in jeder Hinsicht unfertig. Ich bin das Gef├╝hl nicht losgeworden, dass man mir nur ein Konzept pr├Ąsentiert hat: So ungef├Ąhr soll es werden, in diese Richtung soll es gehen.

Ich habe mich im ersten Akt manchmal wirklich gelangweilt und das lag sicher nicht an der Qualit├Ąt der Darsteller, sondern daran, dass die ganze Geschichte mit zu viel Abstand erz├Ąhlt wird. Es passieren schrecklich Dinge, dort stirbt jemand, dort sieht man Elend, aber es will einfach nicht ber├╝hren. Man sieht ein Bild nach dem anderen und baut keinerlei Verh├Ąltnis zu den Charakteren auf.

Dann der zweite Akt: Beginnt wie der erste und dann auf einmal: Wow! Da wird wirklich Musiktheater gemacht! Es ist schon faszinierend, dass die letzte halbe Stunde des St├╝cks es geschafft hat, mich so sehr zu ber├╝hren, dass ich gar nicht mehr aufh├Âren konnte zu weinen. Auf einmal waren da Emotionen auf der B├╝hne! Hut ab f├╝r die Leistung, das ganze Musical nochmal um 180┬░ zu drehen.

Die Darsteller waren im Allgemeinen sehr gut. Ich hatte ziemlich viele Zweibesetzungen: Marion Furtner als Magrid war schauspielerisch ├╝berzeugend, aber leider war ihre Stimme gerade bei den hohen und kr├Ąftigen Belt Stellen ein wenig schwach. Maike Switzer als Agn├ęs hat ihrer Rolle Gef├╝hl verliehen und ihre Stimme war wundersch├Ân. Marc Clear als Cagliostro war ebenfalls ├╝berzeugend, Patrick Schenk dagegen eher eine Zumutung. Er spielt steif und er singt wirklich nicht gut. Wollen wir hoffen, dass er an diesem Abend einfach schlecht drauf war.
Aber die gr├Â├čte ├ťberraschung des Abends war f├╝r mich Maricel als Marie Antoinette! Die Verwandlung von der verschwenderischen K├Ânigin zur starken Frau, die "im Tod erst sie selbst ist" hat sie grandios gemeistert! Ich habe ihr in jeder Sekunde geglaubt, was sie gesungen hat und verbeuge mich wirklich tief vor ihrer Leistung.

Die Musik von Sylvester Levay klingt live viel besser als auf der etwas l├Ącherlichen 12-Track-Castaufnahme. Manches klingt aber auch live noch etwas zu sehr nach Schlager (z.B. "Ich weine nicht mehr" und "Gef├╝hl und Verstand"). Seine Lieder f├╝gen sich allerdings gut in die Handlung ein und ich freue mich ├╝ber den Mut, nicht nur einen gro├čen Hit nach dem anderen zu bringen, wie es sonst gerne ├╝blich ist.

Die Texte noch Michael Kunze sind wie immer gut. Nichts Neues, aber sie funktionieren, so wie man das eben erwartet von ihm.

Das B├╝hnenbild ist schlicht, visuell wird einem nicht so viel geboten. Eigentlich gut, denn so k├Ânnte man sich mehr auf das Wesentliche konzentrieren... aber das ist ja leider die meiste Zeit nicht vorhanden.

Meine Fazit: Es bleiben zu viele Fragen offen. Was genau will uns Cagliostro eigentlich die ganze Zeit sagen? Was haben die am Anfang besungenen "Illusionen" genau mit dem Leben von Marie Antoinette zutun?
Viele gute Denkans├Ątze, aber man hat sie nicht weiter verfolgt.
Das sollte f├╝r die n├Ąchste Inszenierung ge├Ąndert werden.
Ansonsten: Vielen Dank f├╝r die letzten 30 Minuten - das war richtig gutes Musiktheater! Vielleicht auch in den restlichen 2 Stunden?!

milady (3 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


27804
Passable Leistung - ├╝berragende Weckerlin

25.05.2009 - Am 23. Mai besuchte ich mit gemischten Erwartungen Marie Antoinette! Ich freute mich auf die hochkar├Ątige Besetzung und auf ein neues Werk von Kunze&Levay. Allerdings haben mich einige Rezensionen und Meinungen doch missmutig gestimmt.

Ich durfte eine tolle Show und gute Unterhaltung erleben, gespickt von tollen S├Ąngern wie Roberta Valentini, Patrick Stanke und Ethan Freeman. Absolut ├╝berragend und Star der Show ist allerdings Sabrina Weckerlin als Margrid Arnaud. Der H├Âhepunkt des Abends ist zweifels ohne ihre "Hymne" "Ich weine nicht mehr", der mit minutenlangem Applaus gew├╝rdigt wurde.

Einige Passagen wiesen ├ähnlichkeiten mit fr├╝heren St├╝cken von Kunze&Levay auf, jedoch konnte mich letztendlich, trotz gutem B├╝hnenbild, das Musical nicht so ├╝berzeugen wie "Rebecca". Zum Makel wird auch die nicht optimale Tonabstimmung im Theater, die manch ein St├╝ck schwer verst├Ąndlich machte.
Leider war der zweite Akt nicht ganz so stark wie der erste, vielleicht weil sich die historischen Ereignisse vom Sturm auf Versailles bis zum Tod Marie Antoinettes f├Ârmlich ├╝berschlagen und man teilweise nur schwer folgen kann!

Letztendlich hatte ich einen sehr angenehmen Abend, auch wenn der Gesamteindruck nicht ganz an andere Ensuite-Produktionen herankommt.Allerdings konnte der Abend meine bisherige Meinung ├╝ber Sabrina Weckerlin ins Positive drehen! "Margrid Arnaud" w├Ąre ein besserer Titel f├╝r das Musical gewesen.

Das Stück hat mit Sicherheit noch Luft nach oben. Mit der ein oder anderen Änderung und an einem anderen Ort hat das Musical evtl. wirklich das Zeug zum Erfolg!

Pallachs (12 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


27767
Besser als sein Ruf

06.05.2009 - Am 02. und 03.05. hat ich die Chance, die Show zu sehen.
Jeweils die 1st Cast mit Maricel statt Roberta Valentini.

Ich mach es kurz:
* Tolle Cast
* viele Tr├Ąnen im ersten Akt
* Sabrina Weckerlin wird immer besser. Ihre Show!
* Die vor allem schauspielerische Leistung von Maricel vor allem im zweiten Akt viel besser und differenzierter als erwartet.
* ja, die Inszenierung ist so unfassbar uneurop├Ąisch - verschenkt!
* musikalisch das spannenste Werk von Silvester Levay
* die Texte, vor allem die Reimschemata, sind teils ungewohnt und ├╝berraschend. Toll!

Also: Hingehen, das Bremer Theater f├╝r sein mutiges Vorhaben belohnen, und Taschent├╝cher mitnehmen.

Meine CD hat schon Abnutzungerscheinungen!

Thorsten Wulf (8 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


27766
├ľde

06.05.2009 - Ich bin ein gro├čer Kunze und Levay-Fan, aber ich muss leider sagen: Das ging total daneben. Schlechte Musik, eint├Ânig und belanglos, einen roten Faden in der Geschichte habe ich nicht gefunden. Die Kost├╝me sehen nach Schultheater aus und das B├╝hnenbild h├Ątte man auch etwas sch├Âner machen k├Ânnen. Eine Kutsche die man in der 10 Reihe als solche schon nicht mehr erkennt und drei B├Ąume aus Holzlatten die als Lichtung dienen. F├╝r 5 Millionen Euro, denn damit wurde in jedem Satz geworben, h├Ątte man doch etwas Sch├Âneres hinbekommen. Kein wunder das die Auslastung so schlecht ist.
Ich finde es schade, das nach Elisabeth und Mozart so ein schwaches St├╝ck aus diesen Federn gekommen ist.

ALIBABA (erste Bewertung)


27682
Noch Luft nach oben

05.04.2009 - Die Show war gut aber wirkte im wesentlichen, besonders im ersten Akt, noch sehr unfertig. Der erste Akt war auch der, wo ich zum ersten mal bei einen Musical auf die Uhr geguckt habe. Daf├╝r war der zweite Akt ne Bombe, der mich vor Spannung und Dramatik gepackt und quasi in den Theatersessel gedr├╝ckt hat. Die Musik funktionierte und gefiel wesentlich besser als auf der vorab geh├Ârten CD. Darstellerisch ├╝berzeugte Sabrina Weckerlin vorallem als sehr starke S├Ąngerin, Schauspielerisch jedoch sehr angespannt (man meinte sie w├╝rde jeden Moment zum 100 Meter Lauf losrennen). Roberta Valentin hingegen unglaublich ausdrucksstark, wandlungsf├Ąhig und fesselnd in ihrer Rollengestaltung, auch mit sch├Âner Stimme. In den Nebenrollen ging es auf und ab, jedoch wirkten auch hier alle noch sehr unfertigt. Ethan Freeman und Thomas Christ stachen dabei noch besonders heraus, Patrick Stanke geht leider trotz toller Teilleistung v├Âllig unter. Tim Reichwein gefiel mir weder in Stimme noch in Spiel, was jedoch an der d├╝mmlich gezeichneten Rolle und dem langweiligen Lied liegen k├Ânnte. Insgesamt war jedoch alles noch ganz gut, k├Ânnte aber nach gr├╝ndlicher ├ťberarbeitung ein wirklicher Knaller werden. Die Ansetze waren da und k├Ânnten noch optimaler genutz werden.

Kenny (4 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


27637
Marie Antoinette einfach genial

21.03.2009 - Ich habe vor kurzem das Musical Marie Antoinette in Bremen gesehen, es war mein erstes Musical. Davor war ich nur in Freilichtb├╝hnen und die kann man ja nicht mit einem richtigen Musical vergleichen. Ich muss sagen, dass Marie Antoinette f├╝r mich einfach genial war. Alles war perfekt; die Darsteller, die B├╝hnenbilder, die Lieder und besonders auch die Kost├╝me. Doch auch ich fand, Margrid Arnaud besser als Marie Antoinette. Margrids Gesang war einfach ausdrucksst├Ąrker und kraftvoller als der von Marie Antoinette. Mein alboluter Lieblinsdarsteller war Thomas Christ als Herzog von Orl├ęans. N├Ąchsten Mittwoch gehe ich, zu noch einer Vorstellung. Diesmal kann ich, w├Ąhrend der Pause hinter die B├╝hne und die Darsteller mal Hautnah erleben. Bei meiner ersten Vorstellung sap ich in der zweiten Reihe, diesmal wohl etwas weiter hinten so ca. in der Zehnten. Mal sehen was besser ist. Aufjedenfall ist die zweite Reihe ├╝berweltigend da man sehr nah an den Darsteller sitzt und auch den Dirigenten bei seiner Arbeit zu sehen kann. F├╝r manche k├Ânnte es aber auch etwas zu laut sein. Naja ich w├╝rde das Musical aufejedenfall weiter empfehlen!

Angelina (erste Bewertung)


27624
Liebe auf den zweiten Blick!

16.03.2009 - Vor einiger Zeit wurde ich zum Musical Marie Antoinette eingeladen.
Mittlerweile wei├č ich, dass die Darstellerin der Marie Antoinette Roberta Valentini hie├č und ich fand sie gut.
Das ganze St├╝ck hat mir sehr gefallen und so habe ich mich ├╝berreden lassen, mir noch einmal die Show anzuschauen.
So waren wir gestern Abend noch einmal dort und da hat es mich fast umgehauen.
Fand ich die Marie Antoinette zu erst wirklich gut, so war ich von der gestrigen Besetzung (ich glaub, Maricel W├Âlk ist ihr Name?)einfach total hingerissen und begeistert.
War ich bei meiner ersten Marie Antoinette doch ber├╝hrt, so brachte mich die gestrige fast zum weinen (und ich bin ein Mann)!
Ein sehr ├╝berzeugendes Schauspiel und viel Gef├╝hl. Der Gesang schien mir noch klarer als zuvor.
Als Magrid Anoud hatte ich jeweil die gleiche Darstellerin (Sabrina Weckerlin?) die mich auch durch und durch ├╝berzeugt hat.
Das ganze Ensemble war sehr gut.
Das Publikum war auch bei meiner zweiten Show viel begeisterter. Die haben mich richtig mitgerissen.
So kann auch ich noch zum Musical-Fan werden, dass h├Ątte ich niemals gedacht.
Danke f├╝r die zwei sch├Ânen Shows.
Manuel aus Leer

manuel (erste Bewertung)


27617
Macher ist die eine Sache... machen die andere

15.03.2009 - Ich habe zwei Shows gesehen,
Premierenbesetzung (ausser:Marie Antoinette - Maricel) und eine CUT-Show (MA: Maike Switzer) .
Die erste Show war hervorragend, die 2. war sehr gut.
Ich stimme dem zu, dass man den Machern einiges Vorwerfen kann, aber die dies machen, die machen ihre Sache verdammt professionell.
Damit meine ich vorallem die Cast und den Bereich Tontechnik
B├╝hnenbild ok, Licht ist eher m├Ąssig (Manfred Voss) aber Darsteller, Orchester und zu erw├Ąhnen - der Tonmeister hinterm Mischpult, machen einen gro├čartigen Job vor Ort.
Im Gegensatz zu einigen Vorredner die von Technik keine Ahnung zu haben scheinen, hat mich gerade der Sound ├╝berzeugt.
Ich gebe zu, dass ich aus diesem Fachbereich komme. Und genau deswegen finde ich die meisten Musicals ziemlich unbeeindruckend und ideenlos was das Sounddesign angeht.
Das Orchester bei Marie Antoinette ist ziemlich brilliant gemischt, ebenso das Ensemble.
Was mich aber zus├Ątzlich beeindruckt hat, war das Richtungsh├Âren. F├╝r die Laien unter Euch:
Normalerweise habe ich den Gesang einfach von Vorne, eher mittig. Bei beiden Shows h├Ârte man den Gesang von dort, wo der Darsteller auch stand.
Der Sound wanderte sozusagen mit dem Darsteller mit.W├╝rd gern wissen wie das technisch umgesetzt wurde.Die Cast:
Also Maike Switzer als Marie Antoinette und Sabrina Weckerlin als Margrid waren der Hammer.
Maricel war eher entt├Ąuschent. Ich kann ihre Fans ja verstehen, aber als Marie Antoinette sah sie eher aus wie eine Barbiepuppe als wie eine K├Ânigin.
Weiterhin beeindruckte mich Ethan Freeman und Thomas Christ, sowie Bettina Meske.
Auch wenn die Meinung ├╝ber dieses Musical auseinander laufen, sehenswert ist es auf jeden Fall.
Gesanglich ist das St├╝ck sehr ├╝berzeugend.
Und wie immer sollte sich jeder selbst ein Bild machen.
Gru├č Marc

serious (erste Bewertung)


27613
Grandiose Cast !

14.03.2009 - Seit kurzem aus Bremen zur├╝ck, bin ich immer noch tief bewegt.

Geplant war eine Vorstellung zu besuchen, aber wir waren so begeistert, dass wir uns kurzfristig noch Karten f├╝r eine zweite Vorstellung gekauft haben, was aufgrund der schwachen Auslastung ├╝berhaupt kein Problem war.

Die Musik enth├Ąlt einige Lieder mit Ohrwurmqualit├Ąten (u.a. Blind vom Licht der vielen Kerzen, Ich weine nicht mehr). Zudem gibt es etliche Ensemblenummern, die leider auf der Highlight-CD schmerzlich fehlen, was man nat├╝rlich erst feststellt, wenn man in der Vorstellung war (z.B. "Gib ihnen alles, was sie woll┬┤n!"). Somit hoffe ich nun nat├╝rlich auf eine Gesamtaufnahme auf CD. Die Kost├╝me sind toll, das B├╝hnenbild ist zweckm├Ąssig, einzig der Ton ist zumindest im Rang problematisch. Sitzt man allerdings im Parket m├Âglichst weit vorne, ist auch der Ton in Ordnung.

Aber das eigentliche Erlebnis ist diese Cast. So was habe ich trotz vieler Muscialbesuche noch nicht erlebt. Ich wei├č gar nicht wo ich anfangen soll. Besonders beeindruckend waren Ethan Freeman (nachtr├Ąglich herzlichen Gl├╝ckwunsch zum 50.Geburtstag), Marc Clear (als Herzog von Orl├ęans), Patrick Stanke (war eher etwas unterfordert - es werden ihm leider zu wenig M├Âglichkeiten gegeben sein tats├Ąchliches K├Ânnen zu zeigen), Roberta Valentini und Maricel (beide waren als Marie Antoinette sehr gut). Tim Reichwein hat es hervorragend verstanden darzustellen, wie unwohl und ├╝berfordert sich Ludwig XVI in seiner Rolle als K├Ânig gef├╝hlt hat.

Der Kracher war aber Sabrina Weckerlin. Hier fehlen mir einfach die Worte - das muss man selber gesehen haben.

Es ist eigentlich unfair, die restliche Cast nicht zu nennen, da es in beiden Vorstellungen eine der geschlossensten Leistungen war, die ich je gesehen habe.

Ich m├Âchte mich deshalb bei allen f├╝r zwei unvergessliche Musicalabende bedanken, an die ich noch lange denken werde und hoffe auf einen gr├Â├čeren Publikumszuspruch, die dieses Muscial, insbesondere mit dieser grandiosen Cast, aus meiner Sicht unbedingt verdient h├Ątte. Wenn ich keine so weite Anreise aus S├╝ddeutschland h├Ątte, w├╝rde ich es mir mit Sicherheit noch mehrmals ansehen.

Susan (25 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


27598
Des Kaisers neue Kleider in Bremen

13.03.2009 - Man nehme als Autor ein immer wiederkehrendes dramaturgisches Konzept und zw├Ąngt es auf jede Story, ungeachtet der Sinnhaftigkeit dieses Vorgehens. Dann schaut man in die seit den 80er Jahren nicht mehr ge├Âffnete Schublade eines Komponisten, bl├Ąst zur Marketingkampagne und versenkt Steuergelder.
Nicht zu vergessen sind die kitschigsten Kst├╝me, einfallslosesten Choreographien und sch├Ąbig wackelnde Pappkulissen.
Wenn nicht die Namen Kunze & Levay unter dem Werk stehen w├╝rden, w├Ąre es nie und nirgends aufgef├╝hrt worden.
Das w├Ąre f├╝r alle Beteiligten: Autoren, Darsteller, Finanziers das Stadttheater, besser gewesen. Alle sind blamiert.
Durch Projekte wie dieses wird die k├╝nstlerische Krise im deutschen Musicalmarkt offenkundig wie selten zuvor.
Es fehlt an allen Ecken und Enden an Frische und Innovation. Und die Routine funktioniert nicht einmal mehr.
Marie Antoinette wirkt in der Arbeit aller Gewerke wie ein St├╝ck aus den fr├╝hen achtziger Jahren.
So hoch ist der Staubfaktor. Und dieses Musical schielt so unverhohlen und offensichtlich nach seinen gro├čen Vorbildern LES MIS und wie sie alle hei├čen. Nur sind diese viel st├Ąrker.
Und schon mindestens 25 Jahre alt.
Liebe Musical-Szene: Verj├╝nge Dich, sonst stirbst Du bald mit Deinen Autoren und Deinem Publikum aus.

L├Âwenherz (18 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


27538
Durchweg gelungen und gut

23.02.2009 - Bei der Schwemme an flachsinnigen Spass-Musicals in Deutschland sollte es eigentlich sehr einfach sein , da├č ein "DramaMusical" diese leichte Muse ├╝berstrahlt.
Und in der Tat: MARIE ANTOINETTE strahlt!

Eigentlich bin ich mit einigen Vorbehalten nach Bremen gefahren.
Zum Einen haben sich Levay und Kunze mit REBECCA und MOZART! in einem Mittelma├č etabliert, dass mich nicht begeistern konnte. Zum Anderen konnte ich mir nicht vorstellen, da├č das "kleine" Bremer Theater ein produktionstechnisches Niveau vorlegen kann, das einen Vergleich mit den VBW nicht scheuen mu├č. Um es vorweg zu nehmen: Bremen braucht sich nicht einen Millimeter hinter Wien zu verstecken.

Die namenhafte Darstellerriege und das Ensemble sind schlichtweg gro├čartig und brauchen keinen Vergleich zu scheuen.

Die optische Umsetzung ist brilliant. Die Kost├╝me von Frauke Schernau sind opulent und abwechslungsreich. Das B├╝hnenbild von Peter J. Davison ist pr├Ąchtig, eindrucksvoll und wird den vielen Szenenwechseln gerecht. (Den mehrfach ge├Ąu├čerten Vorw├╝rfen, da├č es zu "schlicht" w├Ąre, kann ich nicht zustimmen. Die Palastszenen sind grandios und die Todeszelle kann nun mal nicht wie eine Glitzer-Revue ausgestattet werden.)

Das Lichtdesign von Manfred Voss ├╝berzeugt vor allem in den Adelsszenen. Bei den "Elenden" l├Ą├čt es etwas die n├Âtige Stimmung und Atmosph├Ąre vermissen.

Die gr├Â├čte ├ťberraschung f├╝r mich: Michael Kunze hat sich mit Buch und Text zu MARIE ANTOINETTE wieder der hohen Qualit├Ąt von ELISABETH und TANZ DER VAMPIRE angen├Ąhert. Keine unn├Âtig ausgewalzten Nebenrollen mehr, die den eigentlichen Handlungsverlauf ausbremsen. Keine aufgesetzte Lustigkeit und albernen Sidekicks. (Ok! ├ťber die Notwendigkeit von Cagliostro k├Ânnte man noch streiten.) Der Fokus liegt eindeutig auf den beiden Protagonisten und dem Grundkonflikt. Die Charaktere sind dreidimensional und ber├╝hren das Publikum, bewegen und machen nachdenklich. Ich habe lange nicht mehr einen so (im positiven Sinne) emotionalen Theaterabend erlebt.
Die Regie von Herrn Kuriyama unterstreicht das und f├╝hrt flott und zielstrebig, ohne L├Ąngen durch den historischen Stoff.

Die Musik von Herrn Levay? F├╝r mich der einzige Wermuthstropfen in dieser Produktion.
Die Fans werden wohl begeistert sein. Sie bekommen genau das, was zu erwarten war
und was es in REBECCA und MOZART! schon zur Gen├╝ge zu h├Âren gab: Jede Menge Schlager-Pop mit dem etwas angestaubten Charme einer 70er-Jahre Hitparade. Dazu noch einige konventionelle Musical-Balladen, die man so oder so ├Ąhnlich schon oft geh├Ârt hat.
Ich will die Musik nicht schlechter machen, als sie ist. Sie ist durchaus nett, h├╝bsch, gef├Ąllig und zweckdienlich. Als solche allerdings auch beliebig und austauschbar. Man findet eigentlich keine Melodie, die wirklich tief in den Personen, der Handlung oder der Zeit verwurzelt ist. Die musikalischen Elemente aus Levays Musicals liesen sich problemlos austauschen, ohne das ein Bruch entstehen w├╝rde.

Insgesamt ist MARIE ANTOINETTE aber eine gro├čartig gelungene und ambitionierte Produktion, die eine gewaltige Bereicherung f├╝r den etwas einseitig gewordenen deutschen Musicalmarkt darstellt.

kevin (169 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


27536
Geht auch noch besser...

23.02.2009 - Also ich berichte nun auch mal. Ich war Samstag 21.2.09 20 Uhr in der Vorstellung, komplette Erstbesetzung, was ja in Deutschland schon mal eine erstaunliche Angelegenheit ist.

Insgesamt ist das St├╝ck gut, unterh├Ąlt und hat einige tolle Songs zu bieten. Dramaturgisch fand ich einiges etwas fragw├╝rdig, einige Songs h├Ątten auch raus gekonnt und das Marie-Axel-Liebesgesinge nervte mich irgendwann nur noch. Auch das Solo der Nonne erz├Ąhlt mir nichts neues. Es ist ein sch├Ânes Lied, bremst aber aus. Daf├╝r fand ich die Cagliostro-Passagen doch recht gelungen. Auch das Solo des K├Ânigs, der irgendwie doch recht weich dargestellt wird und dann singt dass er lieber Handwerker w├Ąre, fand ich eher etwas unfreiwillig komisch.

St├Ârend fand ich allerdings mehrere handwerkliche Kleinigkeiten, die dann zusammengenommen doch den Gesamteindruck schm├Ąlerten.
Das B├╝hnenbild fand ich ausreichend bis gut, allerdings finde ich es wirklich sehr schlecht, wenn man B├╝hnenarbeiter auf der B├╝hne sieht. Dann bitte wenigstens im Kost├╝m. Einige Umbauten ohne unterlegte Musik dauerten zu lange und nahmen Schwung aus dem St├╝ck. Starke Bilder rein vom visuellen konnte ich nicht ausmachen. Auch das Lichtdesign fand ich eher uninspiriert. Die Kost├╝me waren in Ordnung wobei mir das Volk noch zu sauber erschien. Die h├Ątte man noch dreckiger machen k├Ânnen, so elendig kamen sie mir n├Ąmlich gar nicht vor. :-)

Die Choreographien fand ich eher langweilig und unspektakul├Ąr und gr├Â├čter Schwachpunkt ist meines Erachtens die Regie. Da wird viel zu oft an der Rampe zum Publikum gesungen. Da fehlt wirklich einiges an Personenf├╝hrung. Kinder sitzen im Hintergrund bei ihrer toten Mutter und die Nonne und Margrid sitzen an der Rampe nebeneinander und singen "Still, still". Warum werden mit dem Song nicht die Kinder getr├Âstet? Viele verschenkte Chancen dieser Art kann man in den 3 Stunden ausmachen. Weiteres Beispiel die Guillotine am Ende und diese Kreuzigungshaltung von Marie Antoinette, die man dann auch noch im Hintergund abgehen sieht, sehr schade und keine Dramatik in dem finalen Moment.

Mein Hightlight war "Blind vom Licht der Kerzen", das einzige starke Bild was haften geblieben ist und was mich auch emotional ergriffen hat. Sabrina Weckerlin hat sich seit 3 Musketiere enorm gesteigert und sorgt f├╝r G├Ąnsehautmomente. Wie die Armen im Hintergrund nach vorne kommen und die Mutter pl├Âtzlich zusammenbricht, das ist wirklich toll. Es h├Ątten nur ein paar mehr Arme sein k├Ânnen.


Die Besetzung ist insgesamt wirklich gro├čartig, macht einen wunderbaren Job. Das einzige was mir fehlt, das scheint aber eh ein Problem im deutschen Musicalbereich zu sein, ist das Ehrliche im Spiel. Da fehlt mir etwas die Tiefe in bestimmten Momenten.

Ach ja recht schlimm und wirklich schade fand ich das Sounddesign. Oft war zuviel Hall drauf, dann waren Texte kaum verst├Ąndlich. Wirklich ein gro├čer Mangel, da h├Ątte man einen Musicalprofi engagieren sollen, der sich mit solchen Produktionen auskennt.

So nun klang vieles sehr negativ, es hat mir aber insgesamt gefallen. F├╝r eine Europapremiere wirklich ein guter Start. Ich hatte nur insgesamt das Gef├╝hl, dass mit einem anderem Kreativteam (Regie, Choreographie, B├╝hne, Licht, Kost├╝m) eine noch ganz andere viel beeindruckendere und rundere Sache rausgekommen w├Ąre.
Trotzdem, die Fahrt nach Bremen lohnt sich und der Mut des Theater Bremen sollte auch wirklich belohnt werden. Gerade in Zeiten der Spa├čshows ist das eine tolle gelungene Abwechslung. Bitte mehr davon.

Fiyero (42 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


27500
Geschichten, die das Leben schreibt.

12.02.2009 - Marie Antoinette ist nach Elisabeth, Mozart! und Rebecca das 4. Musical, dass Sylvester Levay und Michael Kunze zusammen geschrieben haben und ich wage die Behauptung aufzustellen, es ist das beste, zumindest musikalisch und dramaturgisch.

Ich bin mit hohen Erwartungen nach Bremen gefahren, denn Roberta Valentini und Sabrina Weckerlinhaben gro├čartige Stimme und ein ergreifendes Schauspiel und Sylvester Levay und Michael Kunze stehen eigentlich f├╝r gute Unterhaltung. Zwar kann ich hier nicht ├╝ber Sabrina Weckerlin urteilen, weil die Vorstellung von Marion Furtner gespielt wurde, aber Marion hat mich wirklich sehr positiv ├╝berrascht.

Das Theater Bremen ist von der Sicht her super, ich sa├č in der ersten Reihe, ganz rechts und hatte eine super Sicht auf die B├╝hne, die Darsteller kommen am Rande des Publikums zur B├╝hne und dort hatte man einen exquisiten Blick auf Mimik und die Kulissen, ohne den ├ťberblick komplett zu verlieren.

Marion Furtner als Magrid Arnaud war einfach nur ph├Ąnomenal. Ihre Stimme f├╝llte die Rolle total aus und selbst bei "Still, still", einem sehr hoch geschriebenen Lied brilliert sie mit hohen, sicher gef├╝hrten T├Ânen. Ihr Schauspiel war reif, man kauft ihr sofort alle Emotionen ab und man kann sowohl stimmlich als auch schauspielerisch den Wandel vom Bettlerm├Ądchen zur Revolution├Ąrin bis hin zur Frau, die bemerkt, dass die Ideale. f├╝r die sie k├Ąmpfte durch brutale Blindheit des p├Âbels in die Ecke gedr├Ąngt wurden total nachvollziehen.
Ebenfalls hat sie viele Feinheiten der Rolle ausgenutzt und dadurch wird sie regelrech Magrid Arnaud.

Roberta Valentini war f├╝r mich der Star des Abends, denn wie sie als Marie Antoinette um ihren Sohn gek├Ąpft hat hat mich zu tiefst ber├╝hrt.
Zun├Ąchst, als sie noch oberfl├Ąchlich dargestellt wird denkt man sich "Tja, also wenn das so weitergeht ist das St├╝ck in 10 Minuten aus, weil ich ihr dann den Kopf abdreh!". Herrlich abgehoben und mit einer super Stimme singt sie "Langweilen will ich mich nicht" und trotzdem wirkt sie nicht dumm, denn nachdem Magrid die Dusche mit Champagner bekommen hat sieht man ihren berechnenden Gesichtsausdruck!

Der Rest der Cast (hier stechen positiv Maike Switzer, Ethan Freeman, Marc Clear (Orl├ęans) und Patrick Stanke heraus) ist brilliant, bis auf die kleinste Rolle perfekt besetzt! Stimmstark pr├Ąsentieren sie mitrei├čende Ensemblenummern, Hasslieder und vor allem beim Tribunal wird es bedrohlich und man bekommt vor den "Tieren" richtig Angst.

Die B├╝hne ist nicht ├╝berladen, aber bestimmt auch nicht leer, zumindest nicht an den Stellen, wo es unpassend ist. Zwar ist die B├╝hne fast immer sehr leer im 2. Akt, doch ist das im Gef├Ąngnis sehr passend.

F├╝r mich war ein ein unvergesslicher Nachmittag und werde mir wenn m├Âglich das St├╝ck erneut anschauen!

Galileo (31 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


27495
Magisch und tiefsinnig

09.02.2009 - Marie Antoinette hat mir wirklich sehr gut gefallen!

Ich finde die Handlung einfach perfekt f├╝r ein Musical... Marie Antoinette eine Frauenfigur aus dem Volk gegen├╝ber zu stellen, die beiden so unterschiedlichen Leben und Schicksale kreuzen zu lassen, ist eine grossartige Idee. Das St├╝ck lebt von diesen beiden starken Frauen und ihren Darstellerinnen. Das Musical ist alles andere als oberfl├Ąchlich. Besonders in der zweiten H├Ąlfte wird man in eine (zum Teil beklemmende) Gef├╝hlswelt gezogen, die ich bis jetzt in keinem anderen Musical erlebt habe.

Auch die Musik hat (im Gegensatz zu Rebecca) sehr viel zu bieten: wundersch├Âne Balladen, die unter die Haut gehen und einige sehr fetzige, intensive Nummern. Einzig Negatives: Mir gef├Ąllt die Orchestrierung der Songs nicht so. Es klingt etwas d├╝nn, da ein wirklich satter Klangteppich der Streichergruppe fehlt.

Die Darsteller sind einfach wunderbar. Sabrina Weckerlin ├╝berzeugt mit ihrer unglaublichen Stimme in jedem Song, genauso Patrick Stanke, Maike Switzer ber├╝hrt in ihrer Rolle als Nonne, Roberta Valentini macht eine fantastische Wandlung von der verw├Âhnten G├Âre zur reifen, erwachsenen Frau durch und Tim Reichwein sorgt im ersten Akt als K├Ânig f├╝r einige sehr unterhaltsame Momente. Auch das Ensemble kann in vielen Szenen gl├Ąnzen.

All das, plus die aufw├Ąndigen Kost├╝me und das B├╝hnenbild, garantieren einen Abend, der tief ber├╝hrt, fasziniert und verzaubert!

prinz till (erste Bewertung)


27491
Nur nicht gleich den Kopf verlieren

09.02.2009 - Zun├Ąchst mal an alle Kritiker, die das St├╝ck unbedingt umbenennen wollen ... bei Rebecca hat sich auch keiner aufgerecht, dass das St├╝ck Rebecca hie├č und nicht "ich". Denn ich behaupte mal, dass auch nicht Rebecca der Mittelpunkt des St├╝ckes ist, sondern "ich". Schlie├člich singt sie ja auch die sch├Âneren Titel *lol* ... (Bevor jetzt wiedere einer meckert: ich wei├č, dass Rebecca garnicht singt!)

Ansonsten fand ich die Premiere sehr gelungen, auch wenn ich mir zuerst dachte "hmmm ... so richtig vom Hocker haut es mich nicht". Aber ich merke, wie das St├╝ck in mir nachwirkt. Vor allem in Verbindung mit der CD kommen sch├Âne Bilder in mir auf.
Eine tolle Cast, die sich wunderbar in die Geschichte und die Musik einbringt. Ich war ├╝berw├Ąltigt von Roberta und Sabrina. Nat├╝rlich auch Ethan Freeman, der auf seine b├Âse aber auch lustige Art in den Bann ziehen konnte.
Sicherlich muss an Marie Antoinette noch etwas gefeilt werden ... ein paar Kinderkrankheiten kuriert werden (und ich meine nicht nur Technik und Akkustik, sondern auch Buch!) ... aber ich finde es trotzdem ein hervorragendes Musical!

vonKrolock (11 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


27488
Toller Cast

08.02.2009 - Hier wurde schon ge├Ąu├čert, dass das St├╝ck MARGID ARNAUD heissen m├╝sste. das ist wohl richtig. Diese Figur steht eindeutig im Mittelpunkt. Sabrina Weckerlin war hervorragend. Roberta Valentini hatte Ihre gro├čen Momente nach der Pause. Diese Frau macht richtig s├╝chtig!
Patrick Stanke und Ethan Freeman wie immer gro├čartig.
├ťberhaupt f├Ąllt auf, dass selbst die kleinere Rollen wunderbar besetzt sind. Da ist die wundervolle Sarah Sch├╝tz. Und von Gerd Achilles und Till Schubert h├Ątte ich gern mehr geh├Ârt.
Die Musik hat mich jetzt nicht unbedingt vom Hocker gehauen. Stimmt schon, da gibt es viele ├ähnlichkeiten mit anderen St├╝cken. Und im Puff ist es halt immer am sch├Ânsten. Das Buch und die Liedtexte sind - von kleinen Ungereimtheiten - gut. Der erste Akt vergeht wie im Fluge. Der Zweite zieht sich ein wenig.
Besonderes Lob gilt dem Tonmeister.

willewhw (6 Bewertungen, ∅ 2.7 Sterne)


27480
Toll!

06.02.2009 - Am Ende kann ich sagen: mir hat "Marie Antoinette" gefallen! Noch in der Pause war ich eher hin- und hergerissen und noch nicht wirklich ├╝berzeugt. Jedoch nahm das St├╝ck die Zuschauer vor allem im 2. Akt mit auf eine emotionale Reise und ber├╝hrte.
Ich hatte das Gl├╝ck, Maricel als 'MA' zu sehen. Sie lebte die Rolle und ihr gelang es schauspielerisch und gesanglich sehr sehr gut, die Entwicklung der franz├Âsischen K├Ânigin zu zeigen. Ihre Interpretation der Songs hat mir richtig gut gefallen (mein Favorit: "Das einzige was richtig ist") und ihr differenziertes Spiel nahm einen gefangen. Gern w├╝rde ich sie erneut in der Rolle erleben!
Marion Furtner gefiel mir als 'Margrid' sehr gut - sch├Âne Stimme, ergreifende Darstellung. Patrick Stanke gelang es vor allem in seinen Soloszenen, seine Gef├╝hle f├╝r 'MA' zu zeigen. In den gemeinsamen Szenen und Songs fehlte mir etwas von 'Axel von Fersens' Liebe. Ethan Freeman scheint die Rolle des 'Cagliostro' auf den Leib geschrieben. Stimmlich sehr gut und mit passender Mimik und Gestik f├╝hrt er die Zuschauer durch die Geschichte. Bei Marc Clear haben mir da leider einige Facetten gefehlt.
Ich werde mir die Show auf jeden Fall wieder anschauen!
Und ihr!? GEHT REIN! :-)

IchLiebeMusicals (erste Bewertung)


27478
Gute Ans├Ątze, aber irgendwie "unfertig"

05.02.2009 - Das St├╝ck hat mich gar nicht gepackt oder ber├╝hrt. Ich hatte hohe Erwartungen, da mir bis jetzt JEDES Musical von Michael Kunze und Sylvester Levay gefallen hat. Leider wurde ich entt├Ąuscht. Das St├╝ck wirkt irgendwie "unfertig". Viele Fragmente, aber nichts zu Ende gedacht. Die Rollen sind zwar allesamt sehr prominent besetzt, aber au├čer Margrid ist mir niemand BESONDERS positiv aufgefallen, nicht mal der hoch gesch├Ątzte Ethan Freeman. Die Musik klingt auf der einen Seite richtig toll, manchmal total langweilig und ab und zu viel zu sehr nach Schlager. Die Kost├╝me sind klasse, das B├╝hnenbild eher sp├Ąrlich. Ich bin total durcheinander und kann mich nicht entscheiden, ob ich das St├╝ck gut oder schlecht finden soll. Es ist jedenfalls nur eingeschr├Ąnkt empfehlenswert. F├╝r Fans von Kunze und Levay bzw. von DramaMusicals ist es sicher Pflicht, aber ob man es dann gut findet - entscheidet selber. Ich bin entt├Ąuscht. :(

***Simone*** (erste Bewertung)


27473
Augen auf!

04.02.2009 - Zu einer gelungenen Gesamtinszenierung geh├Âren nicht nur Bekanntheitsgrade,Rouge und ein paar Per├╝cken.

Zun├Ąchst einmal sind mir die Erz├Ąhlstrukturen der Regie unklar.

Wenn ich ein St├╝ck zum ersten Mal sehe erwarte ich erz├Ąhlerische Klarheit,keine Aneinanderreihung von Ideen und Konzeptfragmenten.

Was war da los?

Die Musik ist ordentlich und routiniert arrangiert wie erwartet.

Ber├╝hrt hat es manchmal auch ein bisschen.

Und nat├╝rlich k├Ânnen die Herrschaften spartengerecht singen doch ist mir bei dem ein oder anderen nicht klar ob das Herrausstellen dieser Tatsache wichtig ist oder die N├Ąhe zu den Figuren und zur Geschichte.

Ich h├Ątte (...dies gilt nicht f├╝r alle!) da weniger Distanz erhofft,mehr Mut,weniger Eitelkeit.

Vielleicht beim n├Ąchsten St├╝ck

Insgesamt overrated

ivona (2 Bewertungen, ∅ 2.5 Sterne)


27470
Ein gro├čartiges Musical

03.02.2009 - Der weite Weg nach Bremen hat sich wirklich gelohnt...

Die Herren Levay und Kunze habe mal wieder ganze Arbeit geleistet. Ich glaube schon, dass die mit MA den beiden der bisher gr├Â├čte Wurf gelungen ist.

Die Cast ist hervorragend besetzt. Sabrina Weckerlin als Magrid Arnaud und Thomas Christ als Herzog von Orleans haben mir am besten gefallen.

Die Musik geht unter die Haut. Das ein oder andere Lied hat wirklich Ohrwurm-Qualit├Ąt. Unbedingt die CD kaufen.

Das Musical ist recht lang. Man bekommt aber noch den letzten Zug Richtung Hannover und Hamburg. :-)

wusical (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


27460
fantastisch!

03.02.2009 - bei den vielen gro├čen namen, mit denen ma auftrumpfen kann, waren meine erwartungen sehr sehr hoch. und: sie wurden nicht entt├Ąuscht! die musik ist wunderbar, das b├╝hnenbild ein echter hingucker und vor allem: was auf der b├╝hne an gesanglichem und schauspielerischen niveau geboten wird, ist absolut weltklasse. roberta valentini und sabrina weckerlin bilden ein sehr gegens├Ątzliches, aber einander ebenb├╝rtiges paar, wobei sabrina mehr durch ihre stimmgewalt und roberta mehr durch ihr differenziertes spiel begeistert. alles in allem kann ich zu dem ganzen nur eins sagen: BRAVO!

jana84 (erste Bewertung)


27458
Ent├Ąuscht

02.02.2009 - ... ja, ich habe lange ├╝ber die Anzahl Sterne nachgedacht, aber ich kann MA leider nicht ohne schlechtem Gewissen jedem empfehlen.

Zusammengefasst: Ich war entt├Ąuscht. Vielleicht waren auch meine Erwartungen zu hoch, die Darstellergarde, Kunze/Levay, anhand dieser Eckdaten musste es eigentlich ein Musical ganz nach meinem pers├Ânlichem Geschmack sein...

Aber alles kam anders: Statt Sabrina Weckerlin Marion Pfurtner auf der B├╝hne - nichts gegen Marion Pfurtner, ihre Leistung war meiner Meinung nach absolut ok, aber nicht herausragend. Auch wenn ich Sabrina Weckerlin nur in der Rolle der Heiligen Elisabeth und als Elphaba kenne - gef├╝hlt w├╝rde ich behaupten, Marion Pfurtner spielte Sabrina Weckerlin die Magrid spielt. Mein ganz pers├Ânlicher Eindruck...
Der Rest "meiner Cast" war erste Besetzung.

Wirklich gest├Ârt hat mich zum einen das Licht - das Anstrahlen der jeweiligen gerade singenden Person h├Ątte ich schon nett gefunden. Und warum im Hintergrund immer wieder eine Lichtleiste zu sehen war, habe ich auch nicht verstanden.

Zum anderen st├Ârte mich aber auch der fehlende rote Faden: Pl├Âtzlich ist der Dauphin tot, mein Gedanke war nur, woher kommt den nun das Kind? Dann m├Âchte der K├Ânig auf einmal Schmied sein, wieso? Was ist Sinn und Zweck des Lieds der Nonne? Wof├╝r steht das Gesch├Ąft der Schneider? Meiner Meinung nach besteht da durchaus noch K├╝rzungspotential.

Geschmunzelt habe ich ├╝ber das "Ausleihen" aus anderen Musicals - Phantom der Oper, Les Miserables, Jekyll&Hyde, Elisabeth, Scarlet Pimpernell einiges war abgewandelt wieder zu entdecken.

Was mich aber bei der imposanten Darstellerriege verwundert hat, war f├╝r mich fehlende B├╝hnenpr├Ąsenz: Wenn selbst ein Ethan Freeman irgendwie verblasst - das kann eigentlich gar nicht sein. Wieso durfte er nur mystisch herumlaufen und seine schauspielerischen F├Ąhigkeiten nicht mehr unter Beweis stellen? Hans Neblung kann bestimmt mehr als mit den Kardinalsgew├Ąndern herumflattern! Roberta Valentini hat mir gefallen - ja - besonders die Verwandlungsf├Ąhigkeit von eitle Tussi ;-) in nicht-gebrochene starke Frau. Die Choreographie - das Zusammenspiel, alles sehr wenig, besonders wenig das "B├╝hnenbild" im zweiten Akt , wenn man schwarze W├Ąnde so bezeichen kann. Ob das nun an der Regie liegt - an Sprachschwierigkeiten oder der doch ganz anderen Kultur der Asiaten kann ich allerdings beurteilen.

Melanie (2 Bewertungen, ∅ 1 Sterne)


27456
Einfach toll!

02.02.2009 - Ich fand die Show einfach nur toll! Die Lieder sind echte Ohrw├╝rmer und es bleibt einiges nach der Show h├Ąngen, das man schnell sicher nicht vergisst! Gans besonders loben m├Âchte ich die beiden Hauptdarstellerinnen Sabrina Weckerlin und Roberate Valentini. Beide gaben Ihr bestes und man konnte richtig mit beiden mitf├╝hlen - beider Stimmen sind ein Traum! :-) Bremen ist zwar weit weg, aber ich werde sicherlich nochmal hinfahren und ganz besonders freu ich mich auf die Gesamtaufnahme, damit auch die tollen Emsemble-Nummern auf CD verewigt werden.

Mr.Duncan (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


27455
...ein Besuch lohnt sich!

02.02.2009 - Auch ich habe MA in Bremen schon gesehen. Meine Erwartungen waren mehr als hoch, bei so viel ├╝berschw├Ąnglicher Berichterstattung im Vorfeld.

In den meisten Punkten wurde ich auch belohnt. Die beiden Protagonistinnen waren klasse, auch wenn Frau Weckerlin hinter dem Schauspiel von Valentini weit zur├╝ckblieb. Gesanglich bestachen aber beide. Bei den Herren sind besonders Herr Freeman, sehr ├╝berzeugend als Er├Ąhler, sowahl gesanglich als auch schauspielerisch, und Herr Christ hervorzuheben. Man h├Ątte sich gew├╝nscht statt der st├Ąndigen Schnulzen von Axel von Fersen noch einen tollen Rocksong aus der Kehle des Herzogs von Orleans zu h├Âren.
Besonderes Lob gilt dem Ensemble, schlicht aber wirkungsvoll in Szene gesetzt, singen sie fantastisch und deutlich.

Die Musik ist echt toll, ich habe mir auch gleich die CD gekauft. Das beste, was Kunze/Levay bisher geschrieben haben. Die drei Stunden Show verfliegen wie im Flug und ich werde sicher wieder kommen... nicht nur einmal.

tiptop (erste Bewertung)


27452
Levay/Kunze geht also auch anders!

02.02.2009 - Man besucht das neue St├╝ck von Levay/Kunze zun├Ąchst mit der Erwartung, hier wieder etliches an Elisabeth, Mozart oder Rebecca anklingendes wiederzufinden. Dem weicht schnell die Erkenntnis: Hoppla! Hier passiert etwas ganz anderes! Zwar gibt es ein-zwei Mal ganz kleine Stellen in der man sich an Bekanntes erinnert f├╝hlt, ansonsten ist hier einiges tolles neues zu entdecken. Marie Antoinette ist gelungen. Hier wird Geschichte greifbar, und man f├╝hlt mit. Dieses Ber├╝hrtsein vermisst man bei so vielen der neuen "Musicals"- die ja eigentlich gar keine mehr sind sondern Spa├čshows. Hier passiert ein St├╝ck Musical, ganz unabh├Ąngig von der Stage Group- und es funktioniert. Ich kann nur jedem Musicalbegeistertem raten, in diese Show einmal, zweimal und noch mehr zu gehen. Es gibt viel zu entdecken- f├╝r Augen, Ohren - und Seele! Danke an die Herren Kunze und Levay- und auch die Verantwortlichen die dieses St├╝ck nach Bremen gebracht haben. Auf so etwas habe ich lange warten m├╝ssen. Danke!

allegria64 (2 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


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0421/3653333
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 muz-Lexikon
Handlung
Das St├╝ck erz├Ąhlt parallel die Lebensgeschichten des Blumenm├Ądchens Margrid Arnaud und der letzten franz├Âsischen K├Ânigin Marie Antoinette in den Wirren der franz├Âsischen Revolution. mehr

Weitere Infos
Das Historienst├╝ck wurde 2006 erstmals in Japan aufgef├╝hrt und erlebte am 31. Januar 2009 seine Europapremiere im Musicaltheater Bremen unter der Regie des auch f├╝r die Urauff├╝hrung verantwortlichen Tamiya Kuriyama.

 Leserbewertung
(27 Leser)


Ø 3.52 Sterne

 Termine

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