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Drama

Les Misérables

Und am Ende vom Tag ist es einen Tag kälter


Intensive Inszenierung mit überwiegend starken Hauptdarstellern, engagiertem Ensemble und sparsamer, aber effektvoller Ausstattung. Besonders Ansgar Schäfer als Valjean überzeugt.

(Text: Daniel von Verschuer)

Premiere:31.12.2007
Letzte bekannte Aufführung:11.07.2008


Bei Hartmut H. Forche stehen die Personen im Vordergrund. Er zeichnet eindringliche Rollenbilder, seine Protagonisten erhalten scharfe Profile. Jean Valjean ist zunächst ein Getriebener, ein Rastloser, wüst und verbittert, eher abstoßend als mitleiderregend. Um seine schrittweise Wandlung zum selbstlosen Kämpfer für Liebe und Gerechtigkeit, zum Vorbild für die jungen Barrikadenkämpfer, baut Forche das gesamte Stück auf. Valjeans Widersacher Javert legt er klassisch als selbstgerechten Mann des Gesetzes an. Die Konfrontation, bei der beide auf Fantines Sterbebett steigen und sie über ihren Streit beinahe mit Füßen treten, beeindruckt besonders. Auch anderen Figuren gibt Forche neue Nuancen mit, wie man sie auf den großen Bühnen in London, Duisburg oder Berlin noch nicht erleben konnte: Im fahlen, gespenstischen Bühnenlicht und ihrem Tode nahe irrt Fantine mit übertrieben dunkel geschminkten Augenringen unkontrolliert umher, und Marius brüllt am Anfang von "Trink mit mir" seine Wut und Trauer über Eponines Tod heraus.

Ansgar Schäfer (alternierend mit Matthias Pagani) brilliert als Jean Valjean. Zu Beginn eine hässliche, durch die lange Haft körperlich und seelisch entstellte Kreatur, schreit, röchelt und schluchzt er sich durch die erste halbe Stunde. Spätestens bei "Wer bin ich" zeigt er auch seine gesanglichen Qualitäten und bleibt bis zum Schluss Dreh- und Angelpunkt der Inszenierung. Sein sehr emotionales "Bring ihn heim", bei dem Schäfer die gesamte dynamische Bandbreite seiner Stimme abruft, ist ein gesanglicher Höhepunkt. Jon Geoffrey Goldsworthy gibt einen eindrucksvollen Javert, auch Lilian Huynen als Eponine überzeugt mit klassisch gefärbter, sehr kraftvoller Stimme. Sara Fonseca (Fantine), Dirk Mestmacher (Enjolras), Klaus Geber und Gabriela Zamfirescu (Ehepaar Thénardier) spielen und singen solide und fügen sich sehr gut in Forches Inszenierungskonzept ein. Gewöhnungsbedürftig sind dagegen Stimme und Rolleninterpretation von Sofia Kallio: Ihr kräftiger Opernsopran passt so gar nicht zu der kaum erwachsenen Cosette, außerdem nimmt man ihr das jugendliche Alter nicht ab - wenn sie mit ihrer Puppe spielerisch auf dem Bühnenboden herumrollt, ist das eher grotesk als süß. So wirkt Kallio wie ein Fremdkörper im ansonsten angenehm homogenen Ensemble. Nikolaj Alexander Brucker verleiht der Rolle des Marius eine ungewohnte Profilschärfe, der Wandel vom enthusiastischen Jüngling zum seelisch und körperlich gebrochenen Mann gelingt ihm mit schöner Stimme und sicherem Spiel

Die sparsame Ausstattung - hier eine Brücke, dort ein schmiedeeisernes Tor - versperrt nie den Blick auf diese neuen und passenden Rolleninterpretationen. Nicht ganz gelungen sind allerdings einige Szenenwechsel: Während der letzten Zeile von Fantines Solo "Ich hab geträumt" beginnt im Hintergrund der ganz und gar nicht geräuschlose Aufbau für "Leichte Mädels" und zerstört so die gesamte Wirkung des Songs. Ebenso störend ist die "Montage" der Kronleuchter für die Hochzeitsszene, mit der zwei Ensemblemitglieder bereits während Marius' "Dunkles Schweigen" beginnen. Dass Forche die Barrikaden längs statt quer aufbauen lässt, ist zwar eine interessante Idee, führt aber dazu, dass die Handlung in der Mitte des Stücks für längere Zeit auf das linke Drittel der Bühne gedrängt wird. Den Darstellern bleibt so nicht genügend Raum zum Ausspielen der Szenen. Ein weiterer Schwachpunkt der besuchten Voraufführung war das oft klapprige Zusammenspiel zwischen Orchester und Ensemble. Viele Ensembleeinsätze kamen unsicher, bei schnellen Passagen lief das Tempo von Sängern und Musikern oft auseinander. Manche Anschlüsse des Orchesters ließen zu lang auf sich warten, so dass unpassende Pausen im eigentlich durchkomponierten Score entstanden. Hinzu kam, dass durch noch nicht optimale Abmischung die Textverständlichkeit bei mehrstimmigen Passagen schlecht war. Diese Probleme sollten aber in den ersten Vorstellungen der Aufführungsserie behoben worden sein.
Hartmut H. Forche und seinem Team gelingt insgesamt eine neue, interessante Interpretation des bekannten Stoffs, die ohne die Ausstattungsorgien der Großproduktionen auskommt und dadurch den Blick freigibt auf das Wesentliche in "Les Misérables": die Personen.

(Text: dv)






Kreativteam

Inszenierung Hartmut H. Forche
Musikalische Leitung Marc Niemann
Ausstattung Karel Spanhak
Chor Wolfgang Müller-Salow


Besetzung

Jean Valjean Andrea Matthias Pagani
Ansgar Schäfer
Javert Jon Geoffrey Goldsworthy
Thenardier Klaus Geber
Marius Nikolaj Alexander Brucker
Enjolras Dirk Mestmacher
Fantine Sarah Fonseca
Madame Thenardier Gabriela Zamfirescu
Eponine Lilian Huynen
Cosette Sofia Kallio
Verena Küllmer
Gavroche Uta Jacobi
Dexter Mason
Die kleine Cosette
Die kleine Eponine
Eileen Ähringer
Sofia Dieringer
Malin Grass
Annika Kalcher
Tabea Rabetllat
Helena Thomas
Alina Wein
Bischof von Digne Spencer Mason
Frank Traub
Vorarbeiter Rigobert Störkle
Die Studenten

Combeferre Brian Garner
Feuilly Frank Traub
Courfeyrac Jong-Kwueol Lee
Joly Rigobert Störkle
Grantaire Lothar Helm
Prouvaire Ingo Wagner
Lesgles Holger Wecht
Thenardiers Bande

Montparnasse Iwan Zlabek
Babet Spencer Mason
Brujon Archibald Lenschow
Claquesous Holger Wecht
Bauer Iwan Zlabek
Knecht Holger Wecht
Wirtin Alena Klein
Wirt Archibald Lenschow
Fabrikmädchen Antonia Georgieva
Hair-Lady Angela Wollschläger
Bagatelle-Lady Marina Mejinska
Bamatabois Lothar Helm
Fauchelevant Ingo Wagner
Armeeoffizier Ingo Wagner
Archibald Lenschow
Major Domus Holger Wecht



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


14 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


24723
Einfach umwerfend

31.12.2009 - Eine wunderbare und sehr schlüssige Inszenierung, die den Vergleich mit großen Musicalhäusern nicht scheuen muss. Das Bühnenbild, das sich durch eingeschobene Elemente verändert, schafft es immer wieder, die richtige Stimmung zu erzeugen. Die Kostüme passen gut zu den Charakteren, vor allem das des Javert.
Meinem Vorredner Chris kann ich nur zustimmen: Der Beginn mit dem Hugo-Zitat ist sehr eindrucksvoll – ich bekomme da immer Gänsehaut. Wie ebenfalls bereits erwähnt wurde, wird die Inszenierung durch Details bereichert, wie z. B. die Puppe mit dem Haar von Fantine, die Cosette bekommt.
Ich habe inzwischen beide „Jean Valjeans“ erleben dürfen und kann sagen, sie haben beide Klasse. Matthias Pagani ist etwas flexibler in der Stimme und schafft die Registerübergänge leichter, während Ansgar Schäfer einfühlsamer und vielseitiger spielt. Außerdem ist Schäfers „Bring ihn heim“ einsame spitze, und seine Stimme passt super zu der Rolle. Obwohl mir Matthias Pagani auch gut gefällt, ziehe ich Ansgar Schäfer ein wenig vor.
Jon Geoffrey Goldsworthy ist der beste Javert, den ich mir vorstellen könnte! Einerseits zeigt er die harte Seite Javerts und dass sein Handeln einem tiefen verinnerlichten Rechtsempfinden entspringt, andererseits meint man manchmal, einen leichten Anflug von Mitgefühl zu spüren. In der Selbstmordszene kann man ihm richtig ansehen, wie er mit sich ringt. Auch gesanglich interpretiert er die Rolle wunderbar und sensibel, sowohl in den Höhen als auch in den Tiefen.
Verena Küllmer als Gast bringt eine lebendige und stimmlich sehr versierte Cosette auf die Bühne. Sie schafft alle Tonlagen ohne Mühe, verzichtet dabei aber auf ein allzu opernhaftes Timbre. Besser kann man es gar nicht machen!
Nikolaj Alexander Brucker spielt den Marius mit jugendlichem Charme und Unbeschwertheit, aber auch großer Gefühlstiefe.
Dirk Mestmacher als Enjolras ist ebenfalls großartig! Er zeigt die temperamentvolle Seite genauso wie die empfindsame und die Bestürzung, wenn beispielsweise der kleine Gavroche erschossen wird. Sowohl spielerisch als auch gesanglich verschafft er der Rolle eine tolle Präsenz auf der Bühne!
Alle übrigen Rollen sind auch gut besetzt, unter anderem durch Chor- und Extrachormitglieder, die diese Aufgabe mit Bravour meistern.
Fazit: Eine Inszenierung, die zu sehen sich wirklich lohnt und die man nicht verpassen sollte!

Mandy


26350
Einfach wundervoll

25.05.2008 - Einfach wunderschön, mit tollen Menschen, Sängern, einfach alles zusammen unschlagbar..!

Melli


26093
Schön mit Abstrichen

11.05.2008 - Wir hatten die Vorstellung am 30.04. besucht und erwarteten eine "typische Stadttheater-Inszenierung".
Dies wurde zum Teil bestätigt, da trotz einiger schöner Regieeinfälle die Darsteller nicht in der Lage waren, irgendetwas wie Schauspiel oder Komik darzubieten, besonders das Ehepaar Thenardier war gesanglich und spielerisch katastrophal.
Jon Geoffrey Goldsworthy gibt einen optisch und sängerisch überzeugenden Javert und rettete damit die Ehre des fest angestellten Ensembles. Die Inszenierung lebt aber vor allem durch ein gutes Orchester und die Gastdarsteller wie Matthias Pagani.
Es ist optisch zwar schwer zu glauben, dass er 20 Jahre Hunger und Gefängnis hinter sich haben soll, aber ansonsten zeigt er eine solide Leistung.
Nikolaj Alexander Brucker ist der ideale Marius, man kann es kaum besser machen.
Barbara Köhlers Auftritt war, wie der aller Fantines, leider viel zu kurz, denn man hätte Ihrer Interpretation gerne länger zugesehen.
Sowohl Lilian Huynen, als auch Sofia Kallio waren in meinen Augen optisch und stimmlich eine totale Fehlbesetzung.
Alles in allem ganz ok aber eben nur 3 Sterne.

Konrad


25860
Der Hammer

27.04.2008 - Sehr sehenswert ich kann jedem nur empfehlen sich dieses Musical in Pforzheim anzuschauen.

Prouvaire


25853
Besser als erwartet

26.04.2008 - 26.04.08 Vor der Aufführung war ich sehr skeptisch - schließlich gehört zu Les Mis Pomp und Pathos einfach dazu, und ob man das in einem Stadttheater erwarten kann?

Doch ich wurde angenehm überrascht - die Aufführung war sehr solide, Kostüme und Bühnenbild überzeugend.

Allerdings gab es ein paar Wermutstropfen: Cosette war ein Totalausfall, die Gute konnte sich weder den Text merken noch die Bruchstücke, die sie behalten hatte, überzeugend singen. Die Thénardiers sprachen mehr, als sie sangen, und waren über weite Strecken absolut unverständlich. Und Eponine, wohl vom Ensemblestar des Pforzheimer Theaters gespielt, ließ jegliche Verletzlichkeit in der Stimme, die für mich einfach zu der Rolle gehört, vermissen und schrie mehr, als sie sang. Und ausgerechnet bei "Morgen Schon" kam der Chor dem Orchester nicht mehr hinterher und zerriß das ganze Stück.

Dafür waren Javert, Enjolras, Fantine, Marius und besonders Gavroche wahre Glücksfälle und retteten das Stück mit ihren Stimmen vor der Mittelmäßigkeit.

Auch die guten Einfälle der Regie tragen dazu bei, daß das Stück mehr ist als nur "Les Mis light" und zu einer eigenständigen Produktion wird: Fantines Haar auf Cosettes Puppe, Marius rasend vor Wut auf der Barrikade oder die Off-Stimme zu Beginn des Stücks.

Für mich als absoluten Fan war die Aufführung zwar nicht das Nonplusultra, doch die Produktion ist bedingungslos weiterzuempfehlen. Danke für einen sehr netten Abend!

lia


25799
Einfach wunderbar

23.04.2008 - Es ist einfach wunderbar ...
Diese Inzenierung ist wirklich gelungen es war eine großes Vergnügen diese Besetzung zu bewundern.Tolle Stimmen

Carry


24558
Genial!

18.02.2008 - Ein mehr als lohnenswerter Besuch im Pforzheimer Theater. Die Darsteller waren allesamt gut und haben großartig in die Rollen gepasst. Besonders die Darsteller von Javert und Marius waren perfekt. Etwas gestört hat mich die Darstellerin der Eponine. Definitiv eine grandiose Stimme. Aber vom klang her und optisch leider keine gelungene Besetzung. Was auch einigen in der Vorstellung nicht so bekommen ist, waren die vielen Knaller im zweiten Akt. Der Saal war nach kurzer Zeit so zugequalmt das viele nur noch am husten waren. Was dem wunderschön gesungenen Titel Sterne ein wenig geschadet hat war, dass Jon Geoffrey Goldsworthy beim singen die Leute in der ersten Reihe teilweise angespuckt hat. Sicher keine Absicht, aber sollte er vielleicht eher Richtung Seiten bei den kräftigen Parts singen.
Trotzdem: Nahezu perfekte Inszenierung. Hat mich persönlich mehr gefesselt, als die Großproduktion in Berlin.

Yukiya


23889
Pro: Einfach alles...

15.01.2008 - War ebenfalls in der Premiere und möchte Hartmut H. Forche und allen Darstellern für die bewegendste Les Miserables Vorstellung danken und die spannendsten Stunden, die ich je in einem Theater verbrachte!
Fazit! Sehr empfehlenswert!

Martina Mallon


23765
Für ein Stadttheater wirklich unglaublich!

10.01.2008 - Ich war in der Vorstellung am 8.1. mit anderem Dirigenten und anderer Cosette (Verena Küllmer, sehr gut): ich wollte meinen Ohren nicht trauen, wie gut das war! Eine wirklich exzellente Aufführung, bei den billigen Preisen lohnt sich sicher auch eine weitere Anfahrt.

Dot


23681
Standing Ovations in Pforheim!

05.01.2008 - Hey :-)

Natürlich war ich sehr überrascht, dass das Theater Pforzheim sich an eines der schwierigsten Stücke überhaupt in der Musicalbranche heranwagt. Jedoch das vielseitige Haus kann mit der Auswahl von Les Mis als wichtige Musiktheaterproduktion einen großen Triumph feiern.

Ich habe die Vorstellung am Dienstag, den 1.1.2008 um 20.00 Uhr besucht. Es spielte die Komplette Erstbesetzung, den Valjean spielte Ansgar Schäfer: Das ganze Stück über verleiht er seiner Figur sehr emotionale Züge und kann durch seine sehr authentische Rolleninterpretierung das Publikum mitreißen! Nur im Prolog und in den folgenden ersten Szenen in Montreuil-sur-Mer hat er mich stimmlich überhaupt nicht überzeugt. Erst bei seinem Monolog „Who am I“ – „Wer bin ich“ zeigt er sein gesangliches Können! Und spätestens ab dem Finale des ersten Aktes zieht er alle Register. Im 2. Akt vermittelt er mit seinem hingebungsvoll gestaltetem Solo: "Bring ihn heim" Gänsehautfeeling! Perfekt harmonierte er mit Sara Fonseca (Fantine) die in ihren kurzen Auftritten für große emotionale Momente sorgte, etwa bei ihrem Solo: "Ich hab geträumt vor langer Zeit" oder auch bei "Fantines Tod"

John G. Goldsworthy als Javert ist eine Idealbesetzung! Er interpretiert seine Songs mit einer sehr gefälligen, warmen Baritonstimme, besonders eindrucksvoll gestaltet er „Javerts Selbstmord“, bei dem er sich rücklings in die Tiefe stürzt!

Klaus Geber als Thenradier sorgt glänzend zusammen mit Gabriela Zamfirescu für die wenigen komischen Momente im Stück.
Lilian Huynen beweist ihre große Wandlungsfähigkeit als Eponine, da sie sonst eher in großen Charakterrollen wie Evita oder Edith Piaf zu erleben ist. Sie Gibt ihrer Figur eine gewisse Reife, wie ich sie bei vielen anderen Darstellern vermisse! Großartig ihre Interpretation von „Nur für mich“.

Sofia Kallio legt die Cosette sehr klassisch an, so dass die Textverständlichkeit häufig auf der Strecke bleibt. Trotzdem hat sie eine sehr schöne Stimmfärbung und ist in jeder Hinsicht eine Bereicherung, was auch ihre herausragende Mimik und Gestik unterstützt!

Nikolaj Alexander Brucker: der beste Marius, den ich je gesehen oder gehört habe!
Vor allem die sehr gute Regieführung von Hartmund Forche lassen im Vergleich zur alten, verstaubten und seit Jahren gleicher Originalregie, völlig neue Rolleninterpretationen zu. So konnte Nikolaj seiner Rolle viel mehr Authensität UND Emotionalität verleihen! (Er rennt rasend vor Trauer und Wut, wegen dem Tod Eponines auf die Barrikaden und beschimpft die Soldaten)

Gänzlich neu auch der Beginn des Musicals: Nicht das Orchester eröffnet mit der Ouverture, sondern ein Confrencier (alla 3 Musketiere) und ein Zitat Vicor Hugos (Backstage)!
Diese und andere Änderungen sowie neue Ansätze und Ideen bescherten ein völlig anderes Les Mis, das auch ohne Stella oder Stage Entertainement Einfluss sehr gut auskommt.

Und an der Ausstattung wurde keineswegs gespart:
Kulissen großartig!
Die fließenden Übergänge, die unter anderem die Barikaden, Häuserfonten von Paris, Thenradiers Wirtshaus und die Rue Plumet präsentierten, wurden durch ein ausgeklügeltes, stimmungsvolles und immer passendes Lichtdesign perfekt in Szene gesetzt!

Wer vermisst hier eine Drehbühneninstallation oder aufwändige Versatzteile, die nur die Sicht auf das wirkliche Geschehen versperren und das Stück durch komplizierte Szenenwechsel unnötig in die Länge ziehen?

Die eindrucksvollen Kostüme lehnen sich größtenteils an die Originalproduktion an!

Durch die großartige Leistung des Chores und Extra Chores des Theaters, wurden die zahlreichen Ensembleszenen (besonders "Morgen schon" und der "Epilog")zu unvergesslichen Momenten!

Einziges Manko meines Erachtens:
Die Tontechnik war zu schwach! Oftmals waren manche Darsteller einfach zu leise und deshalb in manchen Passagen unverständlich. Und das Orchester hätte auch noch ordentlich hochgefahren weden können (Besonders bei den ersten Takten im Prolog).

Der musikalische Leiter, Marc Niemann führt ein sehr individuelles aber auch zügiges Dirigat, was zwangsläufig dazu führt, dass der Chor, wie auch manche Solisten, Probleme haben den Text verständlich zu interpretieren.

Ich kann diese meisterhafte! und wirklich nahe gehende Inszenierung wirklich nur empfehlen!
Allerdings nur für diejenigen, die sich auf ein Les Mis OHNE protzige Broadway- Großproduktion alla Duisburg oder Berlin einlassen können!
In den minutenlangen Standing Ovations konnten sich die Darsteller sonnen und der lang anheltende Schlussapplaus bestätigte den Ruf des Stadttheaters Pforzheim als exzellentes Musicalhaus.
Gruß, Chris:-)

Chris


23647
Angenehm überrascht

04.01.2008 - Nachdem wir les Miserables schon in Duisburg und Berlin als Stella Produktion gesehen haben und geradezu Fans davon sind konnten wir uns eine 4. Aufführung nicht entgehen lassen. Mi etwas Skepsis sind wir nach Pforzheim gekommen und waren alle total begeistert am Ende.
Klar,die Kostüme nicht ganz so farbig, die Bühne nicht ganz so bombastisch- aber eine sehr gelungene Aufführung die ein Wiederkommen,auch in Anbetracht des Preis- Leistungsverhältnisses ,geradezu herausfordert.

gerhard


23611
Eher gar nicht

02.01.2008 - Das war ja gruselig, platt und ohne Charme, enttäuschend

Michael


23598
Hört ihr wie das Volk erklingt

02.01.2008 - Man darf dem Theater Pforzheim für diese sehr gelungene Inszenierung des Musicals gratulieren. Die Show entfaltet sich nach und nach und sehr flüssig.

Gastinterpreten wie Ansgar Schäfer als Valjean und Nikolai Alex. Brucker geben tolle Rollenportraits ab. Marius gefällt nicht nur optisch sondern auch mit schöner Stimme.

Jon Geoffrey Goldsworthy hat eine unglaubliche Präsenz und Mimik (sollte krolock spielen) . Die Stimme ist einwandfrei und so ergreifen seine Soli besonders. Der Selbstmord findet hier in den Häuserfronten Paris statt in denen sich Javert rücklings von einer Brücke stürzt.

Es sind viele schöne Regieeinfälle die die Show neu interpretieren zu erwähnen. So der Verkauf von Fantines Haaren an eine Puppenmacherin - später schenkt man Cosette die Puppe.. und als Valjean aus Paris mit ihr fliehen will ist die Puppe das erste was die erwachsene Cosette in den Koffer tut.

Aber auch die längs zum Publikum gestellten Barikaden eröffnen in dem an sich sehr schönen Bild neue Blickwinkel. (rechts Armee - links die Studenten).

Gavroche wird hier von einer jg. Frau gesungen aber die gibt einen rotzfrechen Kerl der wieder dramatisch auf den Barikaden stirbt.

Alles in allem eine hervorragende freie Inszenierung des Stückes.

Cosette ist an sich sehr klassisch besetzt was einen leichten Bruch in der Stimmung verursacht. Sie hat außerdem einen leichten Akzent - fällt aber bei den 2 Liedern der Rolle kaum ins Gewicht.

Der Chor und Extrachor sowie das Orchester liefern eine wunderbare Arbeit ab. Besonders die Chöre erklingen so ausdrucksstark und ergreifend. Minutenlanger Applaus und Standing Ovations waren die Folge. VERDIENT.

musicals


23569
Tolle Leistung

01.01.2008 - Gestern abend war ich in der Premiere. Ich war sehr gespannt, wie das Theater das Stück ohne Drehbühne spielt . Les Mis habe ich bereits an vielen Orten gesehen. Ich wurde keineswegs enttäuscht. Das Pforzheimer Theater lieferte mal wieder eine hervorragende Musicalinszenierung ab. Die Darsteller sind auf allen Rollen stimmlich und darstellerisch bestens besetzt. Matthias Pagani als Valjean überzeugte völlig. Er hat die Rolle ja bereits in Regensburg gespielt. Geoffry Goldsworthy ist ein sehr guter Javert. Auch alle anderen arsteller inclusive des Opernchores haben mir sehr gut gefallen. Das Orchester war am Anfang etwas zu schnell, das war Premierenfieber und nach der Pause stimmte es. Der Szenenwechsel geht zügig. Die Kostüme sind sehr schön und passend.
Eine Sache finde ich als alter Les-Mis-Fan bemerkenswert. Das Haar der Fantine wird von einer Puppenmacherin gekauft und Cosette bekommt später eine Puppe mit genau diesem Haar.Die Szene so gestaltet hat mir gut gefallen.
Im Pforzheimer Theater sieht man auf allen Plätzen gut. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bestens.

ChristineL


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