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Drama-Musical

Jekyll & Hyde

Dies ist die Stunde


Das saarländische Staatstheater Saarbrücken zeigt das Erfolgsmusical von Frank Wildhorn und Leslie Bricusse um den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse nunmehr als vierte Stadttheater-Produktion in diesem Jahr.

(Text: Julia Becker)

Premiere:15.12.2007
Letzte bekannte Aufführung:29.06.2008


Diese Inszenierung ist Wahnsinn - in mehrfacher Hinsicht! Wahnsinnig passend ist an erster Stelle der Hauptdarsteller, auf den die Doppelrolle des Doktor Henry Jekyll und Mister Edward Hyde scheinbar gewartet hat.

Mischa Mang spielt den Jekyll einwandfrei, "Dies ist die Stunde" überzeugt. Seine Stimme ist nicht klassisch, wie man es vielleicht von einem Ethan Freeman oder Yngve Gasoy Romdal kennt, sondern rockig, kraftvoll und wild, so wie sein Spiel. Vor allem als Hyde gibt Mang alles. Er schafft es, seinem Publikum mehr als einen Schauer den Rücken hinunter zu jagen – spätestens bei der mit Spannung erwarteten "Konfrontation". Diesen schwierigen Song macht er zum Highlight der Show. Auch in der ersten Szene nach der Pause, "Mörder", war deutlich zu beobachten, wie die Augen einiger Zuschauer größer und größer wurden. Mang gönnt sich keine Atempause, schreit und tobt, findet aber in den richtigen Momenten die leisen Töne wieder. Von der Regie wird ihm ohnehin keine Pause gegönnt: Jekyll und Hyde sind fast permanent auf der Bühne.

Ein wahnsinnig ungewöhnliches Element dieser Inszenierung ist das Bühnenbild, das nie wechselt. Es werden höchstens Requisiten wie ein Bett oder hängende Kulissenwände (zum Beispiel für das Bordell "Die rote Ratte") verwendet. Während des Duetts "Nur sein Blick" sitzt Jekyll zwischen Lisa und Lucy in seinem Labor und schreibt, während die beiden Frauen rechts und links der Bühne an einem Geländer stehen und sich ansingen. Lisa und Lucy sehen sich, wissen aber nicht, dass sie von dem gleichen Mann singen. Ein genialer neuer Einfall - und wahnsinnig innovativ.

Genauso neu wie die Streichung von Nellie und Spider und somit auch das Fehlen von "Mädchen der Nacht", das für Fans des Musicals vielleicht ein schwer zu schluckender Wermutstropfen ist. Doch man versteht, warum Regisseur Bernhard Stengele das Bordellpersonal gar nicht und weitere Nebenfiguren kaum zum Zuge kommen lässt: Diese Version des Wildhorn-Musicals ist konzentriert auf die Doppelpersönlichkeit der Titelfigur und ihre beiden Frauen Lucy und Lisa.

Die beiden Hauptdarstellerinnen sind auf jeden Fall ein Volltreffer. Sanni Luis als Lucy avancierte während der Premiere schon zum Publikumsliebling und erntete Jubel und "Bravo"-Rufe. Ihre rauchige Stimme passt gut in die Rolle und ihr "Schafft die Männer ran" ist lasziv und spektakulär in Szene gesetzt: Zwei Statisten in roten Badehosen streuen Glitter und Lucy sinkt auf einem roten Stuhl von der Decke. Warum Henry Jekyll jedoch zunächst sichtbar ihren Reizen verfällt und danach in die übliche Zurückhaltung verfällt, bleibt offen.

Die gute Seite der Weiblichkeit ist Bettina Mönch als Lisa. Bei "Nur seine Arbeit" sticht ihr klarer Sopran hervor, ihr Solo "Da war einst ein Traum" und ihr Duett mit Jekyll "Nimm mich wie ich bin" sind tadellos. Einzig bei der Kostümwahl (Angela C. Schütt) hatte Mönch ein wenig Pech: Ihr Abendkleid zur Verlobungsfeier ist einen Tick zu modern geraten. Umso schöner strahlt sie am Ende des Musicals in der Hochzeitsszene.

Diese ist auch gleichzeitig die Sterbeszene Jekylls/Hydes und auch die ist wahnsinnig umgesetzt: "Hure Babylons" schreit Mang der Braut entgegen; es gibt nicht nur einen Toten und auch nicht nur eine Waffe, sondern nicht weniger als um die 50 Schüsse aus den Pistolen des gesamten Ensembles kommen zum Einsatz.

Chor und Ensemble wirkten bei der Premiere noch etwas verloren und unkoordiniert. Gesanglich erfüllte der Chor alle Anforderung, etwa in den Nebenrollen des Gremiums. Nur die Besetzung des Carew schien etwas missglückt. Vadim Volkov wirkte schlicht zu jung für die gesetzte Vaterfigur. Guido Baehr, der eigentlich als Erstbesetzung Carew im Programmheft vermerkt ist, passt da sicher besser.

Unbedingt zu erwähnen ist noch Stefan Röttig, der einen soliden und sicheren Utterson mimt. Er teilt sich die Rolle mit Fernand Delosch, der somit der vierte als Gast engagierte Musical-Profi neben Mang, Mönch und Luis in Saarbrücken ist.

Leider konnte man vor allem die Dialoge und Texte des Chores am Premierenabend schwer verstehen und das Orchester übertönte teilweise den Gesang. Aber diese technischen Mängel können die Verantwortlichen hoffentlich noch ausbügeln, denn für die Zuschauer, die das Stück nicht kennen, wird der Theaterbesuch sonst anstrengend. Nach etwas mehr Routine sollte dann auch der Schlussapplaus zügiger über die Bühne gehen.

Saarbrücken hat wieder ein Musical und es ist durchaus sehenswert, wenn auch ungewohnt - nicht klassisch, sondern schnell und eben wahnsinnig. Eine spartanische Bühne, Änderungen im Skript und spürbar mehr Aggressivität. Konventionell ist der Saarbrücker Jekyll sicher nicht geworden. Aber das haben wohl die wenigsten Kenner dieses Theaters erwartet.

(Text: jbe)




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News: "Jekyll" in Saarbrücken mit Mang und Luis (10.07.2007)



Kreativteam

Musikalische Leitung Christophe Hellmann
Inszenierung Bernhard Stengele
Bühnenbild Stephan Prattes
Kostüme Angela C. Schuett
Choreografie Annett Göhre
Choreinstudierung Pablo Assante
Dramaturgie Christoph Gaiser
Regieassistenz Sebastian Welker
Inspizienz Martina Krawulsky
Soufflage Petra Aschauer


Besetzung

Henry Jekyll
Edward Hyde
Mischa Mang
LisaBettina Mönch
Elizabeth Wiles
LucySanni Luis
UttersonFernand Delosch
Stefan Röttig
Lady BeaconsfieldNaira Glountchadze
Maria Pawlus
Sir Danvers CarewGuido Baehr
Bischof von BasingstokeRupprecht Braun
Harald Häusle
General Lord GlossopOtto Daubner
Markus Jaursch
Simon StrideAlgirdas Drevinskas
Sir Archibald ProopsAlto Betz
Antoniy Ganev
Lord SavageJohannes Bisenius
Frank Kleber
AlbertTerence Vanden Berg
Frank Kleber
MikeTerence Vanden Berg
Frank Kleber
junger Mann 1Elmar Böhler
Vladimir Makarov
junger Mann 2 Kim Dong-Hoon
Chang-Kyu Lim
junger Mann 3 Sung-Woo Kim
Dae-Seok Choi
ZeitungsjungeMin-Sung Kang
Ji-Hyun Lee
PriesterManfred Rammel
Terence Vanden Berg



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


26 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


24112
Genial!

31.12.2009 - 26.01.08 Also ich glaube, ich habe gestern eine andere Aufführung gesehen als die meisten meiner Vorgänger, denn ich kann die Kritik hier überhaupt nicht nachvollziehen! Eigentlich war ich sehr skeptisch, denn ich war u.a. mit mehreren 8er-Klassen einer Gesamtschule zur Aufführung und habe befürchtet, dass es ein wenig unruhig werden würde. Weit gefehlt! Während der gesamten Aufführung war es fast andächtig still, bis auf die Begeisterungsrufe, die sich einige zwischendurch nicht verkneifen konnten. Am Schluss gab es minutenlangen Applaus und Standing Ovations! Vielleicht waren einige meiner Vorschreiber hier schlicht und ergreifend zu alt für so eine tolle, moderne, gewagte und mitreissende Aufführung!

Gabi

Gabi


24342
unglaublich ^^

31.12.2009 - ich versteh gar nich wie es leute geben kann denen dieses stück nicht gefallen hat!ich hab noch nie etwas im theater gesehen, dass mir so gut gefallen hat!und vorallem Mischa Mang fand ich mehr als genial,er hat mich mehr als einmal zum weinen gebracht und das ist mir im theater noch nie passiert!ich geh diesen Monat zum vierten mal zu Jekyll&Hyde weil ich es wirklich unglaublich gut finde und mich dieses stück wieder näher ans theater gebracht hat.wirklich,top!

lisa


26448
Wahre Liebhaber....

31.12.2009 - ....von "Jekyll und Hyde" sollten eigentlich wissen, dass "Mädchen der Nacht" und "Die Welt ist völlig irr" in der aktuellen Fassung des Stückes nicht mehr drin sind. Also lieber "Spüli": bitte fair bleiben und nicht dem Theater etwas unterstellen, was die Autoren selbst zu verantworten haben.

oberlehrer


26568
Ein richtig tolles Musical

07.06.2008 -

Julia


26289
Jekyll & Hyde im Sparformat

21.05.2008 - "Auf das wesentliche beschränkt"....so oder so ähnlich könnte man die Inzenierung beschreiben. Aber bei einem Stück wie Jekyll & Hyde geht es nicht um das wesentliche. Es geht um die Theatralik in dem Stück. Es geht um den Kampf, die Verzweiflung, die Hoffnung, den Glauben...all das bleibt hier leider sehr auf der Strecke! So fehlen ganze Lieder "Mädchen der Nacht" zum Beispiel, dass eine Lucy Harris in einem neuen Licht scheinen lässt oder aber "Die Welt ist völlig irr", bei dem das ganze Ausmaß der Verwirrung eigentlich erst klar wird.
Das Bühnenbild ist so statisch das man schon fast froh ist um jede Bewegung auf der Bühne. Jekyll & Hyde ist kein "typisches" Musical, dass mit einem Bühnenbild auskommt. Es ist vielmehr Musicaltheater, das Leben und Bewegung erfordert!
Die Darsteller konnten im großen und ganzen überzeugen. Jedoch muss man klar sagen das Sanni Louis und auch Bettina Mönch, Mischa Mang teilweise völlig an die Wand gespielt und gesungen haben. Als Jekyll mag er vielleicht noch überzeugen aber als Hyde wirkt er nicht beängstigend sondern einfach nur lächerlich. Die "Golom"-Nummer ist absolut vorbei am Ziel geschossen.

Musikalisch gesehen sind sowohl Orchester wie auch Chor absolut überzeugend, laut und klar! Außerdem befinden sich im Chor einige außergewöhnlich gute Stimmen.

Im großen und ganzen ist diese Inzenierung etwas für Leute die sagen wollen "Ich habe Jekyll & Hyde gesehen"und leicht zu beeindrucken sind.Aber für wahre Liebhaber dieses eigentlich großartigen Stückes absolut nicht empfehlenswert.

Spüli


26198
macht spaß, sowohl fürs auge als auch fürs ohr

17.05.2008 -

pseudonym


25155
Aussergewöhnliche Inszenierung - Überragende Hauptdarsteller

19.03.2008 - Absolut sehenswerte Inszenierung von Jekyll & Hyde! Mit Sicherheit etwas gewöhnungsbedürftig für Jekyll-Kenner aber alles andere als langweilig oder unspannend. Eine echte Bereicherung. Atmosphärisches Bühnenbild. Ausdrucksstark und nicht zu dynamisch.

Alles überragend die Darsteller! Sanni Luis hat mich völlig berührt. Grandiose Stimme und einzigartiges Gefühl für die Nuancen. Schauspielerische Höchstleistung. Tolles Duett "Nur sein Blick" mit Bettina Mönch, deren kristallklare Stimme einen spannenden Gegenpol setzt. Mischa Mang ein Tick zuviel Jekyll aber unschlagbar energiegeladen und stimmgewaltig. Das ist seine Rolle.

Alle die hier vorher extrem schlecht bewertet haben, haben entweder was anderes gesehen oder sollen sich auch zukünftig "Mozart" ansehen.

Lukas


25077
Keine Langeweile

15.03.2008 - Dr.Jekyll & Mr.Hyde kenne ich nur als Filmversion, somit kann ich das Musical nicht mit anderen Inszenierungen vergleichen. Als "älteres Semester" war ich sehr gespannt auf die Umsetzung des bekannten Stückes. Das einfache, jedoch ansprechende Bühnenbild fand ich sehr passend und lenkte somit nicht von den Darstellern ab. Meine anfängliche Spannung verwandelte sich schnell in Bewunderung für die tollen Darsteller, ein Feuerwerk von Bewegung, Gesang und super Musik vom Orchester wechselten sich ab. Mischa Mang als Hauptdarsteller wirkte auf mich absolut überzeugend,die Rolle des Dr.Jekyll ist ihm auf "den Leib" geschneidert. Seine Stimme weckte in mir Gänsehaut... Lucy und Lisa als weitere Hauptdarsteller brachten ihre Gefühle gesanglich sehr gut rüber - klasse Stimmen!- Beeindruckt war ich auch von dem Chor und deren Solisten. Die Idee, aus dem Publikunm heraus zu singen war Spitze, denn von allen Seiten erreichten die herrlichen Stimmen die Theaterbesucher. Das Orchester sollte die Lautstärke etwas zurück nehmen, da wären die Texte noch besser zu verstehen. Mein Fazit: Eine gelungene Inszenierung und ein spannendes, wunderschönes Musicalerlebnis.

Moni

Moni


24259
eine entäuschung

01.02.2008 - eine so schlechte am stück vorbei gemachte production habe ich selten gesehen. schade. so wird das musical auch kaputt gemacht wie die oper es schon ist.

andreas bader


23949
Ziemlich außergewöhnlich...

19.01.2008 - ...aber ungewöhnlich muss nicht gleich schlecht heißen!
Gut, das Stück ist ziemlich stark gekürzt, aber das fällt eigentlich nur dann auf, wenn man das Musical kennt. Ansonsten ist die Inszenierung, meiner Meinung nach von jeglichen Umschreibungen und Schnörkeln befreit, was vielleicht für ein Stadttheater nicht verkehrt ist. Auch so hab ich in der Pause und am Ende mehrfach gehört, dass es ja ganz schön lang sei...
Ungewöhnlich fand ich auch Mischa Mang als Jekyll & Hyde, denn seine Stimme klingt nunmal ein bisschen anders, als es viele von bisherigen Darstellern dieser Rolle gewöhnt sind. Trotzdem sollte man da fair bleiben, und nicht anfangen jemanden zu beleidigen! Ok, er war anders, aber das schmälert nicht die Leistung! Schauspielerisch hat er mich wirklich überzeugen können und auch gesanglich fand ich ihn gut. Vielleicht sollten Einige aufhören zu denken, dass nur Yngve Gasoy-Romdal, Thomas Borchert oder Ethan Freeman die Rolle spielen können und auch anderen Darstellern eine Chance geben.Mischa Mang ist eben Mischa Mang und wenn man ihm die Chance lässt, einen zu überzeugen, dann schafft er das auch!
Sanni Luis als Lucy war wirklich sehenswert, auch wenn ich persönlich ihre Stimme nicht so gern mag, fand ich sie da sehr passend. Sowohl schauspielerisch, als auch gesanglich sehr gut und absolut überzeugend.
Bettina Mönch fand ich einfach genial als Lisa! Mit einer wunderbar klaren und vollen Stimme schafft sie es immer weider einen zu berühren und man kann nicht anders, als mit ihr zu lachen, oder auch zu weinen. Sie ist schauspielerisch absolut top und füllt die Rolle perfekt aus. Wie sagte ein Junge neben mir: "Die im Brautkleid fand ich cool!" So kann man es auch sagen. ;o)
Fernand Delosch hat ich als Utterson mehr überzeugt, als Stefan Röttig, obwohl beide wirklich gut waren. Trotzdem fand ich Deloschs Rolleninterpretation, vor allem im Schauspiel besser, aber das ist sicherlich Ansichtssache.
Der Chor war wirklich gut, hat sehr starke Stimmen bei, auch wenn ich das Arrangement etwas ungewöhnlich fand, wie eben wohl fast Alles an dieser Inszenierung. Das Einzige, was mich etwas gestört hat war, dass man die Soli einiger Chormitglieder nicht verstehen konnte, was nicht an der klassischen Gesangsweise lag, sondern daran, dass sie wirklich sehr schlecht Deutsch sprachen. Hätte ich nicht gewusst, was sie da singen, hätte ich bei "Mörder" fast nichts mitbekommen.
Trotzdem finde ich die Inszenierung durchaus nicht schlecht. Natürlich ist das Geschmackssache und ich kann auch viele der bisherigen Meinungen verstehen, aber trotzdem sollte man sich wirklich bemühen objektiv und fair zu bleiben und ohne persönliche Beleidigungen auszukommen.
Ich würde Jedem, der sich wirklich ein Bild von dieser Jekyll & Hyde-Inszenierung machen will empfehlen, sie sich einfach anzusehen und dann selbst zu urteilen.
Ich jedenfalls würde mir die Show nochmal anschauen, auch wenn sie sicherlich nicht perfekt ist.

Franziska


23892
naja

15.01.2008 - Ich hatte mehr erwartet....vielleicht zuviel

Lucy(Sanni Luis) hat mir seht gut gefallen. Hier war alles stimmig.
Jekyll & Hyde(Mischa Mang) hat mir bedingt gut gefallen, manchmal fand ich seine Stimme nicht wirklich berauschend.
Bettina Mönch(Lisa)....von vielen hoch gelobt..........naja....ich fand sie eher schlecht. Die Stimme hat mich leider nicht erreicht.
Der Opernchor hat wirklich glänzende Stimmen, leider hat die, meiner Meinung nach, zu dominante Musik die Stimmen erdrückt.
Gesamt fand ich die Musik zu laut für die Stimmen der Sängerinnen und Sängen( Chor und Solisten).
Das Bühnenbild war so minimalistisch, ob es eine Auswirkung der Sparmaßnahmen unseres Theaters ist weiß ich nicht zu beurteilen!
Jekyll & Hyde klang und ist viel versprechend, aber hat leider nicht gehalten was es versprach. The black Rider und Jesus Christ wurden im Saarländischen Staatstheater brilliant umgesetzt.
Jekyll & Hyde leider nur 2. Besetzung

Calenduae


23734
ist mal was anderes......

08.01.2008 - ..... in Saarbrücken. Mit großen Erwartungen haben wir das Stück besucht und wurden zum Teil enttäuscht, aber auch überrascht. Die Bühne fand ich sehr gut, ohne großen Schnick-Schnak aber sehr aussagekräftig. Nennenswehrt wären hier noch foglende Szenen "Fassade" "In der Roten Ratte" "Nur sein Blick". Man bekommt schon ein ungutes Gefühl, wenn auf mehreren Etagen der Chor verschiedene Songs zum besten gibt. Der Chor, wie immer in Saarbrücken, sehr stark. Die Hauptdarsteller: Sanni Luis und Bettina Mönch, ganz großes Kino. Hervorragende Stimmen und schauspielerisch sehr gut umgesetzt. Mischa Mang konnte mich gesanglich sowie schauspielerisch nicht überzeugen. Aber ist Geschmackssache, wie man an den Jubelrufen am Ende der Vorstellung erleben konnte.
Man sollte sich ein eigenes Bild von der Inszenierung machen, die man wirklich gut finden kann aber auch schlecht. Habe das Musical 2x in Köln gesehen und es ist schon ein krasser Gegensatz. Aber ich finde der Mut soll belohnt werden und man sollte sich die Show versuchen "vergleichslos" anszuschauen.

jeca


23707
Eigenwillig im besten Sinne

07.01.2008 - Habe J&H zuerst in Chemnitz gesehen und mochte es nicht sonderlich (grottenhässliche Kostüme, nerviges Rumgerenne auf der Bühne, Podienfahrten ohne Ende). Jetzt in Saarbrücken das totale Kontrastprogramm: schlichte Bühne, clevere Beleuchtung, kammerspielartige Regie, zeitloser Schick bei den Kostümen. OK, das trifft nicht jedermanns Geschmack, aber mich hat's angesprochen. Musikalisch ist das Ganze hochklassig: Bettina Mönch und Sanni Luis sind zum Dahinschmelzen, Stefan Röttig als Utterson eine echte Entdeckung und Mischa Mang, auf den hier ja regelrecht eingedroschen wird, ist für mich ein absolut überzeugender und charakterstarker Darsteller. Chor und Orchester können ebenfalls locker mithalten.

Ein Wort noch zum Eintrag von "michael" am 30.12.: UNFASSBAR ist es, dass jemandem, der hier eine positive Meinung äußert, gleich Befangenheit unterstellt wird. Schon mal was von Fairness gehört?

Suseldrus


23699
Top Hauptdarsteller!

07.01.2008 - Ich kenne Jekyll & Hyde in vielen Varianten: die Broadway-Fassung, Köln, Tecklenburg und seit Samstag auch Saarbrücken. Natürlich hat man dann Erwartungen, aber man muss bedenken, dass man in eine neue Inszenierung geht und nicht das bekannte nocheinmal sehen wird. Die erste viertel Stunde überzeugte mich auch nicht und in der Pause fehlten mir noch einige typischen Song für Akt 1, die aber dann im zweiten Akt noch auftauchten, aber die schlechten Bewertungen auf dieser Seite sind nicht berechtigt.

Es ist eine gewagte Inszenierung, ABER dadurch nichts schlechtes!

Drei SUPER Hauptdarsteller. Sanni Luis absolute spitzenklasse, Bettina Mönch brilliant! Beide in gewohnter Topform. Neu für mich Mischa Mang, der den beiden Rollen einen neuen Charm verlieh.

Bühnenbild und Kostüm durchaus gelungen.

Chor leider etwas statisch. Starkes Orchester! Tolle Bilder mit starker Wirkung!

Fazit: Eine NEUE Jekyll & Hyde Erfahrung, aber dennoch gelungen!

vanne


23621
ein verschwendeteter abend

03.01.2008 - war am sylvester da und kann nur abraten

erich


23558
Regietheater goes Musical: Radikaler Schnitt mit der Aufführungstradition

31.12.2007 - „Jekyll & Hyde“ ist in Saarbrücken mutig mit einer Intensivierung der Jekyll/Hyde-Rolle. Mögen muss man diese Inszenierung nicht. Saarbrücken verdient Lob für den Mut, ein Musical fernab der Sehgewohnheiten, aber mit hochkarätigen Hauptrollen zu inszenieren. Auf die Solisten muss man gar nicht lange eingehen, alle drei Hauptrollen und Utterson sind sehr, sehr sehenswert. Das Einheitsbühnenbild verdichtet und begrenzt das Stück. Das gelingt Stengele und seinem meist überzeugenden Darstellern über weite Strecken und in dieser Hinsicht ist die Saarbrücker Sicht ein Gewinn für die Rezeptionsgeschichte. Das Konzept geht auf, wenn Jekyll/Hyde etwa bei „Nur sein Blick“im Labor Formeln kritzelt, während links und rechts Lisa und Lucy singen.

Der Verdichtung auf zwei Stunden fallen Textpassagen zum Opfer, etwa bei „Mörder, Mörder“. Stattdessen werden neue Texte erfunden. Etwa wenn Jekyll in künstlich-schwulem Tonfall sagt „Mach mir keinen Druck.“ Der neue Anfangssatz seines sterbenden Vaters: „Ich hasse dich mein Sohn“ bringt eine Wendung ins Stück, die gänzlich neu ist und den Vater-Sohn-Konflikt verschärft.

Dramaturgischer Höhepunkt ist das Ende. Nachdem Hyde seinen Freund Utterson erschossen hat , stehen alle Hochzeitsgäste mit gezogenen Pistolen um Hyde und er fordert Lisa mit der Beschimpfung als „Hure Babylons“ zum Schießen auf. Sie und mit ihr die anwesenden Hochzeitsgäste erschießen und erlösen ihn gleichzeitig. - Sprachlos sitzt man in seinem Sessel und hält sich das Programmheft vors Gesicht. Ja, so kann man Wildhorns Stück inszenieren. Ob man es so sehen will, ist eine andere Frage.

(Mehr von dieser Rezension in der nächsten Ausgabe der "musicals")

Marcus Leitschuh


23548
unglücklich

30.12.2007 - die Inszenierung ist leider nicht besonders gut geworden, was wohl an dem kurzfristigen Regiewechsel (aus tragischen, persönlichen Gründen) liegt.
Die Fassung ist tatsächlich sehr stark zusammengestrichen, wenn man die ausführliche Bremer/Kölner/Wiener Fassung im Kopf hat. Hier kann man jedoch nicht dem Theater die Schuld geben denn eine Nachfrage beim Verlag führte zur Szenenfolge auf der Seite von musictheatreinternational die haargenau mit der Saarbrücker Fassung übereinstimmt.
Das Theater kann ja leider nur das Material spielen, das es bekommt...

Dafür muß man sagen, daß das Theater eine sehr gute musikalische Leistung bringt. Das Orchester klingt groß und sicher, der Chor hat kraft und Volumen. Dafür lohnt es sich!

pax


23544
unfassbar

30.12.2007 - das mann das stück so verstümmelt ist unfassbar. jekkyl muss nicht gesund gekürzt werden. ich war auch sehr enttäuscht von dem jekkyl. Die lisa war ganz gut. was ist denn das für eine super fan besprechung hier auf dieser seite? leitet sie herrn mangs fanclub? eine entttäuschung auf ganzer linie, nicht zu empfehlen.

michael


23534
Bah!

30.12.2007 - Eine wahre Zumutung für Ohren und Augen. Die Inszenierung und auch die Darsteller haben mich schwer enttäuscht!Keine gelungene Umsetzung des tollen Wildhorn Muiscals...

Jekyll Kenner


23427
Eigentlich 0 Sterne, aber...

26.12.2007 - Vorweg das Gute und wieso noch ein Stern. Bettina Mönch war eine wirklich tolle Lisa. Eine Sängerin und Darstellerin wie ich sie gerne wieder sehen mag.
Sanni Louis war am 22.12. leider erkältet und hat dennoch gesungen. Für den Zuschauer schade, wenn man genau für diesen Abend Karten hat. Aber man hat es Ihrem Spiel nicht angemerkt. Gesanglich war es den Umständen entsprechend auch super.

Der Chor und das Orchester waren gut, sollte man auch irgendwie erwarten können.

Wieso nur ein Stern? Micha Mang ist meiner Meinung nach eine Fehlbesetzung. Mein Urteil dürfte aber auch von der Art der Regie her rühren.
Wieso läßt man einen etwas "kräftigeren" Darsteller pseudo-Böse Bewegungen ausführen. Ich hatte manchmal den Eindruck Samson aus der Sesamstraße beim Plätzchenbacken zuzuschauen. Hätte in die Jahrezeit gepasst.

Dann läßt man ihn unmotiviert in "seinem Labor" herumhantieren, wärend Lucy und Lisa singen. Mit den merkwürdigen Bewegungen lenkte das nur unmöglich ab.

Als Hyde nach seiner Verwandlung mit "kenn ich sie" angesprochen wird... JA natürlich, der sieht ja noch haargenau so aus wie Jekyll...

Also ist der Hauptkritikpunkt die Regie. Wieso wirkte einiges, das ernst sein sollte einfach nur dämlich und das was anscheinend komisch hätte sein sollen einfach auch nur dämlich.

Wieso hüpft ein Jekyll mit einem kindlichen "nein, nein, nein.." ich will nicht, auf und ab.

Wäre ich in der Gesellschaft auf der Bühne gewesen, ich hätte Lisa auch von einer Hochzeit abgeraten.

Generell entstand oft der Eindruck, das manche von der Regie alleine gelassen wurden.

Der Abend rief kopfschütteln bei mir hervor.
Ich kann diesmal Saarbrücken nicht empfehlen.

taz


23387
Unglaublich!

23.12.2007 - Schwacher und gelangweilter Jekyll/Hyde-Darsteller, furchtbar ödes Bühnenbild, gutes Orchester, doch die Sänger sind kaum zu verstehen. Wir waren schockiert, was aus einem unserer Lieblingsmusicals gemacht wurde. Dieser Regisseur gehört gefeuert!

Sven


23385
Auf's Wesentliche beschränkt

23.12.2007 - Schön, dass sich der Regisseur auf's Wesentliche beschränkt und hat und dadurch Rollen wie Nellie gestrichen wurden. Somit ist die Regie viel näher an der Romanvorlage.

Gast24601


23374
Geht gar nicht

22.12.2007 - Ein Totalausfall mit schlechter Musik, schlechter Regie und schlechten Darstellern

Orsi


23286
schade...

17.12.2007 - Einerseits hat man ein tolles Musical, ein hervoragendes Orchester (!), einen großartigen Opernchor, der dem Musical absolut gerecht wird und der auch motiviert spielt, wenn man ihn lässt (das hat man leider nicht an jedem Theater), sowie einige Gäste, die größtenteils zu überzeugen vermögen.
Von der musikalischen Seite her lohnt die saarbrücker Produktion absolut!

Die Inszenierung jedoch enttäuscht auf der ganzen Linie. Die Figuren sind fast komplett falsch angelegt und entwickeln deshalb keine Tiefe. Zwischen Jekyll und Hyde erkennt man kaum einen Unterschied und die stark gekürzte Fassung gibt dem ganzen den Todesstoß.
Flach und unlogisch wirkt die Handlung. Im zweiten Akt werden fast nur noch Balladen ohne Sinn und Verstand aneinandergereiht.
Die Choreografie ist oft albern, besonders die Konfrontation leidet darunter.
Das Bühnenbild tut auch nichts für das Stück. Die Galerien engen den zentralen Raum zu sehr ein und geben zu wenige Möglichkeiten den Raum zu nutzen. Hier kann nur das lobend hervorzuhebende Lichtdesign noch was retten.

Leo


23282
Entäuschend!

17.12.2007 - Ein Stern für den sehr guten Opernchor und auch für die Darstellerin der Lucy, Sanni Luis, und der Lisa, Bettina Mönch.
Leider konnte ich mit der Inszenierung nichts anfangen und habe das Stück nicht mehr wiedererkannt. Sollte das eine Persiflage sein?
Zudem konnte mich der Hauptdarsteller, Mischa Mang, nicht wirklich überzeugen. Ich habe auch des öftern nicht erkannt, ob da nun Dr. Jekyll oder Mr. Hyde agierte. Auch gesanglich fand ich ihn nicht passend für die Rolle. Aber das ist vielleicht Geschmackssache.
Schade, ich hätte mir gerade für die Inszenierung im Staatstheater Saarbrücken wesentlich mehr erhofft. Dabei meine ich nicht einmal das Einheits-Bühnenbild oder das Fehlen der Rollen von Nellie, Spider oder Poole. Ich bin offen für andere Ansätze, an das Thema heranzugehen. Chemnitz und Bielefeld hatten da - wie ich finde - sehr gute neue Ideen. Nur leider empfand ich in dieser Inszenierung vieles nicht stimmig und zum Teil grotesk.
Auch wenn ich nachvollziehen kann, dass der Ausfall der Regisseurin so kurz vor den Proben für das Theater ein großes Problem darstellte, finde ich diese "Lösung" weder gut für
das Staatstheater (das ich sehr schätze), noch für das Stück und ganz und gar nicht für den Zuschauer, der am Ende des Stückes ratlos zurückbleibt.

Katharina


23241
Absolut sehenswert

16.12.2007 - Super Sänger, tolle Musik, große Show!

Lutz


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 Theater / Veranstalter
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Schillerplatz 1
D-66111 Saarbrücken
0681/32204
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Handlung
Der junge Arzt Henry Jekyll will das Gute vom Bösen im Menschen trennen - um das Böse zu eleminieren und die Menschheit vom Wahnsinn zu befreien. mehr

Weitere Infos
Das Musical von Frank Wildhorn (Musik) und Leslie Bricusse (Texte) basiert auf dem vielfach verfilmten Roman von Robert Louis Stevenson. Uraufgeführt wurde es 1990 in Houston - die Doppel-CD halten viele Fans immer noch für die beste Aufnahme der Show. 1997 kam das Musical an den Broadway. 1999 erlebte es unter der Regie von Dietrich Hilsdorf seine europäische Erstaufführung in Bremen (in der Übersetzung von Susanne Dengler, die auch die Lisa spielte). Diese Produktion wurde auch in Wien und Köln gezeigt. Seit März 2007 (Premiere in Chemnitz) gehört "Jekyll & Hyde" im deutschsprachigen Raum auch zum Stadttheater-Repertoire.

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(26 Leser)


Ø 2.46 Sterne

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