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Horror-Parodie

Der kleine Horrorladen

Sohn, du wirst Zahnarzt


Die Parodie auf das Horror-Film-Genre wird am Stadttheater Bern bereits in der zweiten Spielzeit gezeigt. Markus Hertel inszeniert das Stück mit aus anderen Musicals an diesem Hause bekannten Schauspielern und Darstellern der Swiss Musical Academy. Die musikalische Leitung hat Michael Frei inne und die Choreographie übernimmt Carole Augustus, Leiterin der Swiss Musical Academy.

(Text: Gaby Meier-Felix)

Dernière:01.03.2007


Markus Hertel inszeniert das Stück in Bern nahe am Film von 1986 und bringt kaum neue oder überraschende Momente. Auch lässt er auf weiten Strecken vergessen, dass es sich eigentlich um eine Parodie handelt, da vor allem Malte Kühn als Seymour und Silvia-Maria Jung als Audrey ihre Rollen zu wenig überzeichnen und eher einen Hauch von Drama versprühen. Ganz anders die Darstellung des Dr. Orin Scrivello durch Thomas Mathys. Er übertreibt in Gestik, Mimik und Artikulation so schamlos, dass kein Zweifel bleibt, dass hier nicht ernstes Kammertheater gespielt wird. Hin- und hergerissen zwischen diesen dramaturgischen Polen verliert das Stück seinen roten Faden, es fällt regelrecht auseinander. Da können dann auch die tollen, vor Ironie triefenden Liedtexte von Michael Kunze nicht mehr helfen, da die Sänger vor allem bei den schnelleren Stücken kaum verständlich sind und durch die Musik oft übertönt werden. Auch die Choreographien von Carole Augustus haben keinen erkennbaren Charakter. Als lustvolle Parodie sind ihre Schritte und Bewegungen zu genau, zu wenig übertrieben und als ernst gemeinte Hommage an die 60er fehlt ihnen der Drive und die Coolness, wie sie einst von den Supremes gezeigt wurde.

Wie in beinahe jeder Inszenierung des "Kleinen Horrorladens" ist der eigentliche Star des Abends die Pflanze Audrey II, die durch die Stimme von Stephan Greminger und die Bewegungen von Bernhard Balmer zum Leben erweckt wird.

Ein echter Hingucker sind die von Sarah Bachmann ganz im Stile der späten 60er Jahre kreierten Kostüme. Vor allem Edita Abdieski, Kathrin Elmiger und Carin Lavey in den Rollen von Crystal, Ronette und Chiffon stürzen sich von Szene zu Szene in immer buntere Kostüme und Perücken und verleihen so dem eher farblosen Bühnenbild von Christoph Wagenknecht die nötige Abwechslung. Auch die Band unter der Leitung von Michael Frei ist stilecht eingekleidet und musiziert sichtbar auf einer zweiten Ebene über der eigentlichen Spielbühne, umrahmt von wildem Graffiti.

So frech wie diese Graffiti sollte eigentlich das ganze Stück sein. Aber wenn die Verantwortlichen Audrey II in Bern nicht schnell und heftig nachdüngen, wird sie wohl kaum richtig wachsen können.

(Text: Gaby Meier-Felix)






Kreativteam

Musikalische Leitung Michael Frei
Inszenierung Markus Hertel
Bühne Christoph Wagenknecht
Kostüme Sarah Bachmann
Choreographie Carole Augustus
Dramaturgie Stephan Steinmetz


Besetzung

Seymour Till Schubert
Malte Kühn
Audrey Silvia-Maria Jung
Mr. Mushnik Hans-Joachim Frick
Orin/Bernstein/Mrs. Luce/ Agent Thomas Mathys
Chrystal Marianne Varga
Edita Abdieski
Ronette Katrin Elmiger
Chiffon Carin Lavey
Audrey II (Stimme)
Penner
Stephan Greminger
Audrey II (Spieler) Bernhard Balmer
Penner/Kunde/Interviewer/Patient/P. Martin Marcus Signer
Band Hans Ermel
Sandro Schneebeli
Tom Günzburger
Ueli Hess
Michael Tüller



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Handlung
Seymour Krelborn, Angestellter in einem Blumenladen in der heruntergekommenen New Yorker Skid Row, züchtet eine eigenartige fleischfressende Pflanze, die sich ausschließlich von Menschenblut ernährt. mehr

Weitere Infos
Abgesehen vom Ende ist die Handlung des bekannten Films von 1986 mit der Musicalversion identisch. Aufgrund von negativen Zuschauerreaktionen bei den Filmpreviews ließ Produzent Frank Oz den Schluss nachträglich umschreiben: Seymour besiegt die Pflanze, indem er sie mit Stromschlägen traktiert und schließlich den Laden in die Luft jagt. Anschließend verwirklicht er Audreys Traum und zieht mit ihr in ein Häuschen im Grünen - in der letzten Einstellung ist im Vorgarten des Häuschens eine kleine Audrey II zu sehen, ein Hinweis auf einen möglichen zweiten Teil, der bisher aber nicht realisiert wurde.

 Termine

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