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Aktuelle Shows ( Nord )Shows A-Z ( Nord )Premieren ( Nord )Mar I Cel - der Himmel und das Meer


Historien-Musical

Mar I Cel - der Himmel und das Meer

Religionskonflikte und Piraten


Die deutschsprachige Erstaufführung des spanischen Musicals „Mar i Cel“ beinhaltet opernhafte Melodien und eine Liebesgeschichte vor historischem Hintergrund. Die Besetzung, allen voran Jan Ammann, überzeugt in weiten Teilen.

(Text: Michael Rieper)

Premiere:16.03.2007
Letzte bekannte Aufführung:05.01.2008


Eigentlich erscheint die Liebesgeschichte, die im Vordergrund dieses Musicals steht, ganz simpel: Christliche Adlige verliebt sich in muslimischen Piraten, nachdem sie erfahren hat, wie viel Leid ihr Vater seiner Familie gebracht hat. Doch ganz so leicht wird es dem Zuschauer nicht gemacht, das Schicksal von Blanca und Saïd zu verfolgen.
Das Werk ist fast durchkomponiert, nur wenige kurze Passagen werden gesprochen. Für die meisten Dialogsequenzen hat Albert Guinovart Musik komponiert, die versatzstückartig unterschiedliche Tempi und Stilelemente kombiniert. Im Prolog zum Beispiel steht eine Vielzahl hochherrschaftlich gekleideter Personen auf der Bühne, die mit bedeutungsvollem Habitus ein Problem diskutieren. Diese Diskussion wird komplett gesungen und Guinovart nutzt ganz unterschiedliche Stimmungsfarben, um die Personen und ihre Standpunkte zu charakterisieren. Doch genau das ist für das Publikum anstrengend, da es (noch) keine wirklichen Lieder zu hören bekommt. Der opernhafte Gesang führt nicht unbedingt zu einer guten Textverständlichkeit, und so bleibt der eine oder andere Zuschauer etwas ratlos zurück, weil der Inhalt des Prologs sich ihm nicht erschließt. Erfreulicherweise bietet das Programmheft eine ausführliche Zusammenfassung des Inhalts, sodass allen Besuchern nur geraten werden kann, sich vorher mit der Geschichte auseinanderzusetzen.
Guinovart hat eine reiche, anspruchsvolle Partitur geschrieben, mit der die Staatskapelle Halle unter Leitung des "Harry und Sally"-Komponisten Joan Vives gut umzugehen weiß, und ihm gelingt durchgängig das Kunststück, Stimmungen auf der Bühne durch die Musik zu erzeugen bzw. zu unterstützen. Wirkliche Ohrwürmer, die nach der Vorstellung haften bleiben, bietet das Stück jedoch kaum. Die Piratenhymne zum Ende des ersten Aktes oder Blancas und Saïds Liebesduett "Ganz alleine" im zweiten Akt fallen noch am ehesten in diese Kategorie.
Zusätzlich zur spannenden, aber oft nicht sehr eingängigen Musik sorgt auch das Buch für einige Längen. Wenn die Piraten die Familie des Vizekönigs von Valencia gefangen nehmen und in den Auseinandersetzungen dem Familienoberhaupt sogar ein Ohr abgeschnitten wird, lässt das den Zuschauer zunächst merkwürdig kalt. Die Piraten auf der einen und die Christen auf der anderen Seite werden nicht klar genug charakterisiert. Das Publikum erhält keine Chance, sich mit einer der beiden Seiten zu identifizieren und so reißt das Geschehen auf der Bühne nicht wirklich mit. Das mag im Ursprungsland Spanien, in dem der historische Hintergrund besser bekannt sein dürfte, anders sein. Hier wäre Regisseur Hartmut Forche, der auch für den gelungenen deutschen Text verantwortlich ist, gefordert gewesen, die Personen und ihren Konflikt deutlicher einzuführen.
Wirklich spannend wird die Geschichte erst nach mehr als der Hälfte des langen ersten Aktes, als Piratenkapitän Saïd seine Lebensgeschichte erzählt. Glücklicherweise passiert das nicht monologartig: Die Misshandlungen durch die Christen sowie die Reaktionen seiner Familie werden vom Ensemble vorgespielt. Blanca, die Tochter des Vizekönigs, befindet sich dabei mitten im Geschehen, da Saïd ihr seine Geschichte berichtet. Ihr Entsetzen über die Greueltaten, für die ihr Vater verantwortlich ist, ist die Grundlage des folgenden Konflikts innerhalb der Familie. Und plötzlich fesselt das Geschehen auf der Bühne, da der Zuschauer die Personen nun einordnen kann. Im straffer erzählten zweiten Akt meutern die Piraten gegen ihren Kapitän und einer von ihnen verrät sie an die gefangenen Christen, sodass bis zum tragischen Finale für viel Spannung gesorgt ist.
Jan Ammann ist ein würdevoller Piratenkapitän, der vom ersten Auftritt an deutlich macht, dass ihm seine Ehre trotz aller Piratenaktivitäten wichtig ist. Seine wohlklingende volle Stimme spiegelt die verschiedenen Facetten dieser Rolle eindrucksvoll wider. Sara Fonseca punktet als Blanca in erster Linie mit ausdrucksstarkem Schauspiel. Insbesondere in der erwähnten Rückblickssequenz auf Saïds Kindheit beeindruckt ihre nuancierte Darstellung. Leider kann sie gesanglich nicht mit dem Rest des Ensembles mithalten. In der Höhe ist ihre Stimme kaum noch vorhanden.
Dem Hallenser Opernensemble steht die Partitur gut zu Gesicht. Gerd Vogel überzeugt als prinzipientreuer Vizekönig, der sich in diesem Konflikt sogar gegen seine Tochter wendet. In kleineren Rollen machen Jürgen Trekel und Timothy Alois Cruickshank als wankelmütige Piraten und ganz besonders Anke Berndt als Saïds Mutter auf sich aufmerksam. Uta Jacobi avanciert in der Absahnerrolle als Schiffsjunge zum Publikumsliebling.
Die Bühnenwerkstatt hat ein beeindruckendes Schiff gebaut, das nach dem Ende des Prologs auf die Bühne geschoben wird. Es kann auseinander geklappt werden, sodass anhand des Innenraums deutlich wird, wie beengt die Verhältnisse für die Gefangenen sind. Manchmal stören die fast ständig auf der Bühne anwesenden Techniker, doch im Grunde genommen ist es ganz sympathisch, dass sich das Schiff nicht voll automatisch bewegt, wie man es in einer Großproduktion sicher hätte erwarten dürfen.
Es ist bedauerlich, dass das Stück so schwer in Gang kommt. Sowohl Buch als auch Musik fordern den Zuschauer mehr als üblich im Musical. "Mar i Cel" ist ein in jeder Hinsicht würdiger Vertreter des Genres, doch ein bisschen weiter hätte das Kreativteam dem deutschen Publikum entgegenkommen dürfen.

Musical von Albert Guinovart (Musik), Xavier Bru de Sala (Text) und Dagoll Dagom
Deutsche Fassung von Hartmut H. Forche und Jaime Roman B.

(Text: mr)




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Kreativteam

Inszenierung Hartmut H. Forche
Bühnenbild Michael Zimmermann
Kostüme José-Manuel Vazquez


Besetzung

Saïd Jan Ammann
Blanca Sara Fonseca
Don CarlosGerd Vogel
Ferrán
Herzog von Lerma
Björn Christian Kuhn
Idriss Uta Jacobi
Joanot
Erzbischof Ribera
Timothy Alois Cruickshank
Salam
Philipp III, König von Spanien
Olaf Schöder
María, Blancas SchwesterMyrsini Margariti
Hassan Jürgen Trekel
Malek Martin Kiuntke
Osman Markus Campana
Saïds MutterAnke Berndt
Margarete von Österreich
Carmen
Uta Eckert



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


24 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


Geniale Premiere

31.12.2009 - Die Premiere von Mar i Cel war aus meiner Sicht ein voller Erfolg. Die Inszenierung ist großartig, die Besetzung bis in die kleinste Nebenrolle einfach nur toll, und Jan Ammann macht das Stück perfekt.

Anett


Nicht soooo schlecht...

31.12.2009 - Meine Freundin und ich kamen extra aus Füssen - natürlich wegen Jan Ammann und wir können uns da nur anschließen - er sah wie immer gut aus!
Wir fanden das Stück aber nicht so schlecht. Zugegeben, die Tonqualität ließ etwas zu wünschen übrig und das etwas karge Bühnenbild bzw. ein "halbfertiges" Schiff sind nicht mit Ludwig² oder anderen Musicals zu vergleichen - aber muss es das????
Wir finden alle haben sicherlich ihr bestes gegeben und wir werden ganz sicher auch wieder kommen.
Schöne Grüße aus dem Allgäu an Jan ;-)

Susi


Jeder Zeit wieder

31.12.2009 - Bin total begeistert con diesen Musical. Ist mal was ganz anderes als sonst. Ser gute Inzinierung. Tolle Stimmen. Tolle Darsteller. Bei der Handlung kann man noch arbeiten. Wie bei Blanca und ihren Verlobten. Und der Abgang von Said und Blanca. Sonst Wahnsinn. Wie bei Scarlet hinter her "Nochmal, nochmal, nochmal!"

T. J.


Interessant- Anspruchsvoll-gute Umsetzzung

31.12.2009 - Kein null-acht-fünfzehn Musical.
Erfordert historische Grundkenntnisse und Freude an Musik mit klassischen und folkloristischen Elementen. Gute Umsetzung mit Schiff, den Bezügen zu Traum und Vergangenheit, sowie Musik.
Vor allem Jan Amman, Sara Fonseca, Gerd Vogel und Uta Jacobi überzeugen.Es sollte keine Eintagsfliege nur für das Opernhaus Halle bleiben.

Karin und Wolf


...zum Dahinschmelzen

31.12.2009 - Das Musical in Halle war eine gut gelungene Umsetzung des spanischen Originals. Eine sehr gefühlvolle und mitreißende Geschichte um ein auch heute aktuelles Thema in Verbindung mit einer wunderschönen ( wenn auch kurzen Liebesgeschichte ) lohnt auch den mehrmaligen Besuch. Die meisterhafte Darstellung besonders der dramatischen Passagen hat mich sehr berührt und für Gänsehaut gesorgt. Ein großes Lob also an Jan Ammann, Sara Fonseca und Uta Jacobi für ihre gesanglichen und schauspielerischen Leistungen und mein besonderer Dank für das Foto mit Jan und das Autogramm. Ich habe mir Mar i Cel 5 mal angesehen und bin schon traurig, daß es im Moment nicht mehr aufgeführt wird. Den Darstellern wünsche ich für die Zukunft Alles Gute und danke für die schöne Zeit !

Simone


Welch ein schönes Musical

02.04.2008 - Meiner Meinung nach ist dies ein Musical, was keiner hätte verpassen sollen.
Ein wahrer Genuss der Sinnesfreude...
Man könnte so vieles über dieses Musical erzählen aber ich belass es dann doch erst einmal nur bei einem Wow...
Kann man nur weiter empfehlen, schade nur, dass es bei uns in Oper Halle nicht mehr laufen wird...
Eine CH für uns wahren Fans, währe eine schöne Idee zum Abschluss...

Liebe Grüße

Chrissy aus Halle

Chrissy


toll anzuschauen

27.09.2007 -

telli


mal was anderes...

21.06.2007 - ... aber leider daneben.

Darsteller o.k., Story muss anders erzählt werden (bis zur Pause nur Einleitung), Musik wie immer Geschmackssache - mir hat sie so überhaupt nicht gefallen.

Neues auszuprobieren, finde ich klasse - aber das Ergebnis war leider ein Reinfall.

Karsten


einfach nur langweilig

13.06.2007 - Schade, dass die Aufführung so fade ist. Ich hatte mich echt gefreut, ein neues Stück zu erleben. Leider bin ich fast eingeschlafen.
Hier stimmt irgendwie gar nichts. Die Musik plätschert dahin, "richtige" Lieder gibt es kaum. Es ist sehr opernhaft und dadurch schwer verständlich.
Die Melodien erinnert ein bißchen zu viel an Les Misérables.
Aber auch Buch und Regie verfehlen ihr Ziel.
Das ist unverständlich, denn die Geschichte ist an sich interessant. Hier hätte man staffen müssen.
Die gesanglichen Leistungen sind durchweg gut. Vom schauspieerischen her ist noch viel Potenzial nach oben da.

Hardy


Wunderbare Unterhaltung

22.05.2007 - Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt. Herzschmerz und Dramatik pur. Wer die Bühnenarbeiter bemängelt, soll eben wieder 120 Euro für einen Großproduktion ausgeben. "Mar i Cel" war die 30 Euro wert - für ein staatlich subventioniertes Theater wirklich schön. Zwar gibt's nicht massig Ohrwürmer, aber die Musik gefällt dennoch und ist sehr dramatisch. Tolles Ensemble und vor allem tolle Hauptdarsteller.

Gast24601


Verlorene Zeit.........

16.04.2007 - Den Weg nach Halle hätte ich mir sparen können.
Was da einem geboten wird ist nicht mal Schultheaterniveau.
Zu lange Szenen,eine undurchsichtige Regie und ein Playmobil Schiff das nicht mal Käpten Blaubär betreten würd.
Mal abgesehen von den lächerlichen Proportionen und der nach jahrelangen Seefahrt nicht vorhandenen Patina, hätte man doch wenigstens die Bühnentechniker als Meerjungfrauen verkleiden können, damit das rumgewusel auf der Bühne einen Sinn macht!
Den Punkt gibt s für das bemühte Ensemble und dem noch nicht entfalteten Potential des Stückes.

Ralf Klinker Berlin


Mir fehlt auch der Zugang...

14.04.2007 - ...hauptsächlich zur Musik. Manchmal war mir auch nicht klar, ob das so klingen soll, oder das Orchester sich verspielt hat.Muß ich ehrlich sagen. Es ist im Endeffekt Romeo und Julia, aber eine West Side Story ist mir, neu hin oder her, 10 Mal lieber. Vielleicht drück ich mich jetzt unqualifiziert aus, aber mir ist das zu sehr "klassische Folklore" und ein gutaussehnder Hauptdarsteller ist für mich noch lange kein Argument für ein gutes Theaterstück, das zählt wohl doch eher beim Film.Auch wenn Said seine Rolle gut singt, kommt er oft opernhaft steif "daher",vielleicht liegt das an der Musik und den oft seltsamen Texten.das Ensemble gibt sein bestes, daran lag es für mich nicht. Ich würde mich auf jeden Fall wieder auf ein Stück wie Cabaret freuen.Mar i Cel , so finde ich, muß man nicht unbedingt auf den Theaterbühnen sehen.Da gibt es viel spannendere , nocbh selten gespielte Stücke.

Elisabeth


Satz mit x...

11.04.2007 - Das war wohl nix!
-Stümperhafte Übersetzung
-Bühnenarbeiter die über´s Wasser gehn können (wenn man nicht über nötige Bühnentechnik verfügt sollte man sich wirklich etwas anderes einfallen lassen)
-übler Gesang
-Schauspiel-ein einziges Rumgehampel
usw.

Mußte teilweise vor Fremdscham auf den Boden schauen und bei "tragischen" Szenen laut lachen.
War wirklich froh, als es zu Ende war!

Uschi


Unbedingt anschauen, sehr zu empfehlen!

06.04.2007 - Gestern hatte ich das Vergnügen, das Musical "Mar i cel" zu sehen. Ich hatte mir extra Karten in der ersten Reihe besorgt um hautnah dabei zu sein. Von der ersten bis zur letzten Minute war ich gefesselt. Die Musik war großartig, ebenso die Darsteller und der Bühnenbau. Es war beeindruckend wie elegant die Schiffszenen dargeboten wurden. Insgesamt ein "Augen- und Ohrenschmaus". Die "standing ovation" am Schluss waren gerechtfertigt. Schade, dass die Vorstellungen so wenig besucht werden und die Darsteller zu unrecht, vor so vielen, leeren Plätzen agieren müssen. Wer das Musical nicht gesehen hat, hat was verpasst!

Nancy


Ein Desaster

05.04.2007 - Ich bin bestimmt kein Verfechter der teuren Großproduktionen und habe schon viele ambitionierte Stadttheaterproduktionen gesehen. Doch was die Oper Halle als "Musicalerfolg" auf die Bühne bringt ist schlichtweg ein Desaster.

Dabei fängt die Ouvertüre sehr vielversprechend an. Doch schon im Prolog drifteten (in der besuchten Vorstellung am 4.4.)Orchester und Sänger weit auseinander. Auch im Verlauf des Stückes gab reihenweise falsche Einsätze und schiefe Töne.
Das Ensemble ist schlecht bis miserabel. Uta Jacobi nervt fortwährend als quirliger Schiffsjunge und man wünscht sich, wie einst Odysseus auf seinem Schiff, Wachs in die Ohren.

Womit wir beim Schiff wären.
Eine Nusschale von Piratenschiff entert die Bühne. Für ein viele Jahre altes Schiff sieht es verdammt gut nach Ikea aus. Eine Armada von Bühnenarbeitern schieben, klappen und ziehen es in Position. Dabei unterhalten sie sich in ihren "Verstecken".
Die Christen sind monatelang im Bauch des Schiffes gefangen, tragen aber feinste Roben, frisch aus der Schneiderei. Hier wurde sich nichtmal die Mühe gemacht es wenigstens ein bißchen dreckig ausehen zu lassen.

Musikalisch entwickelt sich nichts, keine großen Arien oder Duette. Ansätze hiervon verpuffen im Nichts. Beim Verlassen des Theaters hat man das Stück auch schon wieder vergessen.
Dramaturgisch ist das Stück äußerst gespalten, der Prolog verschafft dem Ganzen keinen Mehrwert, mache Szenen sind völlig überflüssig ("Wo hab ich nur meinen Apfel versteckt?"). Die deutsche Übersetzung ist kaum anzuhören und passt sich nicht an das tonale Muster der Komposition an.

Kurzum: Alles wirkt eher peinlich als das es mitreißt.
Warum findet der "musicalerfahrene" Regisseur keine zündenden Bilder? Warum müssen die "Toten" im Trockeneis davonkrabbeln? Warum muss es partout das Schiff sein, wenn die Größe des Theaters es nicht zulässt? Warum, warum, warum?

Einizger Lichtblick sind Jan Amman und Sarah Fonseca, die als eiznige ihre Töne trafen und in dieser laienhaften Produktion hemmunglos unterfordert sind.

Matthias


Besetzung punktet!

01.04.2007 - Sicherlich gibt es hier und da an der Übersetzung oder an der inszenatorischen Umsetzung etwas auszusetzen, aber die ausgezeichneten und bis in die Haarspitzen motivierten und überzeugenden Sänger/innen bzw. Darsteller/innen - allen voran Jan Ammann und Sara Fonseca - machen dieses Musical zu einem echten Erlebnis!

IM


Das soll ein Musical sein?

01.04.2007 - Dieses Stück hält meiner Meinung nach einem Vergleich mit Erfolgsmusicals wie "Scarlet Pimpernel" und "Les Miserables" nicht im Entferntesten Stand. Über viel zu lange Strecken unerträgliche Musik, die eher an eine Oper von Arnold Schönberg erinnert als an eine wohlklingende Musicalmelodie.

Die in MAR I CEL erzählte Geschichte finde ich hingegen inhaltlich rührend. Leider hat der Autor versäumt, ein Happy End zu schreiben. Die Gesangtexte selbst empfand ich zu oberflächlich und haben mein Herz nicht erreicht. In etlichen Passagen wurden Texte einfach wiederholt. Mir drängte sich dabei der Eindruck auf, dem Autor fehlte es an Ideen oder aber er traute den Zuschauern nicht zu, alles beim ersten Mal zu verstehen.

Am Ende habe ich bereut, nicht bereits in der Pause gegangen zu sein.

Cliff


Les Miz meets Romeo&Julia

26.03.2007 - Die obenangegebene Kritik der Musicalzentrale kann ich zu 98% unterschreiben. Nur
in zwei Punkten nicht.
1)Die Übersetzung ist in machen Passagen zu hölzern und passt nicht zur (hörenswerten ! ) Musik
2) Sara Fonseca war ABSULUT klasse und sehr, sehr glaubhaftin ihrer Rolle.
NICHT NUR schauspielerisch auch gesanglich !

Ich / Wir sind gekommen um ein NEUS STÜCK zu sehen !
Wenn man die ersten 20 Minuten " überlebt " hat.
dann ist es auch nicht sooooo schlecht.
Die klassischen Parts ( von den "Hauskräften" ) passten wunderbar in das Stück ( Anke Berndt ! 1A !).
Allerdings spielten die Musicalhauptdarsteller "irgendwie" LesMiz, Romeo&Julia und Miss Saigon auf'nem Piratenschiff.
Ammann und Fonseca waren Cosette/Fantine/Valjean/Marius ... und statt SUNLIGHT und MOON waren sie nun halt HIMMEL UND MEER.
Uta Jacobi ist Gavroche/Eponine ... was ja nicht schlecht ist - aber man
"weiß" halt schon wie SIE enden wird.
Statt Barrikaden gibt es Takelagen JA und auch die Rote Flagge fehlt nicht.
und das Schiff dreht sich auf der Drehbühne ...

Und das war der größte Minuspunkt - das Stück wirkt wie ein PUZZLE aus verschiedenen Werken.

Aber dafüf können die Darsteller nix - die sind wirklich klasse !
Denen würde ich volle 5 Punkte geben !
Gucken - sehen - hören - eigene Meinung bilden !
Leider war der Theatersaal mehr als mager besucht - aber die wenigen Zuschauer haben dann den Applaus für
500 gegeben - und das war auch gut so´, den den bekamen ja die Künstler on Stage :o) :o) :o)

joegilles


Kein "richtiges" Musical

20.03.2007 - Kam auch wegen Herrn Ammann den ich noch aus Füssen "kenne", er sah wirklich gut aus, aber das tut er ja immer, das Stück ist für mich relativ nichtssagend wenn es um die Bezeichnung des "großen Wurfes" geht, es ist was anderes,ja, die Darsteller sind gut aber alles in allem nichts was die Musicalwelt komplett verändert. Die Musik ist Geschmackssache sicher nichts für Musicalfans, als solcher ich mich auch bezeichne, ich würde es mir nicht noch ein 2.Mal ansehen. Es war für mich eher eine Oper. Habe Scarlet P. in Halle nie gesehen, kenne lediglich die Musik und kann mir nicht vorstellen, daß Mar i Cel ebenfalls diesen Erfolg haben wird. Die Meldodien müssen ja nicht immer zum Mitsingen sein, aber ich finde jeder Song bzw. es sind tatsächlich eher Arien, verlaufen zum größten Teil ganz nett im Sand und haben keinen wirklichen Höhepunkt. Das Bühnenbild ist interessant, es ist halt ein Stadttheater da muß man eben technische Kompromisse machen. manchmal wirken Umbauten unfreiwillig komisch, aber störend an sich fand ich das nicht.
Die Übersetzung wirkt oftmals ungeschickt, vielleicht muß man die Texte aber öfter hören um sie geschmeidig zu finden.

Saskia Knabe


Das war mal was anderes

19.03.2007 - Der schwierige Stoff wurde gut vom Regisseur umgesetzt. Gut, dass die Geschichte dem Original entsprach und nicht verhollywood wurde. Alle Achtung. Mein Weg von Berlin nach Halle hat sich gelohnt.

jbaarberlin


Leider ein Abstieg für Jan Amann

18.03.2007 - Haben Ludwig2 in Füssen gesehen und sind (meine Schwester und ich)seither begeistert von Jan Amann. Daher sind wir 7,5 Stunden nach Halle zur Premiere mit der Bahn gefahren. Halle fanden wir toll. Das Opernhaus kommt Profinziell daher. Das Musical sehr stümperhaft. Nichts für tüpisch Musicalfans. Die Lieder sind viel zu kompliziert und zu unmelidiös. Lauter halbe Töne. Keines geht ins Ohr oder verleitet gar zum "dahinschwelgen". Es klingt als wären Texte gewaltvoll in Töne gedrückt.
Die Handlung ist so super abgekaut und kann man sich jeden Sonntagnachmittag in den alten Kitschfilmen im Ferseher ansehen, gännn.
Die Schauspieler machen den Eindruck zum erstenmal auf einer Bühne zu stehen (1 Euro Jobbler?). Der einen ist entweder ein Holländer mit starkem Dialekt oder ein Deutscher mit schlecht sitzendem Gebiss???
Und beim ständigen drehen des Schiffes durch männliche Muskelkraft fühlt man sich zurückversetzt in die DDR.
Jan sah gut aus und sang sehr gut. Von den "glänzendem" Ludwigdarsteller war aber leider nichts mehr zu spüren. Klar ist das einen ganz andere Rolle als Pirat, ich weiß das. Seine Kollegen krächtsten mehr und wären sicher nicht in den "Recall" gekommen.
Bühnenbild fand ich auch für arme Leute. Wer das toll fand hat keinerlei Musical Erfahrung. Hinterher haben sich alle selber gefeiert..., na schön.
Wenigstens waren die Karte recht günstig.

Thekla


Interessanter Versuch

18.03.2007 - Mar i cel entspricht nicht dem konventionellen Musical. Das finde ich grundsätzlich sehr gut. Leider fehlt dem Buch die Dramaturgie. Figuren um das Liebespaar Blance und Said tauchen auf und ab ohne ersichtlichen Grund, singen aus dem Nichts Arien aus Motivationen, die vorher nicht deutlich in die Handlung eingeführt wurden. Das führt sehr oft zu einer unfreiwilligen Komik.
Nichtsdestotrotz ist Bühnenbild und Ausstattung oppulent, wenn auch offensichtlich unpraktisch (eine Armee von Bühnenarbeitern, die alles daran setzen, nicht aufzufallen, ziehen allzu oft den Fokus vom eigentlichen Geschehen.) Der Gesang ist eher klassisch, was ich sehr schön fand. (Nicht jedes Musical muss wie Les Mis klingen!)
Dem Mann, der das Ganze Projekt ins Rollen gebracht hat, sei Respekt und Anerkennung für sein Wagnis entgegengebracht. Leider schien er mit der Inszenierung und der Übersetzung absolut überfordert.
Die Highlights der Inszenierung sind die beiden Hauptdarsteller Sara Fonseca und Jan Ammann. Die beiden Akteure allein sind einen Besuch wert. Selbst wenn es ein völlig anderes Stück wäre, stehen ihre Namen für eine Qualität, die in jedem Fall sehenswert ist. Toll.

kermit


Kopie des spanischen Hit-Musicals!

17.03.2007 - Mar I Cel ist ein ziemlich schwer verdauliches Musicals, welches zum einen aufgrund der Handlung und des teilweise opernhaften Gesanges sicher nicht jedem schmecken wird. Gesanglich liegen die Partituren aufgrund der großartigen Darstellerriege in guten Händen. Leider konnte man aufgrund der schlechten Tontechnik nicht alles verstehen, was da vorn auf der Bühne gesungen wurde. Meiner Meinung nach hat die Bühnentechnik bzw. die Regie es nicht wirklich verstanden, die Leute in manchen Szenen richtig zu plazieren, den teilweise waren bestimmt Standpunkte der Bühne einfach überfüllt. Das Bühnenbild war wiederum sehr stimmig, bis auf die tatsache das das Schiff der Piraten nicht durchgängig verkleidet war und von Hand in die richtige Position geschoben werden mußte, was in manchen Szenen einfach störend war.
Wenn man die Vorlage kennt, dann weiß man, dass die Szenen fast durchgängig eine 1:1 Kopie des spanischen Musicals sind und genau diese Konstellation läßt mich daran zweifeln, dass es diese große Musical auch bei uns wird. Denn zum einen können wir mit der spanischen Geschichte relativ wenig anfangen und zum anderen ist Toleranz der Religionen, um die es in diesem Stück geht, zur Zeit ein großes Reizthema.
Man hätte das Musical in Hinsicht auf die Liebesgeschichte zwischen Blanca und Said komplett umschreiben müssen, um einen großen Wurf zu landen, den genau in deren Duetten findet man die einzigen wirklichen Ohrwürmer.

J. Werner


Wieder perfektes Musica

17.03.2007 - Ein wahnsinnig tolles Bühnenbild, starke Stimmen und tolle Melodien- nach Scarlet Pimpernel wieder ein perfektes Musical in Halle....übrigens eine sehr schöne Stadt!

tom


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Handlung
Spanien im 17. mehr

Weitere Infos
Geschrieben wurde "Mar I Cel" von Xavier Bru de Sala (Libretto), Albert Guinovart (Musik) und Joán Lluis Bozzo, Xavier Bru de Sala, Anna Rosa Cisquella sowie Miquel Periel (Dramaturgie u. Fassung).

 Leserbewertung
(24 Leser)


Ø 2.88 Sterne

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