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Musical-Biographie

Edith Piaf

Der Spatz von Paris


Uraufführung von Pit Holzwarts "ungewöhnlichem Abend über ein außergewöhnliches Leben" im Mannheimer Nationaltheater mit Frederike Haas und Marie-Agnes Reintgen in der Titelrolle der Edith Piaf mit Chansons der Sängerin in französischer Sprache.

(Text: Christian Heyden)

Premiere:09.12.2006
Letzte bekannte Aufführung:15.06.2007


Eine komplett schwarze Bühne mit rot angestrahlten Metallgerüsten bildet auf der Bühne des Opernhauses im Mannheimer Nationaltheater den optisch sehr minimalistischen Rahmen für eine verwirrend-komplexe Inszenierung des Lebens von Edith Piaf. Schon die Aufteilung der Titelrolle in eine junge Piaf (Frederike Haas) und eine alte Piaf (Marie-Agnes Reintgen) lässt erahnen, in welcher Weise dieser Abend "ungewöhnlich" sein wird. Zu Beginn des Stückes sitzen die beiden Ichs der Piaf zusammen auf der Bühne und die junge Piaf versucht die alte dazu zu bringen, in Erinnerungen zu schwelgen. Zunächst weigert sich das alte Ich, ihre Geschichte zu erzählen, da sie immer wieder Daten und Ereignisse durcheinanderwerfen würde, wird dann aber von ihrem jungen Ich doch überredet.

Frederike Haas fungiert in ihrem Part als junge Edith Piaf gleichzeitig als Erzählerin und als Protagonistin, die das Erzählte durchlebt. Sie spielt alle Facetten der Piaf stark und sehr überzeugend, wobei manche ihrer emotionalen Umbrüche für den Zuschauer zu schnell und nicht nachvollziehbar kommen. Dieses Manko ist allerdings nicht ihr anzulasten, sondern der losen Szenenführung. Die Chansons der Piaf singt sie sehr originalgetreu. Wenn sie bei den Liedern im Spotlight angestrahlt vor ihrem Mikrofon steht, kann man oft vergessen, dass nicht die echte Piaf auf der Bühne steht.

Marie-Agnes Reintgen gibt die alte Piaf anfangs verwirrt und gebrochen. Ihr Eingreifen in die Handlung wirkt im ersten Teil meist traumwandlerisch und lässt keinen Zweifel daran, dass Edith Piaf nicht nur starke Alkohol- und Drogenprobleme hatte (die im Stück auch ausgiebig behandelt werden), sondern auch psychisch nicht immer ganz auf der Höhe war. Gegen Ende des Stückes verlässt sie ihre Rolle der Erzählerin ganz, wechselt in die Rolle der Protagonistin und spielt die körperlich am Ende ihrer Kräfte dahinsiechende Piaf mit einem losen und vulgären Mundwerk, der man auf Anhieb abnimmt, dass sie sich einen knapp über Zwanzigjährigen zum Liebhaber nimmt. Dieser ist es auch, der ihr - in der Handlung als möglichen neuen Hit - das letzte Lied des Abends, das Lied ihres Lebens und auch wohl ihren größten Erfolg, "Je ne regrette rien" aussucht, das dann Marie-Agnes Reintgen und Frederike Haas im Duett singen.

Karl Heinz Herber spielt alle wichtigen Männer in Piafs beruflicher Laufbahn überzeugend, jedoch so ähnlich, dass dem Zuschauer, der sich nicht mit der Biografie der Piaf auskennt, nicht auffällt, das es sich um verschiedene Rollen handelt. Das gleiche gilt für Alexander Leistritz, der die Männer im Liebesleben der Piaf verkörpert, u. a. Yves Montand, den die Piaf entdeckt und geformt hat. Jessica Higgins hingegen spielt ihre beiden Rollen sehr unterschiedlich und lässt den Zuschauer nicht darüber rätseln, ob sie nun die Prostituierte Momone oder Piafs Assistentin Bigard darstellt. Für einige spaßige Momente sorgt Amadeus Gollner in der Rolle des Jean-Jacques, eines Portiers, der mit hektischer Betriebsamkeit versucht, Madame Piaf und andere Anrufer bei Laune zu halten. Allerdings zünden seine Gags nach der dritten Wiederholung nicht mehr so sehr.

Die beiden Darstellerinnen der Piaf machen durch ihr intensives Spiel den Abend sehenswert und interessant. Wer sich allerdings bisher nur wenig mit Edith Piaf und ihrer Biographie beschäftigt hat, kann leicht den Überblick verlieren.

(Text: Christian Heyden)






Besetzung

Junge Piaf Frederike Haas
Alte Piaf Marie-Agnes Reintgen
Momone, Bigard u.a. Jessica Higgins
Ermer, Cocteau, Jean-Jaques, Polizist Amadeus Gollner
Montand, Cerdan, Theo, Polizist Alexander Leistritz
Lepleé, Asso, Barrier, Rosenzweig Karl Heinz Herber
Klavier Willy Daum
Akkordeon Vassily Dück
Klarinette Martin Kratzsch
Georg Brinkmann
Kontrabass Jens Piezunka



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


4 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


16742
Spitze

31.12.2009 - Ein toller Abend hervorragende Künstler und Vorstellung

robby


18871
Tolle Schauspieler & Schöner Abend

10.04.2007 - Es ist sehr schade, dass 2 sehr wichtige Szenen, die mit Piaf Herkunft und ihrem Leben zu tun haben, aus diesem Stück gekürzt wurden...

Fan


18010
Herrliche Chansons

24.02.2007 - Wenn man die Augen schließt, glaubt man Edith Piaf zu hören.

Opernfan


16715
Habe es nich bereut

13.01.2007 - Der weite Weg nach Mannheim hat sich gelohnt, denn diese chansonbehafte Revue ist absolut sehenswert. Zwar ein spärliches Bühnenbild, aber zwei unglaublich tolle Hauptdarstellerinnen.

Gast24601


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