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Rock-Musical

Tosca

Eine Liebesgeschichte in Rom


Frank Logemann, Darsteller des Sam in "Mamma Mia", produziert eine Try-out-Vorstellung des von ihm geschriebenen Musicals "Tosca". Mit dabei sind K├╝nstler aus den Hamburger Produktionen "Mamma Mia" und "Dirty Dancing".

(Text: mr)

Premiere:18.12.2006
Letzte bekannte Auff├╝hrung:18.12.2006


Nach dem Theaterst├╝ck "Tosca" von Victorien Sardou und der Oper "Tosca" von G. Puccini.

In "Tosca" wird eine packende Geschichte einer gro├čen Liebe erz├Ąhlt, die durch Hass, Intrigen und den Tod zu einem tragischen Ende kommt. Im skrupellosen Rom, Anfang des 19. Jahrhundert, leben die Menschen in Angst und Schrecken vor ihrer ├╝berm├Ąchtigen Regierung, die mit eiserner Hand ├╝ber Italien herrscht. Allen voran Baron Scrapia und seine Geheimpolizei sorgen hinter den Kulissen f├╝r die Ordnung im Land, wobei Kritik oder Auflehnung gegen├╝ber den Machthabern sofort ├╝nterdr├╝ckt werden. Mit Folter und Mord bringt Scarpia politische Gegner gnadenlos zum schweigen. Die junge S├Ąngerin Floria Tosca erweckt pl├Âtzlich das Interesse des Barons, als ihr Geliebter, der Maler Mario Cavaradossi, dem eingekerkerten Revolution├Ąr und fr├╝heren Konsul von Rom Cesare Angelotti zur Flucht verhilft. Scarpia deckt die Machenschaften des Malers auf, der daraufhin zum Tode verurteilt wird. Der Baron nutzt diese Gelegenheit um Tosca ein teuflisches Angebot zu unterbreiten. Im Falle das sie sich ihm ganz hingibt, w├╝rde er das Leben von Cavaradossi verschonen, indem er eine Scheinhinrichtung inszeniert. Sie willigt ein und Scarpia trifft wie versprochen die entsprechenden Vorkehrungen. Von Angst und Abscheu getrieben ersticht Tosca den Baron um sich seinen Zugriffen endg├╝ltig zu entledigen. Der Plan scheint perfekt, ein Leben mit ihrem geliebten Cavaradossi scheint in greifbarer N├Ąhe, doch alles kommt ganz anders...

(Text: Veranstalter)




Verwandte Themen:
News: Charlotte Heinke ├╝bernimmt Titelrolle in "Tosca" (17.11.2006)
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Kreativteam

Buchidee, Sprechtexte und Musik Frank Logemann
Songtexte Alexander Zamponi
Arrangements Detlef Leistenschneider
Musikalische Leitung Detlef Leistenschneider
Sebastian De Domenico
Regie Carolanne Weidle
Regieassistenz Susanne-Elisabeth Walbaum
Choreographie Danya Gensiorek
Cornelia Kaderli
Michael Clauder
B├╝hne & Lichtdesign Hilton Jones
Kost├╝me Stefan Schmitz


Besetzung

Tosca Charlotte Heinke
Scarpia Detlef Leistenschneider
Mario Cavaradossi J├Ârg Neubauer
Cesare Angelotti Frank Logemann
Messner Ralf Meyring
Spoletta Ulrich Schrauth
Ensemble Tonia Altmann
Julia Behrens
Christopher Wernecke
Michael Clauder
Stephanie Clauder
Manuel Ettelt
Judith Falkenberg
Ilka Groenewald
Vanessa Heid
Andrea Hupe
Wiebke Kienle
Janna Koch
Reka Kovacs
Harald Kratochwil
Alessandro Macr├ş
Sabine Meyer
D├Ârte Niedermeier
Tahere Nikkhoyemehrdad
Claudia Rinner
Alexander R├╝ttig
Susanna Panzner
Mario Saccoccio
Stefan Gregor Schmitz
Marie-Sylvie Schneider
Juliane Steiner
Christoph S├╝sens
Cornelia Uttinger
Maika Viehst├Ądt
Nina Weggen
Alexander Zamponi



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


24 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


16900
Tolles Musical - ausbauf├Ąhig

21.01.2007 - Es hat sich wirklich gelohnt dieses Musical anzusehen/h├Âren. Hier steckt viel Potential hinter und es ist absulut ausbauf├Ąhig. Die Darsteller waren Klasse (hier mein pers├Ânlicher DANK an alle Mitwirkenden). Ein paar Ohrw├╝rmer und ein ansprechendes B├╝hnenbild k├Ânnten dieses Musical gro├č rausbringen.

Tina


16511
Ein Stern f├╝r den Mut

02.01.2007 - Das St├╝ck hatte kein Format, aber die Enerige der Macher, sich zu pr├Ąsentieren schon.
Daher ein Stern f├╝r den Einsatz.

Dorothee


16489
Ich fand es klasse!

01.01.2007 - Ich war sehr begeistert von der Tryout-Vorstellung! Die Schauspieler waren allesamt klasse, das Thema war spannend, die Musik teilweise sehr sch├Ân. Das einzige, was mir noch ein wenig fehlt, ist eine Melodie, die auch im Ohr h├Ąngen bleibt. So sch├Ân ich die Musik auch fand, es war leider kein Ohrwurm dabei, keine wiederkehrende Melodie (zumindest habe ich keine so empfunden).

Aber das St├╝ck ist auf jeden Fall ausbauf├Ąhig und es unbedingt wert, dass man es auf die B├╝hne bringt! Ich w├╝rde es sehr gerne noch einmal sehen und die Weiterentwicklung verfolgen.

Meinen allergr├Â├čten Respekt vor dem Mut, so etwas auszuprobieren und vor der vielen, vielen Arbeit, die in dieser Auff├╝hrung gesteckt hat. Ich hoffe, es geht noch weiter!

P.


16485
sehr sch├Ân!

01.01.2007 - wundervolle songs! danke an das tolle produktionsteam f├╝r den mut vom ├╝blichen schema abzugehen! gerne mehr davon! wir kommen wieder!

john


16434
furchtbar!

29.12.2006 - absolut schlechter chor.

uwe g.


16379
Toska

27.12.2006 - Eine wunderbare Auff├╝hrung, um die es zu schade w├Ąre, als dass sie nur einmal gezeigt wird, die Gesanglicheleistung sowie die Arbeit des Esembles und des Orchestas sind hervorragend und verleihen der Auff├╝hrung das G├Ąnsehaut-Feeling. Ich fand den Abend und das St├╝ck ├Ąu├čerst gelungen.

alarion


16300
Endlich mal etwas anderes!

22.12.2006 - Endlich wagt mal jemand den Schritt, schreibt eine neue Show und lenkt diese thematisch wie auch musikalisch in ganz andere Richtungen. Frank Logemann und seinem begeisterndes Team sei Dank f├╝r ein wirklich gelungenes Tryout seines Musicals TOSCA im Operettenhaus. Zu sehen war eine Show, die ganz und gar auskommt ohne diese zur Zeit auf Deutschlands Musicalb├╝hnen in Mode gekomme ├╝berdrehte k├╝nstliche Heiterkeit! Ein dramatischer Abend mit wundersch├Ânen Melodien.WAS W├äRE WENN ist eines der sch├Ânsten Liebesduette, die ich seit langem auf einer B├╝hne geh├Ârt habe. Wenn es eine CD gibt, ich bin der erste, der sie kauft! Hervorzuheben sind auch die phantastischen Darsteller, allen voran Charlotte Heinke! Jeder einzelne des Ensembles hat grandios gespielt. Wer war diese schwarze Frau? Ich fand sie herrlich, einfach lustig!
Ich bin sehr gespannt auf die n├Ąchste Pr├Ąsentation dieses St├╝ckes. Wie wird es sich weiter entwickeln? Was haben wir noch zu erwarten?
Bitte la├čt es nicht in der Versenkung verschwinden! Die Musicalwelt braucht wieder mehr anspruchsvolle Shows!
Ich freue mich auf ein Wiedersehen!

Klausi


16299
auf welchem planeten leben die kritiker?

22.12.2006 - sorry, aber bei durchweg guten darstellern, guter musik, guter choreografie, und ├╝berzeugenden texten ist es mir ein r├Ątsel, wie hier manche auf die unterdurchschnittlichen sternzahlen kommen. w├Ąre w├╝nschenswert, wenn all das selbstverst├Ąndlich w├Ąre, ist es aber leider nicht! meinen gl├╝ckwunsch an die beteiligten!

jeron


16283
Empfehlenswert!

22.12.2006 - Eine tragische Liebesgeschichte, gespickt mit Intrigen und Mord, die durch die Darsteller und die Musik abwechslungsreich und unterhaltsam umgesetzt wurde! Besonders der Song "Was bleibt mir noch .." blieb lange im Ohr!

Tiggy


16277
Musical mit Tiefgang

21.12.2006 - Das St├╝ck setzt sich erfrischend von vielen anderen Musicals mit flacher Handlung und schlechten Texten ab. Die Cast hat sowohl schauspielerisch als auch musikalisch durchweg eine ansprechende Leistung geboten. Das Lied "Was w├Ąre wenn..." hat Ohrwurmqualit├Ąt.

motte


16273
Lust auf Drama?

21.12.2006 - Die beste Musikals bekommen doch oft keine postive Bewertungen, wenn eine Dramatische Geschichte aufgef├╝hrt ist. Das Musicalpublikum mag Dramamusicals nicht sehr gerne. Besonders wenn es auf der B├╝hne von der heiteren und lustigen Mamma Mia l├Ąuft.

Meine Meinung nach ist das Ziel von Try Out ein Musicalprojekt vorzustellen ohne Anspruch auf eine fertige mackenlose Produktion. Die Vorstellung wurde bestimmt ohne grosse finanzielle Unterst├╝tzung vorbereitet. Ich finde schon grossartig, dass so eine aufw├Ąndige Vorstellung ├╝berhaupt stattgefunfen hat.
Hoffentlich, abgesehen von negativen Kritiken, bleiben die Schaffenden doch motiviert weiterhin solche alternative Musicalsprojekte zu produzieren

Flo


16270
Spannendes Musical

21.12.2006 - Meine Hochachtung vor dem Produzenten und seinen Mitarbeitern, ein solches Musical in der Freizeit und kostenlos zu inszenieren. Sehr spannend gemacht, jeder war wie gebannt. Dialoge, Musik und Choreografie waren sehr gelungen. Eine gute Mischung aus Spa├č (gro├čartige Kirchenszene) und d├╝sterer Dramaturgie.
Viele haben nach der leider noch nicht vorhandenen CD gefragt mit Songs, die das Zeug zum Ohrwurm haben.
W├╝rde es mir sehr gerne noch einmal ansehen.

Oskar


16268
Furchtbarer Schrott

21.12.2006 - Auch wenn es nur ein Try-Out war: Eine Frechheit was dem Publikum vorgesetzt wurde !

Leo


16258
Charlotte Heinke als Tosca

20.12.2006 - "Tosca" als Musical? Mit kritischem Vorurteil in die Tryout-Vorstellung gegangen. Das Vorurteil leider zum Teil best├Ątigt. Die Musik: naja. (Ist das wirklich "Rock-Musik?)Die Dialoge: schon besser; der Ton: sa├č da ein Profi am Pult? Wenn ja, eins aufs Dach geben: die Band viel zu laut, die S├Ąnger hatten keine Chance, ihr gro├čen F├Ąhigkeiten zum Piano zu zeigen. Das E-Piano von penetranter Vordergr├╝ndigkeit!
Sensationell gut die beiden Kontrahenten. Nein, nicht die beiden M├Ąnnerrollen, sondern Scapio und Tosca. Sie waren die Stars des Abends. Sie waren die einzigen, die zeigten, was man k├Ânnen muss, um auf so einer B├╝hne zu bestehen. Charlotte Heinke als Tosca gl├Ąnzte durch Stimme und Darstellung. Warum hat sie nicht mehr Soli bekommen? Ihretwegen hat es sich gelohnt, bis zum Schluss zu bleiben. (Fr├╝her zu gehen, finde ich ├╝brigens eine ├Ąu├čerst arrogante und kindische Verhaltensweise).
Schlussfrage: warum gab es keine Einzelverbeugungen der Hauptdarsteller am Schluss?
Angts vor Buhrufen? Gerne h├Ątte man Charlotte Heinke und dem Scapio-Darsteller pers├Ânliche Bravo-Rufe und Jubel gew├╝nscht. Sie h├Ątten sie bekommen und sie h├Ątten das verdient.

Kyra


16257
noch nicht ausgereift

20.12.2006 - Das St├╝ck sollte nochmal ├╝berarbeitet werden. Daf├╝r ist ja eine Tryout-Vorstellung da.
Es ├╝berzeugen vor allem Charlotte Heinke, Detlef Leistenschbneider und J├Ârg Neubauer.
Trotz aller L├Ąngen und Schw├Ąchen herzliche Gl├╝ckw├╝nsche an Frank Logemann und seinem Team. Das ist schon ein Wagnis, ein Musical aus einer Oper zu schreiben. Dort sind die Handlungen nun mal leider so d├╝nn...
Leider bleibt die Musik im Gegensatz zur Oper nicht im Ged├Ąchtnis. Das ist Schade!
Vielleicht sehen wir bald eine ├╝berarbeitete Version und sind schon viel gl├╝cklicher.

Hardy


16249
Totaler Schrott

20.12.2006 - Es war einfach nur grauenvoll. Schlechtes St├╝ck, schlechte Musik, schlechter Ton. Geht gar nicht!

Simone


16246
langeweile pur

20.12.2006 - mal abgesehen davon das alle darsteller ihr bestes gegeben haben war tosca f├╝r mich die gr├Â├čte entt├Ąuschung des jahres! keiner hat erwartet das es perfekt wird aber f├╝r 40 euro eintritt darf man sicherlich trotzdem etwas erwarten das diesen eintrittspreis auch rechtfertigt! und das dieses musical in keinster weise reif f├╝r eine auff├╝hrung ist h├Ątte man auch feststellen k├Ânnen wenn man sich 20 fremde musicalliebhaber eingeladen h├Ątte und es erst einmal in einem kleinen kreis zum besten gegeben h├Ątte! aber vor einem zu 98% ausverkauften haus ist das alles eine zumutung gewesen! alleine im rang konnte ich ca. 80 personen z├Ąhlen die w├Ąhrend der pause das theater verlassen haben. reichlich weitere gingen dann w├Ąhrend der laufenden vorstellung noch vor dem ende! die idee war gut aber der rahmen war unangemessen und der eintrittspreis steht in keinem verh├Ąltnis zum dargebotenen.

musical liebhaber


16245
absolut l├Ącherlich

19.12.2006 - musikaisch einfallslos und szenisch wenig mitrei├čend.
die show hat mich nicht eine minute gefesselt.
viel zu schnell rattert die geschichte durch - nur unterbrochen von einer ballade nach der anderen.
f├╝r ein rock-musical hat das ganze nun wirklich viel wenig drive.

yeehaw


16240
Charlotte Heinke r├Ąumt ab

19.12.2006 - Zum Schluss war klar: Charlotte Heinke ist der Star der Auff├╝hrung. Was sie da bei der Abschiedsszene ihres kurz vorher erschossenen Geliebten an darstellerischer und musikalischer F├Ąhigkeiten zeigte, l├Ąsst einen fragen, warum sie nicht bereits zu den ganz Gro├čen des Musicals geh├Ârt. Aufgewacht ihr Produzenten und Regisseure!
Ansonsten: Tontechnik Ohren auf! Die Instrumente waren zu laut. S├Ąngerschen Qualit├Ąt der ausgezeichneten Solisten wurden leider in den leisen Stellen zugedr├Âhnt.
Ansonsten: ein spannendes, zu recht umjubelten Tryout, das zeigt: ein gutes St├╝ck, das noch verbessert werden muss.
Danke f├╝r die Adaption.
Euer Verdi

Verdi


16232
bitte nie wieder tosca

19.12.2006 - Voller Vorfreude, ein neues Musical in der ersten Auff├╝hrung ansehen zu k├Ânnen, machte ich mich in das Operettenhaus auf, um dort bereits nach den ersten 10 Minuten bitterst entt├Ąuscht zu werden.
Diese "Rock"-Musik war eher seichter Schlager mit E-Gitarre gespielt.Quasi ein Schaf im Wolfspelz. Zu der Dramaturgie und Personenzeichnung m├Âchte ich lieber erst gar nichts sagen. Gratulation an alle, die trotzdem so mutig mitgespielt haben. Die Welt geht ja auch nicht unter wegen eines schlechten Musicals mehr...aber bitte nie wieder auff├╝hren!

theatro


16230
Grausam

19.12.2006 - Try Outs sind prinzipiell super, aber so etwas - Frechheit - hat das keiner der Verantwortlichen vorher gesichtet?! Und dann noch 40 Euro !

Alfred


16225
War so lala...

18.12.2006 - Wie schon in den vorherigen Bewertungen geschrieben, gab es ledier keinen ordentlichen Faden durchs geschehen. Gef├╝hlsm├Ąssig wurde man ├╝berhaupt nicht in den Bann gezogen. Mir kam das Musical ein bisschen wie so ein billiger Abklatsch von "Les Miserables" vor. Die Musik hat uns auch nicht mitgerissen, und fast jedes Lied endete mit einem Paukenschlag. Warum die leute am Ende der Auff├╝hrung aufgestanden sind und teilweise gejohlt haben, entzieht sich total meiner Erkenntnis. Trotzalledem finde ich es auch gut, dass derartige Test-St├╝cke dem Publikum pr├Ąsentiert werden. Ich denke, aus dem Stoff kann man viel, viel mehr machen.

Susanne


16223
Naaaaaaja

18.12.2006 - Zun├Ąchst vorweg:
1. Ich finds ausserordentlich positiv, das es ├╝berhaupt solche Art von Vorauff├╝hrungen gibt und auf diesem Wege auch Quereinsteigern Chancen einger├Ąumt werden, musicals zu schreiben. Kompliment also an die Stage und Frank Logemann (Buch, Musik und Sprechtext) f├╝r den Mut.
2. Dies war mein erstes "Try-Out ├╝berhaupt
3. Wir sind in der Pause gegangen.

Wegen Punkt 3 ist meine Kritik unter Vorbehalt und betrifft nur den ersten Akt. Dieser dauerte exakt eine Stunde.
Leider lies diese eine Stunde keinerlei bed├╝rfnis aufkommen, den wom├Âglich besseren und dramatischeren zweiten Akt durchzuhalten.
Wir waren von der ersten Stunde schlichtweg gelangweilt. Das St├╝ck hat bei mir im ersten Teil in keinster Weise gez├╝ndet: weder emotional, noch musikalisch.

Dies lag sicher nicht am Aufwand: der war gross. Ein grosses Ensemble, viele der bekannten Stars aus Hamburger produktionen. Kost├╝me waren zwar nicht historisch, sondern durcheinandergemixt, aber okay. Das B├╝hnenbild war das von Mamma Mia, erf├╝llte aber seinen Zweck.

Warum war ich nun trotzdem gelangweilt?
Weil das St├╝ck im ersten Teil keinerlei Dramatik aufwies. Es pl├Ątscherte so vor sich hin. Keine grossen gef├╝hle und eher unfreiwillig komisch (meine Partnerin konnte sich vor Lachen nicht mehr einkriegen), denn hochdramatisch wie die Opern-Tosca. Ein liebesdrama konnte ich im ersten Akt nicht erkennen. Eher eine Abfolge von bekannten Musical-Klischees.

Was mich am meisten nervte, war die Vorhersehbarkeit: kommt Tosca auf die B├╝hne und man ahnt schon: jetzt kommt die obligatorische Ballade. Und so kam es. Kommt ne Szene in der Kirche und man ahnt schon: jetzt kommt der obligatorische Gospel im Hallelujah-Sound mit sch├╝ttelnden H├Ąnden nach oben. Und so kam es (dar├╝ber fing z.B. meine Freundin an zu lachen, obwohls nicht komisch sein sollte. Sie lachte, weil die Szene so klischeehaft choreografiert und gesungen wurde - wie eine Parodie auf 1000mal gesehenes).

Das St├╝ck ist voller versatzst├╝cke und Klischees von 1000fach besser gesehenen. Die Kirchennummer im Gospelsound, dann kommt die Selbstreflektion des B├Âsewichts, dann wandelt Tosca im nebel und singt die Ballade. Und kein richtiger Spannungsbogen, kein Mitfiebern, keine Identifikation, keine Szene vor der pause, die Lust macht auf den zweiten teil.

Die Musik: softer RockPop, weit entfernt von der Dynamik eines "Rent", eher in Richtung des versofteteten 3 Musketiere. Nichts besonderes, austauschbar, ohne Pfiff. Keine einzige Melodie ist h├Ąngengeblieben. Einiges wurde eher geschriehen, statt gesungen. Bei der Ballade der Tosca meinte ich eine bekannte Arie wiedererkannt zu haben. Ob die aus der Oper Tosca war entzieht sich meiner kenntnis. Aber es war definitiv die etwas verfremdete Melodie einer bekannten Opern-Arie. Diese war auch schon der beste Song des ersten Aktes.

Das Operettenhaus war bestimmt zu 98% gef├╝llt. Was schon mal toll ist f├╝r ein try-Out. Ob alle Zuschauer die Karten f├╝r 40 EUR gekauft haben, entzieht sich meiner kenntnis. Der Applaus des Publikums im ersten teil: verhalten. In den ersten 15 Minuten wurde nach den ersten Musikst├╝cken ├╝berhaupt nicht geklatscht. So langsam ist das Publikum dann etwas aufgetaut. Aber von begeistertem Applaus kann f├╝r den ersten Akt keine Rede sein.

Was mich wunderte: ich dachte immer "Try Outs" haben die Funktion, ein St├╝ck zu testen. Zu schauen, wies beim Publikum ankommt. Ich habe aber keinen Fragebogen gesehen. keiner der SE-Mitarbeiter schien zu wissen, was da auf der B├╝hne eigentlich l├Ąuft. An der tageskasse wusste z.B. niemand, wie lange "Tosca" eigentlich dauert.


Ich glaube nicht, das aus dieser Story mit dieser Musik etwas werden kann. Vielleicht k├Ânnen andere, die das ganze St├╝ck gesehen haben, positiver berichten.

Trotz allem: mehr von solchen "Try Outs". Aber bitte mehr Risiko und Einzigartigkeit. Keine Setzkasten-Musicals nach Schema F!

Ludwig2


16222
Puccini h├Ątte das nicht gewollt...!

18.12.2006 - Kann man in den ersten 15 Minuten einer durchaus mit Spannung erwarteten, "musicalischen" Neudeutung von Puccinis Meisterwerk Tosca alle Tods├╝nden einer unterdurchschmnittlichen Stadttheaterinszenierung begehen?

Ja, man kann.

Kann man zwei so wunderbare Darsteller wie Charlotte Heinke und J├Ârg Neubauer innerhalb k├╝rzester Zeit, verloren in den unendlichen Weiten eines sowohl musikalisch, als auch szenisch unausgereiften Duetts jeglicher darstellerischer W├╝rde berauben, die diese beiden Darsteller in so vielen anderen Produkionen unter Beweis gestellt haben?

Ja, lieber Leser, auch das ist m├Âglich.

Die Liste dieser traurigen Rekorde lie├če sich noch um einige Punkte erg├Ąnzen, wobei erw├Ąhnt werden sollte, dass der Rezensent dieses Beitrags vorzeitig das Theater verlassen musste, um nicht alle Hoffnung in das deutsche Musicaltheater zu verlieren.

Doch es waren sicher nicht nur die Kreativen, die sich wohl zu sehr auf die Kraft einer gro├čen Vorlage verlassen haben - auch die Tontechnik des Hauses schien mit der recht dialoglastigen Produktion hoffnungslos ├╝berfordert zu sein, von dem Wenigen an Dialog, das wirklich Substanz hatte und haften blieb, verlor sich nochmals 50 Prozent in einer riesigen Operettenhauskonserve.

Was aber mit Sicherheit kein Kavaliersdelikt mehr ist und ich spreche jetzt nicht von der uns├Ąglichen Choreographie des Lanzenkampfes gleich zu Beginn des St├╝ckes, ist die ungeheuerliche ├ähnlichkeit des gesamten Openings mit einem anderen Klassiker der Musicalliteratur: Elisabeth von Kunze und Levay. Dort ist die N├Ąhe zum Plagiat schon fast strafbar, ungl├╝cklicherweise beherrschen die Autoren von Tosca ihr Handwerk aber nicht gut genug, um dem zuletzt genannten Team auch nur ann├Ąhernd das Wasser zu reichen.

Und genau in diesem Moment denke ich an die vielen entr├╝steten Aufschreie, wenn es wieder mal hei├čt, die Amerikaner w├╝rden uns vormachen, wie dichte und gut erz├Ąhlte Musicals funktionieren. Ja liebe Leute, aber woher kommt denn das? Doch genau von diesen katastrophalen Fehlsch├╝ssen wie dieser, der heute Abend im Operettenhaus auf der Hamburger Reeperbahn zu bedauern war.

Nat├╝rlich wollen wir einen eigenen deutschen Musicalmarkt etablieren, aber dann bitte liebe Autoren, lernt doch zun├Ąchst einmal das Handwerk, bevor ihr mit wirklich gut gemeinten Schreibeversuchen voller Herzblut das Musicalgenre v├Âllig niederschlagt und gleichzeitig jeden beleidigt, der sich ernsthaft damit besch├Ąftigt.

Die Idee, aus einer so gro├čartigen Vorlage wie Tosca ein Musical zu machen, ist an sich nicht schlecht und Herrn Logemann ist bestimmt ein Kompliment zu machen, dass er offensichtlich alle die ihm zur Verf├╝gung stehenden Mittel genutzt hat, um seinen Traum vom eigenen Musical zu erf├╝llen.

Nur, lieber Frank Logemann, reicht da ein Traum und eine aufwendige Werbemaschinerie einfach nicht aus: das St├╝ck muss gut geschrieben sein, es muss packen und mit reduzierten theatralen Mitteln auskommen. Tosca ist nicht Mamma Mia und was dort funktioniert - die Scherze, die Kalauer und die Stimmungsmache, das funtioniert bei Tosca in ganz anderem und auch wesentlich geringererem Ma├če. Herr Logemann, das ist ein gro├čer Stoff, sie wollten ein Musical schreiben, aber sie haben den Respekt vor dem Original verloren.

Oder warum mu├č der Me├čner unbedingt schwul sein und zu allem ├ťbel auch noch einen Gospelchor anf├╝hren? Einen der bewegendsten und besten Momente im ersten Akt der Oper Tosca haben Sie damit g├Ąnzlich zerst├Ârt. Na klar, das Publikum bekommen Sie damit zum Johlen - aber die Leute lachen auch noch wegen viel weniger.

Wenn ich wenigstens sagen k├Ânnte, dass das St├╝ck nach intensiver ├ťberarbeitung eine ├ťberlebenschance von 60 Prozent h├Ątte, aber selbst dieses letzte St├╝ck Idealismus ist mir genommen worden.

Herr Logemann, Sie alle m├Âgen wirklich ganz tolle Darsteller sein, aber bitte ├╝berlassen sie doch das Schreiben von Musicals den wahren Meistern ihres Fachs. Und dabei denke ich nicht nur an amerikanische Kollegen.

Traum hat in den allermeisten F├Ąllen nichts mit traumhaft zu tun. Und wenn Puccini diese Demontierung seines Meisterwerks h├Ątte miterleben m├╝ssen, w├Ąre er wohl unter lautem Protest aus dem Saal gest├╝rmt.

lionheart


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