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Historien-Drama

Les Misérables

Barrikaden in der Stiftsruine


Helmuth Lohners klassische Inszenierung des Revolutionsepos' profitiert von einem homogenen Ensemble mit starken Hauptdarstellern. Nicht ganz überzeugen kann dabei Olegg Vynnyk als Valjean. Was die Produktion so besonders macht, ist die einzigartige und für dieses Stück geradezu ideale Kulisse.

(Text: Daniel von Verschuer)

Premiere:14.06.2007
Letzte bekannte Aufführung:05.08.2007


Eine interessante Kombination: Der bekannte Filmschauspieler, Opern- und Operettenregisseur Helmuth Lohner inszeniert eines der erfolgreichsten Musicals der Gegenwart, das zusammengestellte Ensemble lässt einiges an gesanglicher und darstellerischer Qualität erwarten, und mit der imposanten Ruine der romanischen Hersfelder Stiftskirche steht ihm einer der imposantesten Spielorte in Deutschland zur Verfügung. Vor dieser historischen Kulisse würde wohl jeder Versuch, das Stück zu modernisieren, fehlschlagen. So reduziert Paul Lerchbaumer sein Bühnenbild auf ein Minimum und gibt der Wirkung der natürlichen Umgebung Raum. Die Kostüme (Marie Jeanne Lecca) und vor allem die Personenregie sind konventionell gehalten, Qualität geht bei Lohner eindeutig vor Experimentierfreudigkeit. Dieses Konzept geht voll auf: Die klassische Inszenierung passt einfach am besten in die eindrucksvolle Atmosphäre des alten Gemäuers.
Gleich in einer der ersten Szenen werden diese Mauern gut genutzt. Auf einer Seitenbühne bilden ein Tisch, zwei Stühle und eine Truhe das Bischofszimmer, aus dem Valjean einen Leuchter entwendet. Mehr braucht's nicht, um den Handlungsort anzudeuten. Ähnlich gut gelöst ist beispielweise die Barrikadenszene, in der die aus Möbeln gezimmerten Kulissenteile auf der Hauptbühne, die nach hinten schräg ansteigt, das Ensemble um einiges überragen. Mit Hilfe von Rauch und effektvollem Lichtdesign wird eine schaurige Kampfatmosphäre erzeugt. Ebenfalls gut gelöst, wenn auch vorhersehbar, die Selbstmordszene: Javert steht an einem Geländer, klettert während des Songs hinüber und lässt sich zum Schluss in ein Loch im Bühnenboden fallen.
Olegg Vynnyk, der den Jean Valjean bereits in Berlin und St. Gallen verkörperte, singt den schweren Part vorzüglich, seine leichten Intonationsprobleme bei "Bring ihn heim" fallen kaum ins Gewicht. Sein Spiel hat sich hingegen im Vergleich zu Berlin wenig verbessert. Angst, Verzweiflung, Freude, Großmut - welche Emotionen Vynnyk auch zu transportieren versucht, immer wirkt seine Darstellung leicht aufgesetzt, stets sieht man den Schauspieler und nicht die Figur vor sich. Ob Lohner mit Vynnyk, der ja erst drei Wochen vor der Premiere für den erkrankten Yngve Gasoy Romdal eingesprungen war, überhaupt detailliert arbeiten konnte, sei dahingestellt - das Ergebnis ist jedenfalls nicht ganz zufriedenstellend. Im Gegensatz dazu spielt und singt Norbert Lamla einen großartigen Javert. Er verleiht der Rolle zu Beginn die nötige Würde und Unantastbarkeit und stellt in der Selbstmordszene glaubwürdig dar, weshalb es für Javert ehrenhafter ist, den Freitod zu wählen, als nach der valjeanschen Begnadigung weiterzuleben. Seine leicht opernhafte Stimmfärbung verstärkt dabei die Eindringlichkeit der Darstellung.
Barbara Köhler (Fantine) singt ein schönes "Ich hab geträumt vor langer Zeit". Ihre Darstellung gewinnt von Minute zu Minute an Intensität und erreicht den Höhepunkt, als sie während "Leichte Mädels" ihre Verzweiflung und ihren Ekel hinausschreit. Sanni Luis und Heinz Kloss als Ehepaar Thénardier sind geradezu grandios abstoßend, wobei Luis gleichzeitig umwerfend komisch agiert. Eva Aasgaard (Cosette) macht mit ihrem schönen Sopran das Beste aus der etwas undankbaren Rolle, während Patrick Schenk als Marius zwar typgerecht besetzt ist, stimmlich aber mit den anderen Solisten nicht mithalten kann. Sowohl "Bald schon fährt sie übers Meer" als auch "Dunkles Schweigen an den Tischen" sind in Bezug auf Timing und Intonation verbesserungsfähig. Gesanglich top präsentiert sich Antje Eckermann in der Hosenrolle des Gavroche, nur leider lassen ihre weiblichen Gesichtszüge niemals vergessen, dass hier eine erwachsene Frau und kein Junge auf der Bühne steht - da helfen auch übertrieben männliche Bewegungen nicht. Ivar Helgason als Enjolras singt stark und spielt mit großem Enthusiasmus.
Die Entdeckung dieser Produktion ist Janina Goy als Eponine. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, wie Lohner und Goy die Rolle anlegen: Ihre Eponine ist elegant, bewegt sich anmutig, trägt saubere Kleidung und wallendes Haar, ist mehr Schönheit als Diebin. Warum sich Marius dann nicht in sie, sondern in die viel blassere Cosette verguckt, wird dadurch noch unverständlicher. Goy versteht es aber, diese Charakterisierung glaubwürdig über die Rampe zu bringen. Ihr "Nur für mich" ist einer der Höhepunkte des Abends, zumal sie in der besuchten Voraufführung Hilfe von oben erhält: Es regnet sowohl während "Nur für mich" ("Regen fällt, die Straße fließt wie Silber") als auch bei der Sterbeszene ("Der Regen färbt mich rot, doch tut er mir nicht weh") in Strömen auf die nicht überdachte Bühne - eine einmalige Atmosphäre!
Das Orchester unter der Leitung von Christoph Wohlleben lässt die Partitur von Schönberg mit all ihren Nuancen schön erklingen. Ein paar Synthesizer-Klänge aus den 80er-Jahre-Arrangements sind leider noch immer nicht ins Jenseits befördert worden (so z.B. zu Beginn von "Lamarque ist tot"), aber insgesamt lässt der Klang der 25 Musiker nichts zu wünschen übrig. Die Textverständlichkeit ist freiluft-typisch nicht immer optimal, vor allem die Texte von Chorstücken wie "Morgen schon" und dem Epilog können, so bombastisch sie auch klingen, nur mit dem Stück vertraute Besucher verstehen.
Die Bad Hersfelder Festspiele präsentieren eine sehr solide Inszenierung, die zwar kaum Überraschendes bringt, aber mit starken Darstellern aufwartet und vor allem die prächtige Kulisse großartig nutzt. So macht Musiktheater Spaß!

(Text: dv)




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Kreativteam

Musikalische Leitung Christoph Wohlleben
Regie Helmuth Lohner
Bühne Paul Lerchbaumer
Kostümdesign Marie Jeanne Lecca
Kostüme Tina Hinteregger
Maske Anja Kietzmann


Besetzung

Jean Valjean Olegg Vynnyk
Javert Norbert Lamla
Fantine Barbara Köhler
Marius Patrick Schenk
Eponine Janina Goy
Cosette Eva Aasgaard
Thénadier Heinz Kloss
Mme Thénadier Sanni Luis
Gavroche Antje Eckermann
Enjolras Ivar Helgason
Ensemble Gerd Achilles
Markus Dinhobl
Jon Geoffrey Goldsworthy
Leigh Martha Klinger
Cornelia Löhr
Barbara Obermeier
Mathias Sanders
Hans Steunzer
Tomas Tomke



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


48 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


20110
Wunderbar

31.12.2009 - Ich mußte bei Les Miserables noch immer weinen, hier war es nicht anders!
Wäre Yngve Gasoy-Romdal als Valjean angetreten - den wir geradezu "lieben" - wäre ich aus dem Weinen wohl gar nicht wieder herausgekommen, so war es auszuhalten...
Mir gingen die Darstellung Gavroches und Eponines sehr zu Herzen - tolle Leistung besonders von den Antje Eckermann und Janina Goy, aber auch grundsätzlich vom Ensemble samt Haupt-darstellern, die Stiftsruine ist ein toller Aufführungsort, insgesamt lohnte sich die Anreise aus Hamburg am 14.06.07

Nannerl


20413
Les Mis

31.12.2009 - wir waren da, um uns Gerd Achilles Premiere als Marius anzusehen. Der war natürlich super :-), waren allerdigns von der gesamten Inszenierung ein wenig enttäuscht, da hat Tecklenburg letztes jahr einfach eine wesentlich spannendere Freiichtalternative zur bekannten Londoner Inszenierung geboten. Wir hatten außerdem nach dem Jesus Christ vor drei Jahren irgendwie mehr erwartet.
Trotzem hatten wir einen sehr sehr schönen Abend,die Kürzungen waren nicht so schlimm wie bisher beschrieben, die Cast war ohne Ausnahmen insgesamt sehr gut!

Marion Strahl


20719
WOHLTUENDE STRICHFASSUNG

31.12.2009 - Herrliche Spielstätte, gute Stimmung und das Allerbeste: Wir mussten uns nicht 3 1/2 Stunden wundsitzen. Die Bad Hersfelder Festspiele schafften es, die vor Pathos triefende Geschichte in angenehmen 2 1/2 Stunden in einer erstklassigen Besetzung über die Bühne zu bringen. Ivar Helgason spielte sich als Valjean die Seele aus dem Leib, Barbara Köhler berührte als Fantine, Hans Steunzer spielte kraftvoll und kömodiantisch den Widerling Thenardier, Tomas Tomke einen feurigen Enjolras, nur um einige herausragende Leistungen zu würdigen. Eine Wiederaufnahme im Sommer 2008 erscheint logisch.

FJODOR KARENSKI (Berlin)


20810
Abend voller Überraschungen

31.12.2009 - Waren nochmals bei den Bad Hersfelder Festspielen und haben uns am 29.7. einen grandiosen „Faust 2“angeschaut und nochmals verlängert, da uns im Hotel 2 Karten für „Les Miserables“ angeboten wurden, obwohl wir ja schon am 26.7. in einer Vorstellung waren. Abgesehen vom Kälteeinbruch, der in der letzten Stunde kaum zu ertragen war, barg die Vorstellung einige Besetzungs- überraschungen. Die erste Hälfte kam uns außerdem wesentlich lahmer vor als vergangenen Donnerstag. Obwohl wir weder darstellerisch noch schauspielerisch etwas auszu- setzen hatten, fehlte an diesem Abend irgend wie der Pfiff. Olegg Vynnyk, den wir schon in Berlin als Valjean erlebt haben, spielte diese Rolle sehr routiniert, obwohl uns Ivar Helgason am Donnerstag mindestens genauso gut gefallen hat, Josefine Nickel sang eine lupenreine Cosette, Sanni Luis hat uns als Fantine besser gefallen als vergangenen Donnerstag als Madame Thenardier, die sie fürchterlich übertrieben dargestellt hat, womit ich kurz zur geschmacklosen und unqualifizierten Bemerkung dieses Besuchers unter mir anmerken möchte, dass uns ein Texthänger von Hans Steunzer als Thenardier am Donnerstag überhaupt nicht aufgefallen ist, da wir von seiner komödiantischen und unaufdringlichen Darstellung sehr begeistert waren, ebenso von Norbert Lamla als Javert, der keine Sekunde gelangweilt wirkte, auch gestern nicht. Danke für diese unvergesslichen Abende in Hersfeld. FJODOR

FJODOR KARENSKI


21756
PHANTASTISCH!

16.09.2007 - Mein erstes Mal Les Misérables und ich bin immer noch hin und weg, wenn ich an diesen Abend denke.
Es gibt nicht viele Inszenierunen in meiner langen Musicallaufbahn, die mich so mitrissen.
Die Inszenierung war einfach phantastisch. Die Übergänge der Szenen waren trotz einiger Bühnenumbauten flüssig und die Umbauten fielen überhaupt nicht aus. Hier handelte man geschickt.
Das Ensemble füllt die gigantische Kulisse gut aus und durch die Wechsel zwischen den Seitenbühnen und der Hauptbühne schaffen eine tolle Abwechslung und werden immer zum passenden Zeitpunkt eingesetzt.
Das Orchester spielt wunderbar und übertönt nicht die Darsteller, sondern untersützt sie, wie es sich gehört.
Olegg Vynnyk ist ein gigantischer Valjean. Der mann hat eine wahnsinnige Bühnenpräsenz, die von keinem anderen Darsteller getoppt werden konnte. Seine schöne und warme Stimme passt zu der attraktiven Optik.
Norbert Lamla gibt einen grandiosen Javert, wie bereits auf der CD der Wiener Inszenierung.
Fantine wurde an diesem Abend von Sanni Luis gespielt, die sich in dieser Rolle durch viel Gefühl und wunderschöner Stimme an die Spitze der Damenreige spielte und sang.
Die jungen Damen Cosette und Eponine (Josefine Nickel und Janina Goy) blieben blass. Joseine Nickel überzeugte leider "nur" mit ihrer Stimme.
Die Studenten ( allen voran Ivar Helgason als Enjolras und Patrick Schenk als Marius) waren durch die Bank weg gut besetzt und spielten mit viel Power und Enthusiasmus ihre Rollen.
Die Thénardiers (Hans Steunzer und Leigh Marta Klinger) waren gewohnt lustig und hatten Spaß an dem, was sie taten. Sie wussten das Publikum mitzureißen (Herr im Haus, Bettler ans Buffet).
Alles in allem...eine grandiose Inszenierung mit tollen Darstellern, phantastischer Musik und einem wahnsinnig tollen Bühnenbild.
Ein unvergesslicher Abend, der nur schwer zu toppen sein wird :)

Jana


21313
Gelungene Inszenierung

23.08.2007 - Gelungene Inszenierung, gute Darsteller, interessantes Bühnenbild. Große Stimmung in der alten Stiftsruine.

Jan


21306
Immer wieder Les Misérables

23.08.2007 - Ich besuchte die letzte Vorstellung am 05.08.2007.

Neben vielem, was hier schon geschrieben wurde, möchte ich die für mich wichtigen Punkte hervorheben.

Das Orchester spielte hervorragend. Die Darsteller wurden unterstützt, aber nie übertönt und Musik / Gesang wirkten "aus einem Guß".

Die Darstellerin der Cosette hinterließ (endlich) einmal Eindruck und war nicht nur so ein blasses Ding. Leider kenne ich die Besetzung nicht, da die Programme an diesem Abend schon vergriffen waren.

Auch Barbara Köhler als Fantine war sehr überzeugend und anrührend. Ihr "Ich hab` geträumt ..." konnte einem die Tränen in die Augen locken.

Darüber hinaus fiel mir mal wieder die wirklich gelungene, fast schon poetische Übersetzung auf. Wieso ist das bei anderen Produktionen so schwierig?

Daisy


20979
Einfach gigantisch, dieser OleGG

08.08.2007 - Ich hatte das Glück die vier letzten Aufführungen anzusehen und konnte mir mit verschiednen Besetzungen ein gutes Bild machen. Mir bleibt nur eines zu sagen. So eine "Les Miserables"-Produktion habe ich noch nie gesehen. Schon alleine die Location spricht für sich. Dass Helmut Lohner die Darsteller "gecouched" hat, war eine große Bereicherung. Ja, und was soll ich über die Cast sagen. Allen voran OleGG Vynnyk jedesmal in einer besseren Höchstform, (wie geht das eigentlich noch?)einfach fantastisch, gigantisch, umwerfend, berührend, grandios... Diese Stimme und seine Darstellung ist göttlich! Aber im Grunde genommen kann man allen nur gratulieren. Sie überzeugten alle, die "alten Hasen" des Biz sowie die Jungen, und noch unbekannteren, egal, das was in Bad Hersfeld zu sehen war ist fast unbeschreiblich. Ich gratulieren allen Mitwirkenden für eine super-gigantische Show und wünsche allen für die Zukunft das Beste. An dieser Stelle auch der Stadt Bad Hersfeld mein Lob, die wirklich ein sehr gastfreundliches Städtchen sind. Danke allen für eine tolle Woche!

martina


20976
Genial - ein wunderschöner Abend

08.08.2007 - Ich habe die letzte Vorstellung dieser Spielzeit am 05.08.2007 besucht und möchte mich für diesen wundervollen Abend bedanken. Das ganze Ensemble war hervorragend - es hat einfach alles gepaßt. Besonders beeindruckend war Olegg Vynnyk - was für eine Stimme. Er hat meines Erachtens zu recht den diesjährigen Publikumspreis, den Hersfeld-Ring, erhalten.

Die etlichen bisher geäußerten negativen Beurteilungen kann ich nicht nachvollziehen. Das gesammte Ensemble war stimmlich beeindruckend, die Handlung ging zügig voran und zumindest ich hatte keine Probleme ihr zu folgen.

Sollte es im nächsten Jahr eine Wiederaufnahme geben, bin ich wieder dabei.

claudia


20909
Ein "Les Mis "Erlebnis

05.08.2007 - Was für ein toller Abend.
DANKE allen Darstellern für Ihre Begeisterung, Ihre Spiellust und Ihrem Willen den Menschen mit Ihrem Beruf ein Freude zu machen.

In so einer tollen Atmosphäre war der Abend eine Bereicherung.
Janina Goy hat eine phantastische Stimme mit viel Ausdruck und Berührung und zum Weinen schön. Ivar Helgason: Die Stimme einfach umwerfend. Hoffentlich werde ich diese jungen Darsteller nächstes Jahr in Bad Hersfeld wieder sehen, was auch für Patrick Schenk als Marius gilt, er war sehr gut, speziell die Szenen mit Eponine waren von beiden glaubhaft und hinreißend gespielt. Fantine eine tolle Stimme! Sani Luis in einer herrlichen Rolle.

Danke! Der Abend ist ein unvergessliches Highlight in diesem Sommer.

Lisa


20887
War OK, mehr aber nicht...

04.08.2007 - Die Besetzungen waren alle stimmlich sehr gut, besonders Olegg als Valjean und Norbert als Javert. Abgesehen von Gavroche... wie man eine Frau diese Rolle spielen lassen kann, soetwas dämliches... eine Frau kann einfach keinen kleinen Jungen spielen, ihre Bewegungen auf der Bühne waren "gewollt und nicht gekonnt".

Leider hat man versäumt aus der großen Bühne und dem tollen Ambiente mehr zu machen. Man merkt einfach, dass der Regisseur dieses Stück nicht verinnerlicht hat... schade...

Billy


20884
Ein Besuch wert !

04.08.2007 - Besuch am 31.07.07 (Olegg Vynnyks Geburtstag)
Der Besuch hat sich definitiv gelohnt und würde sich auch ein zweites oder drittes Mal lohnen.
Leider habe ich vor Ort keine Besetzungsliste gefunden (lag mit Sicherheit aus), so dass ich davon ausging alle „Erstbesetzungen“ würden singen, was wohl nicht der Fall war. Es stimmt, zu Beginn waren einzelne etwas schlecht zu verstehen, aber das Problem war nach knapp 5 min behoben. Von den sogenannten extremen Kürzungen ist mir nicht sehr viel aufgefallen, hier kann ich die Kritik einzelner nicht verstehen. Die Art der Umbauten empfand ich nicht als störend, wer Les Miserable schon im Musicaltheater gesehen hat, egal ob Duisburg oder Berlin, weiß dass diese Umbauten stattfinden, nur dass in Bad Hersfeld nicht immer das Licht ausgemacht werden kann, damit der Zuschauer nichts davon mitbekommen kann. Mir hat es sehr gut gefallen, dass die gesamte Bühne genutzt wurde, insbesondere die Seitenteile, so wurden die unterschiedlichen Orte viel besser in Szene gesetzt. Die Tiefe dieser Bühne hatte ebenfalls ihren besonderen Reiz; z.B. als Javert aus der Tiefe nach vorne zu den Sträflingen kam. Ich ziehe vor allen Dingen den Hut vor den Darstellern, die an diesem Abend mit extremer Kälte (für diese Jahreszeit) kämpfen mußten und dabei immer noch ihre tollen Stimmen halten konnten. Respekt hierfür
Olegg Vynnyk war neben Ivar Helgason und Janine Goy, die beste Besetzung, sowohl stimmlich, als auch schauspielerisch. Olegg Vynnyk hat für mich die Rolle des Jean Valjean sehr sehr gut auf die Bühne gebracht. Seine Mimik und Gestik fasziniert mich immer wieder aufs Neue; Überraschung, Freude und Leid kommen immer deutlich herüber.
Enttäuschend dagegen war Norbert Lamla als Javert, ohne Ausdruck und Emotion, richtig farblos wurde der Text herunter gesungen, wobei er jedoch mit seiner Stimme brilliert, schade, dass es an diesem Abend nicht zusammen gepaßt hat. Er spielte an diesem Abend nicht nur blas, es sah auch so aus. Vielleicht war er nicht ganz fit.
Josephine Nickel als Cosette, von der Stimme her eine Wucht, nur leider die falsche Rolle, ihre kraftvolle Stimme hat zum Teil Patrick Schenk (Marius) und Olegg Vynnyk an die Wand gesungen, was definitiv nicht zur Rolle der Cosette paßt. Ein wenig traurig war ich von der Darstellung des Mr Thénardier, es fehlte mir die Verschlagenheit dieser Rolle, leider war der Darsteller der einzige, der mir vom Stimmpotential auch nicht gefallen hat.
Zu Janine Goy kann ich nur sagen traumhaft, ein wahrer Genuß, wie sie die Rolle der Eponine interpretiert hat, ebenso wie Ivar Helgason als Enjolras.
Sanni Luis als Fantine, wunderbar und diese glockenklare Stimme, phantastisch.
Patrick Schenk als Marius, sehr solide, angenehme Stimme, jedoch in Teilen noch Ausbau fähig.
apropos:
Man sollte, wie bei jedem Musicalbesuch, ohne Erwartungen hingehen, sondern die Aufführung für sich selbst sprechen lassen und sich nicht von negativen Beurteilungen verrückt machen lassen. Auch ich habe negative Kommentare gelesen, die z.B Olegg Vynnyk betrafen, aber ich habe mir gesagt, ich mache mir selbst ein Bild von seiner Interpretation und Darstellung als Jean Valjean und wurde nicht enttäuscht. Viele haben Lieblingsdarsteller (ich auch), dennoch gibt es auch Situationen in denen der Lieblingsdarsteller nichts auf die Bühne bekommt (ich erinnere nur daran, dass Uwe Kröger seinerzeit in der Rolle des Javert mehr mit dieser Rolle gekämpft hat, als gegen Jean Valjean (ebenfalls Olegg Vynnyk).
Also Neutral bleiben, genießen und dann bewerten.

Nörri

Nörri


20876
Spitzen Leistung

03.08.2007 - Traumhafte Kulisse, Darsteller mit traumhaften Stimmen, (fast) tadellose Inszenierung, einfach wunderschön! Viel Kritik die ich im vorraus gelesen habe, war vollkommen unberechtigt!

NUR ZU EMPFEHLEN! Wenn es eine Wiederaufnahme im nächsten jahr gibt, bin ich 100% wieder da!

vanne


20854
ein schöner Abend-fast alles perfekt

01.08.2007 -

dora


20840
naja...

31.07.2007 - Ivar Helgason als Valjean war ein echter Glücksfall! Allein dafür hat sich die Fahr nach HEF gelohnt. Ebenso für Norbert Lamla als Javert, von dem man diese Leistung jedoch schon lange gewohnt ist.

Die Bad Hersfelder Inszenierung hat jedoch zahlreiche Schwächen. So hab man es hier wohl die bisher extremsten Strichfassung zu tun, die je in Deutschland über die Bühne ging. Hier wurde kein Gespür für die Bedeutung der gestrichenen Zeilen oder den Bogen in der Melodie gezeigt. Es ist einfach brutal, was der Vorlage hier angetan wurde!

Auch in der Personenregie fragt man sich öfter, ob der Regisseur die Handlungen der Protagonisten auch nur einmal hinterfragt hat. Hätte man das getan, würden einige Aktionen anders aussehen.

Zum Bühnenbild kann man sagen, daß die einzelnen Elemente sich sehr gut in die Stiftsruine einfügen und die Möglichkeit für eindrucksvolle Bilder ermöglichen... die jedoch nicht immer so umgesetzt werden. Die Anordnung diverser Szenen am äußersten Bühnenrand ist sehr fragwürdig. Auch die Art, wie die Umbauten stattfinden ist zu kritisieren. Die Umbauten gehen größtenteils recht schnell, warum müssen sie dann noch so weit in die vorausgehende Szene eingreifen?
Man hätte mehr aus der Produktion herausholen können, aber es entsteht sowieso sehr der Eindruck, daß das Musical hier lieblos als Cash-Cow auf den Plan gesetzt wurde.

Und was die Kürzungen angeht würde ich mir von Seiten der Lizenzgeber strengere Vorgaben wünschen... Warum spielt man nicht gleich 60 Minuten Highlights? "Les Miserables - ein Fragment"

Pax.


20816
Super

31.07.2007 - Ich schließe mich an, es war ein Abend voller Überraschungen! Haben die Show schon in der "Originalbesetzung" gesehen. Gestern Abend waren gleich drei "Umbesetzungen" auf der Bühne, die ihre Sache sehr gut gemacht haben.
Allen voran Josefine Nickel als Cosette. Sie hat wunderschön gesungen und ganz bezaubernd gespielt. Endlich mal nicht das verwöhnte, nervige Mädchen aus gutem Hause.
Sannni Luis als Fantine hat uns auch gut gefallen, wobei wir sie als Mdme Thenardier einfach besser fanden.
Den Rest der Cast kannten wir schon und es war schön wie beim letzten Mal.
Eine sehr schöne Vorstellung!

Andreas Schuhbeck


20815
wunderbar

31.07.2007 - Ich habe Les Miserables schon einmal in London gesehen, aber im Vergleichd azu hat bad Hersfeld es geschafft unglaublich viel mehr Atmosphäre aufzubauen. Die Ruine ist einfach wunderbar geeignet dafür. Olegg Vynnyk, dessen Tod in Elisabeth ich nicht so mochte, fand ich auch sehr gut. Fantine fand ich ein bisschen blass, war aber auch nicht Barbara Köhler. Die tollste Stimme hatte aber Eponine und auch wenn man schon merkte, dass es eine Frau und kein Junge war, fand ich Gavroche klasse. Schade war nur, dass man zu Beginn fast keinen Text verstehen konnte, vor allem bei Olegg Vynnyk, aber nach einer Weile besserte sich das zum Glück.
Auf jeden Fall ist sehr empfehlenswert. Ich würde es mir auch nicht nochmal ansehen, damit der gute Eindruck so einfach bestehen bleibt.

lia


20758
Ein toller Abend

29.07.2007 - Die Aufführung in der Stiftsruine ist wirklich empfehlenswert. Ein tolles Orchester und ein klasse Darstellerensemble. Allen voran Barbara Köhler und ein stimmlich gewalltiger Ivar Helgason als Valjean.
Die Kürzungen sehe ich nicht unbedingt als Wohltat. Für Bad Hersfeld waren sie sinnvoll, aber bei Kürzungen fallen einige der schönsten Melodien weg. In sofern kann ich einer Lobpreisung nicht folgen.
Leider hatte Hans Steuzer anscheinend seinen ersten Auftritt als Thenadier, so das ihm wirklich einmal der ganze Text flöten ging. Sobald aber die Madame mit auf der Bühen war, achtete man eh nur noch auf Sie.

Und noch ein beliebtes Thema: Ich wunderte mich hier immer, was ein Javert tun soll. Aber Norbert Lamla sieht wirklich gelangweilt aus. Man sollte wenigstens so tun, als würde es einen noch interessieren, was man singt.

Fazit: Alles in Allem sehr gelungen und ein toller Abend. Ich war froh das ich da war.

K.A.


20720
Wir kommen wieder!

28.07.2007 - Leider haben wir nur für eine Vorstellung Karten ergattern können.
Die Ruine bietet eine umwerfende Kulisse für dieses tolle Stück.
Hervorragende Darsteller haben uns einen großartigen Abend geboten, allen voran Ivar Helgason als Valjaen.
Sowohl Barbara Köhler als auch Eva Aasgard glänzten förmlich durch Stimme und Schauspiel. Und wer hätte gedacht, dass in Sanni Luis so viel kommödiantisches Talent steckt! Auch das restliche Ensemble war eine wahre Freude! Bis nächstes Jahr!
Bärbel und Hans

Bärbel


20642
wunderschön, fantastisch....

23.07.2007 - Das ist ja interessant...ich war in der gleichen Vorstellung wie der Schreiber (Kalli) unter mir!
Für mich ist der Hauptdarsteller absolut genial, das ganze Ensemble wunderbar und ich habe jedes einzelne Wort verstanden, was nicht selbstverständlich ist bei Les Mis.
Die einzelnen Szenen haben mir sehr gut gefallen, gerade wegen den verschiedenen Spielbereichen wirkte das ganz wie ein richtiges Dorf- oder Stadtleben.
Nur die Wirtshausszene war für mich ein bisschen übertrieben....aber auch das ist Geschmackssache.
Grosses Kompliment an alle Beteiligten :-)

Astoria


20614
Emotionslos

22.07.2007 - War in der Aufführung am 19.07.und war sehr enttäuscht.
Die Stiftsruine bietet den perfekten Rahmen für dieses Stück,doch das reicht wohl nicht.
Der Hauptdarsteller war stimmlich total überfordert.
Norbert Lamla war gesanglich sehr gut wirkte aber etwas statisch und unbeteiligt.Die weiblichen Hauptrollen waren sehr gut besetzt. Warum wurden große Schlüsselszenen (Fantines Tod)nicht auf der Hauptbühne (Bühnenmitte) gespielt???
Durch übergroße Gesten und viel Gekreische wurden viele der ergreifenden Szenen (Barrikadenkämpfe) in Grund und Boden gespielt.
Weniger wäre mehr gewesen.
Zum ersten mal hat mich dieses großartige Stück weder gefesselt, noch berührt oder zum Lachen gebracht.

kalli


20590
einfach nur genial

20.07.2007 - Les Mis - einfach nur genial. Die Cast ist spitze, die Atmosphäre wunderschön und die Story mit ganz viel Liebe zum Detail umgesetzt - ein wirklich tolles Erlebnis !

Birgit


20578
Anschauen!

20.07.2007 - Seit zehn Jahren besuche ich u.a. regelmäßig die Festspiele in Bad Hersfeld und war selten von einem Musical so beeindruckt. Stimmgewaltig, tolle Darsteller, ein der Stiftsruine klasse rüberkommendes Bühnenbild (Handschrift Lohner. Insgesamt ein kurweiliges, gefühlsträchtiges und teils herzergreifendes Stück. Ein toller Abend. Dafür lohnt sich die Anfahrt aus Mücnchen!

Felix


20567
Unglaublich

18.07.2007 - 17.07.07 Was für eine Stimmung in dieser Ruine. Das Musical perfekt angepasst. Tolle darstellerische Leistung des gesamten Ensemble. Was für ein musikalisches Feuerwerk der Hauptdarsteller! Ein einfallsreiches Bühnenbild rundet diese Show ab. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

michaela


20561
klasse!

18.07.2007 - überzeugende hauptdarsteller, ein tolles ensemble, eine stimmungsvolle kulisse - alles in allem eine wirklich gelungene aufführung!

lily


20559
Noch besser

18.07.2007 - Auch beim 2.Besuch ist meine Begeisterung für diese Inszenierung ungebrochen. Die Darsteller sind ohne Ausnahme noch besser geworden. Was für eine Berührung wenn Eponine oder Fantine singen. Die Zuschauer dankten es am Ende mit Standing Ovations! Die Zeit verging wie im Flug und man hätte noch weiter den herrlichen Stimmen lauschen können. Danke allen Mitwirkenden für so eine tollen Abend!

Jane


20537
SUPER!

17.07.2007 - Also ich fand die ganze Inszenierung (alle Darsteller, Kulisse sowieso) klasse. Ich konnte der Geschichte ohne Probleme folgen.

Fan


20421
Erstklassig und empfehlenswert

10.07.2007 - Erstklassig
Erstklassige Leistung aller Darsteller, Ensemblemitglieder und des Orchesters. Gerd Achilles (Marius) und Janina Goy (Eponine)stimmlich sehr gut. Was für eine Sterbeszene! Sehr berührend, gefühlvoll und eine tolle Zusammensetzung. Die Thenardiers waren klasse!Insgesamt ein sehr unterhaltsamer Abend.

schulz


20368
Schade!

07.07.2007 - Zum ersten mal besuchte ich am 03.07. die Bad Hersfelder Festspiele und war von der guten Akustik und der schönen Kulisse sehr überrascht.

Da ich das Stück bereits kenne, hatte ich auch keine Probleme der Handlung zu folgen und die Personen zu erkennen. Für Nichtkenner empfand ich die Kürzungen allerdings als sehr unglücklich. Sie machen es schwer der Handlung zu folgen und sie lassen viele Charakterzüge der Personen verloren gehen.
Insgesamt fand ich die schauspielerische Leistung der Darsteller, abgesehen von Marius, Cosette und Fantine und Enjolras nicht emotional und ausdrucksstark genug.
Die Besetzung von Gavroche mit einer Frau empfand ich ebenfalls als etwas unglücklich.
Insgesamt war es eine passable Leistung für ein Stück aus dem man deutlich mehr hätte machen können und an dessen Inszenierung ich höhere Erwartungen hatte.

Katharina


20310
Schönstes Stück seit Jahren

04.07.2007 - 03.07.07 Ein gelungener Abend,war sehr beeindruckt von den gesanglich wunderbar dargebrachten Leistungen.Bin seit 6 Jahren regelmäßig in der wunderschönen Anlage der Hersfelder Festspiele.Ein unvergessslicher Genuss.

Beate


20297
Eponine :-(

03.07.2007 - Ich fand das Stück eigentlich ganz gut, aber die Janina Goy als Eponine hat mir überhaupt nicht gefallen. Diese Rolle ist meine absolute Lieblingsrolle, aber so doch nicht!
Sie singt überhaupt nicht gut, teilweise sehr unsauber und beim "Regen" versteht man kein Wort. Ihr Schauspiel ist mir auch viel zu aufgesetzt.
Die anderen fand ich eigentlich ganz gut.
Barbara Köhler war super!
Olegg hab ich auch schon besser gesehen.
Schade!

Kerstin


20264
Schade!

02.07.2007 - Man hätte soviel mehr daraus machen können - ohne diese vielen Striche, die die Handlung zum Teil schwer verständlich machen. Außerdem war die Textverständlichkeit zum Teil wirklich schlecht. Hätte ich das Stück nicht schon gekannt, hätte ich einiges nicht verstanden.
Auf Olegg Vynnek, den ich als Valjean in Berlin sehr schätzte, hatte ich mich sehr gefreut. Leider konnte man auch ihn zum teil sehr schwer verstehen und es kam nicht mehr so viel rüber wie damals. Schade!
Wäre mir im Vorfeld klar gewesen, dass es keine Pause gibt und daher das Stück so gekürzt werden muss, wäre ich nicht nach Bad Hersfeld gefahren.

Scarlet


20211
Schwach und müde

28.06.2007 - Sehr enttäuschende Aufführung für mich.Mehr gekreische als gefühliges Singen-Norbert Lamla schien mir mehr gelangweilt und routiniert(von Feuer nichts zu spüren), Olegg Vynnyk überfordert mit seiner Figur! Thenadiers absolut verschenkt!Inszenatorisch langweilig, Logiklöcher - Gefühle blieben alle auf der Bühne.
Wenn die Bühne nicht so interessant wäre(leider auch kaum genutzt), nicht zu empfehlen!

alphabaer


20210
sehr empfehlenswert

28.06.2007 - Die Stiftsruine bietet eine imposante Kulisse gerade für dieses Stück, um so dankbarer war ich für eine klassische Aufführung.

Die kleinen Seitenbühnen wurden hervorragend für Nebenschauplätze genutzt, ich hätte mir lediglich in einigen Teilen des Stückes eine bessere Nutzung der Tiefe der Hauptbühne gewünscht.

Die Besetzung ist immer persönliches Empfinden und auch etwas tagesformabhängig. Meine Lieblingsrolle/stimme in diesem Stück ist schon immer die der Fantine und war es auch dieses Mal. Eine wunderbare Barbara Köhler hat mich zu Tränen gerührt. Geradzu grandios verkörperte Norbert Lamla den Javert, sowohl stimmlich als auch schauspielerisch. Der Sopran von Cosette ist wundervoll und sehr begeistert war ich ebenfalls von Ivar Helgason als Enjolas. Die Inszenierung der Eponine hingegen war etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Stimmlich war Janina Goy zwar durchaus gut, aber ausbaufähig. Auch haben mich entgegen bisheriger Wertungen die Thenardiers nicht übermäßig beeindruckt. Die Rolle des Marius konnte mich weder stimmlich noch schauspielerisch überzeugen. Dies war für mich klar die schwächste Besetzung an diesem Abend.
Olegg Vynnyk als Valjean habe ich etwas "zweigeteilt" empfunden. Der erste Teil des Stückes hat mich an sich etwas enttäuscht, jedoch hat er sich stimmlich von Lied zu Lied gesteigert und mit "bring ihn heim" eine vorzügliche Leistung gezeigt.

Alles in Allem ein wundervolles Stück, in geradezu genialer Kulisse mit einer durchgängig guten Besetzung. Sehr empfehlenswert!

Besucher


20146
nett

24.06.2007 - das war nett und wurde nett beklatscht wie immer wenn fans da sind, durcharrangiert und teilweise nett gesungen, aber wirklich nicht mehr

lorrie


20132
Fast optimal

24.06.2007 - In der besuchten Vorstellung am 22.06.07 war (wie nach dem schlechten Wetter bei seinen bisherigen Vorstellungen und seinen auch bei anderen Engagements öfteren Ausfällen fast zu erwarten war) nicht Olegg Vynnyk der Valjean, sondern als Cover Ivar Helgason. Der war hochkonzentriert und hat sich enorm gut in Form gezeigt. Eine wunderbar warme Stimmfärbung, sehr variabel; die emotionalen Teile der Songs hat er zweimal etwas übertrieben, da wäre weniger mehr gewesen.
Unangefochtenes Highlight war Norbert Lamla als Javert, der gesanglich und darstellerisch unangefochten den Abend (der übrigens während der Show ohne Regen blieb) beherrschte. Leider fehlte auch Barbara Köhler als Fantine, die (im Programm gar nicht vorgesehen) von Sanni Luis hervorragend vertreten wurde. Deren Rolle der Mme. Thenardier übernahm aus dem Ensemble Leigh Martha Klinger, die ihre "Premiere" gut gemeistert hat. Patrick Schenk als Marius scheint sich langsam "frei" zu spielen. Er sang gut und spielte sicher. Überhaupt ist das gesamte Ensemble mit guten bis sehr guten "Stimmen" besetzt, was bei den Massenszenen mit Soloteilen sehr positiv auffiel.
Das Orchester spielte zuweilen etwas getragen, forcierte aber im Lauf des Abends dann doch noch angemessen. Allerdings war ein Blechbläser an diesem Abend wohl so gar nicht in Form; bei "Sterne" hat er seine Solostelle zum Ende hin so "verhauen", wie ich es noch nie gehört habe. Auch später "störte" er den Gesang an einer Stelle noch deutlich. Vielleicht lag es aber auch an der feuchten Kühle, die den Bläsern ja doch schon mal heftig zu schaffen macht.
Die Inszenierung hat mir auch gut gefallen; vorgewarnt durch die Beschreibungen hier, hatte ich Schlimmeres befürchtet. Die Seitenbühnen werden zweckmäßig genutzt und soo schlimm ist es auch nicht, wenn das Lied des Volkes nur auf der linken ertönt; dort ist nun mal das ABC-Cafe platziert. Die Streichungen sind minimal und die Übergänge der einzelnen Szenen teilweise genial gelöst. So wird nur durch das veränderte Licht aus dem Platz hinter der Barrikade plötzlich die Kanalisation und dann wieder das Schlachtfeld, von dem die Toten abgeräumt werden. Den hinteren Teil der Bühne hätte man aber noch mehr einbeziehen und so noch passendere Stimmung erzeugen können.

Paddelei


20109
sorry

22.06.2007 - Barbara Köhler natürlich als FANTINE

michael


20099
Erlebnis

21.06.2007 - Was für eine Kulisse. Tolle Darsteller, trotz anderer Meinungen. Oleg Vynnyk top. Norbert Lamla sowieso. Aber Barbara Köhler als Eponie setzte allem die Krone auf. Stimme und besonders ihr Schauspiel grandios. Danke

michael


20071
Ein schwacher Valjean

19.06.2007 - Ich habe die Premiere am 14.06.07 besucht und war sehr enttäuscht von dem schwachen Valjean, es wirkte alles irgendwie aufgesetzt und steif. Hoffentlich ändert sich dies noch im Laufe der Aufführungen.

Elisabeth


20063
hm

19.06.2007 - Derjenige, der diese Kürzungen zu verantworten hat, gehört wirklich gefeuert. Wie kann man in "wer bin ich?" kürzen???? Ok, bei diesen Intonationsschwierigkeiten des Valjean vielleicht verständlich, aber im ganzen hasse ich unmotivierte Mini-Striche. Da war Tecklenburg letztes Jahr sowohl von der Fassung als auch von der Besetzung (Valjean!) deutlich besser. Schade.

Kerstin


20060
Beeindruckend

19.06.2007 - Beeindruckende Inszenierung des Musicals in der Stiftsruine, welche einen perfekten Spielort liefert. Sehr gute Darsteller, Ensemble und Orchester. Die junge Janina Goy (Eponine) besticht durch sichere Stimmführung und Schauspiel. Wer eine Karte für dieses Spektakel hat, kann sich auf einen tollen Musicalabend freuen.

Mel


20059
grauenvolle striche

18.06.2007 - unfassbar schlechte striche und ein schwacher valjean. javert prima

helmut


20050
Super Super Super Super

18.06.2007 - Mir hat das Musical sehr gut gefallen. Verglichen mit "Grease", was im März in Wetlar lief, ist dies wirklich ein Meisterwerk:
-Die Kulisse überhaupt
- Die Darsteller: Große Klasse, fast kein einziger Ton ging daneben
- Die Schauspielerische Leistung: +++
- Das Orchester: Einsame Spitze


Gestört haben mich allerdings die Schwalben, die der ganzen Musik noch einen feinen Hauch von Vogelgezwitscher gegeben haben.

So ein gutes Musical habe ich schon lang nicht mehr gesehen.
Die Kulissen waren zwar recht bescheiden aber das machte gar nichts, mit dieser wundervollen sowohl musikalischen als auch schauspielerischen Inszenierung blieb keine Auge trocken.
Vielen Dank für diesen unvergesslichen Abend

Antonina


20032
Gänsehaut und Spannung pur

18.06.2007 - 17.06.2007 wir können uns nur den positiven Punkten der anderen Bewertungen anschließen. Kurz und knapp : wer Tickets hat kann sich auf ein unvergessliches Erlebnis freuen. Eine Aufführung, die Vergleiche mit den großen Bühnen unseres Landes mühelos standhält. Respekt und vielen Dank für ein tolles Musical-Erlebnis

sonnenblume


19996
Ordentliche Aufführung

16.06.2007 - Ich hatte grosse Erwartungen an die Aufführung von "Les Misérables" in Bad Hersfeld.
Leider wurden diese nicht ganz erfüllt.

Die Regie zeigt durchaus interessante Ansätze, enttäuscht war ich jedoch von Bühnenbild und Lichtdesign.
Das "Lied des Volkes" hätte eine grandiose Massenszene werden können, spielt jedoch auf einer kleinen Vorderbühne, während Valjeans Garten in der intimen Szene "Mein Herz ruft nach Dir" die große Spielfläche einnimmt. Die Barrikade sieht dafür aber richtig gut auf der Bad Hersfelder Bühne auf. die besten Bilder entstehen jedoch, wenn sich Bühne und Licht auf die Begebenheiten der Stiftsruine einlassen (Kanalisation und Javerts Selbstmord). Manchmal ist eben weniger mehr, gerade in solch spektakulärer Kulisse.

Besonders hervorzuheben ist die kluge Strichfassung, die die Handlung mit viel Drive und sehr schlüssig vorantreibt.

Zu den Darstellern: Olegg Vynnyk meistert mit Liechtigkeit die Partie des Jean Valjean. Sein "Bring ihn Heim" wurde zum musikalischen Genuss. Respekt!
Norbert Lamla wusste mit seiner Darstellung und seiner grandiosen Stimme diese Leistung gar noch zu toppen.
Barbara Köhler gab mit hervorragender Stimme eine überzeugende Fantine, Patrick Schenk glänzte nicht minder als Marius.
Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Sanni Luis als Mme Thénardier. Es war faszinierend zu sehen, wie viele Facetten diese Rolle bekommen kann, wenn sie stimmlich und darstellerisch so hochkarätig besetzt ist. Gratulation! Bitte mehr davon, Frau Luis!
Als weiterer Besetzungscoup zeigte sich Antje Eckermann als Gavroche. Die Rolle mit einer Frau zu besetzen, gab die Möglichkeit, der Rolle eine Tiefe zu geben, wie sie ein Kind wohl nicht gemeistert hätte.
Enttäuscht war ich jedoch von Janina Goy als Eponine: Ihr gelang nicht die Balance zwischen klarem Gesang und Interpretation. Auch ihr Schauspiel verlor sich oft in stereotypen Gesten. Schade.

Das Orchester spielte mit viel Tempo die Partitur, leider war die Abmischung nicht immer gut. Generell hätte es etwas lauter sein dürfen. Zudem wäre es schön gewesen, wenn die Mikros der Chöre auch zum Einsatz hochgezogen werden, und nicht ein paar Sekündchen danach. Dann wäre das gute Zusammenspiel von Orchester und Ensemle ein noch größerer Genuss gewesen.

Auch wenn diese Aufführung inszenatorisch nichts wirklich Neues bietet ist sie einen Besuch wert, allein schon wegen der Leistung der Darsteller und des grandiosen Aufführungsort.

Marius


19966
Schade, schade, schade!

15.06.2007 - Seit etlichen Jahren besuchen wir Vorstellungen in Bad Hersfeld - oft mehrmals in einer Saison. Die Musicals waren dabei IMMER von herausragender Qualität. Besonders groß war daher unsere Vorfreude. Was uns gestern Abend bei der Premiere geboten wurde, war schlichtweg katastrophal. Leider konnte auch die normalerweise wunderbare Atmosphäre der Stiftsruine nicht über die körperlichen Schmerzen hinweghelfen, die wir erlitten. Es war so laut und schrill, dass selbst Ohrenzuhalten kaum half. Wir sind nach eineinhalb Stunden Quälerei - verbunden mit der (vergeblichen) Hoffnung, dass die Technik Abhilfe schafft - gegangen. Schade für die Künstler, schade für das Stück, schade für Bad Hersfeld!

Anna-Lena


19964
Überhaupt nicht miserabel

15.06.2007 - Bad Hesfeld ist immer wieder ein Erlebnis. Nicht nur, dass man vor der Vorstellung bei einem Stadtbummel die Darsteller beim Eis essen trifft oder sie auf dem Fahrrad an dir vorbeifahren. Wir wurden von einem Unwetter begrüßt, dass schon fast nicht mehr feierlich war. Aber kurz vor Beginn war es zum Glück vorbei und die Fanfaren riefen zum Einlass.

Das Orchester legt pünktlich los und hielt das zügige Tempo bis zum SChluss durch, sodass die Aufführung etwas über 2 1/2 Stunden dauerte, was aber auch an mehreren Kürzungen lag. Diese ließen das Stück ein wenig kompakter wirken und störten den dramaturgischen Ablauf in keinster Weise. Auch die gelegentlich Überarbeitung der Übersetzung hatte positive Auswirkungen auf das Verstehen der Geschichte.

Die Inszenierung wirkte zwar anders als die nachwievor tolle Originalinszenierung, aber sie war dieser sehr ähnlich. Kulissen brauchte man auch hier kaum, was aber angesichts der Stiftsrunine kaum verwunderlich ist. Die Barrikaden wirkten hier fast noch wuchtiger, obwohl sie nicht so wendig eingesetzt werden konnten. Dennoch waren manche Szene weniger gut gelöst. Beim "Lied des Volkes" war vielleicht nur die Hälfte des Ensembles auf der Bühne und wenn 12 Männer und Frauen allein den Aufstand verkünden, ist das in meinen Augen etwas dürftig, zumal man extra einen örtlichen Chor als Verstärkung engagiert hat. Ein weiteres Manko war, dass Eponine "Nur für mich" singt und von ihrer einsamen Spaziergängen durch die Pariser STrassen erzählt, während im Hintergrund das Ensemble auf den Barrikaden rum turnt. HIngegen waren andere Szenen so bewegend, wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe. Eponines Tod ließ einem fast die Tränen in die Augen kommen und als Marius der toten Eponinen noch einen Kuss auf den Mund gab, wurde es einem richtig warm ums Herz. Ebenso spannend war die Konfrontation an Fantines Sterbebett und Fantines Rausschmiß aus der Fabrik, wo sie im mittlerweile wieder begonnenen Regen ihr "Ich hab geträumt" singt.

Musikalisch war die Izenierung in einem sehr guten Zustand, was vor allem an den durchweg herovrragenden Sängern lag. Während Olegg Vynnyk schauspielerisch nicht an seine Leistung in Berlin heran kam, konnte er stimmlich das Publikum begeistern. Norbert Lamla hingegen war sowohl schauspierlisch als auch stimmlich von Anfang an auf höchstem Niveau. Bei seinem Selbstmord wurde sein Sprung in die Seine von einer kräftigen Wetterleuchte begleitet, was diese Szene zwar spektakulärer erschienen lies als sie war, aber gerade deshalb einzigartig machte. Das hätte kein Beleuchter besser machen können. Der Natur sei dank. Auch Janina Goy, die eine wunderbare Interpretation der Eponine zum Besten gab, konnte mit ihrer Natürlichkeit, Verletzlichkeit und Charakterstärke überzeugen. Man kann nur hoffen, dass diese junge Künstlerin auch weiterhin ihren Weg machen wird. Barbara Köhler konnte als Fantine mit einer schönen Stimme überzeugen. Aber auch das restliche Ensemble war sehr gut und verhalf der Inszenierung zum einem tollen Erfolg, der mit begeisterten Standing ovations gefeiert wurde.

Daniel²


19963
Ein Erlebnis für alle Les Mis -fans !

15.06.2007 - Wir waren am Mittwoch zur Vorpremiere in bad Hersfeld. Als große Les-Mis - Fans hat uns die Aufführung sehr überzeugt. Vor der tollen Kulisse der Stiftsruine spielten die Akteure mit großem Können und viel Begeisterung und ernteten gleich zur Vorpremiere Standing Ovations.

flippa


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