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Revue

Machos, Memmen & Mimosen

Wann ist der Mann ein Mann?


Nachhilfestunde für Frauen und Selbsterkenntniskurs für Männer, die über sich und ihre Geschlechtsgenossen lachen können.

(Text: Kai Wulfes)

Premiere:28.11.2006
Letzte bekannte Aufführung:20.05.2007


Endlich kommt die grausame Wahrheit ans Licht. Das Dilemma des deutschen Mannes ist, dass es in seiner Muttersprache kein einzig gutes Wort für DAS zwischen den Beinen gibt. Und weil DAS mit unendlich vielen Bezeichnungen tituliert werden kann, sind alle in einem eigenen Song verewigt. Geschmacklos? Keineswegs. Einfach nur zum Brüllen komisch! Auch wenn es in dieser Revue etwas deftiger zugeht und allein zwei Lieder das "F-Wort" in ihrem Titel haben, schafft das Autoren-Duo Dietmar Goergen und Helmut Palitsch (auch Regie) das Kunststück, die Show nicht ins Zotige abgleiten zu lassen. Der Blick in das Seelenleben ihrer Geschlechtsgenossen gerät vielmehr zu einem unterhaltsamen und aberwitzigen Aufklärungsabend, für den Goergen und Palitsch 29 wenig bekannte Songs unterschiedlicher Komponisten ohne Zwischenhandlung geschickt zusammenmontiert haben. Einzig das von Michael Kunze für Catherina Valente geschriebene "Ich bin noch da" wirkt wie ein Fremdkörper in der viele unterschiedliche Facetten des Mannseins beleuchtenden Mixtur, da es das Überleben einer Frau in einer von Männern dominierten Gesellschaft schildert. Eine Wucht sind die vor satirischem Wortwitz nur so strotzenden Songs des Berliner Liedermachers Funny van Dannen. "Westerwelle" schildert die Angst des Mannes vorm Schwulsein, "Hiltrud" ist ein Liebesgeständnis an die vierundsechzigjährige Mutter der Verlobten und in "Nana Mouskuri" stellt sich heraus, dass ganze Kerle doch zu Schlagerkonzerten gehen. Diese und noch fünf weitere seiner Songs zeigen den Mann auch jenseits der die Show dominierenden Klischees.

Regisseur Palitsch verlegt den ersten Teil seiner Inszenierung in eine Flughafen-Lounge, die sich nach der Pause durch Austausch der roten Designer-Sessel gegen Sportgeräte in ein Fitnessstudio verwandelt. Hier gruppiert er die Darstellerriege in schneller Folge und sehr abwechslungsreich zu immer neuen Bildern, die fast ausnahmslos gelingen. Ein Rätsel bleibt allein die ganz aufs Machosein abgestellte Cowboy-Szene zum Song "Bobby & Jack". Kostümbildnerin Adriana Miskovicova kleidet das Ensemble geschmackvoll in Business-, Alltags- und Sportmode.

Zum Erfolg geführt wird "Machos, Memmen & Mimosen" vom fast ständig auf der Bühne präsenten Ensemble, wobei die stärkste Leistung des Abends kurioserweise von einer Frau kommt. Susanne Menner ist in Mimik und Darstellung eine große Komödiantin und überzeugt als einzige mit einer perfekten Gesangsstimme. Bei der sehr homogenen Männer-Crew (Martin Klodzinski, Dominik Meurer, Jan Opderbeck und Tobias Schulze) schleicht sich der ein oder andere falsche oder wackelige Ton ein, den man aufgrund der tollen schauspielerischen Leistungen jedoch gern überhört. Alle vier Darsteller beweisen eine ungeheure Wandlungsfähigkeit, die vom Macker bis zum Muttersöhnchen reicht. Der am rechten Bühnenrand sitzende und mehrfach ins Geschehen integrierte Joachim Kuipers ist nicht nur der Musiker der Show, er hat auch mehrere Gesangsaufgaben.

Auch wenn die Idee zu dieser Revue nicht neu ist, ihre witzige Umsetzung garantiert einen unterhaltsamen wie lehrreichen Theaterabend.

(Text: kw)






Kreativteam

Inszenierung Helmut Palitsch
Musikalische Leitung Joachim Kuipers
Kostüme Adriana Miskovicova


Besetzung

Mit Susanne Menner
Martin Klodzinski
Dominik Meurer
Jan Opderbeck
Tobias Schulze



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


3 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


23108
HAMMER!

10.12.2007 - Lachen bis der Arzt kommt. War ein ganz toller Abend - Muskelkater vorprogrammiert!

Melanie


17511
Grandios!

11.02.2007 - Zufällig gefunden, da die tribüne get2 partner ist. Seitdem 6 mal gesehen mit immer wieder anderer Begleitung. Muß man mehr begründen als sechs mal ein Stück gesehen zu haben?
Jeder der Schauspieler hat die für ihn passenden Lieder "zugeteilt" bekommen. Kein Lied dürfte von einem anderem "gespielt" und gesungen werden. Alles passt zusammen, obwohl jedes Lied nicht zu dem davor oder danach passt. Und die Stimme von Susanne is der Hammer! In den Pausengesprächen der anderen Zuschauer hört man diesen Kommentar immer wieder.
Anfänglich scheint der ein oder andere Zuschauer älteren Semesters ein wenig pikiert, doch zum Schluß kommt das Ensemble nicht ohne Zugabe von der Bühne.
Sehnswert!

Tina


16112
War ein toller Abend

13.12.2006 -

Crincher


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