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Historien-Musical

Les Misérables

Die Symphonie von Menschen, die nicht länger Sklaven sind


Ralph Reichel inszeniert das Historien-Epos von Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg nah an der Mackintosh-schen Originalproduktion und trumpft erst zum Schluss mit einem Feuerwerk origineller Einfälle auf. Von Anfang an in Höchstform ist dagegen Valjean-Darsteller Ansgar Schäfer (schon in Detmold und Regensburg in der Rolle zu sehen), der mit intensivem Spiel und starker Stimme auf große Gefühle setzt.

(Text: Claudia Leonhardt)

Premiere:11.11.2006
Letzte bekannte Aufführung:04.07.2008


Eigentlich ist "Les Misérables" ein Musical, bei dem es für Stadttheaterproduktionen relativ leicht ist, sich von der Originalinszenierung szenarisch abzuheben. Da Cameron Mackintoshs Großproduktion in Sachen Bühnenbild eher auf Minimalismus setzte, bleibt den Stadttheatern viel Raum für eigene Ideen. - Raum, der in Ralph Reichels Inszenierung leider nicht optimal genutzt wird.

Über weite Strecken, vor allem im ersten Akt, hält man sich bei der Geraer Produktion ans Original und kopiert Regie und Kulisse oft eins zu eins. Ärgerlich ist das vor allem deshalb, weil im letzten Drittel des Stücks, als man beginnt Eigeninitiative zu zeigen, klar wird, dass es an guten und originellen Einfällen nicht mangelt. Da erlebt man beispielsweise Gavroches Tod aus der Sicht der Studenten hinter der Barrikade, und bei der Hochzeitsszene strömen die bleichen Geister der Toten in den Saal und geben "Bettler am Büffet" eine ganz neue, faszinierend verstörende Dynamik. Auch Javerts Selbstmordszene ist gut inszeniert: anstatt mit trickreichen nach-oben-fahrenden Geländerkonstruktionen zu experimentieren, lässt man den verstörten Inspektor schlicht und einfach am hinteren Bühnenrand von einer Brücke springen.

Dass Ansgar Schäfer nicht zum ersten Mal als Valjean auf der Bühne steht, merkt man ihm angesichts seiner ausgereiften und intensiven Darstellung an. Auch stimmlich meistert er die anspruchsvolle Rolle hervorragend und variiert gekonnt zwischen harten Tönen während Valjeans Sträflingszeit und deutlich sanfterer Intonation als Bürgermeister und Vater. Serge Noviques Interpretation des Javert ist hingegen trotz beeindruckender Stimme eher gewöhnungsbedürftig. Valjeans Verfolger kommt augenrollend und mit ausschweifender Gestik daher und wirkt von Anfang an ein wenig so, als sei er, lange bevor er sich in die Seine stürzt, bereits dem Wahnsinn verfallen.

Mit starker Bühnenpräsenz, glasklarer Stimme und viel Charme (trotz eher biederer Frisur und Kostümierung) erreicht es Verena Küllmer, aus der undankbaren Rolle der Cosette ein Highlight der Aufführung zu machen. Im Vergleich dazu haben es die Darstellerinnen der anderen weiblichen Hauptrollen schwer: Katrin Strocka spielt die Fantine einfühlsam und zerbrechlich, neigt aber ein wenig zum Überakzentuieren, was vor allem während "Ich hab geträumt" störend ist. Ulrike Barz wirkt, schon wegen ihres wenig Straßenmädchen-gerechten Outfits (adrettes blaues Kleidchen und moderne rote Strubbelfrisur), optisch fehl am Platz in der Rolle der Eponine, macht das aber durch nuancenreiches Spiel wieder wett.

Marco Fahrland-Jadue stellt Marius als Sympathieträger und Romantiker dar, ohne in Arroganz oder Tagträumerei abzudriften. Seine jungenhafte Verliebtheit in Cosette nimmt man ihm dabei ebenso ab wie das Engagement für den Widerstand. Udo Eickelmann als Enjolras bleibt sowohl stimmlich als auch in seiner Interpretation des Studentenführers eher blass. Imposant ist dagegen der Chor der Studenten, der, unterstützt von Thomas Wickeleins ausgezeichnetem Orchester, gegen Ende des ersten Akts beim "Lied des Volks" auftrumpfen kann.

Günter Markwarth und Angelika Poser-Kötzsch gelingt als schlitzohriges Gaunerpaar Thénardier der Spagat zwischen Boshaftigkeit und Witz. Die Rolle des Gavroche wird in Gera nicht mit einem Kind, sondern einer jungen Frau besetzt, was - von Maskenbildnern und Kostüm geschickt kaschiert - erst auf den zweiten Blick auffällt. Victoria Valo mag von Alter und Geschlecht nicht dem herkömmlichen Gavroche entsprechen, macht sich die Rolle aber mit frechem Spiel und kindlicher Stimme perfekt zu eigen. Anrührend ist auch die Darbietung von Amelie Nordmaier als kleine Cosette.

Alles in allem funktioniert die Inszenierung in Gera - wobei "Les Mis"-Neulinge wahrscheinlich mehr Spaß daran haben als Kenner des Stücks, die sich über die vielen Anleihen bei der Mackintosh-Produktion ärgern und sich über die ungewöhnliche Interpretation des Javert wundern dürften.

(Text: cl)






Kreativteam

Musikalische Leitung Thomas Wicklein
Regie Ralph Reichel
Bühnenbild Thomas Gruber
Kostüme Astrid Wiel


Besetzung

Jean ValjeanAnsgar Schäfer
JavertSerge Novique
FantineKatrin Strocka
MariusMarco Fahrland-Jadue
EnjolrasUdo Eickelmann
EponineUlrike Barz
CosetteVerena Küllmer
M. ThénardierGünter Markwarth
Mme ThénardierAngelika Poser-Kötzsch
GavrocheVictoria Valo
undBernhard Hänsch
Claudia Müller
Rosemarie Dittmann-Bennert



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


22 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


24792
Schön war`s trotzdem

31.12.2009 - Habe Les Miserables genau 3 Wochen vorher mit denselben Hauptdarstellern (Ansgar
Schäfer und Serge Novique) in der Pforzheimer Inszenierung
gesehen, die um Klassen besser war. Dort hatte man die Idee,
die Geschichte zu erzählen und
auch einen verständlichen Zusammenhang darzustellen.
Die Ausstattung war auch nicht so spartanisch wie in Gera,
man konnte andererseits auf jegliche Effekthascherei verzichten. Eponine durfte
im Liegen sterben, ohne dass
ihr das Blut aus dem Mund lief. Gavroche musste auch nicht mehrere "Treffer"
einstecken, bevor er starb.
Der Tod auf den Barrikaden wurde in Gera ausführlichst
dargestellt, andere Szenen und Kulissen waren mehr als dürftig.Aber schön war's trotzdem. Ansgar Schäfer als Jean Valjean ist unübertroffen, Serge Novique als Javert nicht gewöhnungsbeürftig, sondern ganz einfach genial. Die Bewältigung des Ausfalls von Cosette am 24.2.08 gelang optimal. Warum Eponine diese furchtbare Perücke tragen muss, weiß ich allerdings nicht. Wären es keine 420 Kilometer, würde ich nochmal
kommen.

Iserlohner


24730
Wie erwartet...

25.02.2008 - ... wars schön gestern Nachmittag... Teilweise waren die Darsteller zwar etwas schlecht zu verstehen, aber alles in allem sehr gelungen! Und wie üblich geht mein Kompliment an Marco Fahrland ;)

Sarah


23612
Mattes Dahinsiechen

02.01.2008 - So fad kann eine Revolution sein und der valjean den mochte ich gar nicht

Sybille


22044
GE-NI-AL!

06.10.2007 - Superschönes Musicalaufführung in Duisburg, tolle Sänger, viel besser als in Duisburg, besonders auch die kleinen wie Deborah Kircheis in der Rolle der kleinen Cossette, sehr schöne Inszenierung! Klasse!
Empfehlung an alle!

MK


20472
welch ein abend

13.07.2007 - also, hut ab. ein großartiger abend in einem vollen haus mit einem glänzend aufgelegten ensemble. ulrike barz und marco fahrland, und auch alle anderen wie ansgar schäfer und das ensemble waren echt zmwerfend, da drückt das stück doch ganz schön auf die tränendrüse...

allein manche sachen in regie und musikalischer leitung könnte man diskutieren, das ist geschmackssache.
ich fand es großartig!

joseph


20387
Aua!

08.07.2007 - Orchester war toll. Ensemble auch. Inszenierung ist teilweise gut, teilweise mittelmass. Aber Ton: so laut habe ich Les Miz noch nie gehört. Es war schmerzhaft und weiter als grenzwertig...

Miz Fan


20213
ich fands nicht so toll

28.06.2007 - achtbar schon aber eher zu langatmig und nicht so toll.

evelyn fuckitsch


20200
gera gibt den lesmiz-ton an

27.06.2007 - die beste lesmiz, die ich je gesehen habe, darsteller top, besonders marco fahrland und die ganzen (studenten) jungen leute im ensemble! da geht es voll ab, auch wenn draußen große hitze ist um theater auch, die darsteller lassen sich das nicht anmerken.

publikum ist begeistert.... und ich freue mich auf tolle weitere shows...

thommy


20014
Stimmt

17.06.2007 - Claudia Müller ist echt toll. Schade, dass sie zur Zeit nicht noch bei mehr Sachen dabei ist in Gera und Chemnitz... :-(

Yves


20013
Gera auf den Barrikaden!

17.06.2007 - habe bisher zwar nur Proben gesehen (enorm vielversprechend), werds mir aber bald ganz angucken
vor allm das Ehepaar Thenardier, Marco Fahrland und Claudi Müller sind große klasse!

Sarah


19986
ein sehr schöner Abend

16.06.2007 - Ich war zur Premiere und Gera und war total überrascht von dieser Inszenierung. Als Geraerin habe ich es zum 1. Mal in unser super schön renoviertes Theater geschafft und allein dieses Haus ist ein Besuch wert.
Da ich ganz spontan und unvorbereitet reingegangen bin, hatte ich am Anfang Probleme, den Inhalt zu verstehen.Sehr schöne Stimmen, gute passende Requisiten und sehr viel Gefühl machten den Abend zu einem Erlebnis.
Absolut empfehlenswert!

Vampir


19979
Alles Müller...

15.06.2007 - ...oder was?

Ich hätt ja nicht gedacht, dass ich nochmal ein anderes Stück so positiv bewerten würde, wie *** <- ich will ja keine Werbung machen, aber Claudia und Nico Müller sind einfach super!

MMaster


19974
Überragende Aufführung!

15.06.2007 -

karli


19950
toll toll toll

14.06.2007 - boa, ist das eine tolle show geworden! die darsteller das bühnenbild die kostüme die regie das licht.... der absolute wahnsinn, ich glaub, wirklich schwer zu toppen. da spielen alle mit 100 % power und willen. man merkt das einfach. und supergut sind sie auch. also auf weitere tolle shows in gera!

marren


19945
Schöner Abend

14.06.2007 - Nach meinem ersten Musicalbesuch, bin ich nun sehr gespannt auf weitere Vorstellung dieses Stückes.

Linda


19907
gute Inszenierung

11.06.2007 - hatte einen sehr schönen Abend. Ein Lob an die Darsteller

Dana


19905
Super Premiere

11.06.2007 - Habe am 8. Juni die Premiere von LesMis in Gera miterleben drüfen - was soll ich sagen? Ich habe LesMis noch nie vorher gesehen, aber die Darsteller haben mich voll überzeugt. Angefangen von Jean Valjean (Ansgar Schäfer) über Javert (Serge Novique)bis hin zu Fantine (Katrin Strockra)und Marius (Marco Fahrland) waren die Hauptrollen wirklich super bestezt. Besonders gefallen hat mir Eponine (Ulrike Barz) ... Aber auch die anderen Rollen haben das Stück unter die Haut gehen lassen ... besonders erwähnen möchte ich die Studenten und auch das Ehepaar Thenardier.
Stimmgewaltig waren die Chorszenen, so dass die Gänsehaut nicht auf sich warten ließ.
Ein gelungener Abend, der die Anreise wert war.
Danke an alle Mitwirkenden und ich hoffe, es mir nochmal ansehen zu können ...

vonKrolock


19731
hammer

02.06.2007 - obwohl noch nicht premiere in gera gewesen, in altenburg lief die identische inszenierung und ich bin ab-so-lut begeistert. so eine energie, so eine spannung, so tolle darsteller, so ein tolles bühnenbild...

also, unbedingt anschauen! es lohnt sich!

yeha


18843
Sehr gut besser als ...

09.04.2007 - in Duisburg . Dort bestach das Musical durch aufklappbare Barikaden und " Stars " die aber erst danach welche wurden . Gut , besser , Les Mis in Gera .

Meikel


16289
Super

22.12.2006 - Claudia Müller ist der absoulute Star der Show... Sie ist die Beste. Schade, dass "sie" schon so zeitig stirbt...

Heinz


16215
kompliment

18.12.2006 - eine rasante und mitreissende aufführung dieses stückes... es wird ja nun inzwischen überall aufgeführt, aber ich denke, diese version strotzt nur so vor energie spnnung und spielfreude. das junge ensemble (viele davon noch studenten, wie zum beispiel Michael Schöpe als Grantaire) frischen dieses Stück, dass an stadttheatern oft durch das haus besetzt wird, sehr auf...
Kompliment auch an Ansgar Schäfer für einen sehr menschlichen und wandlungsfähigen Valjean.

Alles in allem: unbedingt anschauen... Termine im I-net

kk


15805
Tolle Stimmen

24.11.2006 - Die Produktion Les Mis ist sehr schön. Ich hoffe Claudia Müller bald in einer ihrer Beiden Rollen erleben zu dürfen. Die Frau ist Klasse. So eine Stimme hat man selten! Viele Grüße an Claudia.

Fan


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