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Szenischer Liederabend

Mozart Werke Ges.m.b.H.

Augenzwinkernde Hommage an Mozart


Mit einem Schwerpunkt auf Musik von Wolfgang Amadeus Mozart hat Franz Wittenbrink ("Sekretärinnen") wieder viele unterschiedliche Lieder zu einem musikalischen Schauspiel kombiniert. Die Handlung spielt in einer Schokoladenfabrik, in der Mozartkugeln hergestellt werden.

(Text: Dominik Lapp)

Premiere:22.09.2006
Letzte bekannte Aufführung:07.11.2006


Eine Fabrikhalle, grau in grau. Ein Laufband, von dem ständig Mozartkugeln kullern. Das ist das Bühnenbild bei "Mozart Werke Ges.m.b.H.", für das Charles Copenhaver verantwortlich zeichnet. Mehr Aufwand bedarf es auch nicht bei Franz Wittenbrinks szenischem Liederabend, den er anlässlich des 250. Geburtstages von Mozart geschrieben hat. Wie immer kommen bekannte Songs zum Einsatz, doch diesmal vor allem Lieder des österreichischen Wunderknaben.

Regisseur Manfred Langner präsentiert seine beeindruckende achtköpfige Cast mit detaillierter Personenregie. Die Handlung spielt in der bereits erwähnten Fabrikhalle, einer Fabrikhalle, in der aus Schokolade, Marzipan und weiteren kalorienreichen Zutaten die weltbekannten Mozartkugeln hergestellt werden. Neben der Produktion der süßen Sünde zeigt der Regisseur das vermeintlich normale Leben der Fabrikarbeiter. Da schläft der Chef (Rainer Spechtl) mit seiner Angestellten (Josefine Nickel), während die Ehefrau (Elfi Gerhards) nichts ahnend zu Hause sitzt. Und der Vorarbeiter (Axel Herrig) buhlt um die Gunst seiner Kollegin (Nicole Baumann), die jedoch lieber mit einem anderen Kollegen (Andreas Lichtenberger) hinter der Produktionsmaschine verschwindet.

Aus der Darstellerriege sticht besonders Josefine Nickel hervor, die erst 2004 ihre Ausbildung zur Musicaldarstellerin abgeschlossen hat. Sie verzaubert mit einer klaren Stimme und gibt ihre Rolle sehr lasziv. Zu überzeugen weiß sie mit den Songs "I Will Talk and Hollywood Will Listen" und "Oops, I Did It Again". Andreas Lichtenberger ("Mamma Mia!") gibt einen souveränen Fabrikarbeiter und überzeugt mit makelloser Stimme. Die aus der Hamburger Inszenierung von "Titanic" bekannte Nicole Baumann setzt ihre klassische Stimme gut ein und löst beim Publikum wahre Lachsalven aus, wenn sie mit Lichtenberger für ein Schäferstündchen verschwindet und ihren Orgasmus in Form von Mozarts "Alleluja" (KV 165) zum Ausdruck bringt. Peter Rehkop hat die ehrenvolle Aufgabe, eine unfreiwillige Schokoladendusche zu nehmen, was er gesanglich mit seiner beeindruckenden Countertenor-Stimme kommentiert. Doch als wäre die klebrige Schokolade nicht schon genug, so muss er auch noch vor Elfi Gerhards in der Rolle der Fabrikbesitzer-Ehefrau Reißaus nehmen, die nämlich ein Auge auf ihn geworfen hat und ein stimmiges "Ich will keine Schokolade" zum Besten gibt.

Mit einer herrlichen Stoiber-Parodie bringt Christoph Reiche das Publikum zum Lachen und überzeugt mit "So a Mozartkugel" und "Great Balls of Fire". Rainer Spechtl als Fabrikbesitzer bleibt stimmlich leider hinter seinen Kollegen zurück, macht aber schauspielerisch eine gute - von Mozartkugeln geformte - Figur. Der Star des Abends ist jedoch Axel Herrig. Nachdem er seit Jahren als Falco in "Falco Meets Amadeus" auf der Bühne steht, zeigt er nach seinem Berliner Engagement in "Die Drei von der Tankstelle" nun erneut, dass er ein exzellenter und sehr wandlungsfähiger Schauspieler ist. Doch nicht nur das. Bei "Mozart Werke Ges.m.b.H." kommt ihm seine Opernausbildung sehr zugute, da er unter anderem eine Arie aus Mozarts "Don Giovanni" anstimmt. Höhepunkt seiner Darstellung ist eine Song-Collage aus Falco-Hits, mit der er den Zuschauerraum zum Kochen bringt. Herrig und das perfekt aufeinander abgestimmte Ensemble machen "Mozart Werke Ges.m.b.H." zu einer sehenswerten Mozart-Parodie, in der gnadenlos mit dem Kommerz rund um das Salzburger Musikgenie abgerechnet wird.

(Text: Dominik Lapp)




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Besetzung

Fabrikbesitzer Rainer Spechtl
Frau vom FabrikbesitzerElfi Gerhards
Vorarbeiter Axel Herrig
Fabrikarbeiterin Nicole Baumann
Fabrikarbeiterin Josefine Nickel
Fabrikarbeiter Peter Rehkop
Fabrikarbeiter Andreas Lichtenberger
Mozartkoordinator Christoph Reiche



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


7 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


15584
Hammermäßige Revue

09.11.2006 - Eine hammermäßige Vorstellung, die ich in Essen besucht habe. Klasse Songauswahl, super Darsteller, da stimmt einfach alles. Richtig geiles Entertainment. Danke.

Sabine Meyer


15570
wunderbar

08.11.2006 - Es war ja sooooo super gestern Abend. Schade, dass es vorbei ist! Würde glatt nochmal reingehen! Die Blonde war super!

tom


15441
Das bislang Beste von Wittenbrink

31.10.2006 - Habe das Stück auch in Hannover gesehen. Normal kann ich mit Wittenbrink nichts anfangen, aber diesmal bin ich auf meine Kosten gekommen. Es war sehr schön. Geniale Cast. Tolle Songauswahl. Ein Highlight zum Mozartjahr.

Jürgen S.


15422
Von Mozart bis Grönemeyer - eine sehr abwechslungsreiche Show

31.10.2006 -

Musi-Caly


15415
Grotesk

31.10.2006 - Wer bitte sehr inszeniert so einen Schrott???

Johanna D.


15378
Sehr schöne Stimmen

29.10.2006 - Die Show habe ich in Waiblingen gesehen. Der Saal war o.k. Die Handlung nicht anspruchsvoll: ein Tag in einer Fabrik, die Mozartkugeln herstellt. Die Musikstücke reichten von Mozartarien über Musicalstücke bis Volksmusik.
Das Highlight des Abends waren zweifelsfrei die Interpreten und Musiker. Stimmlich kamen wir voll auf unsere Kosten, es ist eine sehr gute Cast.

ChristineL


15120
Geniale Show!

14.10.2006 - Ich war gestern Abend in der Vorstellung von "Mozart Werke". Dafür bin ich extra aus Hamburg angereist, und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut!
Das Stück ist sehr Wittenbrink-typisch, ein Potpourrie aus den verschiedensten Musikstilen.
Die Inszenierung ist sehr lustig und unterhaltsam. Andreas Lichtenberger(Mamma Mia!) und Axel Herrig (DER Falco) haben mir darstellerisch wie gesanglich sehr, sehr gut gefallen. DIE weibliche Stimme des Abends war eindeutig Josefine Nickel! Musicalgesang vom Feinsten, Gänsehaut pur, diese junge Dame gehört auf die große Musicalbühne...
Peter Rehkop (Countertenor) war zwar zwischenzeitlich ganz lustig, hat aber sehr unsauber gesungen und war darstellerisch mit Abstand der Schlechteste. Nicole Baumann hat eine schöne klassische Stimme und hat mich in ihrer Rolle absolut uberzeugt. Rainer Specht, Elfi Gerhards und Christoph Reiche haben ihre Sache ebenfalls gut gemcht. Letzterer gab eine großartige Stoiber Parodie zum besten, die ihresgleichen sucht!
Alles in allem ein gelungener Abend, den man nicht missen sollte!

Anja


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Handlung
"Mozart Werke Ges. mehr

Weitere Infos
Das Stück stammt von Franz Wittenbrink und feierte 2006 Premiere.

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Ø 4.00 Sterne

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