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Biografie

Mozart!

Musikgenie als Musicalheld


Zum Ausklang des Mozartjahres wird das Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze nach vierjähriger Abstinenz wieder in Deutschland aufgeführt. In der deutschsprachigen Inszenierung des Budapester Operettenhauses stehen Patrick Stanke in der Titelrolle und Caroline Vasicek als Nannerl Mozart neben den ungarischen Originaldarstellern auf der Bühne des Deutschen Theaters in München.

(Text: Dominik Lapp)

Premiere:07.11.2006
Letzte bekannte Aufführung:26.11.2006


In seiner aus Budapest nach München transferierten "Mozart!"-Version setzt Regisseur Miklós-Gábor Kerényi ganz andere Akzente als Harry Kupfer in der Fassung, die in Wien und Hamburg zu sehen war. Während Kupfer vor allem den Mensch hinter dem Genie Mozart gezeigt hat, legt Kerényi sein Hauptaugenmerk auf die Werke Mozarts. So werden musikalische Zitate aus dessen Stücken viel länger gespielt als in Kupfers Fassung.

Änderungen gibt es nicht nur in der Regie, sondern auch am Bühnenbild und bei den Kostümen. Das Bühnenbild von Csörsz Khell ist in der Budapester Fassung viel detaillierter als in der Urversion, und auch die Bühnentechnik im Deutschen Theater wird mit Hubpodium und Drehbühne gut genutzt. Die Kostüme von Rita Velich unterscheiden sich ebenfalls von den Originalen, kommen der Zeit des Rokoko jedoch genauso nahe. Jenö Löcsei zeichnet für die sehr flotte Choreografie verantwortlich, die das Ensemble exzellent umsetzt. In den Ensembleszenen beweisen die Ungarn nämlich, dass sie erstaunlich gute Tänzer sind. Das Orchester unter Dirigent István Silló spielt Sylvester Levays neu arrangierte Partitur zwar solide, aber nicht sehr rockig.

Patrick Stanke überzeugt als Wolfgang Mozart gesanglich mit teilweise ungewohnt tiefer Stimme. Seine emotionale Interpretation von "Warum kannst du mich nicht lieben?" ist ein Höhepunkt der Aufführung. Ein dicker Abstrich ist lediglich aufgrund seiner gackernden und überdrehten Interpretation der Titelrolle zu machen. Hierbei haben sich Stanke und Kerényi wohl ziemlich stark an Tom Hulce orientiert, der die Titelrolle in Milos Formans Mozart-Verfilmung "Amadeus" verkörperte. Die Rolle des Porzellankinds Amadé lässt Regisseur Kerényi etwas größer ausfallen als bisher. András Ronai gibt das kleine Genie mit voller Hingabe und überzeugt in seiner stummen Rolle mit verschiedenen akrobatischen Kunststücken, durch welche die Rolle mehr in den Vordergrund rückt, als es in der Inszenierung von Harry Kupfer der Fall ist. Eine weitere Änderung gibt es bei der Rolle der Nannerl Mozart. Diese wird zu Beginn des Stücks ("Was für ein Kind") durch die Kinderdarstellerin Lili Ronai verkörpert. Erst ab der Szene "Der rote Rock" agiert dann Caroline Vasicek als inzwischen erwachsene Mozart-Schwester. Vasicek, die bereits bei der Uraufführung und der konzertanten Fassung von "Mozart!" in Wien als Nannerl auf der Bühne stand, gelingt es noch immer, ihre Rolle neu und frisch zu interpretieren. Da wirkt absolut nichts angestaubt, sie bietet stimmlich überzeugend ein gefühlvolles "Gibt es Musik" und "Der Prinz ist fort" dar.

Neben den beiden deutschsprachigen Musicaldarstellern stehen die Künstler des Budapester Operettenhauses auf der Bühne, von denen sich besonders Nikolett Füredi in der Rolle der Baronin von Waldstätten als wahrer Lichtblick erweist. Sie ist eine sehr gut aussehende und junge Baronin, glaubwürdig in ihrem Schauspiel und mit einer nahezu akzentfreien und kräftigen Stimme. Ein Blick in ihre Biografie lässt erkennen, dass sie bereits mehrmals in Deutschland aufgetreten ist, was ihre gute Aussprache erklärt. Für ihre Interpretation von "Gold von den Sternen" erntet sie frenetischen Szenenapplaus. Regisseur Kerényi nutzt hier die Gelegenheit, Mozarts "Goldene Wiener Jahre" anzudeuten: Während die Baronin von Waldstätten am Bühnenrand ihr Solo singt, tauchen hinter ihr aus dem Dunkeln plötzlich einige von Mozarts bekanntesten Opernfiguren auf, die in dieser Szene wohl für die zahlreichen Werke stehen sollen, die der Komponist in Wien schrieb.

Als Leopold Mozart agiert Tamás Földes, der Mozarts Vater schauspielerisch sehr emotional gibt. Auch gesanglich überzeugt er mit viel Gefühl vor allem in dem Song "Schließ dein Herz in Eisen ein", der in München in die Szene der Familie Weber ("Eine ehrliche Familie") eingebaut ist. Leopolds anschließendes Gebet wird durch entsprechende Szenen unterbrochen, die Wolfgang und seine Mutter in Paris zeigen. Als Hieronymus Colloredo steht Attila Németh auf der Bühne, der schauspielerisch wie auch gesanglich stark hinter seinen Kollegen zurückbleibt. Auch in dem neu geschriebenen Song "Der einfach Weg", den er gemeinsam mit Patrick Stanke singt, kann er sich gegen seinen Duettpartner nicht durchsetzen. Spannung baut dieses neue Lied dennoch auf: Colloredo und Wolfgang stehen sich in luftiger Höhe gegenüber, während im Hintergrund mithilfe einer Projektion ein Flug durch das Weltall simuliert wird. Dieser Regie-Einfall könnte im Zusammenhang mit dem Prolog stehen, in dem Doktor Mesmer (gespielt von Ottó Magócs) vom "unendlichen Universum der Musik" spricht.

Ein weiterer neuer Song ist "Was für ein Pfau" im zweiten Akt, in dem unter anderem Mozarts großer Konkurrent Antonio Salieri in die Szenerie tritt. Weiterhin lässt sich hier Mozarts Position in der Wiener Gesellschaft und seine Freimaurer-Zugehörigkeit gut erkennen. Als Mozarts Ehefrau Constanze präsentiert Dóra Szinetár mit schöner Stimme eine kraftvolle Interpretation von "Irgendwo wird immer getanzt". Auch Zoltán Bereczkis Auftritt als Emanuel Schikaneder ist sehr gelungen. Er bietet seinen Song "Ein bissel für's Hirn" überzeugend dar, den Regisseur Kerényi durchaus effektvoll als große Shownummer im Broadwaystil angelegt hat.

"Mozart!" kann in München durchaus zufrieden stellen. Aber die Produzenten hätten Künstlern und Publikum einen großen Gefallen getan, wäre das Stück in ungarischer Sprache (eventuell mit deutscher Übersetzung mittels Übertextanlage) aufgeführt worden. Dadurch, dass die meisten Akteure der deutschen Sprache nicht mächtig sind und sie sich extrem auf ihren Text konzentrieren müssen, leidet im Gesamtbild vor allem das Schauspiel. Was die Textverständlichkeit angeht, bewegen sich die Ungarn teilweise irgendwo zwischen gebrochenem Deutsch und einem undefinierbaren Nuscheln.

(Text: Dominik Lapp)




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Besetzung

Wolfgang MozartPatrick Stanke
Nannerl MozartCaroline Vasicek
Amadé András Rónai
Leopold MozartTamás Földes
Hieronymus Colloredo Attila Nemeth
Constanze WeberDóra Szinetár
Baronin von WaldstättenNikolett Füredi
Emanuel SchikanederZoltán Bereczki
Graf ArcoGábor Dézsy Szabó
Cäcilia Erika Náray
Aloysia WeberJudit Dénes
Josepha WeberZsuzsa Ullmann
Sophie Weber Livia Tihanyi
Dr. Anton MesmerOttó Magócs



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


23 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


empfehlenswert

31.12.2009 - Ich habe mich sehr gefreut, dass "Mozart!" doch wieder seinen Weg nach Deutschland gefunden hat.
Die Inszenierung und die ungarischen Darsteller sind sehr gut. Die Aussprache ist manchmal etwas holprig, aber insgesamt gut zu verstehen.
Die Stimmen sind fast alle toll, oft aus dem klassischem Bereich. Vor allem die Baronin von Waldstätten, Nannerl, Conztanze und Mozart seinen hier erwähnt. Leider haben Patrick Stanke und Caroline Vasicek in der Nachmittagsvorstellung nicht gespielt. Der Qualität gab dies aber keinen Abbruch.
Ein bißchen kritisiere ich nur die Länge. Man hätte doch ein paar Lieder streichen können.
Schade fand ich, dass "Was für ein grausames Leben" für eine Riprise von "Wie wird mean seinen Schatten los" weichen müsste und die Baronin ihr schönes Lieb am Anfang (Funkenflug) nicht singen durfte. Dafür gab es ein neues Duett zwischen Mozart und Colloredo.
Wieder einmal ein Beweis, wie stark die Kunze-/Levay-Stücke sind und dass man einfach neue Inszenierungen wagen muß.
Gerne mehr davon...

Hardy


Überraschend gut!

31.12.2009 - Vorstellung 11. Nov 2006:
Insgesamt sehr gut gelungen! Ehrlich gesagt war ich sehr überrascht über die Qualität des ungarischen Emsembles und der Inszinierung. Das nicht alle Darsteller TOPTOPTOP Qualität hatten, war dann nicht mehr so wichtig. Patrick Stanke als Mozart war gesangslich und schauspielerisch echt toll, selbst wenn er rein optisch nicht in mein Mozart Bild passte =) Die Gräfin war absolut top besetzt. Respekt vorallem, da sie auch in fortgeschrittener Schwangerschaft noch performte. Leider hat mich Leopold stimmlich enttäuscht, dagegen war das Nannerl natürlich super. Die Verständlichkeit hat oft ziemlich zu wünschen übrig gelassen, jedoch nicht wegen der Aussprache sondern wegen der geringen Verstärkung durch den Tonmeister. Schade! Doch da ich sowieso die meisten Texte auswendig kann, war das Musical für mich ein großer Genuss.

me - marcel e.


Großartig

31.12.2009 - Was man beim Deutschen Theater nicht machen darf, sie gleichzusetzen mit Theater in Hamburg und Wien.
Dieses Theater ist von der Technik und von der Ausstattung eine Katastrophe von der Akustik nicht zu reden. Es hat den Scharm eines alten Stadttheaters.
So nun zum Stück.
Am Anfanng muß man sich an die Aussprache gewöhnen Ungarisch Deutsch klingt lustig kann aber bei einem Musical stören.
Habe Mozart in München das erste mal gesehen und muß sagen das Stück ist gelungen.
Patrik Stanke ein Lichtblick seine gute Stimme und die kraft die in der Stimme liegt ist grandios auch wenn die Akustik im Thaeter leidet.
Zoltan Bereczk hat mir auch sehr gut gefallen der Kardinal ist sehr nahe an Uwe Krögers Interpretation.
Die ungarische Cast ist gesanglich und tänzerisch vom Feinsten allerding mit der Einschränkung (Dialekt Ungarisch) aber mich hat es nicht gestört im Gegenteil
Die Liebesszene fand ich witzig ich denke Mozart hat es auch so gemacht.Bei so manchen Liedern lief mir eine Gänsehaut über den Rücken.
Das Schlußlied führt dazu daß man in eine Süchtigkeit verfällt das Stück mehrmals zu sehn.Habe mir die orginal CD angehöhrt und da muß ich sagen Patrick Stanke schade daß er nicht schon in Wien den Mozart gesungen hat.

gerd

gerd34


Weltspitze

08.12.2006 - Für mich war der Abend im Deutschen Theater einfach rundum gelungen. Entgegen der Meinung einiger anderer hier, fand ich, dass die Texte recht gut zu verstehen waren. Nun gut, man musste dem ganzen etwas Aufmerksamkeit schenken, aber es war nicht unmöglich.
Gerade die Ensemlerollen sorgten bei mir für einen Gänsehautschauer nach dem anderen. Und Patrick Stanke, den ich mir anfangs nicht in der Rolle vorstellen konnte, überzeugte mich 100%-ig.
Stimmlich sind die Ungarischen Sänger auch sehr nah ans Wiener Original gekommen, wenn man sich den Akzent wegdenkt.

Also, ein perfekter Abend.

anonym


Galnzstück mit kleinen Fehlern

30.11.2006 - Ich war begeistert! Ich hatte vorher noch nie irgendetwas von dem Musical gehört und bin eher durch Zufall hineingestolpert. Genial! Ich war wirklich mehr als nur positiv überrascht. Um genau zu sein, geht mir seit der Vorstellung am letzten Samstag ständig die Musik im Kopf um. Die Besetzung war super. Allen voran, wie schon oft erwähnt, Patrick Stanke. Das der aber gigantisch sein würde, stand von Anfang an für mich außer Frage. Sehr überzeugend war aber der ungarische Cast. Stimmlich einwandfrei. Akzente haben mich eigentlich kaum gestört, denn es war alles sehr verständlich. Im übrigen war die Darbietung von "Wie kann es möglich sein?" ein echter Knaller. Was ich schade fand, war eher kleinere technische Fehler: Mikrophone sind anscheinend teilweise ausgefallen oder falsch ausgesteuert gewesen, denn manchmal konnte man aufgrund des "lauten" Ensembles bestimmte Gesangseinlagen von Einzelpersonen nur schwer verstehen. Und der größte Fehler überhaupt: man kann "nur" die Wiener Version des Stücks kaufen. Eine CD mit der Münchner Version des Stücks wäre natürlich ein Highlight. Danke und großes Lob nochmal an die talentierten Ungarn!

Cat


Einfach grandios!

27.11.2006 - Wer sich hier über schlechtes deutsch beschwert, der hat wahrscheinlich nicht gelesen,dass "Mozart!" eine Tournee des ungarischen Operettentheaters ist. Die Umsetzung und die Anlehnung an den Film "Amadeus" fand ich sehr gelungen. Ich habe sowohl die Nachmittagsaufführung mit komplett ungarischem Cast und die Abendvorstellung mit Patrick Stanke gesehen. Einfach grandios, was stimmlich und emotional geleistet wurde. Und wer hier immer noch mit der Besetzung oder der Inszenierung aus Wien oder Hamburg vergleicht, der hat den Sinn der Musik nicht verstanden!

Udo B.


Stanke - Spitzenklasse / Rest ...naja...

26.11.2006 - Patrick Stanke hat als Mozart die Vorstellung für mich gerettet. Mit wenigen Ausnahmen fand ich die Besetzung deutlich schlechter wie die aus Wien, Hamburg etc.
Das Deutsch der Ungarn-Cast ist für mich bei einem Preis von 70,00 EUR nicht akzeptabel !

musicalfan


Supertoll

24.11.2006 - Dieses Werk von Levay und Kunze ist ein Meisterwerk. Es zieht mich in seinen magischen Bann. Wunderbare Inszenierung in München!

Gast24601


war toll...

21.11.2006 - und den Vorschlag mit Lüneburg und Helga Wolf finde ich aufgreifenswert. Diese Frau hat es drauf- da könnte ich mir Mozart! sehr gut vorstellen!

allegria64


Stadttheaterniveau aufgepeppt

21.11.2006 - Ich habe das Stück nun auch dreimal gesehen, zum Glück immer mit Patrick und Caroline.
Kann mich vielen Vorrednern nur anschließen,man könnte mehr daraus machen,aber betrachtet man das Ganze als Stadttheaterinzenierung mit Starbonus ist es durchaus ok.
Mozart! hat nunmal großartige Songs, die einen immer wieder bewegen, vor allem, wenn sie so unübertroffen engagiert wie von Patrick und Caroline rüberkommen.
Würde mich freuen, wenn dass Stück einmal in die Hände von Helga Wolff geriete und in Tecklenburg über die Bühne ginge.

Jutta Meyerhofer aus Bamberg


So schlecht!

20.11.2006 - Mozart - einer der berühmtesten Komponisten aller Zeiten. Wir nahmen die Aufführung im Deutschen Theater zum Anlass, unseren beiden Kindern den Musikus nahe zu bringen. Wir hatten das Musical schon einmal in Hamburg vor einigen Jahren gesehen. Dass wir in München nicht die Originalbesetzung mit Romdal, Kröger, Borchert etc. sehen würden, war uns klar, aber wir hofften dennoch auf eine ansprechende Besetzung.

Auch eine Produktion in Kombination mit den Vereinigten Bühnen Wien versprach Gutes – Patrick Stanke als Mozart schien uns zunächst auch eine gelungene Besetzung. Man muss sich vorstellen, dass unsere Kinder (und andere Besucher) Texte und Musik nicht kannten und daher irritiert waren. Was uns dann bei Beginn einen Friedhof darstellen sollte, mutete eher an wie ein Relikt aus Star Wars und war schlichtweg erschreckend und wenig innovativ. Die Texte der Ungarn waren kaum verständlich, glücklicherweise war die Position der Nannerl mit Caroline Vasicek aus der Erstbesetzung sehr gut gewählt und erfreute uns, ein Genuschel der übrigen Akteure in einer überaus schlechten Akustik war das enttäuschende Resultat. Sicherlich kann man in deutscher Sprache singen, aber wo bleibt das Gefühl, wenn man eigentlich nicht versteht, was man singt.

Patrick Stanke war sicherlich als Musketier in Berlin am TdW gut besetzt, aber hier wurden wohl zu viele Elemente des Musketiers eingesetzt. Wo war die Seite des Mozarts, die Yngve Gasoy Romdal so hervorragend in Wien und Hamburg gespielt hatte? Wo waren die eindrucksvollen Balladen und gefühlvollen Stücke, die das Leben Mozarts schildern? Alles wurde so schnell gespielt, dass man nicht folgen konnte. Damit übergeht man sonst gerne Fehler und Unsicherheiten, was wohl auch hier der Fall war.

In Wien und Hamburg war so klar gemacht worden, worum es in diesem Stück eigentlich gehen sollte. Erzählt wurde keineswegs­ einfach und geradlinig­ die Lebensgeschichte des Komponisten, die einzelnen Stationen, die Triumphe, die Niederlagen. Die Seligkeit des Schöpferischen und die Qual der Bindung an Familie und Gesellschaft und überhaupt an jegliche Norm gingen vor viel Kitsch leider völlig unter. Gibt es davon nicht im Fernsehen schon genug?

Was im deutschen Theater in München „abging“, war schlicht und ergreifend peinlich und auf ein Minimum des Banalen reduziert. Als Mozart sich in eindeutigen Posen auf Liebesspiele einlässt, grenzt es an eine Peinlichkeit, die kaum zu überbieten ist, vor allen Dingen, wenn jugendliche Kids im Theater sind.

Heute Abend nach unserer Rückkehr hörten wir die CD noch einmal an und wussten, warum wir die Aufführung in Hamburg seinerzeit als so gut empfunden hatten.

mozartfan


grauenvoll

20.11.2006 - ohne patrick und caroline nicht zum aushalten!
wer auf mozart & colloredo im weltraum steht, sollte sich das stück anschauen - der rest, vorallem die, die wiener inszenierung schätzen - finger weg!

danke stanke


Eine Show mit nur zwei Stars!

19.11.2006 - Nachdem ich nun insgesamt 3 Shows von Mozart in München (1 mal rein ungarische Cast und 2 mal mit Patrick Stanke und Caroline Vasicek) gesehen habe muss ich leider sagen, dass es dringend nötig war in das rein ungarische Ensemble 2 Gaststars zu holen. Carolin Vasicek und vorallem Patrick Stanke haben der Show wirklich ihren Stempel aufgedrückt. Ich muss leider sagen, dass sowohl die Zweitbesetzung des Mozart, als auch die Darsteller für den Vater und den Colloredo nur Mittelmaß sind. Ihnen fehlt die Bühnenpräsens eine Uwe Kröger, Ethan Freeman, André Bauer oder auch Felix Martin. Man hat den Eindruck, dass sie nicht wirklich wissen, was sie da singen. Die Aussprache ist zwar ganz ordentlich mit nur leichtem Akzent aber es fehlt jegliches Empfinden für die Worte, die sie Singen. Am Meisten hat mich noch der ungarische Darsteller des Schickaneder (Zoltán Bereczki) überzeugt.
Bei der Inzenierung (Miklós-Gábor Kerényi) wurde für mich zu viel Wert auf Show und große Ensemblenummern gelegt. Die Darsteller hatten zu wenig Gelegenheit ihre Rollen zu formen. Und der Dirigent (István Silló) peitscht mit seinem Tempo die Sänger förmlich durch die Partitur. Trotzdem ist Mozart allein schon wegen der Partitur und der Geschichte absolut sehenswert. Und dem Publikum scheint die Show wirklich zu gefallen.

Mozart


Hatte mir mehr erwartet!

19.11.2006 - Also ich muss ehrlich sagen, ich hatte mir mehr von "Mozart!" in München erwartet. Es ist schwer die wunderbare "alte" Cast aus Wien und Hamburg zu verdrängen und sich auf das neue Ensemble im Deutschen Theater einzulassen. Die Ungaren haben sich wirklich Mühe gegeben und eine ganz ordentliche Leistung abgegeben, aber trotzdem sprang hier kein Funke über - die Gänsehaut blieb einfach weg! Man hat sehr oft die Texte nicht verstanden, was sehr schade ist. Die absoluten "Monster"-Songs waren wirklich schwach. Teilweise wurden Lieder umgeschrieben und umgetextet, worüber ich schon enttäuscht war. Patrick Stanke ist für mich persönlich die Fehlbesetzung des Mozart schlechthin. Viele Songs kamen nicht rüber, oder wurden für ihn stark verändert. (zum Beispiel "Sauschwanz von Drecken" etc.) Am schlimmsten fand ich den Darsteller des Leopold Mozart. Nix verstanden - keine Gefühle vermittelt - einfach eine "tote" Rolle....schade! Einziger Lichtblick war Caroline Vasicek! Super, super, super! (wie schon damals) Die Ensemble-Stücke waren ok, auch die Tanzeinlagen gingen so. Aber alles ziemlich auf unterster Flamme gehalten! Mir war schon klar, das diese ungarische Cast nicht der Original Cast das Wasser reichen kann, aber dann hatte ich für die stolzen 65,- EUR pro Ticket, doch mehr erwartet! Auch schlimm: die Wiener CD wurde im Theater verkauft und auch noch ständig runtergedudelt - peinlich, peinlich... deshalb auch nur einen Stern! Sorry!

ollysuperstar


WOW!

19.11.2006 - Ich kann nur sagen: Wow! Ich habe schon lange nicht mehr eine so fantastische Show gesehen! Die Leistung der Darsteller war gigantisch und man merkte ihnen an, dass sie viel Spaß dabei hatten. Besonders angetan war ich von der Figur des Colloredo (gespielt von Szilveszter Szabó) - einfach atemberaubend. Aber auch die anderen Figuren waren super besetzt und wirkten authentisch. Auf jeden Fall nur zu empfehlen!

Dala


Ein geniales Gastspiel

16.11.2006 - Ein super toller Abend im Deutschen Theater! Ich gehe nochmal hin, was bei Gastspielen in München noch nie der Fall war und das will was heißen!

Ein Ensemble mit tollen Stimmen, in bester Spiellaune und einer deutlichen deutschen Aussprache, unglaublich!

Einige geänderte Szenen, die der Handlung noch mehr Drive und Verständnis geben. In Längen deutlich über dem ursprünglichen Wiener Niveau!

Ich freue mich auf die nächste Vorstellung!

Harald, aka Harpo


Einfach nur Weltspitzenklasse

12.11.2006 - Ich hab mir gestern das Musical angeschaut und war hin und weg. Die Show, die Bühne und vor allem die Darsteller sind bombastisch! Vor allem Patrick Stanke und Caroline sind besonders hervorzuheben! Einfach ansehen, es wird sich lohnen!

Bastian


Eine sehr gute Show

12.11.2006 - Wir waren am Samstag, 11. Nov. in der Abendshow und begeistert. Die ungarische Cast ist gesanglich und tänzerisch vom Feinsten. Der ungarische Akzent hat uns nicht gestört, der Text war durchgängig verständlich. Da habe ich bei englischsprachigen Darstellern auf Stage Bühnen eine wesentlich schlechtere Aussprache erlebt.
Patrick Stanke spielte die Hauptrolle als Mozart. Da war ich skeptisch, da er für mich optisch Mozart nicht unbedingt verkörpert. Er hat mich in der Show völlig überzeugt, sowohl gesanglich wie auch schauspielerisch.
Das Stück ist gut sowohl von der Choreographie als auch der Regie. Eine herausragende Leistung für eine Tourneeproduktion.
Die Handlung ist anspruchsvoll, geschichtlich korrekt und sicher hat derjenige noch mehr davon, der sich vorher etwas mit Mozart's Leben beschäftigt hat. Sonst einfach die schöne Musik genießen.
Einen Besuch in München kann ich uneingeschränkt empfehlen.

ChristineL


Das Wunder Mozart!

12.11.2006 - Wir waren zu 7. in der Show am 11.11.06 und sahen auch eine rein ungarische Cast. Wir alle waren begeistert von den genialen Stimmen und der doch guten bis sehr guten Aussprache.

In der Vergangenheit haben wir dt. Shows gesehen mit teilweise unverständlicheren Darstellern. Otto als Mozart war einfach nur klasse und der kleine Amade ist der Hammmer. Die Baronin und auch viele weitere Solisten wie Sylvester als Collored einfach genial.

Die Bühne ist für eine solche Produktion einfach genial. Viele Besucher auch hinter uns staunten immmer wieder was man mit den Mitteln dort immer wieder für Einfälle hatte.

Ich fand das Bild um einiges besser als in HH weil es nicht so auf sterilität gezimmert war sondern zweckmäßig mit einigen wirklich wunderbaren ideen.

Würden wir in der Nähe wohnen würden wir sicher noch mal reingehen. Die Stimmung am Ende bewies sicher das es vielen menschen gefallen hat.

Toll.

musicals


leider nur okay

09.11.2006 - In der Mittagsvorstellung am 4.12. habe ich eine rein ungarische Cast gesehen. Nach einem etwas schwer verständlichen Prolog hat sich die Verständlichkeit deutlich verbessert. Bei der kurzen Einstudierungszeit der deutschen Texte ist das beachtlich. Besser als in manchen Long-Run Produktionen in den beiten vergangenen Jahrzehnten!
Die allgemeine Leistung des Ensembles war zum großen Teil gut-sehr gut, allerdings nicht hervorragend.
Die Inszenierung jedoch hatte trotz einiger schöner Bilder wenig Spannung aufgebaut und lies mich eher kalt. Nur die völlig upassend gestaltete Begegnung von Mozart und Coloredo im 2. Akt (Treffen auf einem Ufo im All???) war mal was besonderes...
Einen widerholten Besuch am Abend hatte ich geplant, davon aber nach der Mittagsvorstellung Abstand genommen.

Pax.


Nicht der Hit

09.11.2006 - Also ich war am 3. November in der Vorstellung! Mozart ist ein geniales Musical nur was im Deutschen Theater geboten wird ist schon enttäuschend!

Patrick Stanke spielt und singt hervorragend, nur der Rest des Ensemble ist nicht der Hit! Schade! Leider versteht man auch die Texte sehr schlecht bei den ungarischen Darstellern

Tony


echt klasse

08.11.2006 - Was war ich überrascht von diesem genialen Musical! Auch die Inszenierung fand ich gelungen .... Patrick Stanke als Mozart echt sehenswert und die restliche Cast aus Ungarn auch beeindruckend (mit einigen Ausnahmen). Anfangs war es etwas anstrengend, den Text zu verstehen, aber man konnte sich gut einhören. Begeistert war ich vom "kleinen Mozart" - einfach genial, ausdrucksstark und voll gelenkig ... echt sehenswert!

vonKrolock


Stanke pur

08.11.2006 - Patrick Stanke setzt dieser Inszenierung seinen Stempel auf, dass kein Auge trocken bleibt. Hingehen und erleben !

Dietmar


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Handlung
"Mozart!" erzählt vom Leben des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. mehr

Weitere Infos
Das Musical mit Texten von Michael Kunze und Musik von Sylvester Levay feierte am 2. Oktober 1999 in Wien seine Weltpremiere. Die Deutschlandpremiere folgte am 21. September 2001 im Hamburger Theater Neue Flora. Weitere Spielstätten waren Schweden, Japan, Ungarn, Tschechien und Korea.

 Leserbewertung
(23 Leser)


Ø 3.61 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


© musicalzentrale 2018. Alle Angaben ohne Gewähr.

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