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Drama

Bat Boy

Hold me, Bat Boy


Das diesjährige Abschlussprojekt der Studenten der Folkwang Hochschule entpuppt sich als unausgewogene Inszenierung, die das Können der jungen Darstellerinnen und Darsteller nicht immer im besten Licht erstrahlen lässt.

(Text: Maik Frömmrich)

Premiere:31.05.2006
Letzte bekannte Aufführung:19.01.2007


Während die Hochschule im vergangenen Jahr mit "The Wild Party" ein Stück ausgewählt hatte, das die Stärken der Darsteller in den Vordergrund rückte, hat man mit "Bat Boy" nicht den besten Griff getan. Gil Mehmert hat das verrückte Stück über einen Fledermausjungen leider ohne richtigen roten Faden inszeniert. Ständig pendelt es zwischen Drama und Comedy - und dieses Pendeln nimmt dem Musical viel von seiner Wirkung. Die dramatischen Szenen hätten überspitzter dargestellt werden müssen, um das gesamte Stück als comichafte Persiflage wirken zu lassen. So aber ist die Inszenierung ein waghalsiger Spagat zwischen Comedy, übertriebener Farce im Stile von Helge Schneider und Drama. Und gerade in den dramatischen Schauspielszenen hat das junge, homogene Ensemble, das rundum eine solide und ausbaufähige Leistung zeigt, Probleme zu überzeugen. Viele Leistungen wirken aufgesetzt und nicht wirklich verinnerlicht. Dagegen können die komischen Szenen durchaus zum Lachen und Schmunzeln anregen, denn für sie hat Mehmert viele witzige Einfälle gefunden. Unter anderem werden Hunde nur durch eine Hundeleine dargestellt und die Darsteller bellen dann selbst kräftig, um den imaginären Hund an ihrer Leine zum Leben zu erwecken.
Herausragende Leistungen gibt es von Marc Liebisch zu bewundern, der als Bat Boy mit einer körperintensiven Darstellung und einer guten Stimme überzeugt. Dass das Schicksal des Bat Boy, genau wie die Schicksale der anderen Charaktere, nicht berührt ist eher der Inszenierung anzulasten. Den komischen Höhepunkt setzt Kathrin Osterode, die das Publikum im Opener des zweiten Aktes als Reverend Hightower mit einem abgedrehten, pointierten und unglaublich komischen Heilungsgottesdienst zum Toben bringt. Ein starkes Talent, von dem man in Sachen Comedy sicher noch hören wird. Allein für diese Szene lohnt sich der Besuch des Stückes.
Das Bühnenbild von Heike Meixner arbeitet primär mit Andeutungen und besteht überwiegend aus Bierzeltbänken und Tischen, die in verschiedenster Anordnung die Örtlichkeiten darstellen - vom Auto bis zum Wohnzimmer ist so alles möglich. Dazu werden hinter der auf der Bühne sitzenden Band Bilder der jeweiligen Örtlichkeiten projiziert.
Die Band unter der Leitung von Patricia Martin spielt mit dem nötigen Drive, ist aber durchweg zu laut und deckt den Gesang der Darsteller regelmäßig zu. Durch diese schlechte Tonabmischung geht vieles an Textverständlichkeit verloren, sodass die Darsteller manchmal nur noch ins Schreien verfallen können, um sich Gehör zu verschaffen.
Was bleibt ist eine durchschnittliche Inszenierung eines skurrilen Stückes, dem die Leistungen der Darsteller nicht gerecht werden. Schade, denn "Bat Boy" ist in einer gelungenen Inszenierung durchaus sehenswert.


(Text: mf)






Kreativteam

Musikalische Leitung Prof. Patricia Martin
Regie Gil Mehmert
Choreografie Kurt Schrepfer


Besetzung

Bat Boy Marc Liebisch
Dr. Thomas Parker Matthias Stockinger
Meredith Parker Patrizia Margagliotta
Shelley Parker Anika Lehmann
Mrs. Taylor
Rev. Hightower
Herrscherin des Waldes
Kathrin Osterode
Rick
Roy
Markus Campana
Wolfgang Türks
Ron
Ned
Krisha Dalke
Sebastian Coors
Ruthie
Daisy
Nicole Gütling
Maggie Sabine Ruflair
Lorraine Anaïs Lueken
Bud
Arzt
Tim David Hüning
Sheriff Reynolds Markus Schneider
Felix Powroslo



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


7 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


12667
Eine tolle Aufführung

31.12.2009 -

velynder


14845
Mut und Talent

31.12.2009 - Ich sehe immer wieder gerne die Abschlußprojekte der Musicalschulen. Auch in diesem Fall hat die Folkwangschule wieder einige vielversprechende Talente "geformt".
Die Tatsache, dass mit "Bat Boy" ein hierzulande unbekanntest Stück gewählt wurde, ist sehr mutig.
Leider ist das Stück irgendwie unausgereift. Der erste Teil noch okay, im zweiten wird es dann aber höchst merkwürdig. Das Ende mit dem "Massenmord" gefiel mir gar nicht.
Es gab trotzdem tolle Darsteller zu bewundern. Viele haben das Zeug auf eine tolle Laufbahn. Ich verfolge diese gerne!

Hardy


13144
Ein spassiges Musical!

23.06.2006 - Ein gelungenes Musical mit spassigen Höhepunkten.
Herausragend waren meiner Meinung nach der BATBOY, sowie Kathrin Osterode.
Macht weiter so!

grobi


12789
Das etwas andere Musical

06.06.2006 - Wer mal etwas anderes abseits der gängigen Themen und musikalischen Clichées erleben will, ist bei diesem Musical richtig aufgehoben!

houdini


12761
Gelungene Aufführung

05.06.2006 - Ein Abend der sehr viel Spaß macht.Habe die Premiere sehr genossen.Tolle Darsteller mit großer Präsenz,nicht immer ganz stimmsicher,aber mit sehr,sehr großem Potential.Denke man wird den ein oder anderen in einer großen Musicalproduktion wiedersehen.Insgesamt eine stimmige Inzenierung mit einem einfachen aber sehr effektvollen Bühnenbild.Bravo!

Claudia


12690
Okay!

03.06.2006 - gute Musik von tighter Band, sehr gute Darsteller und zweckmäßiges Bühnenbild. Hut ab!

gertie


12669
Viel Talent!

01.06.2006 - Eine wirklich gelungene Aufführung mit wenig Aufwand, aber viel Wirkung!
Die jungen Talente, die es dort zu sehen gibt, können es noch weit bringen!

sally


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Handlung
Das Off-Broadway-Musical erzählt die Geschichte eines Fledermausjungen, der in einer Höhle in der Nähe des kleinen amerikanischen Ortes Hope Falls gefunden wird. mehr

Weitere Infos
Das Musical von Laurence O'Keefe, Keythe Farley und Brian Flemming wurde mittlerweile weltweit inszeniert, darunter in London, Tokio und verschiedenen Orten in den USA. Für die deutsche Übersetzung zeichnet Helmar Harald Fischer verantwortlich.

 Leserbewertung
(7 Leser)


Ø 4.14 Sterne

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