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Comedy-Musical

Non(n)sens

Nonnen-Power!


Fünf Nonnen veranstalten ein Benefiz-Programm, um Geld für die Beerdigung ihrer verstorbenen Mitschwestern einzutreiben. Non(n)sens bietet den Zuschauern abwechslungsreiche Musik und jede Menge Gags. In Krefeld tanzen die Nonnen nach der Pfeife von Regisseur Reinhardt Friese.

(Text: ah)

Letzte bekannte Aufführung:14.06.2006


Seite Eins: Ein kleiner Plüsch-Pinguin. Um seinen Hals hängt ein großes Kreuz. Neben ihm der rote Schriftzug: Non(n)sens.
Seite Zwei bis Vier: Ein kleines „Reisetagebuch“. Auf neun Schwarz-Weiß-Fotos winken die fünf Ordensschwestern aus dem Ensemble in die Kamera - vor dem Krefelder Hauptbahnhof, im Fitnessstudio, bei McDonald’s oder im Zoo. Neben jedem Bild: Ein witziger Kommentar von Schwester Amnesia.

Originell und einfach nur schräg, das Programmheft zu „Non(n)sens in Krefeld. Wer darin blättert, hofft auf einen ebenso schrägen Theaterabend. Und wird nicht enttäuscht. Denn die fünf Nonnen aus New Jersey reißen das Publikum vom ersten bis zum letzten Song mit – die überdrehte Show der Schwestern ist von Reinhardt Friese witzig und kurzweilig in Szene gesetzt.

Dabei haben Mutter Oberin und Co. einiges hinter sich: Eine verdorbene Bouillabaisse der Klosterköchin („Ein Kind Gottes!“) hat 52 ihrer Mitschwestern umgebracht. Weil das Geld nur für die Bestattung von 48 reicht, wollen sie die restlichen Begräbnisse mit einer Benefiz-Show finanzieren. So nimmt der Abend seinen Lauf, die "Nonnen in Nöten" singen, steppen und streiten - und genießen es, bei aller Sorge um ihre toten Mitschwestern im Klosterkühlschrank, einmal im Rampenlicht zu stehen.

Als Mutter Oberin hat Kerstin Brix ihre vier Schützlinge resolut in der Hand. Mit perfektem Timing, guter Musicalstimme und gekonnter Mimik steht sie im „Spotlight“ der Aufführung – zum Schießen, wie sie sich mit Kanabis-Keksen selbst außer Gefecht setzt!

Debra Hays als vergessliche Schwester Maria Amnesia beweist ihr komödiantisches Talent als Quizmasterin und im Duett mit der Bauchrednerpuppe Marie Annette. Genauso wie die leichtfüßige Novizin Maria Leo (Janet Bartolova) und die Nummer Zwei des Ordens, Schwester Maria Hubert (Lea-ann Dunbar), verfügt sie über eine klassisch-geschulte Stimme – das passt zu den Nonnen, ist aber bei Songs wie „Auf dem Weg nach Nashiville“ oder „Holier than thou“ gewöhnungsbedürftig.

Doch wenn die fünf Schwestern aufgeregt durch die erleuchteten Show-Rahmen laufen, gemeinsam singen und tanzen (Choreographie: Iris Limbarth), sind sie perfekt aufeinander abgestimmt und zum Schießen komisch. Einzig Uta Christina Georg fällt als Schwester Robert Anne darstellerisch und stimmlich gegen ihre Mitstreiterinnen ab – die ewig Zweite Geige und das Mädchen aus dem unteren Milieu nimmt man ihr nicht ab.

Kenneth Duryea und seine Musiker begleiten den Gesang der Schwestern mit viel Drive und ohne die gelungenen deutschen Texte von Benjamin Baumann zu übertönen.

„Non(n)sens kann selig machen“ heißt es im Titelsong – und tatsächlich: Das irrwitzige Spektakel in der Fabrik Heeder ist ein göttliches Vergnügen.


Nachtrag zur Spielzeit 2005/2006:
Die Klosterschwestern sind mittlerweile ins Krefelder Stadttheater umgezogen. Das ist einerseits schön, weil die Veranstalter damit den Erfolg der Produktion honorieren, andererseits schade, weil viele Gags des Kammer-Musicals nun in den Weiten eines großen Zuschauerraums verpuffen - der intimere Rahmen der Fabrik Heeder stand der Musical-Comedy weitaus besser. Die Textverständlichkeit, die durch die meist klassisch gefärbten Stimmen der "Nonneriege" ohnehin nicht immer gegeben war, leidet hier zusätzlich auf Grund des aufgestockten Orchesters und der schlechten Qualität der Tonanlage - die wenigen Publikumsmeldungen beim "Quiz" zu Beginn des ersten Aktes bezeugen es.
Neu im Ensemble sind Marion Musiol und Carin Schenk-Schmidt. Musiol ist eine wirkliche Bereicherung der "Nonnentruppe": Mit wandlungsfähiger Musicalstimme und klarer Aussprache gibt sie eine glaubhafte Schwester Robert Anne - ihre Soli "Katholische Erziehung" und "Nur mal gern ein Star" (inklusive Marlene-Dietrich-Parodie) sind zwei der Höhepunkte des Abends. Carin Schenk-Schmidt ist eine solide, neue Mutter-Oberin - doch weder stimmlich noch darstellerisch schafft sie es, an die komödiantischen Glanzleistungen ihrer Vorgängerin Kerstin Brix heranzukommen.

Eine Musical Comedy von Dan Goggin (*1944)
Deutsche Fassung von Benjamin Baumann

Musikalische Leitung: Kenneth Duryea
Inszenierung: Reinhardt Friese
Bühne und Kostüme: Katrin Horn
Choreografie: Iris Limbarth
Dramaturgie: Ulrike Aistleitner

Aktuelle Besetzung:

Schwester Maria Regina, Mutter Oberin: Carin Schenk-Schmidt
Schwester Maria Hubert, Vorsteherin der Novizen: Lea-ann Dunbar
Schwester Robert Anne: Marion Musiol
Schwester Maria Amnesia: Debra Hays
Schwester Maria Leo: Janet Bartolova
Am Flügel: Kenneth Duryea

(Text: Markus Frädrich)





Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


12048
einfach toll

23.04.2006 - War eine Super- Vorstellung, ein klasse-Ensemmble und somit für uns Zuschauer ein gelungener Abend. Möchte mich allerdings nicht der Meinung meiner Vorgänger anschließen, was die Mutter Oberin betrifft. Ich fand sie super und echt witzig !

marco


11149
Sehr gut

07.03.2006 - Also, dem Kommentar schliesse ich mich an; Kerstin Brix war besser und im Studio wars praller aber dennoch: Eine supergute Show und dann noch mit Opernleuten, mit denen es einfach schwierig ist ein musical auch schauspielerisch zu stemmen. Und M. Musiol ist eine echte Verstärkung, in jeder Beziehung. Also insgesamt ein echt sehenswerter Abend der neugierig macht auf mehr an diesem Theater.

Shakespeare


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Handlung
Eine vergiftete Fischsuppe hat die meisten Schwestern einen Ordens dahingerafft. mehr

Weitere Infos
Dan Goggin hat zu seinen witzigen Texten eine flotte und eingängige Musik komponiert, die vom Choral über Musical-Showstopper und Country-Song reicht, bevor sie in einem furiosen Gospel-Finale gipfelt. 1985 Off-Broadway uraufgeführt, galt die schrägen Nonnen-Revue anfangs als gewagt. Inzwischen gehört sie weltweit in vielen Unterhaltungstheatern zum Standard-Repertoire.

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