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Drama

Rent

La bohème americaine


Jonathan Larsons Rockoper rund um eine Gruppe von Künstlern im New Yorker East Village in einer englischsprachigen Tournee-Produktion. Die Inszenierung von Georg Malvius unterscheidet sich grundlegend vom Broadway-Original, überzeugt aber mit vielen bewegenden Momenten und großartigen Darstellern.

(Text: Andreas Haider)

Premiere:12.10.2006
Letzte bekannte Aufführung:01.01.2007


Am Broadway ist "Rent" seit mehr als 10 Jahren ein Hit, in Deutschland hatte es die Rockoper von Jonathan Larson bisher eher schwer. Umso erfreulicher, dass die Arena Theater & Festspiel GmbH eine englischsprachige Tournee der modernen "La Bohème"-Adaption auf den Spielplan genommen hat, die hauptsächlich in kleineren Vororten in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden Station macht. Regisseur Georg Malvius weicht bei seiner Inszenierung der Geschichte rund um eine New Yorker Künstlergruppe, die nur in ihrem engen Zusammenhalt ein wenig Zuflucht vor Armut, Drogensucht und AIDS findet, bewusst vom Original am Broadway ab und setzt andere Schwerpunkte. Wer das Stück schon kennt und bereit ist, sich auf die Veränderungen einzulassen, kann hier einige interessante neue Seiten an dem Musical entdecken.

"Rent"-Fans dürften sich gleich zu Beginn wundern, denn "La Vie Bohème", das fröhliche Finale des ersten Akts, bei dem die Künstler ihre Lebensweise feiern, erklingt hier (zusätzlich) direkt am Anfang, wo es für die Vorstellung der Charaktere genutzt wird. Nötig ist das zwar nicht, aber das Publikum mit einem Ohrwurm zu begrüßen und es nicht direkt mit dem eigenwilligen Erzählstil des Stücks zu überfallen, ist keine schlechte Idee.
An Stelle der "La Vie Bohème"-Reprise am Ende des ersten Akts steht nun der melancholische Ensemble-Kanon "Will I", was den Zuschauer nicht mehr gut gelaunt, sondern eher nachdenklich in die Pause entlässt. "Will I" reiht sich nahtlos an die Ballade "I should Tell You" an, so dass diese nicht - wie sonst - das Tempo zwischen zwei "La Vie Bohème"-Blöcken drosselt.

Malvius bewegt außerdem den Fokus weg von den drei Hauptcharakteren (Filmemacher Mark, Musiker Roger und Bartänzerin Mimi) und rückt die Nebenfiguren weiter in den Vordergrund, was gut mit dem im Stück so bedeutsamen Gruppengefühl der Freunde vereinbar ist. So darf nun zum Beispiel das komplette Ensemble in das Roger-Mimi-Duett "Without You" einstimmen, und der Philosoph Collins singt bei "What You Own" mit, das sonst nur Roger und Mark vorbehalten ist. Die zusätzliche Integration der Figuren ist dabei geschickt gelöst und passt in die jeweiligen Zusammenhänge. Dass ein paar kurze Szenen (wie zum Beispiel einige Telefonanrufe) gestrichen wurden, stört den Handlungsfluss nicht.

Problematisch ist jedoch das neue Ende: Während die todkranke Mimi normalerweise unerwartet wieder erwacht, wird sie hier vom verstorbenen Angel abgeholt und tanzt mit ihm einen (etwas kitschig geratenen) Walzer von der Bühne. Die folgende Abschlussszene, in der die Freunde einmal mehr besingen, wie wichtig es ist, jeden Augenblick des Lebens so zu genießen als wäre es der letzte, fehlt komplett. Leider schränkt dies die Eindringlichkeit der optimistischen Kernaussage des Stücks stark ein. Außerdem kommt das Ende viel zu plötzlich. Das Ensemble muss erst einige peinliche Sekunden lang in Reih und Glied stehen, bevor das Publikum begreift, dass es nun applaudieren darf.

Optisch wird die Inszenierung den Anforderungen des Stücks gerecht. Die Kostüme sind größtenteils authentisch und rollengerecht ausgewählt, nur der Transvestit Angel scheint sich eher in einer deutschen Provinz-Boutique eingekleidet zu haben als im New Yorker East Village. Ellen Cairns hat ein Einheitsbühnenbild geschaffen, bei dem die Wohnung der verarmten Künstlergruppe auf einer Schräge an der rechten Bühnenseite angebracht ist. Die umrandenden Stücke von brüchigen Hauswänden deuten den voranschreitenden Zerfall an. Auf einer erhöhten Ebene im Hintergrund, die in einigen Szenen mitbespielt wird, sitzt die schmissig aufspielende Band. Die restliche Bühnenfläche wird mit einfachen Requisiten in verschiedene Schauplätze (Markt, Restaurant etc.) verwandelt.

Besonders sehenswert ist die tolle Besetzung, die zur Hälfte aus Skandinaviern, zur anderen Hälfte aus Briten besteht, darunter auch einige Profis aus dem Londoner West End. Sie alle überzeugen mit enormer Bühnenpräsenz, differenzierten Rollenportraits und starken Stimmen. Joanna Ampil (Kim in "Miss Saigon", Fantine in "Les Misérables") ist eine schlichtweg perfekte Mimi, im ersten Akt noch verspielt und verrucht, im zweiten Akt von der Krankheit gezeichnet und zerbrechlich. Wenn sie ihre schönen Balladen und das rockige "Out Tonight" anstimmt, ist Gänsehaut garantiert. Nigel Clauzel, der Original-Britney aus "We Will Rock You", berührt als Collins mit seiner vollen Gospel-Stimme, besonders als er um seinen verstorbenen Geliebten Angel (charmant gespielt von Kristian Kaspersen) trauert. Daniel Boys als Mark und Jane Doyle als stimmgewaltige Performance-Künstlerin Maureen haben bereits in der Londoner Produktion von "Rent" auf der Bühne gestanden und sind inzwischen fest mit ihren Rollen verwachsen – ihre Pointen sitzen und jeder dramatische Moment wird nachhaltig ausgespielt. Koit Toome als Roger, Alexus Ruth als Anwältin Joanne und Nathan Hunter als fieser Vermieter Benny sind typgerecht besetzt und runden den positiven Gesamteindruck ab.

Schade, dass der Veranstalter diese Produktion so wenig offensiv bewirbt. Die Szenenfotos, die auf der Webseite (und im Programmheft!) zu sehen sind, gehören nicht zu der gezeigten Inszenierung und erwecken durch die minderwertige Kostümierung der Darsteller einen falschen Eindruck. Außerdem sollte vor Ort eine Inhaltsangabe des Stücks gratis verfügbar sein. Der verflochtenen Handlung ohne Hilfe zu folgen, dürfte vielen Erstzuschauern schwer fallen, ganz besonders dann, wenn nicht in der Landessprache gesungen wird. Mit ein wenig mehr Initiative diesbezüglich könnte "Rent" bestimmt mehr Menschen erreichen - diese Produktion und das großartige Ensemble hätten es verdient.

(Text: Andreas Haider)




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Kreativteam

RegieGeorg Malvius
Musik. LeitungMikael Langs
ChoreographieIgor Barberic
LichtPalle Palme
SoundDaniel Lindforss
BühnenbildEllen Cairns


Besetzung

Roger Davis Koit Toome
Graeme Kinniburgh
Marc Cohen Daniel Boys
Daniel Eriksson
Tom Collins Nigel Clauzel
Daniel Eriksson
Benjamin Coffin III Nathan Hunter
Petter Isaksson
Joanne Jefferson Alexus Ruth
Jenny Nordkvist
Angel Schunard Kristian Kaspersen
George Maguire
Mimi Marquez Joanna Ampil
Anna Thiam
Naureen Johnson Jane Doyle
Jenny Nordkvist



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


27 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


15119
no thanks

31.12.2009 - I had no idea it was even possible to screw this show up that much. Georg Malvius doesn't seem to get the show at all, made a lot of incredibly bad changes. The cast is okay, quite good vocally but the acting occasionally lacks.
If you haven't seen Rent yet you'll probably walk out of the theatre being entirely confused, if you have you'll probably have a strong urge to throw rotten tomatoes or something.
Get's one star for Daniel Boys, good vocals from the entire cast and a few bright lights in the ensemble.

anna


15823
Nunja... hmm geht besser!

31.12.2009 - Ich habe die Produktion in Oer-Erkenschwick gesehen und war auch sehr oft überrascht von der Inszenierung. Ich arbeite selbst als Regiseur und Veranstaltungstechniker und muß schon sagen dass die Produktion was das Licht anbetraf schon wirklich recht umfangreich war, wenn man den Aufwand der für eine Tournee Produktion ansteht sieht. Die Änderungen des Regiseurs kamen teilweise sehr überraschend, dennoch akzeptabel, wenngleich die Aufführung eine Aneinanderreihung der Lieder mit tlw. heftigen Brüchen war, was ich zuvor weder in London noch in Düsseldorf so erlebt habe. Die schauspielerische Leistung war nicht besonders gut. Vor allem die Chemie zwischen Mark und Mimi stimmt überhaupt nicht. Man merkte anhand ihres Spiels, dass die beiden etwas blockiert.

Ich werde Rent im nächsten Jahr als eine Laien Musicalproduktion auf die Beine stellen (deutsche Sprache) zusammen mti Tanzlehrern, Gesangslehrern und Theaterpädagogen.

Danach werde ich das ganze wohl ein wenig anders sehen:-)

Wer sich Rent zum ersten Mal anschaut wird durch diese Produktion verwirrt sein. Und der Fehler dass das Programm nicht die korrekte Story erzählt ist schon echt peinlich...

Tiggerchen


16532
Sehr emotional!

31.12.2009 - Eine sehr gelungene Inszenierung diese Stückes - vor allem für eine Tournee-Produktion (da habe ich schon anderes sehen müssen.)

Gut, es gib einige Veränderungen in der Abfolge der Songs, die aber nicht wirklich ins Gewicht fallen.

Die stimmliche Leistung aller Darsteller waren hervorragend (nur Nigel Clauzel hatte als Tom Collins in den Tiefen deutliche Probleme); hervorzuheben sind meiner Meinung nach Koit Toome, Joanna Ampil und Alexus Ruth. Wunderschön und intensiv waren die Ensemble-Nummern (die Chorsätze sind einfach genial!).

Schauspielerisch muss ich allerdings sagen, dass weder Koit Toome noch Graeme Kinniburgh als Roger überzeugen konnte. Wo Toome noch durch Ausstrahlung punkten kann, steht Kinniburgh ausdruckslos auf der Bühne und scheint einfach auf seinen nächsten Einsatz zu warten (zudem liegt er stimmlich deutlich unter Toome).

Das Lichtdesigen war stimmig, der Sound hat sich im Laufe der Aufführung zum Guten hin entwickelt (beim Opener war es noch ein ziemlicher "brei")
Einzig richtig negativ zu erwähnen ist der geänderte Schluss - was sollte das denn? Damit wird die eigentliche Intention des Stückes sehr in Frage gestellt...aber gut, dass muss dann wohl unter "künstlerischer Freiheit" abgehakt werden - man hätte dann aber auch einen Hinweis auf das geänderte Finale im (ohnehin peinlichen und überteuerten) Programmheft finden sollen.

Alles in allem: Sehr schöne, emotionale und empfehlenswerte Tournee-Produktion!

MAT


17399
Gut - aber verwirrend

07.02.2007 - Ich fand die Produktion für eine Tour wirklich klasse...allerdings muss ich einigen meiner Vorredner Recht geben: teilweise war es ein wenig verwirrend...kann aber auch daran liegen, dass neben mir 2 ältere Damen saßen,die sich die ganze zeit äußerst lautstark darüber beschwert haben, dass es auf englisch war und ich mich so nicht besonders gut auf die Handlung konzentrieren konnte.
Die Darsteller waren sehr gut - vor allem Joanna Ampil hat mich sehr begeistert.
das Ende kam auch für mich etwas zu abrupt.

Lucy


16476
Stück kaputt gemacht

31.12.2006 - Ich fang mit dem Positiven an:
Die Band hat ziemlich gut gespielt. Das Lichtdesign war einigermaßen gut.
Jetzt der Rest:
Den Sound hatten sie leider nicht im Griff. Was war das bitte für eine Bühne?! Ok, auch mit solch einer kann man umgehen. Aber leider haben die meisten in dieser Produktion nicht begriffen, wann sie eine Wand durchbrechen dürfen und wann nicht.
Die szenische Regie war eine Katastrophe... Dazu wurde ja bereits einiges gesagt. 1. Akt fängt mit La vie bohème an (ich bin sooo tief in meinen Sessel gerutscht), Tangotänzer bei Tango Maureen (natürlich war es toll im Film - aber das war verdammt noch mal eine Bühnenproduktion und selbiges funktioniert nicht auf einer Bühne. Einfach mal hinterfragen woher und warum plötzlich diese Tänzer auftauchen.), eine Blinde die 2 Pirouetten dreht (TOLL! Da haben bestimmt viele den Plot schneller verstanden), die ganzen Ensemble Leute, die unbedingt auf der Bühne stehen mussten bei unnötigen Backgrounds (die sonst aus der vocal booth zu kommen haben), meine Fresse, es gibt noch so viel mehr. Die Personenregie war im übrigen auch nicht viel besser.
Jetzt mal etwas, worauf noch nicht so intensiv eingegangen wurde: die Cast.
WTF?!
Mark: Als Mark ein Schauspieldefizit zu haben ist ein Debakel (und so war es - ich nehme mir mal heraus das ein bisschen beurteilen zu können)
Roger: Warum muss ich mir bei einem Musiker aus NYC andauernd britischen Akzent anhören (siehe English Theatre Frankfurt; der Roger Darsteller war Brite, aber sein American English perfekt!)
Collins: Warum zum Henker einen Collins casten, der sowohl Probleme in der Höhe als auch in der Tiefe hat?! Sein Umfang war schlichtweg nicht ausreichend für Collins.
Angel: Meine Güte...für seine potthässlichen Kleider konnte der Mann ja wirklich nichts. Aber das war KEIN Angel. Niemals. Diese Rolle habe ich ihm nicht abgenommen. Und Angel singen konnte er gleich gar nicht. Habe ich da auch nur ein einziges Mal Falsett gehört, das fast alle anderen Angels so toll als Stilmittel einsetzen?
Maureen: Naja, gar nicht schlecht. Eigentlich sogar sehr gut. Wirklich. Nur habe ich ihr bei "Over the moon" ihre Motivation zu dem ganzen Protest nicht abgenommen. Ja, der Protest war toll. Aber warum hat sie es gemacht? Ist für mich nicht rausgekommen.
Joanne: Ist mir einigermaßen positiv in Erinnerung, kann aber nicht mehr viel zu ihr sagen.
Mimi: War ziemlich gut. Aber teilweise war sie viel zu steif für Mimi. Und der Anfang von "Out tonight" war auch völlig daneben. Da wollte der Regisseur mal wieder seine Film-Visionen umsetzten. Funktioniert aber auf der Bühne nicht.
Benny: Echt gut. Der einzige Darsteller, mit dem ich rundum zufrieden war.
Also im Großen und Ganzen eine Katastrophe. Die schlimmste Rent-Produktion, die ich bisher gesehen habe. Bei den Standing Ovations bin ich mit Überzeugung sitzen geblieben. Warum eigentlich Standing Ovations?! Man sollte das Publikum mal wieder dahingehend erziehen, dass es das nur in Ausnahmesituationen macht.

Zoser


16433
Für eine Tournee sehr gut

29.12.2006 - ich kenne rent jetzt schon langeu nd hab mir von der Tournee nicht viel versprochen...Aber ich muss sagen, dafür, dass es eben NUR eine Tournee ist fand ich die show genial! Ok, dass Mimi stirbt finde ich schade und auch das das Finale weggelassen wird ist verwirrend. Beim ersten besuch fällt einem auch garnicht auf das manche lieder an anderen stellen sind, aber mit soetwas muss man einfach rechen. Es ist fast immer so, auch bei festen Produktionen, dass etwas an den Stücken verändert wird, ob einem das nun gefällt oder nicht. Zu der Besetzung kann ich sagen, das ich, bis auf Roger, echt überrascht war. Stimmlich waren eigentlich alle gut und vom Schauspiel hatte ich auch schlimmeres erwartet. Nur hat man Roger leider oft nicht verstnden, das war schade. Klar, waren die Produktion in Frankfurt oder am Broadway besser, aber hey, es ist immerhin nur eine Tour! Da kann man dan auch am Bühnenbild etwas verändern, was mit auch besser gefallen hat.

judith


16432
Rent in Fürth

29.12.2006 - Das Musical "Rent" nach ein paar Jahren auf Englisch zu sehen in diesem wirklich zauberhaften, kleinen Theater war traumhaft. Die Darsteller waren durchweg Super. Darstellung und Gesang waren 1. Sahne und einfach einmalig.
Zwar variert das Musical etwas von der Deutschen Version aber das ist nicht wirklich von Belang.
Für jeden der Musicals liebt, und nichts gegen das Thema hat einfach nur genial.

Olaf Grunwald


15848
toll!

28.11.2006 - ich habe rent insgesamt schon 18mal gesehen (broadway, london, düsseldorf, holland, frankfurt - und jetzt die tour) und muss sagen, dass es mich immer wieder begeistert. die tournee steht den anderen in nichts nach, wenn man vom schwachen ende absieht. ich finde die rezension oben trifft es genau, die bewertungen der fans kann ich überhaupt nicht verstehen. ok, in frankfurt war es auch eine freie inszenierung, aber die hat sich doch sehr stark am original orientiert. wirklich neue ansätze gab es bisher nur in holland und bei der tour jetzt, wobei ich die tour um längen besser fand als die holland-version! also leute, wenn ihr rent mögt, überzeugt euch lieber selbst!

maja


15733
@marc cohen

20.11.2006 - lieber "marc" (na, schon zuviel im programmgeheft gelesen? der protagonist heißt marK..)-

astrid, katka und mir vorzuwerfen, "sich nicht auf neues einlassen zu können", ist mehr als peinlich - wir alle haben dir frankfurter inszenierung gesehen und großartig gefunden, ich kenne auch die schwedische fassung, in der mimi ja auch stirbt, oder die holländische fassung, in der bei "contact" mit matratzen um sich geworfen wurde...es geht, zum tausendsten mal, nicht um die änderungen AN SICH, sondern die art und weise, wie diese präsentiert wurden. wenn die änderungen wesentliche gute plotmomente ruinieren - z.b. das brüllende ensemble in i should tell you und vor allem without you , das dazu führt, dass der zuschauer überhaupt keine empathie für die verzweifelte mimi entwickeln kann - dann hat der regisseur etwas falsch gemacht. siehe das ABRUPTE ende und die publikumsreaktionen darauf.

anke, mal wieder


15695
Gute Tourneeproduktion

18.11.2006 - Tourneeproduktionen sind für mich stets ein Risiko. Bei dieser Produktion war ich aber hoch zufrieden. Die Interpreten waren allesamt gut bis sehr gut. Mein Englisch ist nicht so gut, das ich die Aussprache beurteilen kann. Das Bühnenbild fand ich sehr gut gelöst. Inhaltlich bin ich bei Rent nicht so festgelegt und so kam ich bei dieser Produktion voll auf meine Kosten und ging sehr zufrieden nach Hause.

ChristineL


15672
Immer noch: SUPER!

15.11.2006 - Auch bei meinem zweiten Besuch fand ich die Produktion super! Ich glaube, hier zu diskutieren bringt nichts. Letztendlich ist es einfach eine Frage des Geschmacks und dessen, inwiefern man bereit ist, sich auf Neues einzulassen.

Marc Cohen


15666
Tut mir leid, ging gar nicht

15.11.2006 - Auch ich habe nichts gegen künstlerische Freiheit. Was aber Herr Malvius hier gemacht hat, ist einfach unverzeihlich. Das Finale wegzulassen, dieses positive Finale... wie kommt er bloß auf so einen Unfug? Dann die ganze Hin- und Herschieberei der Songs, die Schnitte... nein, nein, nein! Will I als letztes Lied im 1. Akt zu nehmen, es macht (für mich) einfach überhaupt keinen Sinn.

Auch die Tatsache, aus (fast) allen Duetten plötzlich Ensemble-Stücke zu machen? What the f...? Ich konnte mich überhaupt nicht auf Without you und I should tell you konzentrieren, mal abgesehen davon, dass man nie wusste, wer jetzt plötzlich aus welcher Ecke der Bühne plötzlich die nächste Zeile singen wird. Und, so leid es mir tut, What you own ist einfach kein Drei-Mann-Stück.

Die Tatsache, Mimi sterben zu lassen, geht für mich eigentlich gar nicht, aber ich hätte mich damit einigermaßen abfinden können, wäre da nicht dieses abrupte Ende gewesen.

Zur Cast muss ich sagen, dass ich außer Daniel Boys, den ich hervorragend fand und Joanna Ampil, die mir als Mimi auch sehr gut gefallen hat, die anderen eigentlich eher Mittelklasse fand. Koits englische Aussprache war zum Fürchten.

Für mich ist dies die schlechteste Rent-Produktion aller aller Zeiten und ich bin sehr froh, dass ich mir nur für Roermond ein Ticket gekauft habe.

I want the English Theatre version back!

Astrid (mit fast 80 Rent-Shows auf dem Buckel)


15642
Gute Idee...

13.11.2006 - ...wenn hier jeder mehrfach seine Punkte einträgt, kommt ja nie eine repräsentative Bewertung zustande. Ich kann mich nur wiederholen: Die neue Reihenfolge der Songs funktioniert gut! Und wenn einem einige Regie-Ideen nicht gefallen, kann man ja vielleicht 1-2 Sterne abziehen, aber einer Produktion wie diese (mit einer erstklassigen Cast!) nur einen Stern zu geben, ist mehr als lächerlich!

Marc Cohen


15587
wtf?

09.11.2006 - @Christian: hör dir bitte z.B. mal Sgt. Peppers von den Beatles in Reihenfolge und dann auf random an :) und dann erzähl mir nochmal das die reihenfolge von songs nicht wichtig ist.
KLAR machen die songs so immernoch Sinn, es gibt aber im Theater (wie auch auf guten Alben) so etwas wie Spannungsbögen, und die sollte man als Regisseur möglichst unangetasstet lassen. Ein gutes Musical ist NICHT ein Album auf dem jedes Lied ne Single sein könnte, sondern eins auf dem die Lieder von der Abfolge und der daraus erzeugten Spannung Sinn machen. Natürlich hängt das ganze nicht NUR von der Reihenfolge der Shows aus, solche kleinigkeiten machen aber durchaus den unterschied zwischen einem Mittelmäßigem Stück mit netter Musik und einem Pulitzer Preis Gewinner aus.
(ps: schau dir die show doch bitte erstmal an bevor du hier große reden schmeißt und Leute die die show schon x-mal gesehen haben beschuldigst sie hätten nichts verstanden)
(pps: wie wärs wenn man die diskussion mal ins Forum verlegt?)

katka


15388
und auch von mir ein Nachtrag..

30.10.2006 - ..wenn der Rezensent schon eine kostenlose Zusammenfassung der Handlung fordert: tja...im Programmheft war doch eine...dumm nur, dass die sich auf die "ursprüngliche" Handlung bezieht...da wird von "We're Okay" gesprochen oder davon, dass Mimi am Ende wieder aufwacht...äähh..ja..klar..da reichte wohl das Budget dieser Billigproduktion nicht, um eine neue Synapsis zu schreiben...oder es war dem Regisseur scheißegal, ob das Publikum verwirrt ist, weil in der Zusammenfassung völlig andere Dinge stehen als dann tatsächlich auf der Bühne passieren... ansonsten kann ich kann mich da "Rent Head" nur (nochmal) anschließen: es geht nicht um Mimis Tod an sich, der hier misslungen ist, sondern um die Art und Weise. Wenn das Publikum JEDES MAl (und ich habe bisher von Reaktionen aus sechs verschiedenen Abenden gehört) nach "Your Eyews" völlig überrmpelt ist, dass die Show jetzt vorbei ist und beim Rausgehen alle murmeln "das Ende war aber echt merkwürdig, gehörte das so?", dann hat der Regisseur etwas falsch gemacht. Punkt.

anke


15383
bitte richtig lesen

30.10.2006 - Mir scheint, meine Nachredner haben eher unsere Sachen nicht richtig gelesen.

Without You war z.B. nicht das genannte Lied, sondern I should tell you.

Dann geht es nicht darum, DASS Mimi stirbt. Es fehlt einfach das Ende, sprich: das Finale. Das Stück hört nun einmal nicht nach Your Eyes auf. Auch nicht in Schweden oder Holland, wo Mimi auch gestorben ist.

Und ich bleibe dabei, dass Rent ein minimalistisches Stück ist, wo z.B. die dämliche Tanzerei bei Tango Maureen bzw. bei Mimi's Tod NICHT braucht.

Dazu sei gesagt, ich habe auch schon sehr viele verschiedene Rent Produktionen gesehen (weltweit) und diese war und bleibt für mich die schlechteste.

Rent Head


15374
Super!

29.10.2006 - Die Vorstellung in Alsdorf war super! Man darf halt nicht so engstirnig sein und einen Klon der Broadway-Fassung erwarten. Nur weil Mimi am Ende stirbt, geht doch nicht der Sinn des ganzen Musicals verloren! Ich habe mich gefreut, daß ich mal eine ganz andere Version des Stücks sehen konnte, vor allem mit so genialen Darstellern. Und ich fand es genauso super wie am Broadway und letztes Jahr in Frankfurt!

Leon


15347
Darsteller (teils) top, Inszenierung zum Weglaufen

28.10.2006 - Ich kann meinem Vorredner Rent Head in allen Punkten zustimmen. Schade um die teilweise brillianten Darsteller.

Und @Mark Cohen: Wenn Du denkst, Intimität habe etwas mit "sich ansingen" zu tun, bist Du vielleicht bei Musicals à la "Elisabeth" besser aufgehoben.

Anke, mit über 40 RENT-Besuchen auf dem Buckel


15346
Hingucken und mitdenken!

28.10.2006 - Meine beiden Vorredner haben anscheinend weder richtig hingeguckt, noch mitgedacht! Roger fixt nicht mehr, er gerät nur in Versuchung, wirft die Spritze aber im entscheidenden Moment weg! Und bei einem Song wie "Without You" von Intimität zwischen Roger und Mimi zu reden, ist sowieso Unsinn, da die beiden dabei logischerweise getrennt sind und sich nicht ansingen! Der Regisseur hat das Stück sehr wohl verstanden und seine Änderungen machen Sinn. Die Wohnung ist in der Tournee-Deko außerdem viel deutlicher zu erkennen als in der Original-Fassung (wo es ja nur Tische und Stühle als Deko gibt!). Mir hat es super gefallen. So viele erstklassige Darsteller kriegt man hier nicht oft geboten!

Mark Cohen


15326
Setzen, 6, Thema verfehlt

26.10.2006 - Auf den Regisseur passt meine Überschrift optimal. Er hat den Sinn einfach nicht begriffen. Am Anfang dachte ich noch, es ist nicht sooo schlimm wie in vielen reviews beschrieben, aber dann kam ja noch Akt 2.
Jedenfalls lebt Rent eigentlich vom Minimalistischem, warum diese lächerlichen Tänzer (aus dem Film geklaut) bei Tango Maureen?
Hat der Regisseur etwas gegen Duette? Jede Intimität zwischen Mimi und Roger wird durch die mitsingenden Personen zerstört. Collins hat genauso wenig bei Living in America zu suchen.
Dort, wo dann aber das Ensemble eigentlich hingehört, hat dann auf einmal Joanne schon wieder Solos. Warum?

Dann die Rollen-Auslegung. Wieso fixt Roger immer noch? War er nicht gerade aus dem Entzug zurück?
Mimi ist viel zu dreist, um es spielerisch wirken zu lassen.

Die Krönung ist dann allerdings das Ende. Hätte Angel Mimi einfach nur abgeholt, wäre es okay gewesen. Aber nein, die beiden tanzen einen lächerlich kitschen Walzer aus dem Set heraus.
Nach Your Eyes kommt einfach nichts mehr. NIEMAND (selbst Rent Fans) haben nicht begriffen, dass hier das Ende des Stücks ist!

Die Deko kommt noch hinzu, was für seltsame Wohnungen sollten das sein? Es erinnerte mehr an Eisschollen aus Tabaluga und Lilli.

Rent Head


15313
darum geht's doch garnicht!

25.10.2006 - Es muss ja nicht immer gleich bleiben, die reihenfolge der songs und vor allem die gesamtaussage des stückes sollte man doch aber wenn möglich beibehalten... es geht hier ja überhaupt nicht darum, das nicht zum X-ten Mal eine Kopie der Originalaufführung auf die Bühen gestellt wurde (das hat man ja in Frankfurt auch nicht gemacht), sondern darum das einige grundlegende Punkte der Show geändert oder geschnitten wurden. Rent ist eine der wenigen modernen musicals die wirklich eine Message haben, die ist in dieser Produktion dank diverser Cuts, Änderungen und Regie aber leider verloren gegangen. Klar, wenn man keine großartige Aussage erwartet mag einem die Show in der Malvius-version gefallen, wer gearde von rent mehr als nur einen netten Theaterabend, den man auch mit singenden katzen oder Rollschuhfahrenden Zügen haben könnte, erwartet wird bitter enttäuscht werden.

katka


15308
Great

25.10.2006 - The best RENT
Why would RENT be all the time like for 20 years ago!
GREAT Bravo Malvius
Bravo Cast
They should take it to Berlin

Andreas


15210
ich fands schön

19.10.2006 - Sänger: bis auf eine Ausnahme wirklich sehr sehr gut und fehlerfrei!

Bühnenbild: gut gelöst

Schauspiel: lockerte sich im Laufe der Zeit auf, wird aber sicher noch besser, wenn die Routine Einzug hält

Umsetzung: sicherlich für den ein oder anderen RENT-Vollblutfan etwas unschön, aber meiner meinung nach im Rahmen der künstlerischen Freiheit absolut zu vertreten

Fazit: sehenswert

Tobi


15202
Beste Tourneeproduktion

19.10.2006 - Die Inszenierung war klasse! Die Originalproduktion ist natürlich noch besser - gerade was das Bühnenbild und harmonische Wirkung der Show angeht - aber als Darstellerin kann ich nur ein dickes Lob für meine Kollegen aussprechen, bedenkt man,dass die Darsteller sich erstmal auf die neue Umgebung einstimmen mussten. (neue Bühne = ganz andere Bedingungen)
Die Darsteller waren gesanglich fantastisch und bis auf einige kleinere Patzer war auch das Schaupielerische sehr gut.

Es war mit Abstand die beste Tourneeproduktion,die ich je gesehen habe!

Sehr zu empfehlen!

Alexa K


15163
Für eine Tournee wirklich sehr in Ordnung

17.10.2006 - Die Sänger sind sehr gut, das Tempo der Inszenierung ist hoch, die Band klasse, der Sound auch. Das Bühnenbild hat immerhin zwei Ebenen, die Kostüme sind auch in Ordnung. Sicher nicht so perfekt wie die Originalproduktion, aber ich hab schon viel schlechtere Tournee-Produktionen gesehen - der "Joseph" derselben Firma zum Beispiel war lang nicht so gut.
No day but today!

Dot


15137
Regisseur Rent nicht verstanden?

15.10.2006 - Was ist aus der guten alten Urproduktion geworden? Rent ist auch nun sicher kein teures Musical, und trotzdem fehlte alles.
Als Rent Fan hatte ich mich sehr gefreut auf die Produktion, doch so enttäuscht war ich noch von keiner Wideraufnahme.

Aineas


15126
****

14.10.2006 - Die Tour ist empfehlenswert! Es gibt deutliche Änderungen (z.B. steht "La Vie Boheme" am Anfang) aber das wirkt sich nicht negativ auf das Werk aus. Mimi's Tod am Ende war ebenfalls sehr gut gelöst, ein besseres (schlüssiges) Ende als in anderen besuchten Versionen!
Das Einheitsbühnenbild wirkt gut und die Besetzung beeindruckt. Besonders Joanna Ampel als Mimi!
Leider wirkt das Schauspiel kurz nach der Premiere Streckenweise noch etwas hölzern. Ich denke aber, das wird noch!

Pax.


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Handlung
New York in den 1990er Jahren: Mark und Roger haben kurz vor Weihnachten Probleme, die Miete für ihren schäbigen Loft zu bezahlen. mehr

Weitere Infos
Eine deutschsprachige Version von "Rent" feierte 1999 im Düsseldorfer "Capitol" Premiere (Regie: Martha Banta) und tourte anschließend durch mehrere Großstädte. Allerdings war der Produktion nur mäßiger Erfolg beschieden - bedingt durch die Phonetikprobleme vieler Hauptdarsteller und die wenig gelungene Übersetzung von Heinz Rudolf Kunze.

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