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Revue

Glanzlichter

Reise zu Revue-Metropolen


Glitzernde Lichter, opulente Bühnenbilder und eine Girl-Reihe in einem Hauch von Kostüm: Das gibt es nicht nur im Friedrichstadtpalast an der Spree. Auch die Amüsiertempel unter dem Eiffelturm und im Schatten der Freiheitsstatue locken damit ihr Publikum. "Glanzlichter" vereint Stepptanz mit Tango und einem Schuss Broadway-Musical. Ganz auf Touristen und das ältere Stammpublikum des Hauses zugeschnittene klassische Ausstattungsrevue mit dramaturgischen Schwächen und blassen Solisten.

(Text: Kai Wulfes)

Premiere:13.05.2006
Letzte bekannte Aufführung:31.12.2007


Wenn einer eine Reise tut, dann kann er ´was erzählen. Dies allerdings nur dann, wenn er unterwegs nicht verloren geht. Genau das ist allerdings das Dilemma der vier Reisenden, die in dieser Revue von Jürgen Nass, Roland Welke und Thomas Münstermann die drei Entertainment-Metropolen Berlin, New York und Paris besuchen. Per Zeppelin fliegen sie einmal quer durch das riesige Auditorium direkt auf die Bühne, wo sie vor der Skyline von Manhattan ihrem Reisegefährt entsteigen. Dann verliert sich allerdings mehr oder weniger ihre Spur. Die vier Solisten tauchen zwar in den folgenden Revue-Tableaus immer wieder auf, das Autoren-Team scheint aber jedes Interesse an ihnen verloren zu haben. War ihre erste Reise für den Zuschauer nachvollziehbar und obendrein ein toller optischer Effekt, so wirken die weiteren Stationen uninspiriert. Das Buch erläutert weder, wie und warum die Protagonisten dorthin gelangen, noch wird ihnen überhaupt irgend eine Funktion zugeordnet. Warum werden diese Personen überhaupt eingeführt, wenn sie nicht mehr sind als singende Staffage und Pausenfüller für Umbauten und Kostümwechsel des Balletts? Folglich langweilen ihre Solo-Auftritte, worunter trotz solider Leistungen insbesondere Jazz-Trompeter Joo Kraus und Sänger Peter Fessler zu leiden haben. Glänzen kann allein Sänger und Tänzer Danny Castello, während Santina Maria Schrader zwar die Diva mit großen Posen gibt, im Zusammenspiel mit dem Ballett jedoch zu unbeweglich wirkt.

Eine weitere Schwachstelle der Show liegt in der Musikkonzeption, bei der Roland Welke nicht immer ein glückliches Händchen beweist. Auf der einen Seite berücksichtigt er dabei prägnante Kompositionen wie „Stars and stripes“ oder „Ich hab’ noch einen Koffer in Berlin“, anderseits bleiben wichtige Werke völlig unberücksichtig. Es ist schon erstaunlich, dass weder der für Berlin und Paris so prägende Bananentanz der Josephine Baker auf die Bühne gebracht wird, noch ein Cancan erklingt. Ebenso merkwürdig ist allerdings, wenn in einer „Operetten-Berlin“ benannten Szene nicht ausschließlich Gassenhauer von Komponisten der Spree-Metropole gespielt werden, sondern auch Melodien der für die Wiener Operette stehenden Franz Lehàr und Robert Stolz hineingemogelt werden. Da Arrangeur Niclas Ramdohr alle Melodien in diesem Show-Block in ein modernes Gewand gepackt hat und sie verjazzt, im Disco-Sound oder als Samba gespielt werden, fällt dies aber wohl nur wenigen Zuschauern auf. Ramdohr hat auch die wenigen Neukompositionen für „Glanzlichter“ geschaffen. Hierbei gefällt insbesondere das nachdenklich stimmende Chanson „Im Zug aus Paris“.

Rätselhaft ist, warum im Programmheft überhaupt ein Regisseur (Jürgen Nass) genannt wird, obwohl eine Inszenierung mangels einer erkennbaren Handlung oder irgendwelcher verbindender Texte gar nicht vorhanden ist. „Glanzlichter“ reiht lediglich die Arbeiten von vier Choreografen (Maik Damboldt, Craig Revel Horwood, Jan Linkens und Danny Costello) in Revuebildern aneinander. Besonders Letztgenannter steht für Tempo und jede Menge Pep: Seine die Show eröffnende Steppszene, in der sich außer ihm selbst immerhin 68 Tänzerinnen und Tänzer sowie 16 Kinder gleichzeitig auf der Bühne bewegen, wird in der besuchten Premiere vom Publikum zu Recht bejubelt. Ähnliche Reaktionen ruft auch die Girl-Reihe (Choreografie: Maik Damboldt) hervor. Es ist beeindruckend, mit welcher atemberaubender Perfektion die weiblichen Ensemblemitglieder des Balletts in immer neuen Formationen ihre scheinbar endlosen Beine in die Luft werfen. Allerdings wirken die 32 Tänzerinnen in ihren knappen, weißen Pelzmäntelchen eigenartig sittsam. Auch im Rest der Show hätten die sehr aufwändigen Kostüme von Anja Diefenbach ruhig etwas frecher ausfallen können.

Dem Titel der Revue gerecht werden sowohl die drei hochkarätigen Artistikdarbietungen als auch das Orchester des Friedrichstadtpalastes, das unter dem Dirigat von Detlef Klemm sowohl satten Bigband-Sound liefert aber auch kitschig-schmachtend aufspielt. Schade, dass den Musikern, die auf einem fahrbaren Podest immer wieder in das variable, treppendominierte Glitzer-Bühnenbild (Knut Hetzer) integriert werden, kein eigener Auftritt vergönnt ist und sie einmal in den Vordergrund gerückt werden.

Mit einem etwas pfiffigeren Buch und einem etwas stimmiger zusammengestellten Solisten-Quartett hätte diese Show einen nachhaltig positiven Eindruck hinterlassen können. Leider strahlen die Glanzlichter im Friedrichstadtpalast jedoch nur matt.


(Text: kw)




Verwandte Themen:
Produktion: Glanzlichter der Revue (Friedrichstadt-Palast Berlin)
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Kreativteam

BuchJürgen Nass
Roland Welke
Thomas Münstermann
Neukompositionen, musikalische EinrichtungNiclas Ramdohr
InszenierungJürgen Nass
BühnenbildKnut Hetzer
KostümeAnja Diefenbach
ChoreografieDanny Costello
Maik Damboldt
Craig Revel Horwood
Jan Linkens
Musikalische LeitungDetlef Klemm


Besetzung

SolistenSantina Maria Schrader
Danny Costello
Peter Fessler
Joo Kraus
BallettsolistenSusann Malinowski-Märtens
Eleonora Alexandrova
Willow Jewett; Aliaksei Uvarau
Oleksandr Khmelnytskyy
Roman Lukyanchenko
Ballett des Friedrichstadtpalastes

Mitglieder des Kinderensembles des Friedrichstadtpalastes

Charivari Storm (Akrobatik, Stepp, Stunts)

Orchester des Friedrichstadtpalastes mit "clari sonos" (DirigentenDetlef Klemm
Peter Christian Feigel)

Artistik

The Guerrero'sHorizontalseildarbietung
Marina RastzovaSwinging Trapez
Alexey ChainikovHula Hoop



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


20 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


23533
Silvestergala???

31.12.2009 - Insgesamt hat mir die Vorstellung am 29.12.2007 nicht gefallen. Ich hatte den Eindruck das Programm lief auf Sparflamme. Ganz unpassend eine Sprecheinlage primitiver Art. Schade um das Eintrittsgeld. Vorsilvesterstimmung kann bei sowas nicht aufkommen.

Hans Streubel


23532
Grauenhaft

30.12.2007 - Kommt über Provinztheaterniveau nicht hinaus. Besonders lächerlich der Can-Can Tanz. Das kann man im Moulin Rouge besser. Und was der "Finanzbeamte" auf der Bühne sollte, bleibt ein offenes Geheimnis. Sparen Sie sich den teuren Eintrittspreis und gehen Sie lieber dafür Essen!

Axel von Elm


22679
perfekt

23.11.2007 - Ihr seit die besten!
macht weiter so

Julia


22494
Hingehen, angucken

12.11.2007 - Genial

Sing


22216
fand ich gut

21.10.2007 - keine lust hier so viel zu wiederholen. das meißte wurde schon gesagt.
Die artistischen Beiträge waren auch sehr gelungen!

-


21949
sehr zufrieden stellend

30.09.2007 - die Vorstellung hat mich sehr überzeugt.
Grade die Ausdrucksstärke der Tänzer und die Feinabstimmungen im Showkonzept haben mich beeindruckt.
handlung ist wirklich wenig vorhanden, schadet aber nicht. doch so könnt man noch mehr aus der ganzen sache rausholen.

D. K. Helmuth


21280
Sehr empfehlenswert!

21.08.2007 - Ich sah die Show am 19.8.07 und war begeistert. Das Bühnenbild und die Vorstellung sämtlicher Beteiligter waren einfach Spitze. Es sind mehr als nur Profis eben.

Georg


21008
klasse Ensemble

10.08.2007 - also wenn man auf richtig guten Tanz steht dann ist das genau das richtige!
super Formationen
klasse Solotänzer (auch sehr heiß ;-) )
schöne musik, leider nicht die besten Gesangssolisten, aber das schadet garnicht
auf jeden Fall empfehlenswert !

paul avid G.


19778
klassiker neu bearbeitet

04.06.2007 - also ich hab die show zu silvester geshen und komme dieses mal im sommer wieder nach berlin und ich kann nur sagen, dass ich mir die show sicher noch ein 2tes mal angucken werde.
die lieder, also allgemein die musik, sind richtig gut und dann steh ich einfach ma auf diese Art von Entertaiment...
die Tänzer sind klasse und dieses Haus hat auch einfach mal eine richtig fette Bühne. kann ich jedem nur ans Herz legen !

Martin Proht


17743
war genial

18.02.2007 - fand ich einfach gut, die gesangssolisten sind noch ausbaufähig aba sonst ist das echt ein durchweg gelungenes Stück

t. werner


16969
mega gut

24.01.2007 - Die revue hat mir sehr gut gefallen besonders Vielfalt und abwechslung. für jeden etwas dabei.
noch dazu, tolle musik
jedoch nicht ganz überzeugende Gesangssolisten...
PS.: Balett war klasse

T. Bauner


16328
Toll!

24.12.2006 - Ich fands toll, muss der Meinung zustimmen, dass das Tanzensemble großartiges leistet. habe selbst einige Zeit getanzt und es ist nicht leicht, was die da auf der Bühne machen.
Eigentlich waren Tänzer am Palast eher die die nirgendwoanders genommen wurden, aba mit der Zeit hat sich das echt geändert. Die sind einfach Klasse, kanns nicht anderes sagen. Am besten selber überzeugen.
PS.: Jingle Bells ist aba nicht so gut, hab ich auch gesehen

Manuel T.


16110
ich fands cool

12.12.2006 - ich kann nur sagen, dass ich die Show sehr gut fand. Ich interessiere mich schon ein bisschen für theater und musiktheater und muss sagen, dass diese Show etwas ganz besonderes war. Dabei kann ich nichtmal sagen, was es war, sicherlich nicht die Handlung oder die gesangseinlagen. Das Gesammtkonzept ist aufgegangen und die Tänze wurden von heißen Tänzern und Tänzerinnen getanzt.
kann ich nur jedem empfehlen.

macha S.


15875
Glanzlichter

29.11.2006 - Ich habe Glanzlichter damals gesehen und fand die Inszenierung doch eher durchwachsen. Dass das Konzept -eine Reise durch verschiedene große Entertainment Städte- nichts neues ist, das ist wohl jedem bewußt. Danny Costello ist ein wunderbarer und vielseitiger Darsteller. Besonders seine Steppsequenzen waren hinreißend. Allerdings wurde mir sein Dauergrinsen in der zweiten Reihe irgendwann lästig- nichts desto trotz war er das "Glanzlicht" des Abends. Ganz anders Santina Maria- sie war zwar hübsch anzuschauen, hatte jedoch erhebliche Probleme mit der richtigen Aussprache des DEUTSCHEN Gesangstextes. Ausserdem war ihr Registerwechsel sehr stark zu hören- schade.
Die Ensemblenummern waren wie immer sehr schön von der Girlreihe getanzt- wenn auch die Choreographie der letzten Nummer im ersten Akt nicht ganz mein Fall war. Aber das ist eben Geschmackssache. Ebenso wie die extrem unterernährte Solistin derselbigen Nummer, also mein Geschmack war sie jedenfalls nicht.
Alles in allem aber eine ordentliche Show....

Sydney


15053
gute show

10.10.2006 - Ich muss den positiven Bewertungen zustimmen. Habe ich als Musicalfreund schon einiges an Shows und Darbietungen gesehen war dieser Besuch doch ein ganz besonderer. Der Friedrichstadtpalast erzeugt mit seinem traditionellen Ruf und der Mischung aus Tanzshow und musical eine eigene sparte die man nirgends in Europa in dieser Größenordnung und Qualität finden kann. Für den, der auf Revuetänze und pompöse Bühnenbilder steht ist diese Show ein wahrer Genuss.

musical-fan


14836
einfach nur gelungen

24.09.2006 - Ich möchte allen sagen, vor allem jenen, die die Kritik oben gelesen haben, dass Glanzlichter eine der imposantesten Shows ist, die ich je gesehen habe. Durch eine Vielzahl überragender Bühnenbilder die keineswegs ein „treppendominiertes Glitzer-Bühnenbild“ darstellen, die hervorragenden Tänze und farbenprächtigen Kostüme wird der Revuebesuch zu einem wahren Erlebnis. Tänzerisch werden Solisten, das gesamte Ensemble und Teile dessen wie beispielsweise Männerensemble oder Paarkombinationen hervorragend in das musikalische Konzept eingegliedert.
Es bringt natürlich nichts eine Kritik zu kritisieren, deshalb lassen wir das an dieser Stelle.

Johannes P - Premierengast


12786
Hingehen!

06.06.2006 - Ich kann Glanzlichter nur empfehlen!
Endlich ist einmal zu sehen was dieses fantastische Tanzensemble in der Lage ist zu leisten!
Und das nicht nur in der Gruppe, sondern auch als Einzelleistung!
Allein deswegen sollte man diese Show gesehen haben!
Aber auch ein originelles Bühnenbild, Danny Costello als steppend, singender Entertainer, tolle Artisten und wunderschöne Musik machen den Abend zu einem Sinngenuss!
Da kann ich nur sagen: Hingehen!

M.K.S.


12471
eher nicht

22.05.2006 -

Kalle


12429
endlich!

20.05.2006 - ein wirklich fetziges programm,weiter so !

---


12358
Abwechslungsreich!

14.05.2006 - Es lohnt sich!

Premierengast


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