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Horror-Komödie

Der kleine Horrorladen

Wachs' für mich!


Die oft gespielte Horrorparodie um eine fleischfressende Pflanze kommt in einer routinierten Inszenierung ans Kasseler Staatstheater. Die Stärke dieser Produktion ist die durchgängig überzeugende Besetzung.

(Text: Daniel von Verschuer)

Premiere:22.01.2006
Letzte bekannte Aufführung:27.12.2006


Die Überraschung des Abends erlebt der ortsfremde Besucher bereits vor Beginn der Vorstellung: Das Gebäude des Kasseler Staatstheaters wird noch bis Ende 2006 renoviert, so dass das "Kuppeltheater", ein mobiler Zeltbau, als provisorischer Unterschlupf für die aktuelle Spielzeit herhalten muss.
Das Interieur gleicht eher einer Zirkusarena als einem Theatersaal, und in diesem eher ungemütlichen Ambiente gestaltet sich die Umsetzung des Zehn-Personen-Stückes entsprechend schwierig. Die altbekannte Geschichte vom schüchternen Blumenverkäufer, der mit Hilfe einer fleischfressenden Pflanze zu Ruhm und Reichtum kommt und dabei über Leichen geht, funktioniert zwar auch im Kasseler Kuppeltheater, jedoch verlieren vor allem choreographierte Nummern wie "Downtown" oder das Finale auf der großen Bühne an Intensität. Es dominieren überdimensionale silbrige Heizungsrohre, Eisengitter und kahle weiße Wände, alles etwas zu steril für die heruntergekommene "Skid Row". Als einzige Kulisse steht in der Mitte der Bühne etwas verloren der Blumenladen, wie erwartet klein und eng, um am Ende die Wirkung der wachsenden Pflanze zu verstärken.
Was der Bühnenaufbau zu wünschen übrig lässt, machen die Darsteller mit solidem bis hervorragendem Spiel und starken Stimmen wett. Nadine Hammer als Audrey quiekt, piepst und trippelt absolut rollendeckend und imponiert außerdem bei "Jetzt hast du Seymour" mit kraftvollem Belt. Der sympathische Verlierer Seymour wird von Oliver Fobe verschüchtert und etwas trottelig gespielt. Die Personenführung von Regisseurin Julia Heymann kommt hier und auch bei allen anderen Charakteren ohne Überraschungen aus. Klaus Brantzen unterstreicht sehr schön die hinterhältige Seite des Ladenbesitzers Mushnik und kostet jeden seiner Auftritte voll aus. Sowohl Fobe als auch Brantzen können gesanglich überzeugen, jedoch nicht beeindrucken. Die Soulgirls Ulrike Nieding, Jennifer Boone und Tamara Wörner hingegen zeigen stimmlich Herausragendes, sowohl als Solistinnen in "Downtown" als auch bei ihren Background-Passagen. Mit ständig wechselnden Kostümen (Ausstatterin Sabine Böing kombiniert zum Beispiel knallgrüne Paillettenröcke mit rosaroten Samtjäckchen) und gut getimter Choreographie (Gilda Rebello, Michael Schmieder) ziehen sie außerdem jederzeit die Blicke des Publikums auf sich. Als Stimme der Pflanze ist Andreas Wolfram zu hören, dessen Rockbariton voll zur Geltung kommt und stark an den Motown-Sänger Levi Stubbs erinnert, der Audrey II im Film von 1986 seine Stimme leiht.
Markus Maria Düllmann schließlich bekommt als fieser Zahnarzt die Gelegenheit, sein Showtalent zu zeigen: Vor der Behandlung des masochistischen Patienten interagiert er mit dem Publikum, kontrolliert Gebisse und bittet sogar eine Zuschauerin zu sich auf die Bühne.
Die außergewöhnliche Geschichte verliert durch die ungemütliche Spielstätte etwas von ihrer gruselig-komischen Stimmung, und Kenner des Stücks werden Überraschendes vermissen. Insgesamt erlebt man aber im Zirkuszelt zu Kassel einen unterhaltsamen Abend mit einer spielfreudigen und gesanglich starken Cast.

Musik von Alan Menken
Texte von Howard Ashman
Deutsch von Michael Kunze

(Text: dv)






Kreativteam

Musikalische Leitung Giulia Glennon/Jürgen Oßwald
Regie Julia Heymann
Bühne Daniel Roskamp
Kostüme Sabine Böing
Dramaturgie Elke Maul
Choreografie Gilda Rebello
Michael Schmieder
Regieassistenz Charlotte Frieben
Heiko Schmelz


Besetzung

Audrey Nadine Hammer
SeymourOliver Fobe
Mr. MushnickKlaus Brantzen
Orin ScrivelloMarkus Maria Düllmann
Crystal Ulrike J. Nieding
Chiffon Jennifer Sarah Boone
Ronnette Tamara Wörner
Audrey IIAndreas Wolfram
Kunde, Patient, Mr. BernsteinMichael Boley
Agent, Mr. Martin, Penner, KundeHerwig Lucas
Mrs. Shiva, Mrs. LuceYvonne Selig



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


16 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


humorvoll und zum Teil besonders Gute Stimmen

31.12.2009 - humorvoll, lachen bis der Zahnarzt kommt, Leider versagen bei Einigen Darbietungen die Stimmen über die Mikro´s. Die Musik ist teiwleise zu laut, bzw, die gesangliche Darbietung zu leise. Die Bühnenaufmachenung gelungen und eine ECHT tolle Pflanze, die leider nicht für jeden Haushalt geeignet ist. ;-))))
Die Kostüme mal wieder KLASSE und das Kuppeltheater einfach tolle geniale Lösung.
Im Großen und Ganzen eine gelungene Inszenierung, man merkt FRISCHEN WIND im Kasseler Staatstheater.

Alesie


Andreas Wolfram unsichtbare Klasse!

31.12.2009 - ich habe die Inszenierung des Kasseler Staatstheaters besucht. Mein Favorit ist ganz klar Andreas Wolfram. Trotz einer "unsichtbaren" Rolle, als Stimme der Pflanze und einem relativ kurzen "sichtbaren" Auftritt ist er der Star am Musicalhimmel! Stimmgewaltig und ausdrucksstark!
Auch das restliche Team ist zu loben. Oliver Fobe spielt einen tollen Seymour mit viel Humor und Einfallsreichtum!
Andreas Wolfram, ich hoffe, dass ich Sie auch in den nächsten Spielzeiten in Kassel sehen werde!

Nina

Nina Weihrauch


Klasse

16.10.2006 - Alles im Allen war es eine gelungene Veranstaltung. Seymours Stimme war nicht so stark, aber er hat das durch seine Ausdrucksstärke wieder wett gemacht. Als Audrey mit dem Gesang begann, war ich hin und weg. Die Vorstellung war wirklich super, und auch "Nichttheatergänger" waren begeistert.

Drea


26.05.2006 -


yeah

03.05.2006 - einfach nur geil! schade,dass mein zahnarzt nich so gut aussieht^^

franzi


Tolle Unterhaltung!

04.03.2006 - Wir haben uns super amüsiert!
Tolle Schauspieler mit tollen Stimmen! Der Seymor war so süß!
Wir kommen nochmal!

Susi


starke show, starke Schauspieler :-)

25.02.2006 - Es war ein super Abend. Das Musical fässelt einen regelrecht an den Sitz. Einige super lustige Szenen gibt es auch, deswegen: unbedingt anschauen!

Lucy


Starke Sänger, schwache Regie

12.02.2006 - Thomas Bockelmann, Chef des wegen Umbaus in einem Zelt residierenden Staatstheaters in Kassel, kann sich über eine „saubere Regie“ freuen, die allerdings alles andere als strahlt. Die Horrorparodie verdankt in Kassel wie anderswo ihren Reiz der hinreißenden Musik und den herrlich überzeichneten Übersetzungen von Michel Kunze.

Die fehlende Musical-Regieerfahrung wird immer dann sichtbar, wenn Personenführung und Zuspitzung im Timing der Musik gefragt sind und erschreckt jeweils im Aktfinale.
Richtig gut spielt die Band unter Giulia Glennon/Jürgen Oßwald.
(Mehr in der nächsten "musicals")

Marcus Leitschuh, freier Mitarbeiter "musicals"


Klasse Stück

07.02.2006 - Also ich fand dieses Stück sehr interessant und wurde auch begeistert von der Pflanze und fande es fastzienierend wie alles dargestellt wurde . Also weiter so.

PULLE


Super!

31.01.2006 - Klasse Aufführung des kleinen
horrorladen mit toller besetzung. Da sitzt wirklich jeder Ton. Besonders beeindruckend fand ich die 3 Girls, die bei anspruchsvollem Tanzen auch noch perfekt singen! Super!

Jenny


Viel Spaß für wenig Geld!

29.01.2006 - Die Inszenierung ist sicher nicht mit einer großen Ensuite-Produktion (wie z.B. von der Stage Entertainment) zu vergleichen - aber wer einen gelungenen Theaterabend mit klasse Darstellern zu bezahlbaren Preisen möchte, der sollte nach Kassel fahren!

Besonders gut gefallen hat uns Markus Düllmann als Dr. Orin Scrivello - herrlich fies! ;-)

Walzergonzo


Klasse Theaterabend!

29.01.2006 - ..bis aufs Bühnenbild ein durch und durch gelungener Abend mit überzeugenden stimmlichen Leistungen.

Starke Inszenierung,wunderbare Kostüme und publikumsgerecht.

Ein sehr unterhaltsamer Abend

Ullrich Grunwalde


Mau

28.01.2006 - Schade um das eigentlich witzige Stück.

Shakespeare


28.01.2006 -


Kleine Einfälle - große Show

24.01.2006 - Na wenn das kein gelungener Abend war! Es gab Standing Ovation für die Show, die mit neuen Einfällen glänzte, um neben den Musikstücken die, die eigentliche Geschichte erzählen, witzige und auch furchteinflässende Elemente einzubringen. Klasse in Kassel.

Peter


super Darsteler; schwache inszenhierung

23.01.2006 -

Birdie


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Handlung
Seymour Krelborn, Angestellter in einem Blumenladen in der heruntergekommenen New Yorker Skid Row, züchtet eine eigenartige fleischfressende Pflanze, die sich ausschließlich von Menschenblut ernährt. mehr

Weitere Infos
Abgesehen vom Ende ist die Handlung des bekannten Films von 1986 mit der Musicalversion identisch. Aufgrund von negativen Zuschauerreaktionen bei den Filmpreviews ließ Produzent Frank Oz den Schluss nachträglich umschreiben: Seymour besiegt die Pflanze, indem er sie mit Stromschlägen traktiert und schließlich den Laden in die Luft jagt. Anschließend verwirklicht er Audreys Traum und zieht mit ihr in ein Häuschen im Grünen - in der letzten Einstellung ist im Vorgarten des Häuschens eine kleine Audrey II zu sehen, ein Hinweis auf einen möglichen zweiten Teil, der bisher aber nicht realisiert wurde.

 Leserbewertung
(16 Leser)


Ø 3.94 Sterne

 Termine

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