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Best of

Is Someone Out There?!

An Evening with Maury Yeston


Best-of-Yeston-Abend in namhafter Besetzung u.a. mit Cornelia Drese, Charlotte Heinke, Jens Janke und Valerie Link mit deutschsprachiger Erstaufführung eines Liederzyklus' inspiriert von Schuberts "Winterreise" mit deutschen Texten von Wolfgang Adenberg.

(Text: Michael Rieper)

Premiere:09.01.2006
Letzte bekannte Aufführung:17.01.2006


Nach der erfolgreichen deutschsprachigen Erstaufführung von "Die letzten 5 Jahre" hat die "Two For One Theatre Productions" nun mit "Is Someone Out There?!" eine zweite kleine, aber weithin strahlende Perle in der deutschen Musical-Szene platziert. Der Liederabend ist dem Komponisten Maury Yeston gewidmet, der dem deutschen Publikum hauptsächlich durch Werke wie "Nine", "Phantom" und "Titanic" bekannt sein dürfte. Doch neben Musicals hat Yeston auch klassische Konzerte und - für das 100-jährige Jubiläum der New Yorker Carnegie Hall - den Liederzyklus "December Songs" geschrieben. Inspiriert von Schuberts "Winterreise" lässt Yeston in diesem Werk eine Frau während eines Spaziergangs durch das winterliche New York über ihre Sehnsucht nach Liebe sinnieren. Dabei sind zehn zumeist schwermütige Lieder entstanden, die einen vielschichtigen Einblick in die Seele dieser Frau ermöglichen.

Die Lieder bilden in einer deutschsprachigen Erstaufführung den ersten Teil des Hamburger Maury-Yeston-Abends. Ursprünglich wurden die "Dezemberlieder" für eine Sängerin geschrieben, doch hier treten sechs Solisten (drei Männer, drei Frauen) auf, unter denen die Songs aufgeteilt werden. Da jedes Lied eine in sich abgeschlossene Geschichte erzählt und dabei die Liebe aus ganz verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wird, funktioniert dieses Konzept ganz ausgezeichnet. In einem der Lieder werden die Gedanken beim Lesen von Großmutters Liebesbriefen geschildert, gleich darauf thematisiert ein Song das fast schmerzliche Verlangen danach, geliebt zu werden. Anschließend wird von einem Traum erzählt, in dem die große Liebe gefunden wird. Und so fügen sich lauter kleine Episoden zu einem großen Bild. Wolfgang Adenberg, der für die deutsche Übersetzung verantwortlich ist, hat poetische Worte gefunden, die den Zuhörer einfangen und die Gefühlswelt der Protagonisten glaubwürdig nachempfinden lassen.

Nach der Pause steht das "Maury Yeston Songbook" mit Ausschnitten aus seinen Musicals auf dem Programm. Nach dem schwermütigen ersten Teil tut es gut, dass bei Liedern wie "A Call From The Vatican" (Nine) oder "You're There Too" (In the beginning) nun zumindest manchmal Humor aufblitzt. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass auch der zweite Teil sehr "balladenlastig" daherkommt. Und wenn in der zweiten Hälfte des Songbooks mit "I want to go to Hollywood" (Grand Hotel) endlich mal eine peppigere Nummer angestimmt wird, merkt man dem Publikum an, dass es auf diesen "Schwung" geradezu gewartet hat. So entpuppt sich der Song als regelrechter Showstopper.

Als besondere Überraschung bevölkert zum abschließenden "Titanic"-Block ein großer Chor, bestehend aus Studenten des dritten Semesters der Joop van den Ende Academy, den Stage Club, um gemeinsam mit den sieben Darstellern einige Hymnen aus dem Musical über den Ozeanriesen vorzutragen.

Was diesem Abend eine ganz besondere Magie verleiht, ist das große Talent, das auf und hinter der Bühne zu spüren ist. Die sieben Darsteller sind allesamt einfach nur großartig. Cornelia Drese als zickige Diva, die keine Konkurrenz in ihrem Opernhaus dulden will, Charlotte Heinke, die mit bittersüßem Lächeln im Gesicht von dem Traum berichtet, in dem ihr „der Eine“ begegnet ist, und Valerie Link, deren großartiger Interpretation der erwähnte Showstopper zu verdanken ist, bilden den weiblichen Teil des Ensembles. Sie teilen sich die Bühne mit drei ebenso begabten Sängern: Artur Molin, der mit der zauberhaften "Bücherstand"-Geschichte ein besonderes Highlight in den Dezemberliedern setzt, Jens Janke, der wirklich tiefen Schmerz erahnen lässt, wenn er „Meine Liebe stirbt nie“ beteuert und Jörg Neubauer, der mit einer sehr gefühlvollen Interpretation des Frauensongs "Unusual way" aus "Nine" überrascht. Alle sechs schlüpfen für ihre Lieder während des Abends in ganz unterschiedliche Rollen und zeigen sich äußerst wandlungsfähig. Als Special Guest nimmt Patrick Stanke leider nur am Titanic-Block teil und begeistert mit den Liedern, die er bereits während der Spielzeit dieses Musicals in der Neuen Flora Abend für Abend gesungen hat. Alle sieben erwecken die Geschichten, die Maury Yeston mit seiner Musik erzählen will, zum Leben und fesseln den Zuschauer. Jederzeit spürbar ist auch die dezente Personenführung des Regisseurs Daniel Witzke, der mit seinen Darstellern an jedem Lied intensiv gearbeitet hat. Genauso wichtig ist die stimmungsvolle Begleitung der Sänger durch Pianistin Marina Komissartchik, die unzählige verschiedene Farben in ihrem Spiel hervorbringt. Und auch die unaufdringlichen Kostüme (Alice Nierentz) unterstützen die Geschichten der Lieder, so dass ein wunderbarerer Gesamteindruck entsteht.

Am Ende des Abends steht einerseits fest, dass die Musik des Maury Yeston weit mehr Beachtung verdient als ihr hierzulande bisher zuteil wurde. Andererseits lässt er hoffen, dass das Talent aller an dieser Show Beteiligten noch viele weitere Musical-Produktionen bereichern wird.

(Text: mr)




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Kreativteam

Regie & Produktion Daniel Witzke
Musikalische Leitung Marina Komissartchik
Deutsche Fassung 'December Songs' Wolfgang Adenberg
Bühne Christian Reiher
Kostüme Alice Nierentz
Licht Marcus Kleine-Borgmann


Besetzung

Mit Cornelia Drese
Charlotte Heinke
Valerie Link
Jens Janke
Jörg Neubauer
Artur Molin
Special Guest Patrick Stanke



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


15 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


10005
gefühlvoll

31.12.2009 - Wunderbare Besetzung mit tollen Stimmen! Jeder für sich ganz besonders. Ein intimer Abend, der Freude macht.

Hardy


10028
Ok, war es

31.12.2009 - Ja, ein schöner Abend, schöne Stimmen, aber so ganz rund fand ich ihn nicht. Warum wurde das so lieblos vorgetragen? Ihr könnt singen, na klar, aber ihr seit nicht der Mittelpunkt der Welt.

Rainer Lauflinger


10356
Ein wunderbarer Abend

25.01.2006 - Ich kann Grantaire in allen Punkten nur zustimmen. Es war ein wunderbarer und außergewöhlicher Abend mit wunderbaren Sängerinnen und Sängern. Bitte mehr davon.

Günni


10147
Dezemberlieder - grandios!

19.01.2006 - So was möchte man öfters sehen! Nicht nur immer massentaugliche Einheitsware!

Claudia


10070
Für Genießer

17.01.2006 - Nicht leicht konsumierbar, aber ein echter Genuss für Freunde des Genres. Man muss sich auf Yestons oft komplexe Lieder einlassen und genau hinhören, dann sind sie einfach schön - zumal, wenn sie wie hier von hervorragenden Sängern interpretiert werden und unter der musikalischen Leitung von Marina Komissartchik herrlich unangestrengt und old-fashioned klingen. Das Highlight ist der melancholische Liederzyklus Dezemberlieder, von Wolfgang Adenberg sehr poetisch ins Deutsche übertragen. Wer diese Möglichkeit verpasst hat, seinen musikalischen Horizont zu erweitern und gleichzeitig aus vollem Herzen "Ach wie schön" seufzen zu können - selber Schuld.

Robin Jantos


10064
Traumhaft!

17.01.2006 - Ein Abend zum Träumen im Stage Club. Maury Yeston ist nichts zum nebenbei hören, aber vor allem seine oft traurigenBalladen laden ein zum sich fallen lassen, geniessen und mitleiden.
Auf der Bühne sechs großartige Darsteller, Cornelia Drese eine Grande Dame mit Ausstrahlung und Charisma, Charlotte Heinke ein Genuß mit unglaublicher Stimmkraft, Jens Janke urkomisch wie traurig ein großartiger Interpret, Artur Molin mit toller Stimme und Begabung für poetische Momente, Jörg Neubauer mit Gänstehaut-Balladenstimme und vor allem Valerie Link mit einer unglaublichen Bandbreite zwischen lyrischem Sopran und großer Power-Nummer.
Letzterer ist auch die schönste Nummer der Show zu verdanken: In den December Songs findet sie in einer alten Kiste auf dem Dachboden die Liebesbriefe ihrer Großmutter..ein zauberhaftes Liebeslied und eine traumschöne Hommage an die Großmutter. Von Valerie Link zum Weinen schön interpretiert!

Das alles mit den meisterhaften Übersetzungen von Wolfgang Adenberg, der mit dem poetischen Liederzyklus Sprachbilder von einer Virtuosität schafft, die staunen macht und haken- und stolperfrei wie ein unübersetzter Originaltext wirkt.
Nach einem ebenfalls überzeugenden englischsprachigen Block folgt dann- unterstützt von Studenten der Joop-van-den Ende-Akademie- ein gänsehauttreibender "Titanic"-Block, vom überraschend leise und intim gesetzten "Fahr wohl" über den Funker-Song mit Original-Bride Jens Janke und einer hervorragenden Vertretung des erkrankten P. Stanke durch A. Molin bis hin zum Abschlußchor "Wir sehn uns wieder".

Fazit: Hut ab vor dem Mut und dem Können von Produzent und Regisseur Daniel Witze. Er ermöglicht Eine Sternstunde mit tollen Melodien und Künstlern, die mit Herz und großartigem Können dabei sind.

Grantaire


10015
wunderbar

15.01.2006 - wunderbare Lieder, klasse Interpreten, nette Club-Atmosphäre, ein minimalistisches Bühnenbild, das die ganze Aufmersamkeit bei den dargebotenen Liedern lässt - absolut empfehlenswert

canongirl


9999
ok nichts besonderes

14.01.2006 -

lilly


9986
Konzert wie viele andere auch

13.01.2006 - Also ich kann ich den Vorrednern nicht anschließen, es waren unzweifelhaft schöne Lieder und tolle Interpreten, aber eigentlich sollte so eine Produktion doch heute mehr zu bieten haben als nur schöne melodien mit natürlich hochkarätiger Besetzung. Daher splitte ich meine Bewertung in Musik und Künstler 5 Sterne, Produktion 0 Sterne. ergibt 2,5

Mark


9958
Unglaublich berührt

12.01.2006 - Jeder Einzelne der Darsteller hat mich bei jedem Song aufs Neue bis unter die Haut emotional berührt. Diese Produktion ist unheimlich wertvoll und sollte den Machern Mut und Motivation geben, weiter in diese Richtung, solch wirkliche Kunst zu realisieren bis auch das eher kommerziell orientierte Publikum unglaublich berührt wird. Vielen Dank für diesen wunderschönen Abend, ich komme nächste Woche bestimmt nochmal!

Shiva


9949
Etwas ganz besonderes

12.01.2006 - Maury Yestons Musik kannte ich bisher nur von Titanic - die besondere Qualität der Musik war ja trotz des geringen kommerziellen Erfolges weitgehend unumstritten.
An diesem Abend hat man aber die gesamte Palette seines Schaffens kennenlernen können, und zwar dargebracht von erstklassigen Künstlern, wobei ausdrücklich Pianistin Marina Kommissartchik mit einzuschließen ist.
Die December Songs im ersten Teil - Wolfgang Adenbergs deutsche Fassung ist wieder einmal so behutsam gelungen, dass man meinen könnte, Yeston hätte die deutschen Texte bei der Komposition vor Augen gehabt - strahlten trotz ihrer Unterschiedlichkeit als Gemeinsamkeit eine Melancholie aus, die zum grauen, kalten Wetter in Hamburg paßte, und dem Zuhörer trotzdem eine Heimat gab.
Im zweiten Teil wurde es dann von der Stimmung abwechslungsreicher. Highlights hier für mich Nachwuchstalent Artur Molins Song, in dem er seinem kleinen Sohn neue Worte erklärt - trotz Molins noch jungen Alters, konnte man förmlich den kleinen Jungen auf der Bühne sehen. Und in Jens Jankes Liebeserklärung an seinen Koffer konnte man nicht nur sein komödiantisches Talent erkennen.
Als Höhepunkt gab es dann 4 Songs aus Titanic plus Zugabe - mit dem Heiratsantrag und Barrets Song in Originalbesetzung der deutschen Inszenierung - Jens Janke und Special Guest Patrick Stanke, die sich auch hier noch mal voll ins Zeug legten.

Insgesamt ein unvergesslicher Abend, an dem jeder und jede 100% gegeben hat, hautnahe Musical-Kunst at its best. Wer Musical für leichte Muse hält, sollte sich nächste Woche eine der beiden Vorstellungen anschauen; wer weiß, wann man sowas mal wieder zu sehen kriegt.

Dieter Hülst


9926
großartiges ganz nah

11.01.2006 - Es war klasse, nicht nur Patrick ganz nah, ja fast neben sich singen zu haben, auch die anderen Darsteller waren so toll.
Und dann am Schluß die süßen Studenten als Titanicchor, spitze.
Überhaupt fanden meine Freundin und ich toll, dass man hier mal ganz andere Musicalmusik zu hören bekam und das für nur 15 Euro, fast drei Stunden Programm.

Toll!

Marie Sophie Kleistermann


9922
tolle Stimmen

11.01.2006 -

sandy


9917
WELTKLASSE !

11.01.2006 - In den vergangen Jahren habe ich diverse Musicals, Musicalgalas und Liederabende besucht und gute, durchschnittliche und weniger gelungene Abende erlebt. Der gestrige Abend im Stage Club war jedoch ganz aussergewöhnlich und wird unvergesslich bleiben. ALLE Sänger haben es mit ihrer unglaublichen Bühnenpräsenz und Stimme geschafft, dass ich mit grossen Augen, offenem Mund und Gänsehaut am Bühenrand gesessen habe. Nur sehr selten hat man das Glück solche Leistungen auf höchstem Weltklasseniveau erleben zu dürfen.

Graf-Zahl


9908
Aussergewöhnlich

10.01.2006 - "Titanic" kennt man, die "December Songs" auf Deutsch oder das Lied über die Diva, die das Opernhaus als ihr Eigentum betrachtet, waren ein aussergewöhnlicher Hörgenuß. Exzellente Sänger und die tolle Pianistin sollten es schaffen, Maury Yeston'S Musik bekannter zu machen. Die Anreise lohnt sich!

Manfred


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