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Drama

Sunset Boulevard

Nur ein Blick


© Hans-Jürgen Brehm-Seufert
© Hans-Jürgen Brehm-Seufert
Wenn der Stummfilm sprechen kann, dann befinden sich dessen Diven plötzlich auf dem Abstellgleis. Andrew Lloyd Webbers Musical, das auf dem Film von Billy Wilder basiert, thematisiert das Schicksal von Norma Desmond, deren Comeback-Pläne ebenso eine Farce sind, wie ihre mit Geld erkaufte Liebesbeziehung zum jungen Drehbuchautoren Joe Gillis. Und das Schicksal nimmt seinen dramatischen Lauf...

(Text: kw)

Premiere:29.02.2020


Musical von Andrew Lloyd Webber
Text von Don Black und Christopher Hampton nach dem gleichnamigen Film von Billy Wilder
Deutsch von Michael Kunze

(Text: Theater)






Kreativteam

InszenierungTilman Gersch
AusstattungJulia Hattstein
ChoreografieKerstin Ried


Besetzung

Norma DesmondAstrid Vosberg
Joe GillisDennis Weißert
Betty SchaeferAdrienn Cunka
Max von MayerlingDaniel Böhm
Cecil B. De MilleAlexis Wagner
Artie GreenPeter Floch
Orchester des Pfalztheaters

Chor des Pfalztheaters

Ensemble Tanz des Pfalztheaters





Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Hans-Jürgen Brehm-Seufert
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


4 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


32184
Großes Kino! Großartiges Theater!

22.03.2020 - Das Pfalztheater Kaiserslautern ist ein mittelgroßes Stadttheater am Rande des Pfälzerwaldes. Das sollte man schon miteinbeziehen, wenn man eine Produktion dieses Hauses beurteilt.
Aktuell zeigt man auch Andrew Lloyd Webbers SUNSET BOULEVARD.
Auch wenn sich die Inszenierung die eine oder andere "Freiheit" herausnimmt, konnte sie mich in ihrer Gesamtkonzeption überzeugen und begeistern.

SUNSET BOULEVARD steht und fällt natürlich immer auch mit seiner Norma Desmond. In Kaiserslautern musste das natürlich Astrid Vosberg sein. Zum Glück! Ihre starke Bühnenpräsenz, ihr ausdrucksstarker Gesang und ihr intensives Schauspiel suchen ihresgleichen. Dennis Weißert, Adrienn Cunka und Daniel Böhm als Joe, Betty und Max sind ebenfalls trefflich gut und überzeugend besetzt.

Die Ausstattung in Kombination mit einem wunderbar atmosphärischen Lichtdesign ist ebenfalls rundum gut gelungen.
Authentisch perfekt und glamourös verschwenderisch ist das Kostümbild für Ensemble, Chor und Statisterie. Verbunden mit einer ausgesprochen energetischen Choreografie bieten diese Menschenmassen auf der Bühne außerordentlich eindrucksvolle Bilder und Szenen.
Das groß besetzte Orchester ist schlichtweg ein Traum für diese dramatische Partitur. Andrew Lloyd Webbers Komposition erstrahlt mitreißend in all ihren vielseitigen Klangfarben.

Tilmann Gerschs Regie verfremdet das Stück niemals. Der klar strukturierte Handlungsablauf entfernt sich niemals von der Originalinszenierung oder der Filmvorlage. Allerdings kann man auch eine Individualität und Handschrift des Regisseurs erkennen. So wird z.B. in einigen Sequenzen -mehr ist es wirklich nicht- ein an Pantomime erinnernder Bewegungsablauf choreografiert. So sehen Joes Eröffnungsauftritt oder die Autoverfolgungsjagd etwas anders aus, als man sie kennt oder erwartet. Darüber kann man jetzt trefflich diskutieren, was es zu bedeuten hat oder ob es das Stück verbessert. Jedoch kann Kürze dieser Sequenzen keinen negativen Gesamteindruck der Produktion rechtfertigen.
Wesentlich auffälliger ist die erkennbare Veränderung des Max von Mayerling Charakters. Zwar großartig von Daniel Böhm gesungen, wird er von der Inszenierung doch eher in die Rolle des komischen, leicht trotteligen Faktotums gerückt. Die ganz eigene und düstere Dramatik dieser Rolle leidet leider darunter. Wobei man allerdings auch anmerken muss, dass SUNSET BOULEVARD von seiner Grundkonzeption schon durchaus auch komödiantische Elemente hat. "The Lady´s Paying" oder "Eternal Youth is Worth a Little Suffering" sollen amüsieren. Gersch hat das nun in seiner Regie noch weiter ausgebaut. Das finde ich persönlich unglücklich und nicht nötig. Aber da Max nicht das Stück trägt, kann auch hier nicht der gute Gesamteindruck zerstört werden, der im ausverkauften Haus vom begeisterten Publikum lange und lautstark beklatscht wird.

kevin (169 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Beitrag vom 02.03.2020 gesperrt

Sunsetfreak (erste Bewertung)


32179
Kasperltheater

02.03.2020 - Was hatte ich mich auf diesen Abend gefreut. Ich liebe das Stück und freue mich immer, wenn ich es in einer neuen Inszenierung erleben darf. Mir war auch bewusst, dass es sich mit Kaiserslautern um kein sehr großes Stadttheater handelt und ich keineswegs eine Aufführung wie in Niedernhausen erleben darf. Was dann passierte, damit hätte ich niemals gerechnet.

Kasperltheater dürfte die Aufführung ganz gut beschreiben. Es setzt die Ouvertüre ein, welche ich liebe. Kraftvoll, ein Gänsehautmoment, welcher mich immer für einen kurzen Moment an die großartige Originalinszenierung denken lässt. Doch schon nach wenigen Sekunden schaut Kasperl um die Ecke und grinst. Was war das denn bitte? Dann hüpft er auf die Bühne, tanzt und springt umher, zieht Grimassen und albert herum.

WHAT THE F...????? Wie kann man auch nur ansatzweise auf die Idee kommen, diese großartige Partitur mit solch einer völlig albernen und völlig unpassenden Hampelei zu ruinieren? Doch das sollte erst der Anfang sein. Ständig kamen überschwängliche Gesten, völlig fehl am Platz und zum fremdschämen. Sei es der gehbehinderte Butler, welcher beim Cocktail-Mixen überschwängliche Bewegungen machte (und das Publikum lachte noch dazu) oder immer wieder die riiiesigen Gesten von Joe und Betty. Bei der Verfolgungsjagd standen Joe mit einem Lenkrad und die beiden Herren mit einem Lenkrad nebeneinander, in Tippenschritten schwankten sie nach rechts und links, während einer der Verfolger ab und zu seinen Schlagstock nach vorn stupste. Ich hätte heulen können, auch dieses Instrumentalstück war somit eine weitere Lachnummer.

Einziger Lichtblick dieser Lachnummer: Die drei Hauptdarsteller waren gesanglich alle gut bis sehr gut. Und sie konnten ja nichts dafür, was sie da auf der Bühne an Peinlichkeiten vorführen mussten. Allen voran war Dennis Weißert ganz hervorragend, tolle Stimme, wunderbarer Einsatz. Adrienn Cunka hat mir auch sehr gut gefallen. Tolle Stimme, sie erinnerte mich sehr an eine "bekannte" Darstellerin, ich komme leider nicht auf den Namen. Uns unsere Norma, Astrid Vosberg, hat mich auch ganz gut gefallen. Sie hat die Rolle recht ruppig angelegt, passte zu ihr.

Liebes Pfalztheater: Gab es bei dieser Inszenierung tatsächlich einen Regisseur? Wenn ja, war er auch anwesend? Wenn ja, wieso hat man ihn nicht sofort entlassen als man sah, was er da anrichtete? Setzen, 6!

sus70 (15 Bewertungen, ∅ 2.7 Sterne)


32178
Es hätte was daraus werden können

01.03.2020 - Wahrscheinlich würde es unter den Punkt Regietheater fallen, was man da auf der Bühne sah. Es machte nur den Eindruck, als wäre größtenteils kein Regisseur anwesend gewesen.

Somit gehe ich hier wenig bis gar nicht auf die Darsteller ein. Das sie es können, blitzte immer in kleinen Momenten auf, wie in den allerletzten Minuten des ersten Aktes.

Sunset Boulevard hat nun mal ein recht ruhiges, stimmungsvolles Intro. Joe Gillis lugt hinter dem Theatermull hervor. Hüpft grotesk über die Bühne. Zappelt ein wenig umher. Und während man überlegt was das soll, dämmert einem, es soll wahrscheinlich an übertriebene Gestik aus der Stummfilmzeit erinnern. Passt das ganze zusammen. Nein, wird auch nie stringent durchgezogen (dem Himmel sei gedankt). Das gezappelt taucht jedoch ab und an wieder auf. Gerade wenn Joe alleine auf der Bühne erzählt oder im ersten Abgang (hier auch mega unpassendes gehampelt) mit Betty Schaefer.
Max, der in langsamen Tippelschritten lief, mixte zweimal wie ein Hampelmann Cocktails. Wieso nur? Zudem es weder in die Stimmung der Erzählung, noch zur Figur des Max passte.

Beste Szene im Kontext Regie. Joe singt gerade wie leer es im Haus ist und das nie jemand vorbei schaut. In diesem Moment, nein, genau in dieser Sekunde laufen zwei Bühnenarbeiter auf die Bühne und schieben das Gold überzogene Ikea Kramfors Sofa samt Joe ein Stück in die Mitte.

Beim Song Sunset Boulevard hat man so viel Ballet auf die Bühne gepackt, ich hatte ganz vergessen, das da noch jemand singt. Fiel mir dann wieder auf, als man Joe trug, über die Schultern abrollen lies und er logischerweise da nicht mehr richtig singen konnte. Tolle Idee für ein Musical wo es ein wenig auf das Singen ankommt.

Ist es ein Spoiler der jetzt kommt? Bei der Silvester Szene lies man Norma und Max die Klimax Szene auf dem Hubpodium durchspielen. Also alles was sich Norma antut sah man. Während unten das das Ensemble wirklich großartig inklusive Ballett agierte, schaute man dann doch nur nach oben. Dennoch, als dann Joe auf Norma traf, war es emotional. Da merkte man, dass man gute Darsteller auf der Bühne hat.

Beim Orchester hatte ich das Gefühl das die Bläser einfach vor sich hin tuteten. Als hätte eine Blaskapelle das Stück für sich entdeckt und führt es auf dem Dorffest auf. Gerade bei Lets have Lunch waren sehr viele laute schiefe Töne drin. Insgesamt war der Ton nicht rund und teilweise kam der Gesang der Darsteller mangels guter Abmischung nicht im Saal an.

Mit den Darstellern, der Lösung des Bühnenbildes und den Kostümen hat man in Kaiserslautern das Material, eine gute Sunset Boulevard Inszenierung auf die Bühne zu stellen. Ich persönlich war durch die Dinge, die da gerade am Anfang auf der Bühne passierten so abgelenkt, das ich nie in das Stück irgendwie eintauchen konnte oder mitgenommen wurde. Gerade den nicht zum Ensemble gehörenden Dennis Weißert mag ich hier auch hervor heben. Ein sehr guter Joe Gillis. Wäre da nicht das Gezappel.

TazMA (29 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


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Bei der Tony Award Verleihung 2005 wurde das Stück mit sieben Trophäen ausgezeichnet - darunter für das beste Musical, die beste Musik und das beste Buch.

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(3 Leser)


Ø 1.67 Sterne

 Termine
So12.04.18:00 Uhrabgesagt
Fr17.04.19:30 Uhrabgesagt
Sa09.05.19:30 Uhr
Di12.05.19:30 Uhr
Sa23.05.19:30 Uhr
Do28.05.19:30 Uhr
Do04.06.19:30 Uhr
Fr19.06.19:30 Uhr
So21.06.18:00 Uhr


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