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Rock-Oper

Jesus Christ Superstar

Der Weg ist das Ziel


Das vielgespielte Rockmusical von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice in einer mit viel Finesse ausgefeilten, symbolträchtigen Inszenierung von Wolf Widder. In den Hauptrollen der Berliner Rocksänger Dirk Zöllner als Jesus sowie Matthias Otte und Matthias Pagani alternierend als Judas.

(Text: Claudia Leonhardt)

Premiere:12.04.2006
Letzte bekannte Aufführung:11.12.2008


Widders Inszenierung zeichnet sich vor allem durch ihre Liebe zum Detail aus, verliert aber dennoch nicht den Blick fürs Ganze aus dem Auge. Sei es die Symbolik der Kostüme, die geschickten Variationen von Texten und Arrangements oder auch die kleinen Feinheiten der Umsetzung – die Aufführung ist durchdacht.

Wenn Jesus (Dirk Zöllner) und seine Gefolgschaft in bunte Hippie-Gewänder gehüllt durch die monotonen grauen Massen des Volkes ziehen, dann wird die Stellung des Nazareners deutlicher als in so manch anderer Inszenierung: Jesus wird gefeiert wie ein Star, doch der Jubel des Volks ist eher stumpfsinniger Gruppenzwang als echter Enthusiasmus und dreht sich mit dem Wind. Dass die Bühne der Staatsoperette eigentlich zu klein für die großen Volks-Szenen ist (zumal die Band etwa ein Drittel des vorhandenen Platzes einnimmt), lässt die Massen nur noch bedrohlicher erscheinen. Jesus selbst verschließt seine Augen vor dem herannahenden Unheil: Zöllner legt die Titelfigur über lange Strecken des Stücks als selbstgerechten doch gleichzeitig arglosen Rockstar an, der Love & Peace predigt und lebt, sich in seinem Ruhm sonnt und erst beim letzten Abendmahl den Ernst der Lage zu verstehen beginnt. – Die Interpretation funktioniert, nicht zuletzt weil ihm mit Matthias Ottes Judas ein perfekt abgestimmter Antagonist entgegengestellt wird, der in seinen Auseinandersetzungen mit Jesus rational bleibt und sich nicht zu übermäßigen Wutanfällen hinreißen lässt.

Judas ist von Anfang an Sympathieträger der Aufführung: die Stimme der Vernunft, die von Jesus einmal zu oft ignoriert wird, und schließlich zur tragischen Figur wird. Kurz vor und nach Judas' Verrat läuft Otte zu Höchstform auf und bewegt mit seiner intensiven Darstellung des Dilemmas zwischen Handlungsbedarf, um Jesus' gefährlichen Höhenflug zu stoppen, und Loyalität zu seinem Freund. Mit seinem modernen Outfit, der kurzhaarigen roten Punk-Frisur und den Tattoos ist Judas klar als Außenseiter gekennzeichnet, der sowohl aus dem Gefolge der Hippie-Jünger als auch aus dem Grau der Massen nur allzu deutlich heraus sticht – fast schon so, als sei er seiner Zeit voraus.

Bei der Darstellung von Maria Magdalena (Sarah Schütz) steht in Widders Inszenierung weniger die Dreiecksbeziehung mit den beiden männlichen Hauptrollen im Mittelpunkt als vielmehr ihr Hadern mit sich selbst und ihre Wandlung vom schillernden Groupie zur klagenden Witwe. Schütz singt ihre Soli gefühlvoll und mit starker Stimme, aber letztendlich sind es vor allem die stillen Momente der Maria Magdalena, die in Erinnerung bleiben: die Verzweiflung, mit der sie sich bei "Lass uns neu beginnen?" die wallenden roten Haare abschneidet und das Make-up abwischt, die versteinerte Resignation bei der Kreuzigung Jesu.

Es ist insgesamt eine düstere, symbolträchtige Inszenierung: Pilatus (Christian Grygas) entsinnt sich seiner nächtlichen Vision während der Morgentoilette und schneidet sich prompt beim Rasieren. Der von Schuldgefühlen gebeutelte Judas schreibt noch 'Freiheit' an die Wand, bevor er Selbstmord begeht und die Kreide von Blut verdeckt wird. Und Pilatus kündigt zwar an, sich die Hände in Unschuld zu waschen, greift dabei aber in Wasser, das mit dem Blut Jesu getränkt ist. Selbst Herodes' Song entbehrt der häufig dafür herbeizitierten Komik und gewinnt gleichzeitig eine neue Härte. Einzig der Titelsong "Jesus Christ Superstar" kommt als 'Aufheiterer' mit Engeln in rosa Tutus und einem bis zur Unkenntlichkeit gewandeltem Judas daher und will sich dementsprechend so gar nicht in die restliche Aufführung einfügen.

Gespielt wird zwar die deutsche Fassung von Anja Hauptmann, doch dank einiger überaus gekonnter Textabänderungen und sparsamer Einbindung der englischen Originaltexte gelingt hier der Spagat zwischen Verständlichkeit und Poetik. Die teils gefühlvollen, teils dramatischen Arrangements der Michael Fuchs-Band verstärken die atmosphärische Dichte.

Nicht nur das Dreigespann der Protagonisten bringt starke Stimmen und eine differenzierte Rolleninterpretation mit, auch jede einzelne der kleineren Rollen ist nahezu ideal besetzt – sei es Jens Winkelmann als Simon, der mit rockiger Stimme zur Revolution aufruft, die drei Hohepriester Herbert G. Adami, Christian Theodoridis und Mirko Poick, die im wohlklingenden Chor aus Angst vor Machtverlust den Untergang des Heilands heraufbeschwören, Christian Grygas als Stadthalter Pilatus zwischen Härte und Ohnmacht, oder auch Marcus Günzel (Petrus) und Bernd Könnes (Herodes).

(Text: cl)






Kreativteam

Musikalische Leitung Michael Fuchs
Inszenierung Wolf Widder
Choreografie Silvana Schröder
Ausstattung Katja Schröder
Choreinstudierung Martin Wagner


Besetzung

Jesus von Nazareth Dirk Zöllner
Judas Ischariot Matthias Otte
Andrea Matthias Pagani
Maria Magdalena Judith Jakob
Sarah Schütz
Pontius Pilatus Christian Grygas
Gerd Wiemer
Herodes Bernd Könnes
Christian Theodoridis
Kaiphas Herbert G. Adami
Petrus Marcus Günzel
Annas Bernd Könnes
Christian Thodoridis
Simon Zelotes Jens Winkelmann
3 Soulgirls Constanze Eschrig
Romy Hildebrandt
Jeannette Oswald
1. Prister Bernd Könnes
Christian Theodoridis
2. Prister Tobias Märksch
Mädchen am Feuer Romy Hildebrandt
Soldat Ji Hoon Kim
Gernot Koppitz
Alter Mann Dag Hornschild



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


18 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


11927
solide Vorstellung

31.12.2009 - Hallihallo!

War gestern zur 2. veraufführung und muss das Werk echt loben.
Der Stoff ist ganz schön schwer und auch die Musik ist keine leichte Kost, dafür war die Umsetzung aber umso erstaunlicher:

Ganz oben auf der Besetzungsliste stand Dirk Zöllner, als Soulsänger bekannt geworden, der sich echt wacker schlug und toll performte. Eine hammergeile Stimme und dazu eine tolle Ausstrahlung, gepaart mit einer soliden Interpreation der Rolle. Matthias Otte als diabolischer Judas fiel durch sein aufwendiges Äußeres mit Tattoos und rot gefärbten Haaren auf und bestach mit schneidender Stimme, die perfekt auf den Charakter Judas passte. Wenn wir schon bei grandiosen Stimme sind, wäre da noch Judith Jakob als Maria Magdalena zu nennen, die mir eine absolute Gänsehaut beschwerte, und Marcus Günzel, dessen Petrus durch unglaubliche Stimme und Bühnenpräsenz herrausstach.

Zu kritisieren sind jedoch das Ballett, stellenweise zu asynchron, und das langweilige Bühnenbild. Auch die Figur eines übergroßen, knallbunten Vogels überforderte meine Phantasie.

Wie immer hervorragend und einfach über allem stehend die Michael-Fuchs-Band - wow!

Alles in allem ein gelungener Abend, wenn einem auch (der Handlung verschuldend) am Ende nicht zum Klatschen zumute war.

Der Kommissar


16068
JCS rocks!

31.12.2009 - Hallo!
Am Dienstag, dem 5.12. hab ich mir JCS in Dresden angeschaut.
Ich habe mal ein paar Zeilen dazu verfasst, weil man sowas im Deutschunterricht lernt und ich das jetzt mal anwenden möchte :-))))
---
Ganz oben auf meinem Besetzungszettel stand Dirk Zöllner, ein Soulsänger, der mit diesem Stück sein erstes Theaterstück bestritt. Seine rauhe Stimme und Ausstrahlung passten hervorragend auf die Rolle des Jesus. Schauspielerisch (und teilweise auch gesanglich) wurde er von seinen ausgebildeten, erfahrenen Kollegen in den Schatten gestellt. Doch er gab sich Mühe und es ist noch kein Musicalstar vom Himmel gefallen, das sollte man ihm zu gute halten.
Matthias Otte unterschied sich schon rein äußerlich in schwarzer Kleidung mit Tatoos und roten Haaren vom in weiß gekleideten, unschuldigen Jesus. Schneidende Stimme, Bühnenpräsenz und gradnsiose schauspielerische Fähigkeiten taten das übrige.
Mit ebenfallls herausragender Stimme und leider etwas mangelnder Ausstrahlung trat Judith Jakob als Maria Magdalena auf und konnte vor allem bei der legendären Ballade „I dont know how to love him“ (Dt. Wie soll ich ihn nur lieben) Punkte machen.
Christian Grygas fiel durch seine detailreiche und feinfühlige Darstellung des Herodes auf. Ebenfalls sehr lobenswert sind zu nennen Markus Günzel, Christian Thodoridis und Jens Winkelmann.
Als bühnenfüllendes (was leider auch negativ auffiel) und stimmlich verstärkendes Element gab es neben dem hauseigenen Chor auch noch einen Girls-Choir und das Ballett. Die Choreografien waren vielleicht nicht die originellsten, schufen dafür aber Freiräume zwischen den handlungsreichen Dialogszenen.
Das Bühnenbild ist in Dresden im ganzen Stück gleich, verändert sich nur durch Lichtstimmungen und Requisiten, was das Augenmerk umso mehr auf die Handlung richtet und dem Stück dadurch gut tut. Es zeigt große Steinplatten, die auf er Bühne verschiedenst angordnet sind.
Die Kostüme erüllen in erster Linie dramaturgische Funktionen (Jünger als revolutionäre Hippies; das Volk als graue, eintönige Masse; starker Kontrast zwischen Jesus und Judas durch Farben weiß und schwarz etc.), sind aber trotzdem schön anzuschauen und vielfältig.
Besonders erwähnenstwert, weil brilliant: Die Michael-Fuchs-Band und einige Vertreter aus dem Orchester der Staatsoperette. Die musikalische Umsetzung des Lloyd-Webber-Werkes ist abwechslungsreich und spannend.
Das Stück selbst (von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice) bringt neben abwechslungsreicher Musik (Crossover aus verschiedenen Stilrichtung) vor allem treffende Texte mit, die eine differenzierte Betrachtung bewirken, getreu nach dem Motto „Jesus Christus ... Superstar???“.
Ich schließe mit dem Fazit, dass mir persönlich dieses Stück sehr gefallen hat und mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben hat.
Besonders die tolle Umsetzung in Dresden unter der Regie von Wolf Widder, bewiegt mich dazu, es jedem weiter zu empfehlen.

Sarah K.


27310
überwältigende Aufführung

17.12.2008 - Ich habe vor wenigen Tagen die Aufführung in Dresden erleben können. Das gesamte Ensemble war hervorragend. Die Freude am Stück war ihnen anzusehen. Die Stimme von Dirk Zöllner als Jesus riss mich in seinen Bann. Besonders herausragend war Matthias Pagani als Judas. Sein Charisma verschlug mir den Atem, seine Stimme und sein schauspielerisches Können haben mich noch Tage danach gefesselt. Die Aufführung in Dresden ist sehr empfehlenswert.

KeOwa (erste Bewertung)


23062
Ich liebe es

08.12.2007 - Mein Besuch liegt inzwischen zwar schon über ein Jahr zurück, aber da ich gerade auf der Suche nach neuen Tix über diese Bewertungsseite gestolpert bin, möchte ich auch noch meinen Senf dazugeben... "Jesus Christ Superstar" trat 1991 bei einem Moskaubesuch völlig unerwartet in mein Leben, auf Russisch, versteht sich (Jisos Hristos - Supeeeeeersvjesda 8-) und hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Groß war darum meine Freude, als ich las, dass die Staatsoperette Dresden JCS in ihr Repertoire aufgenommen hätte, und noch erfreuter war ich, dass ich bei dieser Gelegenheit auch gleich mal wieder Dirk Zöllner leibhaftig zu hören und zu sehen bekommen sollte. Und ich sollte nicht enttäuscht werden: Inszenierung, musikalische Darbietung, Spielfreude der Leute auf der Bühne - alles vom Feinsten. Das Publikum, in dem alle Altersklassen vertreten waren, wollte gar nicht wieder aufhören zu applaudieren. Dass die Staatsoperette noch immer ihr Dasein in dem Interimsbau von nach dem Krieg fristen muss, ist einfach nur schade. Ich hoffe und wünsche mir so, dass das Ensemble ein schönes Haus in der Innenstadt bekommt, das hat es einfach nur verdient.

Kängi


23061
Tokio Hotel mal anders

08.12.2007 - Ich bin der Meinung, dass man ein Stück schon so besetzen sollte, dass zumindest die Hauptdarsteller gut sind. Dirk Zöllner quält und stöhnt sich durch die Songs und auch beide Judas Darsteller (Matthias und Matthias) sind durch ihr geschreie und gekreische nicht schön anzuhören. Die Rolle der Maria finde ich einfach nur schlecht inszeniert. Bühnenbild und Kostüme sind grauenhaft. Man erkennt nicht, wer wichtig ist und wer nicht!
Einzig zu loben ist das Orchester, das diesem Stück wirklich gute Punkte einbringt - meiner Meinung nach die einzigen!

Holger Rösrath


22301
Genial

25.10.2007 - Ich kann nur sagen, das Stück ist toll. Ich habe es mehrfach gesehen und werde es mir auch noch einmal anschauen.
Dirk Zöllner passt hervoragend in die Rolle des Jesus. Matthias Pagani hat sich in der Rolle weiterentwickelt, nicht nur gesanglich. Sehr gut gefällt mir auch Christian Grygas als Pilatus.
Ansonsten - die Musik ist Klasse, das Ballett tanzt toll und der Chor singt auch gut.

Suse


18816
naja

08.04.2007 - ich muss sagen, dass ich gestern ziemlich enttäuscht war.
eine kleine einführung in das stück hätte vielleicht das verständnis für kostümwahl und choreografie etwas verbessert.aber ohne vorankündigung kommen da leute auf die bühne, schütteln den zuschauern die hände und üben klatschen.was soll denn das?hatte das irgendetwas mit dem stück zu tun oder sollte das animieren?wenn dann ist der versuch definitiv fehlgeschlagen!
die besetzungen waren ganz ok, aber dirk zöllner war mit den hohen tönen etwas überfordert.er hat wirklich eine geniale stimme, aber die hohen lagen kommen geschrien nicht sonderlich gut rüber.
die restlichen sänger fand ich gut bis sehr gut!
insgesamt hat mich das ganze eher etwas an "Hair" erinnert, vor allem wegen der kostüme im hippie-style.
mein fazit:man kann es sich anschauen, aber erklärungen zum stück wären echt super.dann ergibt das ganze bild vielleicht einen sinn.
im vergleich mit der chemnitzer inszenierung von vor drei jahren schneidet die in dresden auf jeden fall schlechter ab.

sushi


17066
richtig fett!

29.01.2007 - Ich kann nur sagen, ich liebe dieses Musical. Ich mach bei dieser Inszenierung selbst mit (an dieser Stelle, liebste Grüße an LÖWCHEN) und bin in dieser Zeit einfach nur abhängig geworden. Ich danke dem Herrn :-), dass ich da mitmachen darf und rate allen, die es noch nicht gesehn haben, einfach mal reinzugehn. Es ist einfach mitreißend, farbenprächtig und regt zum Nachdenken an. Und schon allein die Schauspieler sidn ein guter Grund für einen Besuch an unserem kleinen Haus...
Dirk Zöllner ist wohlgemerkt KEINE Fehlbesetzung, sondern verleiht der Rolle, die häufig in Inszenierungen als blonder, blauäugiger, makelloser Messias ausgelegt wird, einen ganz eigenen Charakter.
Jesus, der zweifelt.
Jesus, der vielleicht nicht immer richtig handelt.
Jesus, der selbst Angst vor der Zukunft hat.
Jesus, der siene Gefühle nicht immer unter Kontolle hat.
ein Jesus, der eben kein vollkommener, fehlerfreier allzu heiliger Messias ist.
Jesus, der Mensch ist. Genau damit kann man sich viel, viel besser identifizieren!
Und Matthias Otte, zur Rolle im Stück: Ich finde es super, dass das Stück aus Judas Rolle erzählt wird. So wird einfach mal der Blick auf ihn gerichtet.Wie erging es ihm eigentlich? Und man erkennt, dass Judas nicht der böse Verräter ist, sondern ein verzweifelter Revolutionär, der für seinen Glauben kämpft, bedingungslos und trotzdem zweifelnd.
Matthias Otte ist einfach super. Toller Mann, tolle Austrahlung, tolle Stimme, tolles Schauspiel.
Matthias Pagani ist auch super. Viel Charisma!
beide verleihen der Rolle das gewisse Etwas und füllen die Rolle vollkommen aus.

Liebe Grüße an alle Darsteller (Marcus, Jens, Judith, Sarah, Gerd...)!
PS: Wir mädels vom Girls-Choir geben uns wirklich alle Mühe und leben unsrer Rollen, wir lieben dieses Stück und zeigen das auch. Wenn wir dabei "negativ auffallen sollten" tut uns das leid.

choir-girl pauli


16783
heaven on my mind

15.01.2007 - Ich habe die Inszenierung nun schon zum zweiten Mal gesehen. Zweimal mit der gleichen Besetzung. Und ich muss sagen, dass ich einfach nur hin und weg bin.

Die farbliche Gesatltung, das doch recht spartanische, aber stimmungsvolle Bühnenbild, die Hauptdarsteller und nicht zuletzt das übrige Ensemble schaffen eine Stimmung, die Webbers Werk mit Sicherheit absolut gerecht wird. Das Einbeziehen des Publikums in die "Einzug in Jerusalem"-Szene ist absolut gelungen.

Matthias Otte ist für seine überzeugende Judas-Performance zu loben. Seine Stimme und Bühnenpräsenz heben ihn von allen übrigen Darstellern ab. Auch wenn "Judas" nur im Hintergrund der Handlung steht, ist seine Gegenwart schattengleich zu spüren - und das kann, auf einer manchmal "gerammelt vollen" Bühne, nicht einfach sein.

Dirk Zöllner gibt Jesus ein neues Gesicht, diesen scheinbar unzerbrechlichen Mann auf der Bühne bis aufs Äußerste zerstört zu sehen, ist wie eine Faust, die sich einem eiskalt ums Herz legt.

Michael Fuchs und seine Band sind ein weiteres "Schmankerl" in dieser Inszenierung. Auch wenn man aufgrund der dichten Handlung wenig Gelegenheit, Herrn Fuchs auf die Finger zu schauen, so lohnt es sich doch, dies mindestens einmal zu tun. Unfassbar, wie dieser Mann knapp zwei Stunden nicht nur dirigiert, sondern auch noch selber spielt - und das nicht wenig.

Hat man über der Beobachtung dieses Bilderbuchbeispiels für Fingerfertigkeit die ein oder andere Textzeile verpasst - kein Beinbruch: Dieses Musical muss man sowieso noch mindestens ein weiteres Mal besuchen. Wenn man denn noch Karten bekommt.

Ich bin begeistert!

gretchen


14542
Toll!

10.09.2006 - ich möchte sagen, dass ich selbst am stück mitwirke. dass ich daher begeistert bin, wird wohl nicht schwer zu verstehen sein. an diejenigen, die sich herablassend über die staatsoperette äußereten, möchte ich ein paar worte richten: dieses jaus ist das einzige in deutschland, dass einzig und allein operetten, spielopern und musicals spielt! kein berlin hat dies, kein münchen und kein hamburg. den spaß, den man den darstellern ansehen kann, der ist nicht gespielt. sie leben auf der bühne! das ist wirklich großartig. das ballett der staatsoperette ist ein gutes, gegen den vogwl haben wir, die girls, selbst etwas...:)otte ist ein toller judas, zöllner passt einfach aufgrund seiner "rockröhre"...dieses stück ist ein gelungenes werk von wolf widder, einen ganz herrlichen, einfühlsamen und aufgeklärten regisseur, der viel ahnung hat von inszenierungen. wie gesagt, alles in allem: große klasse! (ich möchte nichts weiter über die drasteller sagen, da ich nur in schwärmereien verfalle...günzel, otte, grygas, wiemer, alle super!)

Löwchen


14323
großartig!

29.08.2006 - zugegeben, ich bin kein großer musicalkenner, aber was ich da zu ostern in dresden gesehen habe, hat mich tief beeindruckt. ich hatte das glück, beide besetzungen erleben zu können. hervorragende leistungen bei gesang, darstellung und tanz, einfallsreiche inszenierung, mitreißende choreographie, ein sparsames aber interessantes bühnenbild, liebevoll gestaltete kostüme und hervorragende musiker im hintergrund. hochachtung vor dirk zöllner, der diese herausforderung auf ungewohntem terrain mit bravour gemeistert hat. überraschend genial war der verzicht auf die darstellung der kreuzigungszene. ich kann jedem nur empfehlen, sich diese inszenierung anzusehen!

matthias


12632
fehlbesetzter Jesus

31.05.2006 - Ich habe die Inszenierung zur Premiere gesehen und war hin und her gerissen. Zum einen: tolle Darsteller (besonders Maria Magdalena), solide Inszenierung, schönes Haus. Zum anderen, ein katastrophaler fehlbesetzter Jesus. Dirk Zöllner sang viele Passagen dann einfach eine Okatve tiefer, weil er die hohen Lagen nicht schaffte. Würde sich das eine klassische Sängerin bei der Arie der Königin der Nacht machen wäre der Aufschrei groß. Wer das Stück kannte, war schwer enttäuscht. Abgesehen davon ließ die Schauspielkunst von Zöllner sehr zu wünschen übrig, er wurde von Christian Grygas und Matthias Otte doch glatt an die Wand gespielt. Ein alternder Ex-Ost-Rockstar ist keine Garantie für Qualität.

Annie


12529
ja der Chmser Falco

26.05.2006 - Matthias rettet das stück, oder?

kommt das kleine ottelie


12459
Gelungener Abend

22.05.2006 - Hallo, ja auch ich bin von der Vorstellung in höchstem Maße positiv überrascht. Da bereits das Gebäude, welches sich großspurig "Staatsoperette" nennt, rein äußerlich wenig auf eine derart gelungene Vorstellung schließen lässt - doch das sollte sich eben als Trugschluss erweisen...
Den Akteuren kann man förmlich den Spaß an der Arbeit ansehen (oder, es sind wirklich sehr, sehr gute Schauspieler*gg*) - absolut kein Vergleich mit einigen anderen Bühnen.
Weiterhin war ich positiv von den stimmlichen Qualitäten des "Jesus" (Dirk Zöllner) und der eigentlichen Hauptrolle "Judas" (Matthias Pagani). Das sind absolute Top-Stimmen.
Leider kann ich wieder einmal die Hymnen auf die Zweitbesetzung des "Judas" (Matthias Otte), die hier zum besten gegeben werden, nicht verstehen. Ich kann mir zwar (noch) kein direktes Urteil über diese "Lobgesänge" (und somit deren Zutreffen) erlauben, aber ich kann versichern, dass es nur sehr schwer vorstellbar ist, dass Herr Otte das auch nur anähernd ähnlich gut meistert, wenn man die Version mit Herrn Pagani in der Rolle des "Judas" gesehen hat.

Aber das Fazit zum Stück:
Diese Vorstellung ist ihr Geld auf jeden Fall wert!

In diesem Sinne,
Viele Grüße
Vincent Vega

Vincent Vega


12430
Einfach genial!

20.05.2006 - Mein Vater spielt in diesem genialen Stück mit, also habe ich auch "privaten" Kontakt mit den Darsellern gehabt und ich kann nur sagen, dass das alles total nette und "normale" Leute sind.
Diese Rockoper könnte ich mir echt 1000 mal ansehen und würde mir am Ende jedesmal die Hände wundklatsche.
Am bessten gefällt mir Matthias Otte als Judas. Der hat echt ne geniale Stimme, ist total nett und sieht auch noch suuper aus!
Mein Vater meinte nur zu ihm, ich sei ein echter "Vollblutfan" von ihm(Matthias) und dem Stück!
Ich kann nur sagen:" Recht hatt er!"

L.W.


12352
Kommt das kleine Otteliiiiii

13.05.2006 - Nur 5 Sterne wegen dem Herrn Otte! Wenn ihr alle wüsstet... Ja dr Matze is scho cool.

Ich


12346
sehr empfehlenswert!

13.05.2006 - Hallo,
ich sag nur: der Abend und das Geld haben sich voll und ganz gelohnt! Zum Ersten natürlich durch die wunderschöne Musik von Webber, die genial verarbeitet wurde (großes Lob an Matthias Pagani als Judas und Dirk Zöllner als Jesus). Weiterrum fand ich den Kontrast zwischen "Gut" und "Böse" gut dargestellt - Jesus´ Gefolgsleute in Hippiekostümen und die Jesus Gegner in Grau. Alles in allem voll und ganz zu empfehlen! Nur mit dem "Problem", dass alle Vorstellungen bis September 06 ausverkauft sind...

Juliaschn


12055
Schade

24.04.2006 - Ich war bereits zur generalprobe drin. JCS ist mein absolutes lieblingsmisical. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass man diesen Geniestreich von webber und Rice versauen kann. Die Sänger waren noch Nahe an gut. Bei weitem aber nicht perfekt, bis auf Maria Magdalena. Judas hat nur geschrien, zwischen Energie im Gesang und nur Schreien um einen Ton zu treffen, liegt ein großer Unterschied. Beim Jesus,gespielt von einem echten Rockstar, muss man fairer Weise sagen, dass er sich bemüht hat. Doch leider hat er keine schaupielerischeAusbildung. Sein Gesang war gut. An Ausdrucksstärke und Höhe hat ihm oftmals gefehlt. Der Regisseur hat das Stück am Meißten zerstört.Man muss dem Zuschauer mit den im Stück verborgenen Messages nicht immer ins Gesicht springen. wir sind nämlich keine Idioten, die das Stück nicht begreifen. Da helfen auch keine Massen von Tänzern, Chorleuten und Sängern auf der Bühne, die sich permanent auf der Bühne hin und her bewegen.und wie süß: Pontius Pilates sagt. Ich wasche meine Hände in Unschuld und dann wäscht er sie plötzlich doch im Blut-toller Einfall.Super wenn der Regisseur auch selber einige Anspielungen des genialen textes erkennt. Ich freue mich sehr für ihn.Aber war das nötig.manchmal ist weniger eben mehr. JCS lebt von Schlichtheit und Beschidenheit. Geben sie mir mein geld zurück.

Susanna


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Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 18. Februar 1972 in der Halle Münsterland (Münster) mit Reiner Schöne in der Hauptrolle statt.

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(18 Leser)


Ø 4.06 Sterne

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