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HintergrundRenovierter Dracula in St. Gallen
Renovierter Dracula in St. Gallen
 
Nach dem Flop am Broadway wurde Frank Wildhorns "Dracula" für die europäische Erstaufführung im schweizerischen St. Gallen kräftig überarbeitet - nicht immer zu seinem Vorteil.
Analyse von Claudia Leonhardt

Vampire haben in Musicals nach wie vor Hochsaison: "Tanz der Vampire" hat seit seiner Uraufführung 1997 mehr als drei Millionen Besucher gelockt, die tschechische (und inhaltlich sehr freie) "Dracula"-Version von Karel Svoboda schaffte als eines der ersten osteuropäischen Musicals den Sprung in den deutschsprachigen Raum und Elton John arbeitet fleißig an der musikalischen Umsetzung des Anne Rice-Romans "The Vampire Lestat".

Frank Wildhorn ("Jekyll&Hyde") hat sich bei der Suche nach dem Stoff für sein Musical an den Klassiker schlechthin gehalten, Bram Stokers "Dracula". Das Musical bleibt bis auf wenige eher unwesentliche Details nah am Original. Die Geschichte um den zur Unsterblichkeit verdammten Fürsten, der ein obsessives Verlangen nach Mina, der Verlobten seines Anwalts Jonathan Harker, entwickelt und in seinem Bestreben, die junge Frau in seinen Bann zu ziehen, seinen eigenen Untergang heraufbeschwört, ist hinlänglich bekannt – und dennoch immer wieder spannend.

Thomas Borchert als Dracula (Foto: Toni Küng)

Frank Wildhorn mit Hauptdarsteller Borchert und den Textern Don Black und Christopher Hampton

Musikalisch bleibt Wildhorn beim bewährten Konzept, einem Mix aus großen Balladen (z.B. Jonathans "Before The Summer Ends" oder Draculas "Fresh Blood"), emotionalen Duetten wie "Over Whitby Bay (One More Lonely Night)" von Jonathan und Mina und einigen wenigen dynamischen Ensemblenummern. Wer die Musik von "Jekyll&Hyde" oder "The Scarlet Pimpernel" liebt, wird auch "Dracula" mögen, denn die Songs reihen sich nahtlos ins musikalische Konzept der anderen Wildhorn-Musicals ein.

Diese Kombination von eingängigen Melodien und klassischem Thema ist ein klares Erfolgsrezept, sollte man meinen - aber der kurze Run des Musicals am Broadway hat einmal mehr bewiesen, dass schlechte Kritiken sich auch bei einem guten Stück vernichtend auswirken können. Nach nur 179 Vorstellungen im Belasco Theatre durfte Dracula (Tom Hewitt) zu letzten Mal seine Zähne in Minas (Melissa Errico) Hals bohren.

Nur drei Monate nach der Schließung der Broadway-Produktion hatte "Dracula" nun in St. Gallen seine Europapremiere. Unter der Regie von Matthias Davids entstand eine auf das Stadttheater zugeschnittene Inszenierung mit namhafter Besetzung. Thomas Borchert übernahm die Titelrolle (alternierend: Drew Sarich), Ann Christin Elverum ist als Mina zu sehen, Caroline Vasicek als ihre Freundin Lucy. Jonathan Harker wird von Jesper Tydén gespielt, Chris Murray steht als Van Helsing auf der Bühne und Martin Pasching gibt Lucys Verlobten Arthur.

Von den spektakulären Effekten der Broadway-Aufführung, wo etwa Dracula über die Bühne schwebte oder die Überfahrt von Transsylvanien nach England bildgewaltig inszeniert war, ist wenig übrig geblieben – der Vergleich wäre allerdings auch unfair, denn das Stadttheater hat kaum dieselben Mittel zur Verfügung wie die New Yorker Großproduktion. Und die Möglichkeiten wurden in St. Gallen fast optimal umgesetzt. Das Bühnenbild ist eine stimmungsvolle Kombination aus verschiedenen Gemäuern (sei es das Schloss Draculas oder das herrschaftliche Haus Lucys) und videoprojizierten Landschaften im Hintergrund. Sehr schön auch der Einfall, Draculas verrückten, Insekten verzehrenden "Gehilfen" Renfield (dargestellt von Stefan Vinzberg) ähnlich einer menschlichen Spinne im riesigen Netzt aus Seilen darzustellen.

Davids versetzte die Geschichte aus der viktorianischen Zeit in die 50er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Das soll, so der Regisseur, eine einfachere Identifikation mit den Charakteren ermöglichen. Der unangenehme Nebeneffekt: Die Modernisierung nimmt der Geschichte einen Teil ihrer Mystik. Sicherlich ist die Handlung von "Dracula" zeitlos, aber dennoch fügen sich die aufwendigen viktorianischen Kostüme und Frisuren der Broadway-Inszenierung besser ins Geschehen ein als der aus heutiger Sicht relativ nüchterne, biedere Stil der 50er.

Schlussapplaus bei der Premiere

Doch nicht nur die Visualisierung des Stoffes hat sich seit der Aufführung am Broadway verändert, auch an der Liederfolge hat man in St. Gallen einiges umgestellt. Mit Van Helsings Solo "Nosferatu", "Die Einladung" von Lucy und Draculas "Ich leb' nur weil es dich gibt" sind dem Stück drei wunderbare Balladen hinzugefügt worden. Im Gegenzug gab es allerdings auch einige Streichungen. Die unsägliche Ensemblenummer "Modern World" wird sicher kaum einer vermissen, aber der Verlust des eingängigen "Deep in the Darkest Night", in dem sich Van Helsing, Jonathan und die drei Männer, die um Lucys Hand angehalten hatten, für die Jagd auf den Vampirfürsten wappnen, fällt schmerzlicher ins Gewicht. Frank Wildhorn selbst bedauerte die Streichung des Songs – machte aber gegenüber der Musicalzentrale Hoffnung, dass das Lied eventuell wieder eingefügt werden soll.

Mit der Besetzung hat man in St. Gallen einen Glücksgriff getan, denn die Darsteller vermögen fast durchweg den Charakteren mehr Leben einzuhauchen als am Broadway. Vor allem die Nebenrollen sind hervorragend besetzt. Caroline Vasicek bringt sowohl die naive, mädchenhafte Seite der Rolle als auch die von Dracula besessene Femme Fatal glaubhaft auf die Bühne und intoniert ihre Songs mit schöner, angenehmer Stimme. Stefan Vinzberg hat als Renfield nur zwei Szenen, um die Zuschauer zu überzeugen, nutzt diese aber optimal. Sein "Lied vom Meister" ist eins der musikalischen Highlights des Stückes. Ebenso Van Helsings "Nosferatu", von Chris Murray stimmstark und mit großer Überzeugungskraft interpretiert. Zugegeben – Murray und Vinzberg sind von der Akustik im Stadttheater St. Gallen auch vom Glück gesegnet. Die Soli der beiden Männer haben vergleichsweise wenig Orchesterbegleitung, was sich angesichts der Tatsache, dass die Tontechnik die Instrumentierung viel zu laut aufdreht und man zumindest im Rang viele Gesangspassagen kaum versteht, als Vorteil erweist.

In der literarischen Vorlage wie im Musical bleibt Jonathan Harker leider eine unterrepräsentierte Rolle. Jesper Tydén darf mit "Die Flamme für Freiheit" ("Before The Summer Ends") die wohl schönste Ballade des Musicals vortragen, hat aber ansonsten unverhältnismäßig wenig Gelegenheit, seinen Charakter ins Bild zu setzen. Seine Bühnenverlobte Ann Christin Elverum hat da schon deutlich mehr Szenen und füllt diese auch überzeugend und mit bewegenderer Darstellung als Broadway-Mina Melissa Errico aus.

Stefan Vinzberg als Renfield (Foto: Toni Küng)

Thomas Borchert als Dracula (Foto: Toni Küng)

Wirklich ideal besetzt ist dagegen die Hauptrolle weder in New York noch in der deutschsprachigen Uraufführung. Sowohl Thomas Borchert als auch Tom Hewitt setzen rein stimmlich Highlights; die Mischung aus dämonischer Gefahr und dunkler Erotik, die von dem Ur-Vampir ausgehen soll, verkörpert aber keiner der beiden. Hewitts Dracula wirkt streckenweise etwas blutleer. Borchert dagegen ist zu sehr damit beschäftigt, mit dem eigenen Schicksal – sei es dem Dasein als Untoter oder der Liebe zu Mina – zu ringen, um gefährlich zu sein. Dass vom Vampirfürsten dennoch Faszination ausgeht, ist vor allem seinen dynamischen Songs zu verdanken. Besonders das Finale des ersten Akts "Life After Life" / "Leb noch einmal" ist eine gewaltige Hymne mit Ohrwurm-Qualitäten. Umso ärgerlicher, dass Dracula in St. Gallen kein würdiges Ende findet. Was am Broadway abgeschlossen wirkt und einen Hauch Mystik aufweist, kommt hier zu abrupt. Wenn in der Schweizer Inszenierung der Schlussvorhang nach einem kurzen Schweigen, das Draculas "Erlösung" durch Mina folgt, plötzlich fällt, bleibt ein leicht unbefriedigtes Gefühl zurück. In New York sorgt der im Sarg verschwundene Leichnam des Fürsten dagegen für einen abschließenden Gruselmoment, während für Mina und Jonathan ein Happy End angedeutet wird.

Letztendlich ist Dracula trotz keiner Schwächen deutlich besser als der Ruf, der dem Musical vorauseilt. Zwar wartet das Stück – weder musikalisch noch inhaltlich – nicht mit revolutionären neuen Ideen auf, ist aber durchweg spannendes, gut gemachtes Musicaltheater.
 
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Leserbeiträge:

Die hier wiedergegebenen Beiträge sind Meinungen einzelner musicalzentrale-Leser und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


6 Zuschauer haben dazu etwas geschrieben:


nicht schlecht

01.01.2010 - Ich habe das Stück in beiden Besetzungen gesehen und fand Drew Sarich darstellerisch intensiver, Thomas Borchert aber von der Stimme her passender. Ann Christin Elverum wird wohl nie akzentfreies Deutsch lernen, dagegen war ich sehr angetan von Caroline Vasicek - viel Power und Charme. Jesper Tydén macht seine undankbare Rolle prima, und Chris Murray als van Helsing ist schlicht eine Verschwendung - so schön er "Nosferatu" singt, er kann viel mehr! Ihn hätte ich gerne als Dracula gesehen... Die drei Freier von Lucy konnten einem echt leidtun mit den kleinen Rollen - bleibt nur zu hoffen, dass die Gerüchte stimmen und "Deep in the darkest night" wieder reingenommen wird. Die Produktion fand ich ok, nur die 50er Jahre Schiene hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Für die Unlogik des Textes kann das Team ja nicht...
Alles in allem aber lohnenswert wegen der Besetzung und den z.T. sehr schönen Songs ("Whitby Bay").

aloysia


wahnsinn

01.01.2010 - drew sarich ist einfach der hammer in der rolle............*IN LOVE* er singt dracula um weiten besser als Thomas borchert da er die gefühle finde ich nicht so schön gezeigt hat wie drew sarich

vanessa


Völlig hin und weg!

13.11.2005 - Ich habe Dracula mit Thomas Borchert in der Hauptrolle am 3.11. gesehen und war völlig fasziniert! Bei "ich leb nur, weil es Dich gibt" habe ich 3 Tempos gebraucht, weil die Tränen nicht aufhörten zu fließen.... Den Rest der Packung dann beim Finale! Ich kenne Thomas in so vielen Rollen und war immer begeistert, aber diese Rolle spielt er SO intensiv, daß es (zumindest bei mir) alle Nervenenden berührt. Er erscheint nur, wenn man ihn einlädt..... So viele Einladungen, wie er beim weiblichen Publikum im Geheimen bekam, bekommen die allermeisten Männer das ganze Leben lang nicht! :-)
Chris Murray hat mich natürlich auch wieder mit seiner Stimme fasziniert wie jedesmal... schade nur, daß er nur mit Nosferatu zu hören ist.
Die komplette Besetzung und das Stück sind meiner Meinung nach 1A - es lohnt sich absolut, dafür per Flieger und Bahn in das malerische St. Gallen zu reisen und wenn das nicht so teuer wäre, würde ich es zu gern noch weitere Male sehen!

Die Gräfin


Lisa

02.06.2005 - Mir hat Dracula auch gut gefallen. Hatte auch bereits den Vergleich Drew Sarich und Thomas Borchert und mir selbst gefiel Drew Sarich weitaus besser!

Lisa


Genial

02.06.2005 - Die erste Szene spielt im Schloss des Grafen Dracula.
Der Anwalt Jonathan Harker, ist nach Transylvanien gereist, wo er den Verkauf eines Anwesens in London abschließen möchte.
Der Graf entschuldigt, dass um diese Zeit keine Dienerschaft mehr anwesend sei, und er bewirtet nun selbst seinen Gast. Er, so sagt er, habe schon gespeist.
Wobei sich Graf Dracula bei dem Servieren, sehr ungeschickt anstellt, er ließ einen Teil des Essens auf die Hose des Anwalts purzeln, unserer Meinung nach war das die erste Panne des Stücks, denn TB sagte dann upps,:-) und irgendwie klang das wenig passend.
Der Graf bot auch seinem Gast einen guten Tropfen Rotwein an, er sagte dann nur, er würde eh nie Rotwein trinken (warum wohl?).
Der Anwalt erzählt ihm, dass man ihm abgeraten hätte, den Grafen aufzusuchen. Während ihm der Anwalt die Papiere gibt, entdeckt der Graf ein Bild, der Verlobten von J. Harker und bei diesem Anblick bricht er fast zusammen.
Der Graf ist sichtlich in und her gerissen und warnt nun eindringlich den Anwalt.
Er solle nur, in dem ihm zugewiesen Zimmer nächtigen, er solle nirgends anders schlafen, und sobald er Müdigkeit verspüre, solle er das Zimmer aufsuchen, denn sonst könne für nichts garantiert werden.
Mit diesen Wort, verschwindet der Graf im nichts.
Dann kommt ein Liebeslied zwischen dem Anwalt und seiner Verlobten Mina, wobei man den Anwalt einen Brief schreiben sieht.
Graf Dracula betritt wieder die Bühne und bemerkt, das der Anwalt sich verletzt hat.
Der Anwalt meinte er habe keinen großen Spiegel gefunden und deswegen nun seinen kleinen Taschenspiegel genommen. Der Graf nimmt den Spiegel und wirft in mit den Worten zu Boden „Spiegel sind nur gut für die Eitelkeit“. Der Graf streicht dem jungen Mann über die Wange und berührt dabei die Wunde, wobei er mit dem Blut in Berührung kommt. Hinter dem Rücken des Anwalts, leckt TB das Blut ab. Der Graf nimmt den Brief an Mina an sich und will diesen am nächsten Tag abschicken lassen. Er sieht eine Art Kette am Hals des Anwalts und greift danach, als er es hervorzieht, ist es ein Kruzifix und der Graf weicht zurück, „sinnloses, abergläubisches Zeug“ betitelt er das Kreuz.

Mit einer letzten Warnung verschwindet der Graf wieder.
Die Töchter der Nacht tauchen auf, allesamt Vampire, die nun mit ihrem Opfer spielen. Herr Harker weiß gar nicht was mit ihm geschieht, kurz vor dem Biss, erscheint der Graf im ersten Stock und verbietet seinen Töchtern weiter zumachen. Er sei sein Eigentum, und sie dürften ihn nicht haben. Die Töchter meckern dass sie hungrig seinen und ob sie vergessen wurden, der Graf wirft ihnen ein Päckchen hinunter, das wohl ein Baby sein sollte und er selbst, begibt sich nun zu seinem Opfer. ( KEINE SORGE AUCH AN EUCH IST GEDACHT)
Der Anwalt fleht noch, der Graf solle Mina in Ruhe lassen, doch das verneint dieser und beißt den auf dem Tisch liegenden Anwalt.
Durch diesen Biss, erscheit der Graf im nu um viele Jahrhunderte jünger geworden zu sein. Seine langen weißen Haare, sind schwarzen kurzen gewichen. (Nun TB verschwand hinter dem Tisch, somit also aus der Blickwinkel des Publikums, und streifte die lange weißen Perücke ab. LEIDER. Denn die kurze sieht nun ja, sehr seltsam aus, höflich formuliert)
Die Töchter „sterben“ fast bei diesem Anblick und stillen und ihren Hunger an dem Baby und dem Anwalt.

Bei der nächsten Szene stehen Mina und ihre Freundin Lucy auf einem Balkon und unterhalten sich. Lucy erzählt von ihren Absichten zu heiraten, und das nachher die 3 Herren, zum Kaffee erscheinen würden, sie seien in der Absicht gekommen, heute die Antwort zu erhalten, für wen Lucy sich entschieden hätte.
Des weiteren geht es um Lucys „Krankheit“ das Schlafwandeln, Mina ist darüber sehr besorgt.
Nun treffen die Heiratskandidaten ein, Lucy glaubt eine Stimme zu hören(ICH HÖR EINE STIMME DIE MICH RUFT!) und die beiden Frauen gehen nach unten.
Im nächsten Lied geht es um die 3 Herren, für welchen sie sich entschieden soll, da gibt es u. a. Ouincey ein Mann mit einem langen Messer(eine art Cowboy), dann den Anstaltsleiter Jack Seward und den „Erbschleicher“ Arther Holmwood Es gibt eine Kampf um die Gunst der Lucy, wobei sie sich letztendlich für den „Erbschleicher“ entscheidet.
Eine Partygesellschaft erscheint, und man feiert die Verlobung der beiden.
Noch in der Nacht, sieht man die Lucy mal wieder schlafwandeln und der Graf sitzt im Garten des Hauses.
TB, beginnt sie zu rufen und sie kommt auch zum ihm es beginnt, das Ritual, dass TB sie auf den BISS vorbereitet. Mina ist herbeigeeilt, die nach der schlaf wandelnden Lucy gesucht hat. Sie schreit den Grafen an, was das solle, er sagte, Lucy sei auf sein rufen erschienen. Es war zwar nicht die jenige die er reichen wollte, aber sie sei diejenige die erschien ist.
Er sagte, er liebe nur Mina und sie solle sich das endlich eingestehen.
TB verschwindet, und Mina kümmert sich um Lucy, die total verwirrt ist, sie habe geträumt ist sie der Meinung. Mina will Lucy ins bett bringen, doch diese erzählt von einem Mann der sie gerufen hat, während ihrer Erzählung wird ihr klar, dass nicht sie gemeint war sondern Mina, sie hätte zu dem Mann kommen sollen, Mina bestreitet dies und bringt Lucy weg.
Mina erhält einen Brief, dass ihr verlobter schwer verletzt in Ungarn liegt, darauf hin fahren alle zum Bahnhof. Mina will nach Ungarn fahren und Lucy und ihr Verlobter nach London.
Mina singt ein Liebeslied an ihren Mann und der Graf erscheint, es beginnt eine Song in dem sie TB bittet zu bleiben, doch Mina wieder setzt sich, noch.(man war der Song schöööönnnnnn)

In London angekommen, heiratet Lucy ihren Arthur und Minia ihren Jonathan in Ungarn. Wobei hier sich schreckliche Szenen abspielen. Während der Feier erscheint der Graf und Lucy bricht ohnmächtig zusammen. Sie wird in ihr Bett gebracht.

Die nächste Szene beginnt mit einem Mann, der in einem Spinnennetz
hängt, ein armer Irrer namens Renfield (wow, eine geile Stimme)
mit dem TB immer wieder Kontakt aufnimmt. So hängend im Netz wird er gefunden, von dem Anstaltsleiter, Renfield futtert die Fliegen selber auf, die er für die Spinne besorgt hat, doch er wird vom Anstaltsleiter angewiesen herunterzukommen und den Unsinn sein zu lassen. Ein Gespräch beginnt über den Meister, und er erzählt von einem Schiff wo schreckliches passieren wird. Der Leiter glaubt ihm natürlich kein Wort und so endet diese Szene.

Lucys Zimmer wird erstmal Vampirsicher ausgestattet, so möchte es gerne der Vampirforscher van Helsing.
Mit Kreuzen und Knoblauch.
Lucy schickt nun die ganzen Herren weg( das sind van Helsing, Arther, Ouincey, Jack und Minas Mann J. Harker, die sich da um ihr wohl bemüht haben.)
Auch ihren Mann, da sie wohl sehr unruhig schlafen werde.
Sie verlassen Lucy, die nun ein sehnsüchtiges Lied anstimmt, nach dem Grafen, sie möchte diesen Mann wieder sehen. Sie wirft auch das Kreuz und den Knoblauch aus ihrem Zimmer fort, dann erscheint TB auf dem Balkon und Lucy lässt ihn ein.
Ein erotischer Tanz der beiden beginnt, der darin endet, das TB sie beißt.(Fast schon hatten wie die Hoffnung TB endlich mal mit nacktem Oberkörper zu sehen, doch genau da dreht er sich weg.*grummmel*)
TB verschwindet und der Ehemann tritt ein, der nach seiner Frau sehen will, wie sie denn geschlafen habe.
Sie sagte ihr gehe es sehr gut, und eigentlich will sie zubeißen, doch gerade noch rechtszeitig erscheint der Vampirjäger van Helsing und kann den noch jungen Vampir mit Weihwasser und einem lateinischem Gebet zurück ins Bett treiben (das möchte ich mal sehen wenn das ein Professor bei TdV macht hihihihihihi)
Seine Diagnose ist sehr klar, sie wird sterben, was sie auch tut.
Die Beerdigung der jungen Lucy ist sehr bewegend und die Vampirjäger(also van Helsing, Arther, Jonathan, Ouincy, und Jack)
Sie verabreden sich in 14 Tagen sich wieder hier zu treffen.
Lucy liegt im aufgebarten Sarg in der Gruft. Der Graf und seine Töchter erscheinen. Es beginnt ein Tanz um den entgültigen Biss, der dann auch nicht auf sich warten lässt.
In nächsten Moment sind man Lucy mit einem Kind umherwandeln. Sie singt ein Lied mit dem Mädchen, das wohl ihr Opfer werden soll.
Die Vampirjäger sind gekommen und stellen nun Lucy, die hält schützend das Kind vor sich. Sie treiben Lucy mit Knoblauch, Kreuz und Weihwasser in ihren Sarg zurück, dort wird sie dann (zwischen 6. und 7. Rippe) gepfählt. ( laut von Helsings-Theorie)
Mina die auch zugegen ist, kümmert sich nun um das Kind, das sie in ihren Mantel hüllt( ICH HÜLL DICH EIN IN MEINEN SCHATTEN ).
Thomas erscheint noch mal und er singt ein Lied über seine Sehnsucht nach Mina, und der Vorhang fällt.

Ein wunderschöner, ergreifender 1. Akt ist zu Ende, wir sind wieder runter ins Foyer gegangen, irgend so ein Typ mit Glatze( kommen wir später noch drauf zurück) lief an uns vorbei, sagte „You`re looking great“, Daumen hoch und ging weiter, wir freuten uns sehr über das Kompliment.
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Dann gings weiter mit dem 2. Akt
Hier müssen wir gestehen, dass wir uns nicht mehr so ganz sicher sind, wie er denn wirklich los ging *grummel*

Die Vampirjäger wollen nun endlich den Grafen vernichten.
Sie suchen zuerst Renfield auf, Mina ist auch dabei.
Renfield erzählt ihnen von seinem Meister, und dass Mina die nächste sei, sie tut noch ganz unschuldig. Dann bekommt er es mit der Angst zu tun, er hat viel zu viel schon erzählt, er bittet den Anstaltsleiter, ihn frei zu lassen. Doch dieser widerspricht seiner Bitte. Kurz darauf erscheint der Graf und bringt ihn um, indem er ihn erhängt.

Wieder zuhause wird schnell ein Plan gefasst, sie wollen die Heimaterde im Sarg des Grafen mit Weihwasser verunreinigen.
Mina bekommt das mit, und will Dracula nun warnen.
Jonathan verabschiedet die Vampirjäger und lässt Mina nur einen kurzen Moment alleine. Dieser Moment reicht allerdings aus, dass der Graf zu ihr kommen kann. Er sagt „Du musst nach mir rufen, mich einladen“ sonst könnte er nichts für sie tun. (In diesem Moment gingen 2 Finger im Rang links Reihe 3 Plätze 647, 646 hoch und 2 Stimmen sagen leise: „Thomas hiiiiiiiiiiiiier…….. wir rufen dich!“.) Er ignorierte uns total, nun ja mit rund 200 Jahren auf dem Buckel hört man wohl auch nimmer so gut und hätte er es gehört und wäre zu uns gekommen, hätte der Regisseur wahrscheinlich die Krise bekommen. *gg*

Der Graf verschwindet, Mina kämpft mit sich, sie sehnt ihn herbei, doch eigentlich kann sie und will sie nicht das er kommt, oder doch?

Jonathan kehrt zurück zu seiner Frau, hinter ihm taucht TB auf, und Mina will die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, „willst du mit mir Karten spielen“, fragt sie ihren Mann. Doch es ist zu spät. Der Graf packt Jonathan am Hals und würgt ihn bewusstlos.

Dracula hat nun freie Bahn, es beginnt ein erotisches Spiel (gefährliches Spiel!) um den entscheidenden Biss. Auf dem Bett kniet er sich und reist sich das Oberhemd auf, (LECKER! Und wir haben es gesehen*ggg* Wir waren dabei! Live und in Farbe. *Kipp um* wo ist der Notarzt! Hamsi hat bis heute blaue Flecken, von dem Stoß in die Rippe von Sheewa, also sie meinte „siehst du daaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa aaaaaaas!)
Er ritzt sich seine leicht behaarte Brust auf und lässt Mina davon kosten. *seuuuuuufz*
In diesem Moment kommen die Vampirjäger zurück, sie finden den bewusstlosen Ehemann und stürmen ins Schlafzimmer, dort versuchen sie, die beiden in Schach zuhalten. Von TB kommt nur einhöhnischen Grinsen. „ Glaubt ihr wirklich, dass kann mich aufhalten?? Ich habe gegen die Türken gekämpft, sie aus meinem Land vertrieben. Es kommt ein greller Lichtblitz und TB verschwindet durch das offene Fenster(J&H lässt grüßen)

Die Vampirjäger schicken Mina ins Bett, sie weiß ganz genau dass sie eine große Gefahr darstellt.
Mina ist dank ihrer telepathischen Fähigkeiten eng mit dem Grafen verbunden. Sie kann den Jägern wertvolle Hinweise geben, wie sie den Grafen töten können, denn bei jeder Morgen- und Abenddämmerung stehen sie in Kontakt.
Die Jäger erzählen Jonathan, dass sie Erde verunreinigt und eine Hostie zerbröckelt und mit in den Sarg gestreut haben.
(O-Ton von Ouincy, Krümel im Bett sind ekelhaft)
Mina erscheint noch mal und wird von van Helsing hypnotisiert und beginnt einige Details auszuplaudern.

So ist es ganz sicher, dass der Graf nun schnellstens in seine Heimat zurück muss, nur so kann er sein Überleben sichern.
Dracula reist per Schiff zurück nach Transylvanien und die Vampirjäger incl. Mina reisen per Orientexpress. Im Zug hat Mina wieder ihre Kontakte zum Grafen. Mina hat nur noch einen Wunsch, sie will zu ihm.
TB redet zu ihr, er ruft sie solle nun endlich zum Ihm kommen.
Dann hört man von dem Grafen ein Lied über die Gier, nach Blut,(ach, fast wie die unstillbare Gier, genial wir waren GEFANGEN, zum heulen schön)
Das große Finale: Die Jäger mit Mina kommen im Schloss des Grafen an, es beginnt der Kampf auf leben und tod zwischen den Vampiren, den Töchtern der Nacht, und den Jägern, Mina und der Graf haben nur noch Augen für einander.
Ihre Liebe steht wie ein unsichtbares Band zwischen ihnen.
Die anderen Darsteller verschwinden im Hintergrund der Bühne, es sind noch TB und Mina auf der Bühne. Es kommt zum absoluten Liebesduett zwischen ihnen, währenddessen wird einem klar, das die beiden füreinander bestimmt sind.

Der Graf sagt ihr, sie habe in ihm Gefühle geweckt, so was kannte er noch nie, und wenn es passiert, das sie ebenfalls zum Vampir wird,
dann wird dieses Gefühl für immer tot sein. Es gäbe nur einen Ausweg. TB reicht ihr einen Holzpflock, sie muss ihn durchstoßen unter Tränen der Liebe erfüllt sie ihm seinen letzen Wunsch. Die Liebe ist so groß zu seiner Mina, dass er für sie stirbt.
Die ganze Szene wird von van Helsing beobachtet (der sichtlich meint: Mein Verstand hat triumphiert, die Königsberger werden gelb sein, vor Neid, wenn man mir den Nobelpreis verleiht *lol*).

Es war so schön, die Tränen liefen und liefen. Ja auch Vampire können weinen.
Nun ja der Schlussapplaus, war zuerst sehr lahm, wir sind natürlich gleich aufgesprungen, was leider nur sehr wenige taten.
Auf jeden Fall hat man uns sehr gut gehört, wie uns Frank Winkels später bestätigte (wer da wohl so geschrien hat??? Sheewa vielleicht, okay ich gebs zu Hamsi auch nicht viel weniger).
Es gab viel Applaus, die Darsteller kamen auch des öftern nochmals auf die Bühne, der Direktor, sprach einige Worte an das Publikum, was wohl wegen dem Schweizerdeutsch schwer zu verstehen war, dann wurden u. a. die verantwortlichen dafür auf die Bühne geholt, er begrüßte u.a. Frank Wildhorn(verantwortlich für die Musik) und Matthias Davids(verantwortlich für die Inszenierung).
Tja und da waren Sheewa und Hamsi mehr als platt, der ältere Herr der uns mit „you`re looking great“ angesprochen hat, war jener Frank Wildhorn *grins strahl*
Herr Wildhorn, der auch die Musik zu J&H schrieb, schrieb auch Dracula.
Man konnte auch sehr gute Vergleiche zu TdV ziehen, viele Charakter spiegeln sich hier wieder, nur leider kein Herbert weit und breit.
Dann können wir noch die Flora mit ihren Tonproblemen etwas in Schutz nehmen. Die Akustik war zwar okay, aber die Musik war oft zu laut, gerade wenn TB auf der Bühne war konnte man ihn leider sehr schwer verstehen.
Auch würden wir sagen hat TB nicht seine volle Stimme ausgespielt: lange, mächtige Töne, die wir sooo von ihm lieben, (wie bei befreeeeeeeeiiiiiinnnn) gab es fast gar nicht, und manchmal dachte man, jetzt ja.... und nein, doch wieder nicht. Aber wir vermuten, es war so gewollt, bzw. TB sollte das so singen. Vielleicht hatte der Komponist nicht mit einem Hauptdarsteller mit solcher mächtigen Stimme gerechnet.

Wir müssen sagen, dass dieser Bericht mit bzw. ohne Gewähr geschrieben wurde. Man könnte es wohl mit 3 Leute 5 Meinungen vergleichen, *ggg*.
Dadurch, dass wir das Stück nicht kannten, und manchmal auch sehr schwer zu verstehen war, fiel es uns echt schwer, das Stück nochmals korrekt hier wieder zugeben.

Aber es war supermegaturbogeil. Es gibt keinen Ausdruck, der unsere Gefühle wohl passend wieder bringt. Das ganze stück, (ein paar Sachen sind immer dabei, die man wohl etwas ändern würde) aber es war echt super. Alle Darsteller haben uns sehr gut gefallen, gefreut hat es uns sehr ein paar Ex-Vampire wieder zu sehen. Nämlich Frank Winkels und Anna Thoren. Natürlich ein super gut spielender Thomas Borchert, der sogar auf der Premierenfeier
war, die zum Glück nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, sondern im Foyer des Theater. Und so konnte man mit den meisten Darstellern kurz reden, Autogramme holen und Fotos machen. (Ja, Sheewa hat es ausnahmsweise sogar geschafft, Thomas anzusprechen und mehrere Worte hintereinander zu sagen, die zusammenhängend sogar logische Sätze ergaben, obwohl sie sich sonst in seiner Gegenwart kaum an ihren eigenen Namen erinnert…:-))

….Fahrt hin, es lohnt sich 1000%IG.*ggg*

Sheewa


Super Stück!

02.06.2005 - Mir hat Dracula sehr gute gefallen, sodass ein zweites mal schon wieder auf dem Plan steht! Besonders angetan war ich von Drew Sarich!
Wahnsinn, wie der Mann in diese Rolle aufgeht!
Also von Mir gibt es 4 Sternchen! ;o)

Lieben Gruß,
Sarah

Sarah


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