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Es fährt ein Zug nach Nirgendwo (2006 - 2007)
Admiralspalast, Berlin

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Ein Abend mit einer gehörigen Portion an Schmalz, Liebe und Triebe. Auf der Basis von “Taro Torsay”, einem Musical aus der Feder von Schlager-Ikone Christian Anders, präsentiert Thomas Hermanns (Buch und Regie) eine trashige Vollplayback-Show im Siebziger-Retrolook.

Grusel zur Geisterstunde. Zwar treiben auf der Studiobühne des Admiralspalastes keine kettenrasselnden Gespenster ihr Unwesen, dafür wird aber der Geist der Siebziger zum Leben erweckt und nahezu unbekannte Schlagerperlen wie “Jane, Jane, Jane – was wird gescheh’n?” oder “Ja, wir sind was wir sind, doch was sind wir bloß?” jagen dem Publikum Schauer über den Rücken. Dazu lässt Regisseur Thomas Hermanns seine Darstellerriege im Vollplayback zu einer alten Vinyl-Aufnahme von “Taro Torsay” (Buch: Christian Anders) auf der Bühne allerlei Mätzchen machen. Während über den Lautsprecher die Geschichte des Titelhelden, der vom Chicagoer Kleinkriminellen zu einem gefeierten Schlagerstar aufsteigt, in Monologen und Dialogen erzählt wird, begleiten übertriebene Requisiten und pantomimische Posen sowie maßlos alberne und vielfach unter die Gürtellinie zielenden Gags das Geschehen. Eingebettet ist die dünne Handlung in Schlager, die Christian Anders in den 1970er-Jahren eingesungen hat, wobei nicht nur seine großen Hits (“Es fährt ein Zug nach Nirgendwo”, “Verliebt in den Lehrer”) erklingen, sondern auch Unbekanntes (“In Chicago” – das deutsche Cover zu “In the Ghetto” von Elvis oder Anders englischsprachiger Song “Wishing I Was a Torero”). Regisseur Hermanns ergänzt die Vorlage um Szenen, zum Beispiel um ein Casting mit Kandidaten, die sich mit Schlagerbeiträgen wie “Und dabei liebe ich Euch beide” (Andrea Jürgens) oder “Tu es” (Gilla) um einen Plattenvertrag bewerben. Hier gewinnt der Abend eindeutig an Fahrt und die Darsteller mit ihren geschmacklosen Perücken und schrillen 1970er-Jahre-Outfits (Kostüme: Seti Makinejad) können auf der nur mit einem Hochhaus-Hintergrundprospekt dekorierten Bühne (Bühnenbild: Matthias Maedebach) zeigen, was in ihnen steckt. Allen voran Tillmann Creutzfeld-Jakob als Discotussi und Mireille Matthieu. Urkomisch auch die beiden wirklich echten weiblichen Ensemblemitglieder Sandra Steffl und Antje Brameyer, während sich die Berliner Vorzeige-Transe Gloria Viagra hauptsächlich beim Vorführen ihrer Roben profiliert. Nervig und blass ist Ades Zabel, der als Taro Torsay über die Bühne stolpert und mit kaum mehr als drei verschiedenen Gesichtsausdrücken (wahlweise “glücklich”, “beleidigt” oder “aufgebracht”) aufwarten kann.

“Es fährt ein Zug nach Nirgendwo” ist rund 75 Minuten Trash pur. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und wer vorher seinen Geist mit dem ein oder anderen Getränk vernebelt hat, der kann auch richtig viel Spaß haben.

Trashical von Thomas Hermanns nach dem Musical “Taro Torsay” von Christian Anders

 
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KREATIVTEAM
InszenierungThomas Hermanns
BühneMatthias Maedebach
KostümeSeti Makinejad
 
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CAST (AKTUELL)
MitAdes Zabel
Sandra Steffl
Gloria Viagra
Tillmann Creutzfeld-Jakob
Hendrik Schneider/Marcel Trübner
Antje Brameyer
 
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TERMINE
keine aktuellen Termine
 
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TERMINE (HISTORY)
Sa, 11.11.2006 23:45Admiralspalast, BerlinPremiere
Sa, 18.11.2006 23:45Admiralspalast, Berlin
Sa, 25.11.2006 23:45Admiralspalast, Berlin
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